21.11.2009 01:52 | Meine Presse Merkliste0

Studieren heißt auch arbeiten

ERICH WITZMANN (Die Presse)

Auf der einen Seite unerträgliche Studienbedingungen, auf der anderen kaum besetzte Hörsäle.

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Freie Bildung für alle! Gegen diese Forderung der protestierenden Studierenden ist kaum etwas einzuwenden. Nur zu, wer Bildung sucht, kann aus einem weiten Spektrum wählen: Von der Schule über die Fachhochschulen und Universitäten bis zu den Institutionen der Erwachsenenbildung gibt es ein breites Angebot. Viele Angebote zahlt die Allgemeinheit, andere muss man selbst finanzieren, etwa am Wifi oder bfi.

Tatsächlich wollen die Demonstranten dieser Tage aber etwas anderes. Ganz oben auf der Wunschliste steht die Gratisbildung, etwa die Gratisbetreuung an den Universitäten. Auch diese ist zu haben. Schon die legendäre Wissenschaftsministerin der SPÖ, Hertha Firnberg (1970–83), gab die Devise aus, dass jeder studieren könne, was ihm oder ihr beliebt. Der Staat allerdings setzt Prioritäten. Er stattet Studien, in denen Zukunftschancen geortet werden, mit größeren Ressourcen aus als beispielsweise Orchideenfächer, die oft nur der eigenen Verwirklichung dienen.

Das Firnberg-Prinzip bestimmt auch heute noch die Universitätspolitik. In technischen und naturwissenschaftlichen Studien gibt es – trotz erfreulicher Zuwachsraten – weiterhin ausreichende Kapazitäten. Die Ankündigung von Wissenschaftsminister Johannes Hahn, mit einer besseren Beratung an den höheren Schulen die Maturanten zu dieser Schiene hinzuleiten, klingt nach einem eingefrorenen Posthornton. Zu oft schon haben die verantwortlichen Ressortchefs dieses Versprechen abgegeben, haben auch am Ausbau der Maturanten- und Berufsausbildungsmessen mitgearbeitet und umfangreiches Werbematerial zur Verfügung gestellt. Zudem veranstalten Jahr für Jahr die Technik-Unis und Technikfachhochschulen eigene Werbeveranstaltungen, besonders abgestimmt auf junge Frauen.

Aber die Jungen kommen nicht, zumindest nicht im gewünschten Ausmaß. In Österreich werden nach wie vor die Studien der Politologie, Publizistik und Psychologie gestürmt, so, als ob in diesen Berufsfeldern Jobchancen sonder Zahl warten würden. Die Studien an den Technik-Unis, die vor allem Unentschlossene lieber meiden, gelten als hart und schwer. Da fühlt man sich in einem als „weich“ verschrienen Fach schon eher zu Hause.

Studieren bedeutet Arbeit, in den technisch-naturwissenschaftlichen Studien ist sie noch ein gutes Stück intensiver. In einer Zeit, in der Arbeit als Zustand gilt, den man eher meiden soll, ist es kein Wunder, dass so manche den harten Studienfächern ausweichen. Hier ist nicht der Wissenschaftsminister allein gefordert, hier geht es um ein Bekenntnis der gesamten Öffentlichkeit (und mit ihr der Politik) zugunsten von Arbeit und Leistung. Die Realität schaut freilich anders aus: Mit der Forderung nach der Abschaffung der Leistungsbeurteilung in der Schule bis zur möglichen Flucht in die Frühpension bald nach dem Fünfziger wird eher dem Drückebergertum gehuldigt.

An den Universitäten prallen die beiden Positionen aufeinander. Auf der einen Seite die Studentenvertretung der Montan-Uni Leoben, die in einer Stellungnahme wenig Verständnis für die überzogenen Parolen ihrer demonstrierenden Kollegen aufbringt. Oder die Studierenden, die nun angesichts des besetzten (und verunstalteten) Audimax' ihrer Uni ins Wiener Konferenzzentrum ausweichen müssen. Und eben auf der anderen Seite die Protestgemeinde, die mehr Geld für die Universitäten fordert (ein durchaus berechtigtes Anliegen), zugleich aber jeden Realitätssinn verliert. So ist die kritisierte Umstellung auf das Bachelor- und Masterstudium beileibe keine österreichische Erfindung, vielmehr wird hier eine europäische Richtlinie umgesetzt. Da hätte es mehr Sinn, das Bachelorstudium an den österreichischen Unis sinnvoll und bedarfsgerecht auszugestalten. Und zwar unter Mitarbeit der betroffenen Studenten.

Es zeugte sicher von wenig Fingerspitzengefühl, dass Minister Hahn wieder von den – in der Koalition mit der SPÖ unrealistischen – Studiengebühren sprach und damit die Demonstranten erst richtig aufbrachte. Gleichzeitig ist es wenig hilfreich, wenn sich jetzt die Regierungsspitze selbstgefällig zurücklehnt und den gerade erst für Brüssel nominierten Hahn allein im Regen stehen lässt. Die Finanzierung der Unis ist ein allgemeines Problem. Und lediglich der Hinweis, dass an den Technik-Unis Studierende mit offenen Armen empfangen werden, ist zu wenig. Man sollte mehr über die dort lohnende Herausforderung des Studierens und in weiterer Folge über lohnende Jobchancen sprechen.

 


erich.witzmann@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2009)

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95 Kommentare
Gast: Mina
06.11.2009 10:36
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Konfliktlösung

Etwas Gutes hat dieser Konflikt doch: Studenten zeigen durch die Proteste, dass sie politisch organisiert sind und außerdem viele andere sich mit Studenten solidarisieren. Nun hat sich Hahn doch Gesprächsbereit erklärt, somit hofft man auf ein baldiges Ende des Konflikts!


Gast: anonymos
04.11.2009 20:37
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rechtzeitig beginnen

Ich weiß nicht, ob Studenten der Chemie - an der Uni oder TU oder Boku - Probleme mit den Leistungsanforderungen haben, wenn sie vorher an einer HTL für Chemie (z. B. Wie 17, Rosensteingasse) iren Ingenieurabschluß gemacht haben.
Ich meine damit, dass die selektiven Voraussetzungen bereits in der Sekundarstufe 2 getroffen werden müssen.
Hochschulstudium ist im Grunde nur eine Verlängerung zur Vertiefung der Berufsausbildung.

Gast: rbx
02.11.2009 01:26
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Altes oder neues Bildungssystem, aber nicht beides!

In meinen Augen entlädt sich im Frust mancher Studenten eine längst überfällige Diskussion über den Sinn und Zweck von Universitäten.
Wenn wir Unis nach anglo-amerikanischem Vorbild wollen, müssen wir auch die Schule dahingehend ändern. Das ginge mit einem massiven "Niveauverlust" einher - Schulen müssten eher Grundkompetenzen als Wissen vermitteln, ergo von Bergen an Stoff befreit werden, im Bachelorstudium müsste eine relativ allgemein gehaltene Einführung ins Studienfach (in - aus österreichischer Sicht - verschulter Form) gebracht werden, um dann im Rahmen des Master- und PhD-Studiums eine Spezialisierung und eigenständiges Arbeiten zu forcieren.
Der Effekt wäre eine Abwertung der einzelnen Abschlüsse, dafür würden die Anforderungen an Schüler und Studenten wieder erfüllbar werden. Bis jetzt wurde das neue Bildungssystem lediglich zusätzlich zum alten eingeführt, die Folge: Überlastung.
In meinen Studienfach (Techn. Chemie) heißt das: Das, was bisher in 6 Semestern Plan war, ist nun in 5 1/2 zu leisten. (1/2 Semester für Bachelorarbeit)
Und: Obwohl Technische Chemiker durchaus gesucht werden, ist dieses Studium bereits jetzt an seiner Kapazitätsgrenze. Es mangelt an Platz und Personal.
Sind Gebühren zu zahlen, muss dem Studenten dafür etwas geboten werden. Das war beim alten System nicht der Fall. Außerdem braucht es Beihilfen, die bereits zu Studienbeginn greifen, und nicht erst Ende des 1. Semesters, nach über 2000€ Mehrkosten durch Studium und Studentenheim.

Gast: stefanie
02.11.2009 00:55
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aha aha

und WIESO bitte sollte ein studium NICHT der eigenen verwirklichung dienen????????

Gast: cave
01.11.2009 21:27
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bakk

zu dem Satz:
"Da hätte es mehr Sinn, das Bachelorstudium an den österreichischen Unis sinnvoll und bedarfsgerecht auszugestalten. Und zwar unter Mitarbeit der betroffenen Studenten."

Dieser Satz enthält gleich zwei forderungen der Studenten und ich bin froh das sie dies in der Presse auch so sehen.

Die Studenten fordern mehr Mitspracherecht bei den Bachelorstudium und anderen Themen. Derzeit ist das nicht vorhanden, wird aber schon seit Jahren gefordert, und jetzt eben für diese Forderung protestiert.

Die Studenten fordern eben eine Änderung des aktuellen Bachelorstudiums. Weg von den verschulten und Verketteten Vorlesungen, wo man allzuleicht gleich mal ein Semester verliert weil man sich online nicht schnell genug wo angemeldet hat, oder eine vorbedingung noch nicht für diese oder jene Vorlesung gegeben ist.

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Ich wuerde sogar so weit gehen...

...zu behaupten, dass es kaum keiner Betreuung bei der "Bildung" (!) bedarf.
Wenn jemand zur Selbstverwirklichung und Stillung des Wissensdurstes wirklich eine Betreuung braucht, dann soll er bitteschoen fuer die Kosten auch aufkommen.
Wieso sollten bitteschoen Menschen, die genuegend Eigeninitiative und Selbststaendigkeit aufweisen, autodidaktisch zu arbeiten, die Kosten fuer die "Bildungsbetreuung" mittragen???
Das seh' ich ueberhaupt nicht ein!

Bei (Berufs-)ausbildung sieht die Sache natuerlich ganz anders aus.
Hier muss gute Betreuung gewaehrleistet sein.
Was die Kosten betrifft, so ist einfach nur konsequent der wirtschaftlichen Verwertbarkeit zu folgen und die Sache regelt sich von selbst...

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Re: Ich wuerde sogar so weit gehen...

"kaum einer Betreuung" meinte ich natuerlich... sorry

Gast: anonymos
30.10.2009 06:36
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Entropix hat leider recht

Abgesehen davon, dass die sogenannten Geisteswissenschafter schon beim Sudium von Kant aussteigen, Standardwerke der Wissenschafttheorie wie Poppers "Logik der Forschung" wahrscheinlich nur im Inhaltsverzeichnis diagonal lesen (können), kann ich nach jahrelanger Tätigkeit an einer Fachhochschule beweisen, dass die Naturwissenschaften die strukturierte Denkweise fordern und daher das "Fabulieren" ausgrenzen.
Mit der beabsichtigten Demontage der Höheren Technischen Lehranstalten - vor allem bei der drastischen Reduktion der Praxisfächer - fehlen an den Technischen Universitäten jene Studenten, die schon bei Studienbeginn ihre Ziele kennen. Außerdem fehlt dem Gewerbe der Nachwuchs, der auch "hackeln" kann.
Mit den angloamerikanischen Studienvorstellungen werden kreative Denker sehr lange von ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen ausgeschlossen.
Es liegt auch an der Halbherzigkeit diverser AHS-Professoren, die kaum Laborunterricht betreiben - sogenannte Kreide-Physiker und Kreide-Chemiker, dass aus den AHS-Oberstufen wenig Gebildete in Mathematik oder Darstellende Geometrie sich den sinnvollen Studien zuwenden (es muss ja nicht unbedingt Architektur sein.
So bleiben die Universitäten eigentlich Fortsetzungen der Kinderaufbewahrungsinstitutionen.
Übrigens: Die sogenannte Algem-Einbildung sollte eigentlich durch Lifelong Learning vermittelt werden.

Anni24
30.10.2009 00:08
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Was für ein Chaos

Hahns Ankündigung der Wiedereinführung von Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen hat ein wirkliches Chaos verursacht. Mich wundert es ehrlich gesagt nicht das die Studenten auf die Barrikaden steigen. Ich würde auch nicht für eine miese Ausbildungsqualität bezahlten wollen. Auf der FH hat man zumindest einen Platz in allen Kursen, die man benötigt, um das Semester richtig abzuschließen und bekommt für sein Geld Qualität geliefert. Auch das müsste bei den Universitäten sicher gestellt werden. Lediglich die Studiengebühren einzuführen, die dann sicher wieder nicht in die Verbesserung der Ausbildung fließen, ist zu wenig. Hier sollten sich Studentenvertreter, Universitätsverter und das Ministerium zusammensetzen, um gemeinsam einen Fahrplan zu erarbeiten, damit die Qualität der Ausbildung gesichert wird.

Antworten Gast: gernot
01.11.2009 23:14
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Re: Was für ein Chaos

wie wärs mal bei sich selbst und seinen Motivationen, seiner Arbeitsbereitschaft und seinem Engagement zu beginnen, statt wie in Österreich leider immer wieder üblich, zu fordern, zu jammern, zu "protestieren"? In Österreich ist man viel zu verwöhnt und leider.... ungebildet! Schon zu "meiner Zeit" (vor 25 jahren) hat man sich bei vielen meiner KollegInnen gewundert, wie die jemals eine Matura geschafft haben....

Gast: tu
29.10.2009 23:58
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...

wobei hier (wieder) einmal bildung mit ausbildung verwechselt, der wert von bildung lediglich vom wirtschaftstauglichen standpunkt aus betrachtet und somit bildung unnütz und nur ausbildung nützlich wird.

peraugym
29.10.2009 18:04
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Alternativen Studieren

Studiere jetzt im 5.Semester Molekularbiologie, in meinen Vorlesungen sind etwa 30 Leute in einem Seminarraum, der eher mehr einer Schule ähnelt...
Übungen werden zu Gruppen à 15 oder 20 Stunden abgehalten ;)

Gast: firewalkwithme2
29.10.2009 16:49
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Hahn. phil

hatt er damals wohl noch auf einer technischen Universität bekommen

Gast: mirabilis
29.10.2009 14:52
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In der AHS beginnen

Ich bin selbst TU-Absolventin, Chemikerin, und sehe , mit welcher Lieblosigkeit in den AHS-Schulen im Unterricht meiner Kinder naturwissenschaftliche Fächer abgehandelt werden. Beispiele: Physikunterricht mit 35 Schülern in der Klasse, obwohl der Physiksaal nur max. 30 Plätze umfasst. Praktikumsversuche nur in Großgruppen, Chemieunterricht ohne jede Systematik auf reinem Auswendiglernen basierend. Solche Voraussetzungen wecken keine Neugier auf Technik und Naturwissenschaft. Schüler lernen nicht mehr selbständiges Planen, Beobachten, kennen nicht mehr die Freude am Erkennen von Zusammenhängen. Die wenigen, die sich dennoch interessieren, werden von diesen Voraussetzungen demotiviert. Das Interesse meiner Söhne an diesen Fächern kann ich nur zuhause durch Literatur, durch Diskussionen, durch eigenes Vorbild fördern. Die Schule versagt und bringt Absolventen hervor, die sich nur mehr die Massenfächer zutrauen...

Antworten Gast: rechthaber
01.11.2009 23:16
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Re: In der AHS beginnen

das war vor 30 jahren leider auch schon so, ich hab die nawi Fächer nur durch sinnloses Auswendigstucken halbwegs überstanden, weil uns niemand auch nur annähernd etwas erklären konnte und wollte! Und: warum sind zB in Mathe im Lauf eines Schülerlebens bis zu 20 matheprofs an einem vorbeigezogen, die fähigen konnte man an einem finger (!) abzählen!

undifferenziertes geschwafel

techniker: glaube irgendwie nicht, dass die vielen architekten eine bessere berufschance haben als geisteswissenschaftler, weil sie nicht so flexibel einsetzbar sind. ebenso sieht es bei einigen naturwissenschaften aus: nach der publizistik ist laut rektorinterview im standard der engpass in der biologie und in der ernährungswissenschaft am grössten. ob zoologen und ernährungsberater so gut dastehen wage ich auch zu bezweifeln

Antworten Gast: Ing. Humer
31.10.2009 11:19
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Re: undifferenziertes geschwafel

Architekten gehören zu einer Berufsgruppe die besonders drastisch abgestürzt ist im neuen Niedriglohnsektorparadies. Fünf Euro die Stunde und Dauerpraktikas sind da keine Seltenheit. Bis auf einige Ausnahmen die es immer gibt.

Man kann die Kinder immer nur ermuntern macht eine Lehre eine solider Installateurausbildung macht euch eher zum Millionär als irgendein Technikstudium. Das will aber keiner der jungen Leute glauben bis sie nach der Uni erst im Dauerlohnlospraktikum dahinterkommen.

Auf der Uni und in die Medien werden sie euch das verschweigen, denn die leben alle von Typen wie euch. Der Zensi wird wissen wovon ich rede. Stimmts ?????????

Ein Installateur montiert einen neuen Wasserhahn entlüftet ein paar Ventile und kassiert dafür 150 Euro. Drei Aufträge pro Tag machen 450 Euro (Davon 300 Euro schwarz).

freeman
29.10.2009 15:30
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Ausnahmen bestätigen die Regel...

Unter den Naturwisenschaften sind Biologie und Ernährungs"wissenschaften" die "weichen" Studien und Architektur ist auf der TU halt das Refugium für "Möchtegern-Kreative".

Jedenfalls sind diese 3 Studien im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich die absoluten Ausnahmen.

Re: Ausnahmen bestätigen die Regel...

mir fallen aber noch eine reihe weiterer ein: astronomie, metereologie, anthropologie, raumforschung, ökologie ....

"weich" .... und die theoretischen physiker sind die "harten" oder wie

Re: Ausnahmen bestätigen die Regel...

es sind aber jene die in den technisch naturwissenschaftlichen studien am meisten belegt sind (zumindest bei den beiden naturwissenschaften trifft dies am meisten zu). insofern sind eher die anderen die ausnahme

Gast: steuerzahlerin
29.10.2009 13:52
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aufstand FÜR nicht

Wie abgedroschen die Verunglimpfung aller nicht direkt profitträchtigen Studien. Und wie alt der Vorwurf, Studenten seien arbeitsscheu. Ein Besuch im besetzten audi-max genügt, um vom sich vom Gegenteil zu überzeugen.
Mir wird ganz übel, wenn ich Ihre Kommentare zu den Protesten lese und ich frage mich, ob die Presse Journalisten sich noch erinnern können, was und wie sie selbst mal studiert haben. 1000x lieber geb ich mein Steuergeld diesen engagierten StudentInnen als dass ich es mir von Banken anheischenden Politikern rauben lasse, die übrigens auch alle mal im Genuss kostenloser Studien waren.

Antworten Gast: Lausbus
30.10.2009 00:25
0 0

Re: Auch mir wird ganz übel, wenn ich lese, was jeder Student jährlich dem Steuerzahler kostet

und ganz besonders dann, wenn ich höre, daß nicht einmal Studenten aus wohlhabenden Familien bereit sind, einen angemessenen Beitrag dazu zu leisten.

Während Wenigverdiener alles (wenn auch fallweise ermäßigt) bezahlen müsse, wollen die Revoltierer alles gratis und wenn nötig, auch jahrzehntelang!
Dabei werden sie als Akademiker ein Mehrfaches dessen verdienen, was der durchschnittliche Steuerzahler, der jetzt für sie bluten muß, verdient!!!

Ein klassisches Beispiel für ein Transferkonto für Leistungen des Staates zum Vergleichen!! Wo bleibt da die Moral??

Gast: Niederösterreicher
29.10.2009 13:27
0 1

Auch "progressiven" Uni-Professoren haben zum Frust der Studenten massiv beigetragen!

Als eines der Beispiele seien nur die Allüren gewisser Professoren des Instituts für Verfassungsrecht genannt, die bei Prüfungen ihre Macht regelrecht auskosten (sich aber auf der anderen Seite nicht scheuen, stets der linken Opposition ihre Gutachten (kostenlos?) zu liefern)!

Auch da liegt es im Argen!

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könnte

es einfach daran liegen, dass sich manche für technik interessieren und andere eben nicht? ich interessiere mich nicht für technik, wäre daher wohl ein schlechter techniker und hätte eben KEINE guten berufschancen in dem bereich. publizistik oder psychologie ist einfach für viele interessanter als die technischen studien, was ich absolut nachvollziehen kann. warum sollte man jetzt krampfhaft versuchen geisteswissenschaftliche studenten dazu zu bringen etwas technisches zu studieren?

Gast: till uilenspygel
29.10.2009 13:16
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Ein Grundsatz:

man muss zwischen "Bildung" und "Ausbildung" unterscheiden:
Erstere dient der wünschenswerten Profilierung der Persönlichkeit, zweitere der Steigerung des Marktwertes des Studierenden. Idealerweise sollten sich 1 und 2 decken- dann ist alles paletti.
Allerdings kommt noch das Faszinosum eines "Akademischen Grades" hinzu- gerade in Österreich eine nicht zu unterschätzende Größe. Diese Menschen werden wohl den einfachsten Weg wählen, d.h. die TU meiden, und dieses führt zu überlaufenen Studienrichtungen.

Wenn man dann noch bestimmte Trends dazu zählt (Ärzte-Soaps etc.) bzw. von Medien transportierte Berufsbilder (warum kommen in Filmen immer nur Ärzte, Anwälte & Architekten vor, niemals aber Bio-Chemiker oder Bauingenieure?), kann man dieses auch bedingt an den Erstinskriptionen ablesen. Reale Berufsbilder werden durch mediale ersetzt.
So bedauerlich dieses Phänomen auch ist, ist es immerhin dazu angetan, persönliche Bedürfnisse zu befriedigen. Also muss der Nutznießer in Form eines Obulus dazu beitragen. Das ist nur gerecht.
Auch haben wir eine niedrige Akademikerquote (18%)...maßvolle Studienbeiträge müssen endlich dazu beitragen, die erbärmlichen Bedingungen an den Unis zu verbessern und dürfen nicht einfach im Budget-Nirvana verschwinden. Nur so können neue Ressourcen geschaffen werden.

analogo
29.10.2009 12:32
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Massenuni...

Für diese linken Radau Prolo-Studenten kann sich Ö... nur schämen, leider ver he tzt von d.GrünInnen,als polit. Opportunitität und Kalkül.

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