25.05.2012 16:18 | Meine Presse Merkliste 0

Die Zogajs sind Opfer

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Wäre ich Innenminister, würde ich der Familie, anders als vor zwei Jahren, ein Bleiberecht zugestehen.

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Dass Arigona Zogaj genauso wenig Anspruch auf Asyl haben würde wie ihr Vater, der 2001 illegal nach Österreich eingereist ist, und ihre Brüder, die nach ihrer Abschiebung erneut illegal nach Österreich eingereist sind, muss auch ihren Anwälten von Anfang an klar gewesen sein. Dass keines der Mitglieder der Familie Zogaj unter die Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention fällt, wurde bereits im Asylverfahren von Arigona Zogajs Vater klargestellt und seither auch von niemandem ernsthaft bestritten. Die Gewährung des sogenannten „subsidiären Schutzes“ auf Basis der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) kommt ebenso nicht in Betracht, auch hier geht es um die Frage, ob einem Antragsteller im Heimatland Folter, Todesstrafe oder gravierende Menschenrechtsverletzungen drohen. Bleibt als dritte Möglichkeit das „humanitäre Bleiberecht“. Die Entscheidung darüber liegt beim jeweiligen Innenminister. Günther Platter hat im Fall der Familie Zogaj bereits eine negative Entscheidung getroffen.

Es gibt also im Fall Zogaj weder im Hinblick auf die Gründe für den negativen Asylbescheid noch im Hinblick auf die Aussichten weiterer verfahrensrechtlicher Schritte irgendetwas Neues: Keines der Mitglieder der Familie Zogaj hat Anspruch auf Asyl oder subsidiären Schutz gemäß EMRK. Daraus folgt, dass die Familie das Land unverzüglich zu verlassen hat, außer die Innenministerin gewährt der Familie humanitäres Bleiberecht. Genau darauf zielen alle verfahrensverlängernden Schritte, die von den Anwälten und Unterstützern der Zogajs seit Jahren gesetzt werden: das Innenministerium durch den Nachweis der „Aufenthaltsverfestigung“, also Sprachkenntnisse, Integration, Ausbildung, Beschäftigung, unter Druck zu bringen.


Und genau diese Strategie ist der Anlass dafür, dass im Fall Zogaj aus guten Gründen von „Asylmissbrauch“ gesprochen wird: Die Betreuer der Familie haben in diesem Fall, in dem der Nichtanspruch auf Asyl so klar und so schnell deutlich gemacht wurde, durch immer neue Anträge für Verzögerungen gesorgt. Und dann wollten sie mithilfe einer massiven Medienkampagne und mit dem Argument, die Behörden seien dafür verantwortlich, dass es zur Aufenthaltsverfestigung gekommen sei, ein humanitäres Bleiberecht erzwingen. Das ist nicht nur juristisch, sondern auch moralisch ziemlich zweifelhaft.

Eigentlich will von dem Fall, der in den vergangenen zwei Jahren von Medien, Politik und Hilfsorganisationen auf so erbärmliche Weise ausgeschlachtet wurde, niemand mehr etwas wissen. Man will, dass das ewige Hin und Her mit den ewig gleichen Argumenten endlich ein Ende hat.

Nur: Welches Ende?

Die juristisch korrekte Antwort kann nur lauten, dass der mit dem negativen Ausgang des Asylverfahrens verbundene Ausweisungsbescheid zu vollziehen ist.

Das wird den Behörden und der Innenministerin eine Neuauflage der Kampagne des Jahres 2007 bescheren: Wie man denn so grausam sein könne, eine körperlich und seelisch zerstörte Frau, eine gut integrierte Jugendliche und deren kleine Geschwister gewaltsam in ein Land zu verfrachten, das längst nicht mehr ihre Heimat sei, und in dem sie keine Perspektive hätten.


Die Innenministerin muss und will wohl ihrer Linie treu bleiben, dass man sich nicht von einer wohlorganisierten Medien- und NGO-Kampagne erpressen und zur Nichtanwendung gültigen Rechts zwingen lassen könne. Das Signal, dass man es nur schaffen müsse, ein aussichtsloses Verfahren mit allen Tricks so lange zu verzögern, bis man genügend moralischen Druck zur Erteilung eines Bleiberechts aufbauen könne, wäre eine Einladung zum forcierten Asylmissbrauch.

Fest steht aber auch: Arigona Zogaj, ihre Mutter und ihre Geschwister sind Opfer. Zunächst Opfer der falschen Hoffnungen, die man ihnen gemacht hat und die sie sich selbst gemacht haben. Dann wohl auch Opfer eines Mannes, der wenig Rücksicht auf seine Familie genommen hat. Sie sind Opfer der Politik, die den Behörden aus Mangel an klaren Konzepten Spielräume gegeben hat, mit denen sie überfordert waren und sind. Zuletzt vor allem sind die Zogajs Opfer der Medien, von denen sie zur Bedienung der vermuteten politischen Reflexe ihrer Konsumenten skrupellos ausgebeutet worden sind.

Wäre ich Innenminister, würde ich der Familie heute, anders als vor zwei Jahren, in Anerkennung dieses Opferstatus ein humanitäres Aufenthaltsrecht gewähren. Und alles dafür tun, dass so etwas nicht noch einmal passiert.


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2009)

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200 Kommentare
 
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Gast: Gast
03.12.2009 11:32
1 0

Bravo

Endlich einmal ein mutiger Journalist der die Sache auf den Punkt bringt! Auch wenn die Rechtslage eindeutig zu sein scheint, so ist v.a. den Kindern der Familie Gnade zu vergönnen. Was können den die dafür? Jedem dieser Hetzer auf Kronenzeitungsniveau wünsche ich eine Schicksal: das man als kleines Kind mitten im Krieg den man nicht versteht flüchten muss, das einem dann die Familie zerrissen wird und man dann in ein Land soll wo man die Sprache nicht versteht. Die Österreicher haben scheinbar vergessen wie sehr ihnen nach dem 2 Weltkrieg geholfen wurde.

Gast: ZeitungsleserNÖ
18.11.2009 19:33
0 0

an "landauer" - großes Missverständnis!

Lieber Landauer, genau das Gegenteil ist der Fall. Die Familie Zogaj, d.h. als alleiniges Familienoberhaupt derzeit die Mutter Nurie Zogaj, hat eben leider ALLE ANGEBOTE des Innenministeriums ABGELEHNT, mehrfache verlockende finanzielle Angebote. Dies betont Frau Bundesminister Fekter heute in diepresse.com.panorama, und Sie werden doch nicht annehmen, dass Frau Fekter lügt. Nur leider sagt Frau Nurie Zogaj zu allem Nein. Sie nehmen die Angebote eben leider NICHT an - das ist das Problem.


Gast: Eastend
18.11.2009 15:02
0 0

Kosovo Sicher?

Möchte hier nur einen Link posten zum Thema Kosov aus der Sicht des BND und der UNO. LEst euch das durch, informeirt euch bevor ihr redet, dass der Kosov ein sicheres Land ist , nur weil ihr nicht zwischen den Nachfolgestaaten differenziern könnt.

Gast: Erich
18.11.2009 14:59
0 0

anmerkung

leider waren die zeichen aus, und der faden verloren gegangen, dennoch möchte ich allen hier so klug reden eines mitteilen der unterschwellige rassimus hier kotzt mich an. ich habe mittlerweile über 4000 arbeitslose betreut, von denen ich mit ca 1/3 Einzelgespräche geführt habe undmuss eines sagen: Es gibt nur eine Gruppe die NICHT ARBEITEN WILL und dass sind grundsätzlich Österreicher, und für mich überraschend waren diese zu 100% FPÖ Wähler.Ist es in Wahrheit ein kampf aus Sorge dass die für östereichische Asoziale reservierten Plätze nun von arbeitswilligen MigrantInnen übernommen werden
?

Und zum Thema Recht muss REcht bleiben- wieso kann ein Vergewaltiger wie Roman Polanski in Österreich Preise empfangen und ungeniert mit hohen Persönlichkeiten dinieren, während ein Mädchen wie Arigona den Hass der Bevölkerung auf sich zieht

Gast: landauer
18.11.2009 14:48
0 0

die zojas müssen blieiben

Ich bin der Meinung, dass der Artikel inhaltich sehr gut ist, und stimme überein dass die zogajs opfer sind. Dei Familie Zogaj als fiese, ausgefuchste Abzockerfamilie darzustellen, nur weil sie zu verlockenden Angeboten nicht nein gesagt hat, finde ich perfid und dumm. Ich bin selber BEtreuer in einer Einrichtung für Arbeitslose, und muss sagen ,wenn ich diesen ein Angebot machen würde in ein anderes Land zu gehen und das 10-20 fache zu verdienen(verhältnis lohn und kaufkraft bei der Einreise der Zogajs nach Ö), wer würde diese Möglichkeit ausschlagen? Wäre derjenige, der das Angebot annimmt naiv oder bösartig? Werdas österreichische Fremdenrecht und deren Tücken versteht, das ist sicher kein Durschnittsöterreicher und schon gar nicht eine Flücchtlingsfamilie. Eben deswegen vertrauen diese auf NGO, die aus strategischen Gründen manchmal Menschen als Spielbälle benutzen um Druck auf die Politik auszuüben. Diese einfahcen Leute sind zu schützen und die Politik hat hier ebenfalls Verantwortung zu übernehmen und gut integrierte Migrantinnen eine Bleiberecht zustehen. Ich finde es auch traurig wie egoistisch hier viele Österreicher sind. In meinem Bekanntenkreis ist es üblich auch einmal ein Jahr in DEutschland, Frankreich zu arbeiten, ein Auslandsemester für die Kinder ist mittlerweile selbstverständlich und selbstverständlich erwarten wir keine Hürden beim Reisen, Arbeiten und beim Aufenthalt. Dieses REcht sollte meiner Ansicht nach jedem Europäer zugesprochen werden.

Gast: tanne
18.11.2009 10:40
0 0

zu: Opfer eines Mannes ...

Richtig, und Frau Nurie war auch NICHT das Opfer von NGOs, Beratern und Medien, als sie die Angebote der Innenministerin abgelehnt hat. Sie hat das freiwillig und im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte getan. Da war der Mann schon über alle Berge.

Traurig, dass ein Leitartikler vom Format des Herrn Fleischhacker wirklich so denkt: schuld sind die anderen, und eine reife, erfahrene Frau wie Frau Zogaj ist nur ein Spielball und wehrloses Opfer ihres Mannes & der Medien. Hauptsache, sie selbst trägt nicht die gering-ste Verantwortung für ihre Handlungen. Das darf doch nicht wahr sein. Die Söhne reisen mit dem Taxi medienwirksam aus und ein, grinsen den mitgebrachten Foto-Reportern höhnisch in die Kamera - und die seriösen Angebote des Innenministeriums schlägt man aus! Eine solche Unverschämtheit habe ich schon lange nicht mehr erlebt. - Und da spricht Herr Fleischhacker allen Ernstes von "OPFERN"??? Wie um Himmels willen kann man so denken? Bitte erklären Sie es mir.

Antworten mauer23
18.11.2009 14:56
0 0

Re: zu: Opfer eines Mannes ...

Er hat`s ja erklärt!

" . . . grinsen den mitgebrachten Foto-Reportern höhnisch in die Kamera - und die seriösen Angebote des Innenministeriums schlägt man aus! Eine solche Unverschämtheit habe ich schon lange nicht mehr erlebt!"

Sie tun mir leid, Sie sind auch ein OPFER Ihres Übergerichtigkeits-Verständnisses!

Hoffentlich geht`s Ihnen und allen, die für "Recht muß Recht bleiben" plädieren, besser, wenn die Zogajs "endlich" weg sind!

Gast: ZeitungsleserNÖ
18.11.2009 09:06
0 0

Opfer eines Mannes ...

Nein, Frau Nurie war nicht das Opfer ihres Mannes, als dieser trotz Ablehnung des Asyls auch seine Familie illegal ins Land geholt hat. Frau Nurie war ERWACHSEN und hatte schon drei Kinder - SIE, auch SIE war verantwortungslos genug, illegal und ungebeten nach Österreich einzureisen, hat hier noch weitere Kinder bekommen, Albin und Albona, und diese Babies weiterer Unsicherheit und Abschiebung ausgesetzt. Es war IHRE ENTSCHEIDUNG, ihrem verantwortungslosen Mann in eine unsichere Zukunft zu folgen. - Wenn unsere Frauen falsche Entscheidungen treffen, z.B. Kredite mitunterschreiben, werden sie nie als ahnungslose Opfer ihrer Männer behandelt, sondern VOLL zur Verantwortung gezogen. Erwachsene Frauen sind vollwertige Menschen, wann werden das Gutmenschen wie Fleischhacker & Grüne usw. endlich begreifen????

mauer23
17.11.2009 18:17
0 0

Auf den Punkt gebracht

Die beste Analyse mit vernünftiger Conclusio, die ich in den letzten Wochen und Monaten zum Thema "Zogaj" gelesen habe!

Schade, dass nicht SIE der Innenminister sind!

Auf alle Fälle schließe ich mich an:
BRAVO, HERR FLEISCHHACKER!

Gast: Arnie
17.11.2009 13:00
0 0

Das Beste

Ein Wort reicht:
B R A V O

Gast: Niederösterreicher
15.11.2009 20:44
1 0

Wozu brauchen wir überhaupt noch einen Rechtsstaat?

Das Wesen des Rechtsstaates besteht doch darin, daß streng nach den Gesetzen vorgegangen wird - ein Maßnahme oder ein Verwaltungakt der Behörden soll nämlich nicht unerwartet und wie aus heiterem Himmel über den Normadressaten, dh. den Bürger "hereinbrechen".

Im Fall Zogaj mußten - wie Fleischhacker ja ehrlich zugibt - jeder der Beteiligten wissen, daß die Voraussetzung für das Asylrecht nicht vorliegen. Die Entscheidung ist also rechtsstaatlich wohlbegründet. Schließlich wäre auch nicht einzusehen, warum den anderen, deren Anliegen vielleicht sogar besser begründet ist, das Asylrecht verweigert wird, während die Sturheit und Rücksichtslosigkeit, mit der sich die Familie Zogaj gegen Recht und Ordnung in unsere Republik gedrängt hat, noch belohnt wird. Gibt es nciht gerade unter Juristen immer wieder Kritiker des Gnadenrechtes des Bundespräsidenten, weil man darin einen eklatanten Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit sieht?

Übrigens: spielen im Falle Zogaj die Interessent Österreichs überhaupt keine Rolle: hat nicht unlängst bei seiner ORF-Pressestunde WKP Leitl beklagt, daß zuviele Asylanten, aber zu wenige Fachkräfte ins Land kommen?
Abgesehen davon, daß schon die Großmutter im Kosovo auf eine mit der "Mindestsicherung" aufgefettete Alterrente und weitere österr. Transferzahlungen bei dem zu erwartenden weiteren Zuzug nach Österreich wartet ....

Gast: austria
15.11.2009 11:43
0 0

Bravo Fleischhacker!

Bravo Fleischhacker!

Opfer

Die Zogajs sind also Opfer.

Und die Täter heissen NGOs, GrünInnen, Outlaw-Pfaffen und Medien?

Antworten Hugo99
15.11.2009 07:44
0 0

Re: Opfer

Ganz genau!

Gast: Niki
14.11.2009 17:38
0 1

falsche Schlußfolgerung

dem Artikel kann ich durchaus zustimmen, die Zogajs wurden Opfer der NGO-Pharisäer und verantwortungsloser Medien. Nur weil ein junges Mädchen mit Selbstmord drohte haben die Medien daraus eine abscheuliche Story konstruiert. Allen voran unser ORF, dessen Rolle in diesem Fall gerichtlich aufgeklärt gehört! Trotzdem ist die Schlußfolgerung den Zogajs jetzt ein humanitäres Bleiberrecht zu gewähren falsch. Die Zogajs haben von Anfang versucht den Rechtsstaat auszutricksen und das was darauf passiert ist, darf in keinem Rechtsstaat zugelassen werden.

Gast: gepoppter
14.11.2009 17:29
0 1

Ich bin mir nicht sicher, aber

zumindest weiß ich, daß es in der Rechtsprechung den Begriff der mutwilligen Prozeßführung gibt. Alle, die diese Methode anwenden gehören bestraft. Auch die Anwälte. Denn ein Rechtsstaat, der nicht mehr imstande ist dem Recht Geltung zu verhelfen kann wohl von der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert werden. Wir sind auf dem besten Weg das restliche Vertrauen in die Justiz zu verlieren. Nicht das Problem Jogaj ist das eigentliche. Sondern die Mischpoche, die hinter den nützlichen Idiotinnen ihr Unwesen im Verborgenen wider österreichische Interessen betreibt. Dem Herrn Pfarrer empfehle ich mit seinen Schutzbefohlenen , und einer dazu bereiten geistlichen Schwester gemeinsam in den Kosovo zu gehen und dort mit seinen 1000 Euro, aus Kirchenbeiträgen bezahlt, aufgefettet durch laufende Monatszahlungen aller derer, die sich für die Zogajs einsetzen, den Jogajs bei der Existenzgründung zu helfen. Das wäre eine Maßnahme die allen Seiten gerecht wird.

Schmeggs
14.11.2009 15:50
2 1

Völlig emotionslos:

Die Zogais hatten das Recht nie auf ihrer Seite. Sie haben hoch gepokert und letztlich verloren.

Daran ändert auch nichts, dass es den Behörden in 10 Jahren nicht gelungen ist, einen einzigen rechtmäßigen Bescheid zu erlassen.

Und eines sollte man auch beachten: Unrecht kann nicht ersessen werden oder zu Gewohnheitsrecht werden. Das sollte auch der VfGH akzeptieren.

Antworten Gast: distinct
15.11.2009 02:46
0 1

Subtil

"den Behörden [ist] in [7]* Jahren nicht gelungen [...], einen einzigen rechtmäßigen Bescheid zu erlassen" (Schmeggs)

Das Gegenteil ist der Fall. Alle angefochtenen Bescheide wurden abgewiesen!

* September 2002 kamen N.Z. und ihre fünf Kinder, illegal unter Beihilfe von Schleppern, ins Land.


0 1

Re: Völlig emotionslos:

ich bin genau dieser Meinung - auch wenn unsere Behörden grenzenlos unfähig sind: Unrecht kann nicht ersessen werden. Das ist der Punkt. Aus Unrecht wird nie Recht.

1 0

ÖVP bleibt im Mittelalter !!!

ÖVP wird vom Anti-Christ getrieben !!!
Da sieht man wieder die primitive Denkungsweise der schwarzen ÖVP.
Schwarz bedeutet jedes fehlen von Licht !!!!
In diesem Leben geht den ÖVP-Mitglieder kein Licht mehr auf, werden wir sehen, ob im Nächsten !!!
Aber tausende rumänische Banden treiben in Österreich ihr Unwesen und werden nie ausgewiesen !!!
Also muß man KRIMINELL oder Super-Reich sein um in KLEIN-Österreich BLEIBEN ZU KÖNNEN !

Thonet H.
14.11.2009 12:54
1 2

Recht hat

wenn alle Leute so wie diese Familie integriert wären, dann hätten wir viele Probleme uns erspart. Also auf jeden Fall humanitäres Bleiberecht, denn die offizielle Rechtsauffassung und Rechtssprechung wird zunehmend absurd. Das Gesetz muss für den Menschen da sein und nicht umgekehrt.

Gast: stanislaus weber
14.11.2009 10:26
2 1

Was hier viele nicht wissen können:


Die Verfahrens- und die Anwaltskosten zahlt im Fall Zogaj von Anfang an die (bigotte) Karitas aus dem Fundus gutgläubiger Spender. Die Karitas hat rund 6000 fix Angestellten und viele Pauschalverträge mit Rechtsanwälten.
Ich vermute Herr CEO Küberl wollte sich profilieren oder startete damals gerade eine medial zu unterfütternde Spendenaktion.
Merke: There Is No Business Llike Fundrising-Business!
Und am ergiebigsten ist die Asyl-Industrie.

stefania
14.11.2009 09:25
0 1

der Karren ist verfahren.

M. F. hat recht-die Zogajs sind Opfer.
Opfer des um sie und durch sie veranstalteten Medienhypes.
Der Fall wurde an die Öffentlichkeit gezerrt und damit jede Möglichkeit einer "leisen" Regelung verhindert.
Nun würde eine Anwendung von (unverdientem ) humanitärem Bleiberecht zu zwei Konsequenzen führen:
1-) der Schaffung eines öffentlich bekannten Präzedenzfalles
2.) einem Gesichtsverlust der Republik
Die Zogajs dürfen sich bei den Medien,den Grünen und Pfarrer Friedl bedanken.

lb15
14.11.2009 08:44
0 0

Die Lösung zwischen Presse und Standard:

Lesen Sie zur Ergänzung dieser Debatte doch die Leitartikel von H. Kotanko am Freitag und Samstag im Kurier.
Das ist ausgewogener Journalismus. Er legt klar, dass ein wesentlicher Fehler bei den Beratern gelegen ist. Die hätten schon viel früher Aufenthaltsgenehmigungen wie für Gastarbeiter beantragen. Nicht jahrelang immer neue Asylanträge stellen!

Bleeding
14.11.2009 01:26
0 0

Interessanter Standpunkt

Ich stimme zu, dass die Zogajs in vielerlei Hinsicht Opfer sind. Opfer - vor allem - der Propagandamaschinerie jener Menschen, die so getan haben, als ginge es ihnen tatsächlich um die Familie. In Wahrheit waren die Zogajs, und auch hier wiederum eigentlich nur Arigona, nur die Speerspitze politischer Meinungsmache.

Ausser Acht lassen sollte man allerdings nicht, dass, lange bevor der Fall Zogaj tatsächlich medial breitgetreten wurde und sich jede Menge Einflüsterer um die Familie geschart haben, die Familie bereits konsequent negative Asylbescheide ignoriert hat und wider besseren Wissens versucht hat, mit allen Mitteln trotzdem in Österreich zu bleiben.

Sie könnten daher nur vermeintliche Opfer sein, denen die Schützenhilfe von allerlei Seiten nur recht kam.

Ich sehe eher eine andere Zwickmühle: am wenigsten für all das kann Arigona selber. Sie kann auch nichts dafür, dass gerade sie als hübsches, junges Kind die ideale Propagandawaffe war und als Zugpferd eingespannt wurde, auch wenn sie selbst das ganze Theater mit Ihrem Untertauchen ausgelöst hat. Sie war damals ein Kind und ist es auch jetzt noch.

Und genau hier geht es gar nicht um Recht oder Unrecht oder ob Arigona ohnehin auch im Kosovo Chancen auf ein schönes Leben hat - für ein Kind ist es sicher katastrophal, aus seinem derzeitigen Leben gerissen zu werden.

So what? Ich weiß es nicht. Auf der anderen Seite haben wir die fatale Signalwirkung eines humanitären Bleiberechts in diesem Fall.

 
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