25.05.2012 22:40 | Meine Presse Merkliste 0

Die FPÖ hat ein Monopol auf Oppositionspolitik

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Die SPÖ hat allen, die von ihr enttäuscht sind, erfolgreich Heinz-Christian Straches FPÖ empfohlen. ÖVP und Grüne wollen oder können nicht Opposition sein.

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Für die richtige Interpretation des Ergebnisses der Wiener Gemeinderatswahl muss man weder Politologe sein noch einen Hirnchirurgen konsultieren (der ORF hätte es also ruhig mit der eigenen journalistischen Mannschaft versuchen können): Die FPÖ gewinnt alles, was alle anderen verlieren. Am meisten gewinnt sie von der bisher absolut regierenden Bürgermeisterpartei SPÖ.

Was heißt das? Das heißt, dass Heinz-Christian Strache in Wien über ein Monopol auf die Unzufriedenen und damit ein unabsehbares Wachstumspotenzial verfügt, während die Reichweite aller anderen Parteien über ihren engeren Anhängerkreis nicht mehr hinauskommt. Das betrifft nicht nur, aber vor allem Straches Hauptthemen Zuwanderung und Integration. SPÖ und Grüne, die sich in dieser Frage scharf von der FPÖ abgegrenzt haben, können nicht einmal die eigenen Anhänger davon überzeugen, dass sie das Thema Integration „beherrschen“, die ÖVP hat mit ihrem „Strache light“-Kurs die erwartbare Abfuhr erhalten.

Die Hauptverantwortung für den Triumph der FPÖ trägt die Bürgermeisterpartei. Zunächst gibt es da so etwas wie ein „natürliches Verlustpotenzial“. Dass eine so lange mit absoluter Macht regierende Partei, die verlernt hat, zwischen sich und der Stadt zu unterscheiden, Stimmen verliert, ist fast selbstverständlich. Die Fleißaufgabe der SPÖ-Strategen bestand darin, den Wahlkampf ganz auf die Frage „Häupl oder Strache“ zuzuschneiden. Das Oppositionsmonopol für die FPÖ, das mit diesem Wahlergebnis manifest wurde, beruht gewissermaßen auf einem Vorschlag der regierenden SPÖ.

Sie hat den Unzufriedenen, die weder vom Filz noch von der Rundumversorgungspolitik der Rathausmächtigen profitieren, signalisiert: Wenn ihr uns nicht wollt, wählt Strache. Und sie hat den Krisenverlierern, die ihren persönlichen Abstieg den Zuwanderern zuschreiben, die FPÖ ans Herz gelegt.

Diese Unzufriedenen sind überall auf der Welt das Reservoir der Oppositionsparteien. In Wien ist das nicht so. Weder die Grünen noch die ÖVP sind bereit oder in der Lage, Oppositionspolitik zu machen. Das Hauptanliegen der beiden Spitzenkandidatinnen war ein Platz an der Sonne, als Vizebürgermeisterin neben Michael Häupl. Beide haben zu Recht verloren: Warum sollte jemand, der mit der Politik der Häupl-SPÖ unzufrieden ist, jemanden wählen, der nichts sehnlicher wünscht, als Teil des Establishments zu sein? Besonders in der ÖVP wird man sich wohl langsam etwas grundsätzlichere Gedanken machen müssen: Warum geht das eigentlich prinzipiell nicht, ÖVP und Wien?

Wäre die ÖVP nicht so katastrophal abgestürzt, hätte man nach diesem Ergebnis mit der üblichen rot-schwarzen Koalitionsvariante rechnen müssen. Das ist aber überhaupt nur denkbar, wenn Christine Marek zurücktritt. Dann könnte Häupl versucht sein, mit einem Marek-Nachfolger zu koalieren, weil das für ihn „billiger“ wäre. Allerdings wird es innerhalb der Partei wohl kräftigen Druck in Richtung Grün geben.


Heinz-Christian Strache wird während der nächsten Tage und Wochen mit Genuss die Ausgrenzungskarte spielen. Und damit dasselbe Spiel spielen, das Jörg Haider so erfolgreich die ganzen 90er-Jahre über gespielt hat. Als Oppositionsmonopolist gegenüber einer ängstlichen Großen Koalition und neben einer grünen Partei, deren programmatischer Radius über die Abgrenzung nach rechts nicht hinauskommt, wird die FPÖ bis zur nächsten Nationalratswahl auch auf Bundesebene dort sein, wo sie jetzt in Wien angekommen ist: bei 27 Prozent.

Es kein Zufall, dass das jener Wert ist, den Jörg Haider 1999 erreicht hatte. Erst durch den Coup des Wolfgang Schüssel, der mit Haider eine international geächtete Koalition einging, war Haiders Höhenflug zu Ende. In der Regierungsverantwortung verlieren habituelle Oppositionsparteien ihre Attraktivität.

Der Wiener Bürgermeister wird in Sachen FPÖ nicht über seinen Schatten springen (der ist ja auch etwas größer als der von Wolfgang Schüssel). Aber es wird ihm mehr einfallen müssen als der majestätsbeleidigte Grant, den er am Wahlabend vor sich hertrug.

 

michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.10.2010)

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46 Kommentare
 
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Gast: heyahurra
11.10.2010 13:49
1 0

Ja nu, der ÖVP geht es wie der PRESSE, man versucht

sich neu zu positionieren, weil man glaubt, damit mehr Wähler zu gewinnen, macht dies aber so plump, dass man zahlreiche Stammwähler damit vergrätzt und sie das Weite suchen und schwuppdiwupp sind mehr Wähler weg als gewonnen.

Antworten realize
12.10.2010 01:42
0 0

Re: Ja nu, der ÖVP geht es wie der PRESSE, man versucht

genau, genau, genau!!!! der linksruck der presse ist wirklich vergleichbar mit dem der övp. ich bin ihnen dankbar für diesen kommentar. bis ende dezember bin ich noch ein "aboist", genau wie bei der övp. da hab ich schon gestern entschieden.

galli leo
11.10.2010 13:45
0 0

Erst durch den Coup des Wolfgang Schüssel, der mit Haider eine international geächtete Koalition einging, war Haiders Höhenflug zu Ende


also nochmals die f in eine koalition reinnehmen, damit sie ihre unfähigkeit und neigung zur extremen freunderlbereicherung beweisen kann?

eine etwas teure methode um den f-anhängern die sinnlosigkeit ihrer wahlentscheidung vor augen zu halten.

Antworten EvE_
11.10.2010 14:56
0 0

Re: Erst durch den Coup des Wolfgang Schüssel, der mit Haider eine international geächtete Koalition einging, war Haiders Höhenflug zu Ende

Der Fehler war (und ist) die Neuauflage der "grossen Koalition" von vor 2000, noch dazu mit Proponenten, die noch mal um einige Kategorien unfähiger sind als damals; verantwortlich sind also - damals wie heute - alleine SPÖ und ÖVP.

Antworten Antworten galli leo
11.10.2010 15:27
0 1

Re: Re: Erst durch den Coup des Wolfgang Schüssel, der mit Haider eine international geächtete Koalition einging, war Haiders Höhenflug zu Ende


ich halte eher die wähler für verantwortlich.
wenn man mit der leistung einer/mehrerer parteien nicht zufrieden ist, dann kann es doch keine lösung sein, eine partei zu wählen, die NOCH unfähiger ist.
angebote gibt es bei praktisch jeder wahl in form von kleinstparteien und bürgerlisten. doch keiner davon wird vom wähler je eine chance gegeben.... somit zementiert er die groko quasi ein.

Erich Bahn
11.10.2010 13:28
1 0

Die Hauptverantwortung für den Triumph der FPÖ trägt die Bürgermeisterparte

Keine Ergänzung notwendig!

Gast: psoft
11.10.2010 12:52
1 0

Nicht nur grantig

Ich stimme dem Artikel von Hr. Fleischhacker weitestgehend zu, möchte aber noch anmerken, dass es nicht nur eine gehörige Portion Grant war, die Hr. Häupl vor den Kameras zur Schau trug, sondern dieser Mann auch sonst einen schwer gezeichneten Eindruck hinterlässt. Dennoch sagt es über den Zustand der Kanzlerpartei alles es, wenn dieser Mann alleine darüber entscheidet, wie es in Wien (und in der SPÖ) weitergeht und wie nicht. Willige und billige Koalierer stehen bereits Schlange, jetzt beginnt das große Feilschen. Bundesstadtrat Faymann hat sowieso nichts zu melden im Wiener SPÖ-Familienbetrieb, er kann höchstens der Gattin, die ja gottlob im Gemeinderat sitzt, im trauten Heim seine Sorgen erzählen, falls er welche hat oder begreift. Es ist jedenfalls typisch österreichisch und sehr traurig, welche Konsequenzen Politiker aus Wahlergebnissen zu ziehen bereit sind, vor allem wenn es mit persönlichen Konsequenzen verbunden wäre. Alles andere als 3 Rücktritte ist aus meiner Sicht nach der gestrigen Wahl nicht akzeptabel.

Gast: Manfred M.
11.10.2010 12:30
0 0

Bravo

Gratuliere!! Sehr guter Artikel!!

ssid
11.10.2010 12:25
0 1

natürliches verlustpotenzial

ist keine erklärung für den verlust der spövp.
die grünen sind ja ohnehin keine debatte oder eine analyse wert.
wie die mitbewerber der fpö bei der wahl agiert und kommentiert haben, konnten die nur verlieren.
so schaft man österreich auch ab!
der wähler wollte das aber nicht!

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Die verordnete Wirklichkeit weicht immer mehr von der tatsächlichen tagtäglich erlebten Wirklichkeit vieler Menschen ab


Die Menschen erleben am eigenen Leibe die Folgen der Zuwanderung aus südosteuropäischen und sonstigen Archaik-"Kultur"-Ländern. Die Menschen fragen sich warum sie diese Einwanderung in das Sozialsystem hinnehmen und bezahlen sollen, warum sie einen Rückgang des Bildungsstand ards und eine Verdummung des Landes tolerieren sollen. Und sie fragen sich, ob es ihnen ohne diese Zwangsbeglückung im tagtägliichen Leben nicht viel besser ginge. Die Antwort heißt Ja. Und darum wird FPÖ gewählt. Nur die Pensionisten und die Türken selbst wählen mehrheitlich SPÖ.

In Deutschland hat man pöltzlich entdeckt, dass es ganz realen Ras sismus gibt - von Ausl ändern gegen Deutsche in den Schulen. Und das nicht erst seit Sar razin, sondern schon Jahrzehntelang.

Ein solches Erlebnis, am eigenen Kind erlebt, macht aus dem vertrot teltsten Linksgutmenschen sofort einen Realisten. Die Bobos versuchen sich diesem Reality-Check dadurch zu entziehen, ihre Kinder von der orientalischen Unterschicht fernzuhalten. Auch das gelingt, siehe Grüne, immer seltener.

Und so ist das Wahlergebnis ein legitimer Ausdruck der Sorge und des Protestes darüber, was linksgrüne Ideologen (Ideologie schützt ja vor Nachdenken) ihrem Heimatland mit dem Import der Gegengesellschaft langfristig angetan haben.

Antworten Gast: K.
11.10.2010 18:00
0 2

Re: Die verordnete Wirklichkeit weicht immer mehr von der tatsächlichen tagtäglich erlebten Wirklichkeit vieler Menschen ab

Ich kann mir nicht vorstellen, dass FPÖ-Wähler sich Fragen nach dem Rückgang des Bildungs-Standards oder der Verdummung des Landes stellen, nachdem sie selbst zu einem großen Teil für ebendiese verantwortlich sind (sonst würden sie nicht FPÖ wählen).

4 3

Wieso haben alle in den Medien den Reflex

DIE entscheidende Überlebensfrage unserer Kultur, Lebensweise und unverwechselbaren Art, als "Oppositionsthema" abzuqualifizieren?
Heimatraub und Vökermord an den angestammten weissen europäischen Völkern ist kein Oppositionsthema, sondern das wichtigste Zukunftsthema überhaupt!
Und weil immer mehr Menschen bewußt wird, daß veröffentlichte Darstellung dieses Themas und die Realität diametral auseinanderklaffen, weil immer mehr erkennen, wie wegen dieser fremden Art, unsere eigene Art zu leben immer mehr verschwindet (konkretes Beispiel: Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit als Selbstverständlichkeit), beginnen sie eben jene nicht mehr zu wählen, welche das alles zu verantworten haben und noch weiterführen wollen.

Völlig absrd auch die "Analysen" zu Mareks-Werbekurs. Ich würde mir einen Journalistn wünschen, der sagt: Kein Wähler ist so blöd, wie ihn die ÖVP im Wiener Wahlkampf gehalten hat. Jahrzehntelang das Land überfluten, eine Innenministerin, die nicht fähig ist das Recht durchzusetzen, ohne schweißnasse Hände vor der Journaillie zu bekommen, und dann soll man Marek einen FPÖ-Light-Kurs abkaufen? Der FPÖ-Kurs ist nämlich bereits ein zutiefst harmloser Kurs, denn die Demographie zeigt, daß nur mehr Aberkennung der verschenkten Reisepässe und Rückführung unseren Kindern ihre Heimat bewahren werden.

Die Leute haben die Nase voll, von der Ankündigungspolitik, denn nach den Wahlen ist alles vergessen. Sie wollen endlich TATEN sehen.

Antworten galli leo
11.10.2010 13:40
1 4

"Heimatraub und Vökermord an den angestammten weissen europäischen Völkern"


täglich sieht man beinahe endlose kolonnen von weissen europäischen völkern, denen die heimat geraubt wurde.

und es fließen ströme von blut...

auf welchem trip sind denn sie hängengeblieben?

Antworten Antworten byrig
11.10.2010 18:48
1 0

Re:

galli leo,in deinem linksdussel bist du offensichtlich zu blöd um zu versehen,worum es wirklich geht,was sarrazin und hier gegendieluege klar aussprechen,was somit soviele bürger bewogen hat,fpö zu wählen.
die andere möglichkeit ist,dass dir der verlust von volksidentität ja geradezu ein anliegen ist.
beides passt zu deiner linksideologie.
kerle wie dich verabscheue ich zutiefst,aber das nur nebenbei.

Antworten Antworten Antworten galli leo
12.10.2010 09:38
0 0

danke für die verabscheuung.


wenn diese von jemand kommt, der anstatt einer eigenen identität auf eine "volksidentität" zurückgreifen muss, dann ist es ja fast ein ritterschlag!

ihr motto: wer nix is und wer nix kann, der baut sein selbstbewusstsein auf am sein und können von anderen.
naja...

Antworten Antworten Antworten Antworten byrig
12.10.2010 22:45
0 0

Re: danke für die verabscheuung.

neben der eigenen identität gibt es eben auch eine art volksidentität.hat dich vielleicht intellektuell überlastet,soviel auf einmal,gell,gallileo...

0 0

Re: danke für die verabscheuung.

Da die Spezies Mensch in ihrer biologischen Anlage auch ein soziales Wesen ist, genügt er sich natürlich nicht selbst.
Selbstverständlich gehört deshalb zu meiner Identität meine Familie. Meine Vorfahren. Meine Sippe. Meine Dorfgemeinschaft. Meine Heimat. Mein Volk. Meine Nation.

Selbstverständlich genüge ich mir nicht selbst und bin nicht ein beliebig austauschbarer Konsumzombie, der heute hier parasitiert und morgen dorthin nomadisieren geht.

Ich frage mich, wie wurzellos und verblödet muß man eigentlich sein, daß man sogar jene Negativeigenschaften, deren Beseitigung am Beginn jeder Kultur steht, auch noch als cool und fortschrittlich empfindet, nur weil es einem der "Große Bruder" tagtäglich versucht einzuhämmern?

Und stellen sie sich vor, auf meine Kinder bin ich auch stolz, wenn sie gute Leistungen erbringen! Ohne daß es meine Leistungen sind!

Aber schon klar: der "moderne Mensch" identifiziert sich eher mit einer Fetzenmarke oder einem iPod, als mit einer Kultur, seinem Volk, seiner Rasse...

Aber den ewigen Wahrheiten des Menschseins ändert auch der moderne, erfolgreich entwurzelte und vereinzelte Konsumtrottel nichts, der schon mal glaubt kein Volk zu brauchen, weil das Fleisch ja aus dem Supermarkt und der Strom aus der Steckdose kommt.

Kultur, Geschichte und Identität? Och wozu, das beginnt ja nicht mit einem der drei "F"...

2 0

Völkermord

ist definiert durch die Absicht, „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“.

Alles klar?
Weniger oft die Gehirnwaschmaschine einschalten und mehr selber nachdenken, hilft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu übersehen.

Antworten Antworten Antworten galli leo
11.10.2010 15:13
0 3

Re: Völkermord

und welchen gehirnwaschtrip haben sie hinter sich, dass sie sich umgeben fühlen von leuten, die „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“beabsichtigen ?


Antworten Ophicus
11.10.2010 10:14
1 0

Re: Wieso haben alle in den Medien den Reflex

Wenn die Migration als Oppositionsthema bezeichnet wird sagt das nichts anderes, als dass man sich mit diesem Thema gegenüber der Regierung profilieren kann.

Je wichtiger das Thema und um so schlechter es von der Regierung abgedeckt wird, um so eher eignet es sich als Oppositionsthema.

Wobei es schon richtig ist: Opposition wird in diesem Land immer wieder mit sinnlosem Populismus gleichgesetzt. Dass man auch sachlich-konstruktive Oppositionsarbeit leisten kann ist in Österreich weitgehend unbekannt.

Antworten Antworten Gast: Gast
11.10.2010 10:34
0 1

Irrtum

Eine Opposition kann keine sachlich-konstruktive Arbeit leisten, aus wahltaktischen Gruenden. Die Erfolge werden immer von den Regierungsparteien eingefahren, NIEMALS von einer konstruktiven Opposition.
Siehe z.B. 24h U-Bahn in Wien, was hat das der VP gebracht? Weniger als nichts. Umgekehrt, was war konstruktiv an der SP-Opposition zu Schwarz/Blau? Weniger als nichts. Das Ergebnis: Rueckeroberung des Kanzlers.


Antworten Antworten Antworten Ophicus
11.10.2010 15:46
0 0

Re: Irrtum

Aus wahltaktischen Gründen WILL die Opposition das nicht, sie KANN sehr wohl.
Wobei es kein Naturgesetz ist, dass sachlich-konstruktive Oppositionsarbeit an der Wahlurne nichts bringt - auch wenn man in Österreich manchmal den Eindruck bekommt. Die 24-h U-Bahn könnte der ÖVP auch aus anderen Gründen wenig gebracht haben. Einerseits, weil sie die Idee zu wenig vermarktet haben. Andererseits, weil es halt als Thema viel zu unwichtig ist, um eine Wahl zu entscheiden.

Die Theorie

von der FPÖ als einziger Oppositionspartei mag politikwissenschaftlich gut klingen. Realpolitisch hat sie aber weder Hand noch Fuß.

Die FPÖ beschränkt sich im Gemeinderat darauf, ihre Zeit abzusitzen. Ihre Mandatare sind weitgehend unbekannt, von Initiativen ist nichts überliefert, maximal hängt man sich an Schwarz und Grün an. Brav wird mit der SPÖ mitgestimmt, die dann als kleines Dankeschön die Gemeindebetriebe regelmäßig in blauen Publikationen inserieren lässt.

Antworten Ophicus
11.10.2010 09:48
2 0

Re: Die Theorie

Leider ist es garnicht notwendig konstruktive Arbeit zu leisten, um Opposition zu sein. Als Opposition steht man gegen die Regierung. Das reicht schon.
In gewisser Weise ist die FPÖ also durchaus die konsequenteste Oppositionspartei, weil sie halt doch sehr dagegen ist.
Davon hat der Wähler zwar nichts, aber für die Wahlen scheint es zu reichen.

Ophicus
11.10.2010 07:08
0 0

Rot-Blau

Natürlich wird der Bürgermeister nicht über seinen Schatten springen. Er müsste nämlich nicht nur über seinen, sondern auch über den von Strache springen. Der wird nämlich an dem Posten des Vizebürgermeisters recht wenig Interesse haben - auch wenn er jetzt natürlich öffentlich erklärt wie gerne er Verantwortung übernehmen würde.
So blöd wird Strache auch nicht sein, dass er aus Haiders Sturz nichts gelernt hat. Wenn er die Oppositionsrolle aufgibt, dann wird es sich auch lohnen müssen.

Dass ein habitueller Oppositioneller in Regierungsverantwortung scheitern muss ist garnicht so selbstverständlich. Siehe Haider in Kärnten. Um sich so oppositionell und populistisch gerieren zu können ist ein Job als Vize-Irgendwas aber wohl zu wenig.

dannadosch
11.10.2010 03:17
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Na hoffentlich ist der Schatten Häupls größer,


 
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