25.05.2012 22:28 | Meine Presse Merkliste 0

Der Phantomschmerz und seine Kultivierung

HELMAR DUMBS (Die Presse)

Zwei Jahre nach der Abspaltung des Kosovo ist Belgrad mehr auf die Vergangenheit als die Zukunft fokussiert.

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Phantomschmerz, der: Schmerzempfindung in einer amputierten Gliedmaße. Er wird dadurch verursacht, dass die Nervenfasern, die für die Empfindungen des amputierten Glieds verantwortlich waren, im Hauptnerv noch vorhanden sind.“ So weit der alte Brockhaus.

Frage: Was ist das Gemeinsame an Serbien und Nokia? Antwort: Die Modelle werden immer kleiner. So weit ein alter Witz. Freilich wirft er Serbien und Jugoslawien durcheinander, doch der Lapsus hat einen wahren Kern: Serbien fühlte sich zu Zeiten des alten Jugoslawien als Herr in Titos Reich. Anfang der 1990er spalteten sich zunächst Slowenien und Kroatien, später Mazedonien und Bosnien-Herzegowina ab. In drei von vier Fällen bedeutete dies Krieg. Von Jugoslawien blieb nur ein Rumpf aus Serbien und Montenegro. Doch auch Letzteres kehrte Belgrad 2006 den Rücken.

Am 17. Februar 2008 schließlich spaltete die albanische Führung der Provinz den Kosovo von Belgrad ab. Was kursierten nicht für Horrorszenarien! Doch die befürchtete Gewaltwelle blieb aus, ebenso ein Massenexodus der Kosovo-Serben aus den Enklaven im Süden des Gebietes. Eine Destabilisierung der Region fand nicht statt.

So weit die guten Nachrichten. Denn eine merkliche Stabilisierung, auf die der Westen gehofft hatte, blieb ebenso aus. Zwei Jahre nach der Zwangsamputation der „Wiege des Serbentums“ wird Serbien nach wie vor von heftigen Phantomschmerzen gebeutelt. Zwar sind die Schreie mit der Zeit leiser geworden, doch auch die Politik der seit Frühling 2008 amtierenden proeuropäischen Regierung ist nicht auf Schmerztherapie orientiert. Sie fährt vielmehr eine teure und aufwendige Doppelstrategie: Einerseits kämpft sie diplomatisch darum, die Amputation rückgängig zu machen und hat dafür auch den Internationalen Gerichtshof angerufen. Außenminister Vuk Jeremić hat dabei sprichwörtlich den Boden unter den Füßen verloren und verbringt wohl mehr Zeit in der Luft als auf festem Untergrund. Die Mission des Weltreisenden: Staaten von der Anerkennung des Kosovo abzubringen.

Gleichzeitig pumpt Belgrad mehrere Millionen Euro monatlich in Parallelstrukturen, um zu verhindern, dass Prishtina seine Autorität über ganz Kosovo ausdehnt. Dabei hat man die Rechnung ohne die Serben in den Enklaven südlich des Flusses Ibar gemacht: Die wissen sehr gut, dass sie nur eine Chance auf ein erträgliches Leben haben, wenn sie sich mit der albanischen Mehrheit arrangieren. Die nördlich des Ibar an der Grenze zum Mutterland kompakt siedelnden Serben sehen dafür keinen Grund. Trotzdem kassieren viele Beamte dort doppelt Lohn, aus Belgrad und Prishtina.


Dass der Internationale Repräsentant Pieter Feith nun Kraft seines Amtes die staatlichen Strukturen des Kosovo auch im Norden durchsetzen will, hat Belgrad und seine Statthalter aufgescheucht. Das werde man zu hintertreiben wissen, tönt es in Endlosschleife, und genau so wird es wohl kommen. Deutlich wird dabei auch die groteske Konstruktion, die der Westen im Kosovo geschaffen hat: Feith hat einen Plan ausgearbeitet, den er in seiner zweiten Funktion – als EU-Repräsentant – nicht unterstützen darf, da ja fünf EU-Mitglieder den Kosovo nicht anerkennen. Feith muss sich also von sich selbst distanzieren. Belgrad sieht mit Behagen zu.

Schmerzen verursacht in Serbien auch wieder Srebrenica: Nach Jahren der Untätigkeit hatte es Präsident Boris Tadić plötzlich eilig, eine Resolution zu dem Massaker durchs Parlament zu bringen. Nahe der ostbosnischen Stadt ermordeten 1995 bosnische Serben unter Mithilfe von Paramilitärs aus Serbien 8000 Muslime. Doch wie es aussieht, hat die Resolution nur eine Chance, wenn auch der serbischen Opfer der Jugoslawien-Kriege gedacht wird. Empathie den Opfern serbischer Aggression gegenüber ist offenbar noch immer nicht bedingungslos möglich. Wie ein kleines Kind deutet man auf andere und sagt: Aber die haben auch.

Und so will die Vergangenheit nicht vergehen, kultiviert die Regierung Phantomschmerzen, statt sich um die tatsächlichen Leiden der Bevölkerung zu kümmern, die unter hoher Arbeitslosigkeit und enormen Lebenserhaltungskosten stöhnt. Rettung erhofft sich die Mehrheit der Serben von der EU, die Regierung hat einen Beitritt ja auch zur Priorität erklärt. Verfolgt sie ihren bisherigen Ansatz im Kosovo weiter, wird das Land aber frühestens gemeinsam mit dem Kosovo beitreten können. Und das kann lange dauern. Daran, ob die Regierung bereit ist, ihre Kosovo-Politik zu ändern – niemand verlangt eine sofortige Anerkennung –, wird man sehen, ob ihr das Wohl der Bevölkerung tatsächlich etwas bedeutet.

Bericht Seite 5


helmar.dumbs@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.02.2010)

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43 Kommentare
 
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Gast: Sascha
26.02.2010 12:12
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Lächerlich

Helmar Dumbs!!! Bravo!!!

Sie sollten sich lieber mit den Fakten auseinander setzen, als solch einen lächerlichen Bericht zu veröffentlichen. Dieser Bericht ist ein zusammengewürfelter Mist.
Da Sie so viel Freizeit besitzen und Ihre Berichte schon mit solchen Texten schmücken die nicht den Tatsachen entsprechen (zu 90%) würde ich Ihnen und einigen anderen empfehlen die Seite der Uni-Kassel zu besuchen. Nehmen Sie sich die Zeit und fangen Sie an zu studieren. Vielleicht kommt ja dann mal was Lesenwertes dabei rum.

Gast: Jan-Gerrit
15.02.2010 21:37
0 0

Unglaubliche Dummheit oder Frechheit

Jeder, der zumindest ein bisschen unvoreingenommen denken kann, weiß doch ganz genau, was in Kosovo und überhaupt auf dem Balkan passiert ist. Einfach beschämend, was Herr Dumbs dem Leser einer seriösen Zeitung unter dem Deckmantel einer "aufrichtigen Sorge um das Wohlergehen" der unterworfenen Ethnien in Kosovo als "Wahrheit" suggerieren will. Man kann sogar vermuten, dass er die Leser bewusst täuschen will!

Antworten Gast: ivan
16.02.2010 18:00
0 0

Re: Unglaubliche Dummheit oder Frechheit

serbien hat keine wewehen sondern thaci in pristina u. brusel

Antworten Gast: verblüfft
16.02.2010 07:37
0 0

Re: Unglaubliche Dummheit oder Frechheit

Jan-Gerrit, sollten Sie die Zeit finden, schauen Sie sich bitte das PDF sowie das Video des Professors für Albanologie an der Ludwig-Maximilians-Universität an. Achten Sie bitte insbesondere auf die abgebildeten Karten.
>>
12.01.2008 [sic]
Prof. Dr. Bardhyl Demiraj:
sclavus »Slave« im Albanischen. Sprach- und Kulturkontakt im
Spiegel der Geschichte eines Ethnikons
<<
http://videoonline.edu.lmu.de/wintersemester-2008-2009/08

Die Quellenangaben sind gesondert beachtenswert, z.B. S. 9/23:
>>
4.2. Die slavischen Dörfernamen in den Quellen des 15. - 16. Jh.
Dörfer insgesamt 2133*
Dörfer mit slavischen Namen 758
Prozentual 35,4%

*Sind nur die Angaben der Register
von 1416, 1431, 1431, 1467, 1485 (ohne
Shkodra) und 1529 mitgerechnet.

(Quelle: Ylli 2000, 198/199)
<<
http://videoonline.edu.lmu.de/source/videoonline/vorlesungen/data/wise08/infos/sprachkontakt090112.pdf

»E-Learning: Der Online-Unterricht ersetzt die Professoren nicht«, H. Dumbs.

Gast: Justitia
15.02.2010 18:37
0 0

Vielen Dank ..

... für einen kleinen Teil der Wahrheit. Es tut gut zu lesen, dass jemand auch an die leidenden Menschen denkt. Auch ist überraschend wie ein Journalist im Inneren des Geschehens recherchiert… ein großes Lob für den hervorragenden Artikel!
Prädikat: Lesenswert

Gast: dani
15.02.2010 14:49
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neutraler bericht

Wieder einmal ein neutraler und völlig nicht partei ergreifender bericht einer deutscher zeitung:)!

Ich wünsche euch vom herzen das gleiche schicksaal! Mal schauen was ihr so macht wen man deutschland zerstückelt;)!

Antworten Gast: Balkanexperte
15.02.2010 22:56
0 0

Re: neutraler bericht

Deutschland HAT das gleiche Schicksal erlitten und wurde auch zerstückelt. Sie wissen aber bestimmt was dem Vorangeganen ist ? Genau, und so passiert das jedem der denkt andere Völker beherrschen zu können und wer Wind sät, der wird Sturm ernten.

Gast: schlÄchter
15.02.2010 14:22
0 0

sg herr dumbs!

habe bereits zum bericht über den besuch unseres außenministers in serbien gepostet und erlaube mir das hier zu wiederholen - ich denke nämlich, dass ihr ansatz falsch ist:

serbien ist in einer teils selbstverschuldteten außenseiterrolle (sztammt noch aus der zeit des letzten balkankrieges und auch im historischen kontext als orthodoxes volk am balkan), aber es gibt mmn wichtige argumente für serbien im hinblick auf kosovo und mehr noch auf bosnien, die auch die europäische einstellung ändern könnten:

bosnien und kosovo sind artifizielle staatsgebilde, eigentlich EU/Un protektorate. im grunde haben sie kein staatsvolk, das wirklich den willen hat den staat zu tragen:
es gibt keine "bosnier" oder "kosovaren" sondern im wesentlichen kroaten, albaner und eben serben. die muslimischen "bosniaken" sind serbokroatisch sprechende slawen, die meist als ursprüngliche verfolgte christl. bogomilen während der osman. herrschaft zum islöam konvertierten.

so gehören auch diese artifiziellen staaten mmn aufgeteilt auf kroatien, albanien und serbien - die moslem. besiedelten gebite als autonome teile zu kroatien.

die grenzen sollten anhand der derzeitigen siedlungsgrenzen gezogen werden-in bosnien gem. dem dayton abkommen, im kosovo die gebiet mit serb. mehrheit an serbien, rest an albanien.
damit wäre auch mmn die beste möglichkeit einer dauerhaften befriedeung entwicklung gegeben und die verantwortlichkeit klar über die erweiterten staaten geregelt.

mfg
s.

Antworten Gast: Dito
15.02.2010 15:49
0 0

Re: sg herr dumbs!

Wir verstehen das Selbstbestimmungsrecht nicht als Recht, dass auf rein ethnischer Basis basiert. Wir fordern das Selbstbestimmungsrecht für das ganze Volk im Kosovo. Milosevic hat in der Vergangenheit das Selbstbestimmungsrecht explizit nur für die Serben in Bosnien und Kroatien gefordert.

Dieses Recht verweigerte Milosevic den Albanern im Kosovo, den Ungarn in der Vojvodina, und den Moslems in Sandschak. Serbien ist nicht in der Lage auch diesen das Selbstbestimmungsrecht einzuräumen, daher wird es auch kein Selbstbestimmungsrecht für die Kosovo Serben oder die Bosnien Serben fordern können.

Das Selbstbestimmungsrecht das Milosevic und jetzt auch Sie einfordern, war und ist kein universales Recht, sondern nur ein partikulares Recht. Die Realität zeigt, dass saubere ethnische Grenzen unmöglich sind. Immer wieder wird es Albaner oder Serben auf der jeweils anderen Seite der Grenze geben.

Wer das Recht auf Selbstbestimmung auf ethnischer Basis fordert, ist demzufolge für ethnische Säuberungen. Das Selbstbestimmungsrecht auf ethnischer Basis kann nur mit kriminellen Methoden umgesetzt werden.

Aus diesem Grund widersprechen wir dem ethnischen Prinzip und fordern das Selbstbestimmungsrecht für das Volk ( Albaner und Serben ) im ganzen Kosovo.

Antworten Antworten Gast: ivan
16.02.2010 15:32
0 0

Re: Re: sg herr dumbs!

selbstbestimungsrecht hat deutschlands genscher u. österr. mock für kroat, slowen,bosnien,mazedon, gefördert , milosevic hat versucht das sich kein (Jasenovac 1941-1945) fuer serben widerholt, und macht dir keine sorgen fuer südserbische provinz kosovo es bleibt in serbien und republika srpska hat das deytoner recht als konstutives volk referendum durchzufuhren. Kosovo albaner nicht weil sie kein kostutives volk sind sondern eine mindercheit in serbien. un-rez, 1244

Antworten Antworten Gast: schlÄchter
16.02.2010 08:29
0 0

Re: Re: sg herr dumbs!

sg dito!
es gibt kein kosovarisches volk- das wird künstlich herbeiphantasiert.
es gibt ganz klar mehrheitlich besidelete gebiete: serbische und albanische - und genau danach sollten die grenzen gezogen werden. allfällige enklaven sollten durch gebiets- und bev. austausch aufgelöst werden. wenn sie glauben, dass zb serben und albaner im kosovo freidlich miteinander leben wollen oder können (zb beeinflussung durch großserbisch- großalbanische strömungen aus dem mutterland) nach den ereignissen des letzten balkankrieges - dann fürchte ich, dass sie einem gewaltigen truigschluß unterleigen, die basis für weitere konflikte bilden wird.

noch schlimmer ists in bosnien: dort stehen sich bestrenggenommen nicht völker sondern ein und die selbe ethnie (slawen mit serbo-kroatischer sprache und herkunft) gegenüber sondern konfessionen (orthodoxe, katholische christen und moslems).

wen oder was "sie" (als kosovo-albaner nehme ich an) den serben absprechen und mit den vojvodina-ungaren begründen ist etewas ganz anderes - ich rede von einer notwendigen heranführung serbiens und albaniens an europa, und einer dauerhaften befriedeung.

rückkehr der flüchtlinge, multiethnisches/konfessionelles zusammenleben in artifiziellen staaten ist gescheitert-separation ist die einzige dauerhafte lösung. kleineste minderheiten können auf basis eines autonomiestatutes oder minderheitenschutz innerhalb eines staates konfliktfrei leben - das gibts fast überall.

mfg
s.

Gast: Gast
15.02.2010 14:04
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Guter Artikel!

Die Leser und Leserinnen, sollten sich von den Negativkommentaren nicht täuschen lassen. Oft handelt es sich bei diesen "Uelis", "Martins", und "Hänslis" um Serben, die sich wie so oft, im Internet als Deutsche oder Schweizer ausgeben um das tatsächliche Bild unter den Lesern zu verfälschen.

Dieser Artikel entspricht der Wahrheit und ist sehr gut recherchiert. Ich wundere mich ehrlich gesagt selber, wieso der Verfasser dieses Artikels über so viel Insiderwissen verfügt.

Dass einige Uelis hier so aufschreien, von wegen, der Artikel sei einseitig etc. Da sag ich nur: Kein Wunder: Man war sich bis eben gewohnt, dass die Presse und derstandard nur gutes über Serbien schreiben um die Serbisch-Österreichische Wirtschaftsbeziehungen nicht zu gefährden, und nun so etwas kritisches zu lesen, tut erst einmal sehr weh. Aber dass immer mehr Journalisten aus Österreich erkennen, was für ein gefährliches Spiel Serbien im Kosovo spielt, das zeigt sich an den neusten Berichterstattungen immer mehr und das ist erfreulich. Vielen Dank!

Antworten Gast: ivan
05.03.2010 11:03
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Re: Guter Artikel!

es sind keine negativen kommentare ich ivan gebe mich als serbe aus,das völkerrecht verbietet einseitige sezesionen jeder kann das brüfen un-rez.1244 u. helsinkier un-rez.1975 u. ing -in haag wird sich im juni eusern über kosovo selbstproklamierung ing-hat sie als autoren der selbstproklamierung eingeschtuft das sagt einiges, was ist dabei negativ wir kämpfen mit rechtlichen mitteln fuer unsere anerkanten grenzen so wie jedem land die teritoriale unfersehtheit garantiert ist belgrad hat alle möglichen veranstaltungen u. ist nummer 1 was nachtleben angeht sowie guca no.1 ist beim trompetenwetbewerb so wie grilfest in leskovac uberal kommen mehrere 100 tausend leute aus dem ausland und feiern den schlechten ruf aus der 90jahren haaben wir hinter uns schlieslich leben wir mitlerweile in 21 jarhundert.

Gast: Ueli
15.02.2010 12:21
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Kosovo

Kosovo gehört zu Serbien! Dieser Artikel ist einfach nur Schwachsinn, die Albaner sind lange keine Engel mehr..

Gast: Martin
15.02.2010 10:54
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Frechheit so zu Lügen!!

Eine Frechheit, dieser Artikel! Der Verfasser muss wohl ein bezahlter Lobist sein, der gegen das so böse Serbsiche Volk schreiben soll! In Srebrenica wurden oficiell max. 3000 Opfer getötet und nicht 8000!! Ausserdem wird das Kosovo nie ein eigener Staat sein, da es nicht überlebensfähig ist. Serbien wird auch in 10'000 Jahren sein Teritorium als eigenen Staat anerkennen. Vieleicht wäre es sinnvoll mal über die Albanische teroristische UCK mal zu berichten?!

Antworten Gast: Grummelbart
15.02.2010 15:27
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Re: Frechheit so zu Lügen!!

Weil die von ihnen phantasierten 3000 Toten ja um so vieles besser wären, als 8000 Tote... "Menschenleben ist nicht quantifizierbar".

Aber wenigstens schön, dass sie nicht die Genozidabsicht leugnen - denn das ist ja der Hauptpunkt. Ob 3.000 oder 8.000, das ist dann schon - juristisch jetzt - egal, wobei natürlich jeder einzelne Tod eine Tragödie sondergleichen darstellt.

Antworten Antworten Gast: Daniel
15.02.2010 16:45
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Re: Re: Frechheit so zu Lügen!!

Sie haben wohl keine Ahnung was Genozid ist, oder?! Genozid heisst, wenn man versucht ein ganzes Volk zu vernichten. In Srebrenica geschah kein Genozid, da nur Männer getötet wurden! Warum erwähnen Sie die 3000 toten Serben um Srebrenica nicht wenn Sie gerade verhandeln um wieviele tote es sich handelt anstatt nur sich gegen die Serben zu stellen?!

Antworten Gast: Dito
15.02.2010 11:53
0 0

Re: Frechheit so zu Lügen!!

Das Fernsehen hatte Slobodan Milosevic bereits kurz nach seiner Machtergreifung 1987 auf Kurs gebracht. Mit dem Staatssender als Aufputschmittel führte er sein Land 1991 in die Kriege, die Journalisten in seinen Diensten schworen die Massen auf jeden Wahnsinn ein. Seitdem bliesen sie die Friedensschalmei und polemisierten gegen die "kriegsversessenen" bosnischen, Krajina und Kosovo Serben.

Die Skepsis in Europa und der ganzen Welt gegen den Serbischen Präsidenten stieg, und die unabhängigen Medien reflektieren diese Stimmung.

Gast: student 123
15.02.2010 10:32
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beschämend

Ich kann es kaum glauben, dass solch eine Publikation auf dieser Bühne presentiert wird! Was beabsichtigt man mit seiner Schrift, wenn die ersten Absätze schon derart beleidigend ausfallen, dass ein weiterlesen schwer fällt (schon alleine für DIE Serben, die gegen die Kriege waren)?

Einseitigkeit, Gleichmacherei, Populismus, Beleidigungen. Dinge, die schon 1991 bewaffnete Greultaten auf allen Seiten (!) erleichterten und die man nun schmerzlich hier wiederfinden kann.

Traurig!

Antworten Gast: Tonii
15.02.2010 12:26
0 0

Re: beschämend

Der entscheidende innere Schritt des/
der TäterIn ist die Reue. Die Einsicht in
das getane Unrecht. Oft wird sie
verunmöglicht, sei es durch die Mauer
von Rechtfertigungen für das eigene
Handeln, welche die Täter um ihr
Gewissen herum errichten, oder aber
durch die Angst vor Bestrafung. Wo
TäterInnen aber zur Reue kommen,
werden auch sie frei von ihrer Tat. Frei
für die Bitte um Verzeihung. Frei für eine
neue Zukunft.

Diese Einsicht scheint ihnen völlig abhanden gekommen zu sein.

Antworten Antworten Gast: Bravo
15.02.2010 18:23
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Re: Re: beschämend

Sehr zutreffend, selten so einen guten Kommentar gelesen!

Antworten Antworten Gast: Zoran
15.02.2010 16:56
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Re: Re: beschämend

trotz der "schönen" Abschrift passt ihre Antwort weder zum Artikel, noch zu dem Eintrag und schon gar nicht zur Realität des Balkans und seiner Kriege.

Diese Erkenntnis wird ihrer westeuropäischen Traumwelt aber erst dann sichtbar, wenn sie sich jahrelang mit der Geschichte dieses Gebietes beschäftigen und die Mentalität dieses Raumes - fernab von Tourismusgebieten - kennen gelernt haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Tonii
15.02.2010 18:09
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Re: Re: Re: beschämend

Die These hat aber einen Haken: du lebst in einer Traumwelt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Zoran
15.02.2010 22:38
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Re: Re: Re: Re: beschämend

Lachhaft Tonii (sic!).

Ist das ein Gegenargument, oder deine Lebenseinstellung?!

Gast: Unidet Colors of Kosovo
15.02.2010 09:07
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Guter Bericht, entspricht die Realität!

Die Serben werden nie klar denken können dafür ist ihnen durch die eigenen Politiker in den letzten Jahren viel zu viel schwachsin erzählt worden.

Der Vergleich mit dem Phantomschmerzen könnte nicht zuträffender sein.

Noch besser wäre "der Eingebildete Kranke" (Le Malade imaginaire) von Molière.

Antworten Gast: ivan
16.02.2010 16:37
0 0

Re: Guter Bericht, entspricht die Realität!

brauchen keine politika wir haben schon 1389 beim amselfeld gewust was wir wolen klar siptar.

 
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