25.05.2012 16:12 | Meine Presse Merkliste 0

Das Gesetz des Handelns liegt bei Josef Pröll

MARTINA SALOMON (Die Presse)

Die ÖVP hat sich auch auf sozialdemokratischen Feldern breitgemacht – die SPÖ ist nur noch Zuschauer.

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Moderne Sachlichkeit statt goldgeschnörkelter Opulenz: Der Rahmen der staatstragenden Rede von Vizekanzler Josef Pröll am Mittwoch war nicht unschlau gewählt: In der unprätentiösen Kühle des Finanzministeriums konnte er sich als Macher präsentieren.

Wolfgang Schüssel belebte das (schon von Alois Mock benutzte) Format „Rede zur Lage der Nation“ in den Neunzigerjahren wieder, um sich jeweils am Jahrestag der Staatsvertragsunterzeichnung am 15.Mai per Parteiveranstaltung in der Hofburg als heimlicher Kanzler zu inszenieren – lange bevor er Regierungschef wurde. Das hat sein Nach-Nachfolger eigentlich gar nicht nötig: Josef Pröll wirkt, als hätte er als Finanzminister ohnehin das Szepter in der Hand, was die SPÖ zur Verzweiflung treibt.

Das verdankt Pröll allerdings weniger seiner grenzgenialen PR-Strategie als der Ohnmacht der Kanzlerpartei, die am Mittwoch zu einer Präsidiumssitzung lud, die sich dann ordentlich in die Länge zog, um irgendwo ein Licht am Ende des (Partei-)Tunnels zu finden. Die Wahlniederlagen sind nicht verdaut. Personalveränderungen stehen bevor, die man aber noch scheut. Rundherum tobt eine Weltwirtschaftskrise, und die SPÖ ist vorrangig mit sich selbst beschäftigt. Na bravo!

Die ÖVP präsentierte sich hingegen gestern, als hätte sie zumindest die relative Mehrheit im Land und wäre nicht jene auf klägliche 26 Prozent abgerutschte Mittelpartei, die sie seit 2008 in Wahrheit ist. Pröll gab sich in dem schlicht als „Rede des Finanzministers“ titulierten rund einstündigen Vortrag bewusst nicht als Parteichef, sondern als Staatsmann, der Österreich „nach vorne bringen“ will. Die SPÖ mag sich darüber grün und blau ärgern, offene Spitzen gegen sie waren aber nicht dabei.

Besonders schmerzhaft für die SPÖ ist, dass die ÖVP das Gesetz des Handelns augenscheinlich an sich gerissen hat. Stichwort Ganztagsschule: Hier gab es vernünftigerweise ein Umdenken bei den Schwarzen, aber dass sie jetzt plötzlich als Motor für ganztägige Schulformen (die sie lange genug torpediert haben) dastehen, ist natürlich ein Treppenwitz der Geschichte.

Auch auf einem anderen, ursprünglich ebenfalls sozialdemokratischen Feld hat sich der Finanzminister gemütlich eingerichtet: Er fordert eine Finanztransaktionssteuer und eine starke europäische Finanzmarktaufsicht. Da ist plötzlich gar nichts „Neoliberales“ mehr, das Sozialdemokraten im Verein mit Gewerkschaft und Arbeiterkammer lustvoll geißeln könnten. Und dass die ÖVP darauf schauen will, dass Leistungsträger bei der Umverteilung nicht mehr zu kurz kommen? Das könnten in dieser Form derzeit wohl alle Parteien unterschreiben, auch wenn das im Konkreten durchaus Sprengkraft hat. Großzügig zeigte sich der Finanzminister beim Thema Schulen und Forschung. Hier will er offenbar Geld springen lassen.

Aber wo wird eigentlich gespart? Um die Hacklerfrühpension, die die ÖVP nun wegen explodierender Kosten eventuell sogar vorzeitig auslaufen lassen will, wird noch ein harter Kampf toben, bei dem auf der Gegenseite auch der schwarze Arbeitnehmerbund mitmischt. Werner Faymann hat schon abgewinkt. Kann sein, dass Pröll hier auf Granit beißt. Denn bei den Pensionen kennen die Österreicher – und die Sozialdemokraten – keinen Spaß. Abgesehen davon haben sich Arbeitnehmer wie Arbeitgeber darauf verständigt, dass die Regelung gesetzlich verbrieft zumindest bis 2013 läuft.

Gespannt darf man auch sein, ob Pröll gemeinsam mit dem Kanzler den Ländern jene Verwaltungsreform abringen kann, die er gestern angekündigt hat – samt einem einheitlichen Dienstrecht für alle Beamte. Ein vernünftiger Vorschlag. Vielleicht ist dank Wirtschaftskrise sogar ein Mondfenster aufgegangen, das auch tatsächlich durchzusetzen.


Ein Hindernis für Prölls weiteren Aufstieg ist jedenfalls aus dem Weg geräumt: Ausgerechnet am Tag vor dem staatstragenden Auftritt gab Onkel Erwin bekannt, auf eine Präsidentschaftskandidatur zu verzichten. Das ist durchaus im Sinne des „kleinen“ Pröll. Allerdings hat dieser – und er hat es selbst in seiner Rede angesprochen – noch ganze vier Regierungsjahre vor sich. Jetzt ist er der strahlende Held, der Geld in Konjunkturpakete pumpt. Doch bis 2013 muss der jetzt wachsende Schuldenberg wieder abgebaut werden – samt unpopulärer Maßnahmen. Das wird die wahre Nagelprobe für Pröll. Den schönen Worten vom 14. Oktober 2009 müssen noch eine Menge Taten folgen.

Die Rede des Finanzministers Seiten 1 und 2
SPÖ-Präsidiumssitzung Seite 3


martina.salomon@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.10.2009)

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27 Kommentare
 
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Piwoli
25.04.2010 07:07
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Wo sind denn die mutigen Schritte?

Eines ist richtig: Man hört mehr von Pröll als von Faymann. Damit hat sich's dann aber auch schon wieder.

Woran ganz Österreich tatsächlich leidet: Von KEINER Seite kommt auch nur ein halbwegs konstruktiver Vorschlag zu möglichen Sparpotentialen oder zu Maßnahmen der Wirtschaftsbelebung. Kreative oder gar kontroverse Ideen gibt's ohnehin nicht.

Tatsache ist: Der österreichische Wasserkopf Wien schreitet zur Wahlurne und keiner will sich's mit rund einem Viertel der Wähler verderben. Es scheint in diesem Land nur noch darum zu gehen, den Sesselfurzern ihre bequemen Amterl zu erhalten. Erbärmlich!

Derweil zerfällt die Bevölkerung zusehends mehr in "linkslinke" und "rechtsrechte" die sich über Ausländer streiten. Dümmer geht's nimmer. Lasst's euch gesagt sein: Wenn die Politik weiterhin im Stand herumstrampelt, sind Ausländer unsere geringste Sorge!

Beschämend ist auch, dass die Medienlandschaft vom Fernsehen bis zu den Printmedien keinen Mucks macht. Dummdreiste Politikermeinungen werden zuhauf veröffentlicht. Wen interessiert denn, was die denken?

Tag für Tag werden hier und bei allen anderen Zeitungen Beiträge kommentiert. Wie wär's mal mit einer Ausgabe, die nicht über den täglichen Stillstand berichtet, sondern statt dessen ausschließlich diese Leserbriefe veröffentlicht und damit dem Souverän dieses Landes Gehör verschafft? Oder alternativ: Wie wär's mal mit einem Ideenwettbewerb zur Krisenbewältigung?

derpradler
17.10.2009 11:59
0 0

bitte was soll denn

mit HANDELN gemeint sein? Dieser neoliberlale Handlanger der Banken, Finanzhaie, Miltärs.....soll sozialdemokratische Themen belegen? Habt Ihr sie noch ALLE? Der Bauer im Finanzamt, wie er sich sebst nennt ist doch nichts anderes als DER Umverteiler nach oben. Die Sorger`s, Marin`s und sonstigen schwarzen Ungeheuer sind seine Berater und Ihr sprecht von sozialdemokratischen Themen belegen?
Die Chefredakteure der meisten österreichischen Medien haben anscheinend alle schwarze Löcher in ihren Hirnen!

Thano
16.10.2009 09:08
0 0

Wo ist er denn ?

Na, Herr BK Faymann, wo sind Sie ? Hat es Ihnen die Red' verschlagen ? Werden wir noch etwas Sinnvolles von Ihnen hören oder lesen ?

Nun zu Ihnen, geehrter Herr VBK Pröll ! Bin gespannt, wie Sie IHRE vielen, heiligen Kühe schlachten werden, bevor Sie sich an den "Hacklern" vergreifen. Die "Hackler" sind nämlich im Vergleich zu den Budgetbelastungen, die IHRE heiligen Kühe schon seit Jahrzehnten bewirken, ein Tropfen auf dem heissen Stein.

Viel Vergnügen und gutes Gelingen !

Gast: iffb
16.10.2009 03:55
0 0

kosten des beamten und politiker

wäre mal ein frage wert was unsere beamte, berater, konsulenten, usw. so kosten. und ob die mit den vorgeschrieben pensionsalter auch gehen. politiker gehen meist schon früher, auch auf unsere kosten. und von den lobbyisten schon garned zu reden. sowas ist zum kotzen. und was kam eigentlich mit dem Alfons Mensdorff-Pouilly heraus? is ja auch nun wieder ruhe eingekehrt (övp odda wie sich das so nennt). politik wird widerwärtig.

Gast: Brigitte
15.10.2009 12:50
1 0

Nicht so laufen lassen, wie es läuft!

dies sagte Herr Dr.Pröll in seiner Rede. Sehr löblich! Dann soll er endlich mit der dzt. Praxis Schluss machen, dass beim Tod eines/r jeden/r öffentl. Bediensteten (Beamte, Lehrer,Politiker usw.) dem Steuerzahler in die Tasche gegriffen wird. Stirbt z.B. ein Beamter am 2.d.M. hat er bereits sein Gehalt / Pension für das volle Monat am Konto, und wenn es ein Monat mit Sonderzahlung ist,eben um diesen Betrag mehr.
Hier könnte man SPAREN, denn dem Betreffenden würde nichts weggenommen !!!!!!

0 0

jene auf klägliche 26 Prozent abgerutschte Mittelpartei, die sie seit 2008 in Wahrheit ist.

auch wenn die vaupee sich verhält, als hätte sie die absolute mehrheit:
selbstüberschätzung und anmaßung wird in der regel in der wahlzelle entsprechend 'belohnt'.

bis zum nächsten mal ist noch ca 4 jahre zeit.
wetten, dass die vaupee wieder als zweiter (oder gar als dritter) durchs ziel geht?

Antworten joquer
15.10.2009 13:45
0 0

Re: jene auf klägliche 26 Prozent abgerutschte Mittelpartei, die sie seit 2008 in Wahrheit ist.

Eine Partei, bzw. ihre Vertreter, sollte also erst dann konkrete Vorschläge machen, wenn sie die absolute Mehrheit innehat?
Ich finde, alle Parteien sollten sich an der Rede von Pröll ein Beispiel nehmen - wo sind die konkreten Vorschläge von anderer Seite? SPÖ? FPÖ? BZÖ? Grüne?
Die verhalten sich derzeit nämlich so, als würde sie das ganze nichts angehen...

Gast: Rechner
15.10.2009 10:24
1 0

klug

Wer und von welcher politischen Richtung einer kommt, der Grundvernünftiges will und das auch ausspricht, kann dem Österreicher völlig wurscht sein - die Sache zählt.
Daß in diesem Fall Dr. Pröll die Kompetenz an sich gezogen hat, mag zwar den politischen Gegner wurmen, aber was zählt, ist die Sache per se.

Der Stolperstein, der Pröll gefährlich werden könnte, sind die Beamten, welche als Abgeordnete zum Nationalrat das Sagen haben (siehe zB Neugebauer). Ginge es nach mir (tut es leider nicht), dann würde ich eine Unvereinbarungsregelung für den Beamtenstatus (Unkündbarkeit, Gehaltsfortzahlung und damit doppelte Kosten für den Steuerzahler) und die Wählbarkeit als Abgeordnete festlegen.
Ich weiß, ein Traum bleibt ein Traum !

Vielen Dank Frau Dr. Salomon

für Ihre treffende Analyse! Es ist tröstlich und beruhigend dass in einer Zeit der Wirtschafts- u. Finanzkrise - weltweit u. in Österreich - sich die Stimmen der Vernunft erheben.

Wir haben bei uns Österr. derzeit eine große Chance: Es sind von jetzt an für längere Zeit KEINE WAHLEN u. keine Wahlkämpfe. Bis zu den Wiener Wahlen (blenden wir sie möglichst aus) ist noch genügend Zeit!

Alle Vernünftigen, klar denkenden Proponenten die von Wirtschaft u. Finanzen etwas verstehen, aus allen Parteien, Interessensvertretungen und allen NGO's:

Redet miteinander in Form e. guten Dialogs: Findet Interessensausgleiche für langfristige Lösungen! Nützt jetzt die Zeit der relativen Ruhe für so etwas - wo man in der kalten Jahreszeit ohnehin nicht gern nach draußen geht.

Die einfachen Menschen, Wähler, Steuerzahler - sie sind es denen man jetzt Optimismus, Mut und Glauben an die Zukunft einimpfen muss. Und sie werden sich in irgendeiner Form dankbar erweisen .....

Antworten Gast: Denker
15.10.2009 09:54
0 0

Re: Vielen Dank Frau Dr. Salomon

Von wegen Wirtschaftskrise Amerikas Banker verdienen mehr als je zuvor.

Antworten Antworten Gerald
15.10.2009 13:12
0 0

Re: Re: Vielen Dank Frau Dr. Salomon

Dass die Entlohnung der amerikanischen Banker so gut wie gar nichts mit der wirtschaftlichen Entwicklung zu tun hat, sollte man mittlerweile schon mitbekommen haben.

Gast: Agathe Bauer
15.10.2009 09:36
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Steuerreform

...ist eh super. vielleicht sollte pröll auch hier ein paar ideen platzieren und sich gleich ein körberlgeld für's budget dazu verdienen: bit.ly/LdwTM

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Wahre Worte!

Doch wer heute die ZIB 2 im ORF gesehn hat, musst feststellen, dass der ORF Pröll niedermachen wollte und die SPÖ mehr oder weniger gedeckt hat -.-
Sowas von typisch, da versucht einmal ein Politiker was gscheites zu sagen und der ORF ignoriert ihn natürlich :P

Antworten Gast: VivaLaVida
15.10.2009 09:20
0 0

Re: Wahre Worte!

Na deswegen sitzt ja auch Herr Wrabetz dort und mit ihm 80% Gesinnungsgenossen

Antworten Gast: Niederösterreicher
15.10.2009 00:54
2 1

Re: Wahre Worte! Ganz krass treibt es im ORF Hans Bürger,

dem man die rote Gesinnung schon an der Nasenspitze ansieht wie dem Genossen Dittelbacher!
Die Ouvertüre lieferte die Gabe Waldner, die den Pröll in ihrem stramm linken Magazin schon verulkte, bevor er noch seine Rede hielt: mit dem für den ORF so typischen "Humor" und ganz daneben!

Antworten Antworten Gast: Gynamed
15.10.2009 13:10
1 0

Re: Re: Wahre Worte! Ganz krass treibt es im ORF Hans Bürger,

Also bitte keine Beleidigungen! Der Dittelbacher ist ein Kommunist, kein Sozi. Er ist nur besonders gut camoufliert.

Gast: machmuss verschiebnix
14.10.2009 22:58
3 1

Finanzminister Pröll traut sich als Erster und Einziger,

die himmelschreiende Ungerechtigkeit, bei der
Umverteilerei der Liniken zu thematisieren.

Damit entreißt er nicht nur Strache ein wichtiges
Wahlkampf-Trumpferl, sondern auch wieder ein
Stückerl mehr das Zepter der Sozialdemokratie
aus den Händen der SPÖ .

Eine finanzierbare Form der Sozialdemokratie ist
unverzichtbar. Aber grade die Umverteilungs-Orgien
der SPÖ sind dazu angetan, letztlich noch
"die Kraft der Gesunden unter den Kranken aufzuteilen" .

Wenn dies auch nicht möglich ist, so charakterisiert es
doch am besten, den generellen Denkfehler der SPÖ.
Es werden niemals Ursachen behoben, sondern
es wird immer nur Aktiionismus für den Augenschein
betrieben.


Antworten Gast: Lauser
15.10.2009 00:58
2 1

Re: Die Idee mit dem Transfer-Konto ist geradezu genial!

Auch ich habe in der Nachbarschaft eine Familie, die zwar keine Steuern zahlt, dank der zahlreichen (undurchschaubaren) Transferzahlungen und sonstigen Vergünstigungen sich aber mehr leisten kann, als ich als Steuerzahler!

Antworten Antworten Piwoli
25.04.2010 06:18
0 0

Kommen's auf einen Kaffee bei mir vorbei ....

... und ich belege Ihnen schwarz auf weiß, dass jeder Sozialhilfebezieher im Verhältnis zu seinem Einkommen mehr Steuer bezahlt, als ein Spitzenverdiener.

Antworten Antworten Gast: Denker
15.10.2009 09:58
0 1

Re: Re: Die Idee mit dem Transfer-Konto ist geradezu genial!

Ist der Neidkomplex auch bei ihnen angekommen? Wenn schon Neid, dann wo er berechtigt ist ,bei Grasser, Meischberger usw.

Gast: Beamter
14.10.2009 21:37
0 2

Sanierung einer verfehlten Politik

Wieder mal ein Beweis, wie sehr man sich auf unsere Politiker verlassen kann. Alle (Ver-)Achtung Herr Pröll.

pit
14.10.2009 19:52
3 0

und an diesen taten wird er zu messen sein ...

denn keiner kann heute glauben, daß die övp beispielsweise eine verwaltungsreform gegen ihr klientel durchboxt, die substantielle einsparungen bringt (stichwort föderalismus), ganz zu schweigen von einer bildungsreform die endlich einmal die lehrerarbeitszeit dort hinstellt wo sie hingehört und das ist nach der meinung vieler experten die anwesenheit der vollen mystifizierten 40h pro woche in der schule!
ich weiß ja nicht was ein mondloch ist, aber ich glaube das wird zu wenig sein und ich wünsche österreich viel glück dabei.

Antworten EduardK
15.10.2009 17:09
0 0

Re: und an diesen taten wird er zu messen sein ...

Was reiten Sie auf der Anwesenheits-pflicht der Lehrer von 40 Stunden in der Schule herum?
Zum tausendsten Mal:
1.Der Lehrer unterrichtet normalerweise seine Lehrverpflichtung in der Schule, ist also anwesend, wenn er nicht gerade 24 Stunden am Tag Dienst macht auf einer schulischen Veranstaltung außerhalb der Schule.
2. Der Lehrer hat auch andere Aufgaben zu bewältigen als nur zu unterrichten, z. B. korrigieren, vorbereiten usw..
Wie soll er das in der Schule tun, wenn
er dort keinen (Arbeits-)Platz und die dazu notwendigen Utensilien hat?
3. Ist das der Neid, dass Sie sich nicht selbst Teile ihrer Arbeitszeit einteilen können?
4. Genügt die Anwesenheit in der Schule oder soll (wer?) kontrollieren, ob der Lehrer was tut und was er tut, ob er bei der Sache ist oder nicht.
5. Und nach 40 Stunden läßt er alles fallen und tut für diese Woche nichts mehr. Kein Heft verbessern, keine Vorbereitung. Die Schüler würden schön schauen, wenn z.B. ein Lehrer sagen könnte, ich habe keine Maturafrage vorbereitet, weil ich habe so viele Kandidaten, kommen Sie im Herbst wieder?
6. Mich wundert immer (ich bin Pensionist), wieviele Leute vormittags
auf der Straße, auf Märkten usw... anzutreffen sind. Alles Pensionisten
und Arbeitslose oder arbeitende Menschen, die nicht an ihrem Arbeitsplatz sind?
7. Man merkt, dass Sie von Schule keine Ahnung haben ...

Antworten Antworten pit
15.10.2009 17:47
0 0

Re: Re: und an diesen taten wird er zu messen sein ...

stimmt ;-))

Antworten Gast: halali
14.10.2009 23:11
0 1

Re: und an diesen taten wird er zu messen sein ...

es ist immer wieder beeindruckend, wie sich der intelligente Leser beinahe daran aufgeilt, wenn er pöbeln, meckern und geistlosen Senf hergeben kann, ohne auch nur selbst einen sinnhaften und praktikabeln Vorschlag zu tätigen. Man kennt sich nirgendwo aus und war anscheinend auch schon vor langer Zeit in der Schule, sonst würde man nicht derartiges von sich geben! Also, lass die paar Gehirnzellen kreisen.

Antworten Antworten pit
15.10.2009 08:53
1 0

Re: Re: und an diesen taten wird er zu messen sein ...

sorry,
verschätzt, aber ihre primitiven ausfälligkeiten werde ich nicht kommentieren. interessant ist nur welche emotionen einfache tatsachen bei gewissen menschen auslösen können.

ich bin neben meiner selbständigkeit auch als lehrbeauftragter an schulen (fachhochschule und bildungsinst.) tätig und kenne und div. einstellungen und motivationen.

schnelle lösungen habe ich freilich keine, aber aus diesem umstand nicht kritisieren zu dürfen, finde ich einigermaßen autoritär!

 
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