25.05.2012 22:40 | Meine Presse Merkliste 0

Der Kardinal verkörpert die Widersprüche seiner Kirche

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Christoph Schönborn beklagt, dass „seit der Nazizeit“ nicht mehr so viele Menschen aus der Kirche ausgetreten sind. Seine Botschaft ist – kalkuliert – ambivalent.

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Der Erzbischof von Wien, Christoph Schönborn, ist eine vielschichtige Persönlichkeit. Hoch gebildet und fast kindlich fromm zugleich wirkt der Spross aus altem Adel, er überrascht bald durch Offenheit, bald durch die Einnahme eher exzentrischer „wissenschaftlicher“ Positionen.

In den heftigen, für die Kirche sehr schmerzhaften Debatten über den massenhaften sexuellen Missbrauch in staatlichen und kirchlichen Erziehungsinstituten hat er konservative Katholiken und den einen oder anderen Borderline-Blogger durch reflektierte Äußerungen und Bußfertigkeit verärgert. Er habe sich, sagten seine Kritiker, dem Entschuldigungsterror der politischen Korrektheit unterworfen, statt triumphierend darauf hinzuweisen, dass in den nicht kirchlichen Instituten viel mehr passiert sei als in den kirchlichen.

Aber der Kardinal blieb bei seiner Linie. „Wir haben uns in der Kirche für die Wahrheit entschieden, auch wenn sie schmerzlich ist. Wir haben vor allem versucht, auf die Opfer zu hören und nach dem Wort von Vaclav Havel den Versuch gewagt, in der Wahrheit zu leben. Dieser Versuch lohnt sich, er gibt Kraft“, sagte er bei der „Stephans-Matinee“. Und ließ in einem Interview für die „Tiroler Tageszeitung“ mit den neuesten Kirchenaustrittszahlen aufhorchen. Sie werden sich vom Rekordjahr 2009 um weitere 50% auf mindestens 80.000 erhöhen. Schönborn sprach von der schlimmsten Austrittswelle „seit der Nazizeit“.

Da ist sie wieder, die Ambivalenz des Christoph Schönborn: Einerseits spricht er im Unterschied zu früheren Zeiten, in denen man die Austrittszahlen eifersüchtig wie ein Geheimnis des Glaubens gehütet hat, offen über die katastrophale Situation. Andererseits versendet er mit seinem – an der Oberfläche rein quantitativen – Bezug zur Nazizeit ein Signal an die Gegenwartsverweigerer, die den kirchlichen Schrumpfungsprozess im Grunde begrüßen: Sie lieben das Bild von der kleinen, furchtlosen Herde, die inmitten der bösen Welt auf das Ende wartet.

Diese Anhänger einer verschworenen Gemeinschaft der Heiligen sprechen gern vom „Kinderholocaust“, wenn sie über die Fristenregelung diskutieren, sie geißeln den Totalitarismus des Marktes, sehen im zeitgenössischen Körperkult einen Wiedergänger des nationalsozialistischen und überhaupt: Das Neuheidentum der Nazis erscheine heute im glänzenden Kostüm des Konsums.

Das Signal des Kardinals an diese Gruppe lautet: Brüder und Schwestern, es ist wieder so weit. Die Welt da draußen ist dunkel und böse, viele Menschen erliegen ihren Versuchungen, sie verlassen die Kirche, wie sie es damals taten, als sie den Verlockungen des politischen Götzen erlagen. Aber wir halten durch. Die sogenannten „neuen religiösen Bewegungen“, unter denen das Neokatechumenat in der Erzdiözese die größte Bedeutung zu haben scheint, verstehen diese Botschaft.

Die Idee, dass Christen sich Prinzipien und Lebensmodellen verpflichtet fühlen, die zu allen Zeiten aus der Zeit sind, ist alt und gut: Der Anachronismus als Lebensprinzip ist eine der wichtigen Kraftquellen jeder vitalen Religion. Und die unbekümmerte, unverkrampfte Unangepasstheit, mit der nach wie vor so viele Einzelne und Familien diese Vorstellungen in gelebte Praxis umsetzen, ist einfach beeindruckend. Die Fantasie, man sei Teil einer Märtyrerkirche, die vom brutalen, durch Gier und Egoismus dominierten neuheidnischen Zeitgeist bedrängt wird wie einst die Kirche von den Nationalsozialisten, wirkt indessen etwas krude.


Der Wiener Kardinal verkörpert auf ziemlich umfassende Weise die Widersprüche der heutigen Kirche: Er ist gebildet genug, um zu wissen, dass die Gegenwart nicht einfach ignoriert werden kann; er ist nicht zynisch genug, um die Probleme und die sexuellen Verfehlungen kirchlicher Würdenträger und Angestellter einfach gegen die Verfehlungen von Familienvätern und Lehrern an staatlichen Schulen aufzurechnen; und er ist naiv genug, um den Weg der „kleinen Herde“ als einen für alle zum Ziel führenden Weg aus den Bedrängnissen einer glaubensfeindlichen Wirklichkeit zu sehen.

Man wird sehen, ob und wie sich diese Widersprüche auflösen lassen.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.12.2010)

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28 Kommentare
 
1 2
Gast: anderl v. inn
21.12.2010 15:03
1 0

ama et fac, quod vis!


Also bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese
drei; am größten aber unter ihnen ist die
Liebe." Wozu also die Emotionen - wer an
Gott glaubt,dem werden die Turbulenzen in
der Kirche zwar wehtun, aber er wird sie nicht
dramatisieren, weil er überzeugt ist, dass durch
alle Menschlichkeiten , vom Papst bis zum
unbekannten kleinen Christen hindurch, der
Herr seine Kirche, die er unwiderruflich liebt,
nicht verlässt und sie durch den ihr verheißenen
Geist bis zum endgültigen Anbruch des Reiches
Gottes durch die Zeiten führt.

Jack 3
21.12.2010 00:36
0 0

Spät, aber doch...

ich glaube nicht, dass der Herr Kardinal "naiv genug ist,um den "Weg der kleinen Herde als
einen ...usw..." Ich glaube vielmehr, dass er unter der "Verkleinerung der Herde " leidet und keinen Weg findet, dieser materialistischen Welt einer Welt der Ideen , vor allem natürlich der christlichen, "schmackhaft "zu machen.Das erinnert mich an Hawkins eher naive Sichtweise, indem er meint, die Philosophie sei sozusagen "gestorben", man kann alles "naturwissenschaftlich " erklären. Genauere Analysen zeigen, dass die Philosophie -oder die Welt der Ideen-aus verschiedenen Gründen- über der naturwissenschaftlich erklärbaren "realen Welt" steht.Diese Welt der Ideen verlängert zwar kein Leben, kann aber , was viel wichtiger ist, dem Leben SINN verleihen.

Gast: A.K.
20.12.2010 19:05
3 0

Kulturkampf gegen die katholische Kirche

Ohne Mißbrauch auch nur im geringsten verharmlosen oder gar zu akzeptieren, sollte sich die katholische Kirche doch deutlicher gegen Verallgemeinerungen und Verunglimpfungen wehren. Derzeit werden objektiv extrem geringe (!) Zahlen von Mißbrauchsfällen in den vergangenen vierzig und mehr Jahren(!) von Gruppen aber auch von Journalisten wiederholt breit vermarktet, kaum aber Fakten, sondern primär Verdächtigungen aufgezählt.
Hier wäre etwas mehr mathematisches Wissen um Statistik nützlich. Nur ein Vergleichsbeispiel betreffend die aktuell bekannt gewordenen Zahlen: Die extrem tragische Zahl von Verkehrstoten in Österreich pro Jahr liegt z.B. bei mehr als 700 Menschen. Das bedeutet in 40 Jahren mehr als 28000 extrem tragische Ereignisse die wohl jeder gerne verhindert hätte - und doch ist es dazu gekommen! Vergleicht man damit die bekannt gewordenen – sehr geringen - Zahlen von Mißbrauchsfällen im Umfeld der katholischen Kirche in ganz Europa(!), dann kann man schon jetzt voraussehen, daß solch extrem seltene (!) - aber furchtbare - Fehlleistungen auch zukünftig wieder auftreten werden. Tatsächlich war und ist meiner Meinung nach ein Kulturkampf, ausgehend von Deutschland gegen die katholische Kirche im Gange.

Antworten Dagobert
21.12.2010 10:51
1 0

Re: Kulturkampf gegen die katholische Kirche

Ich muß ihnen auf ganzer Linie zustimmen.
Gerade in deutschen Medien (besonders hervorgetan haben sich vielleicht ein Dutzend Journalisten, die alle dem linken/grünen Lager zurechenbar waren) fand eine öffentliche Hetze gegen kirchliche Einrichtungen und Personen statt.

Wenn man bedenkt, dass eine Ministerin Schröder jetzt eine Quote für männliche Betreuer in Kindertagesstätten einführen möchte, kann man sich ja bereits die prozentualle Quote der Missbrauchsfälle ausrechnen (rein statistisch ohne Individuen verunglimpfen zu wollen)

Da das aber PC ist, wird darüber nicht berichtet.

Gast: nicht schlecht
20.12.2010 18:32
2 0

exklusiv

auch wenn ich inhaltlich hier nicht in allem zustimme: solche themen so komplex aufgearbeitet liest man in diesem land nur in einer zeitung. auch die gastdebatten in der presse heben sich wohltuend vom einheitsbrei der no-na-kommentare vieler leitartikler in österreich ab.
danke

amornwan
20.12.2010 15:34
1 0

obermufti v. VIANA....

dieser Mann hat keinen Charakter,als Pfarrer Wagner Bischof werden sollte und die GUTMENSCHEN-MEUTE über Ihn hergefallen ist hat er nicht der Mühe wert gefunden sich vor diesen zu stellen. und jenen in Erinnerung zu rufen was CHRISTLICHE NÄCHSTENLIEBE ist!

3 0

Ewig ist nicht anachronistisch

Auch die Wahrheit kommt ohne Gegenwart nicht aus. Auch der Zeitgeist sollte nicht mit der Gegenwart gleichgestellt werden. Gott ist gegenwärtig, auch wenn es der Zeitgeist ableugnet, gleich welche Motivation dahinter steckt. Der Zeitgeist leugnet die Gegenwart Gottes. Er drückt sich in der Abwendung vieler von Gott uns seiner Kirche aus.
Es ist daher für mich undenkbar, dass der Kardinal so genannten "Gegenwartsverweigerern" ein Signal gesandt hat. Dies ist eine Unterstellung, die nicht stimmen kann. Die Kraftquelle des Christentums ist die Ewigkeit Gottes und das verheißene Leben in Fülle. Das, Herr Fleischhacker, ist aber kein Anachronismus, sondern eine Glaubensfrage.

Gast: Gast
20.12.2010 14:43
0 1

Das schlimmste ist..

..gestern auf ORF zu sehen gewesen: Kommentar Schönborn"....und wenn man das so sieht (Anm.: Kirchenaustreter sind Nazis) dann ist das halt so...".

Nun hat sich Schönborn in seinem wahren Licht gezeigt. Er ist somit Rücktittsreif. Kommt gleich nach dem Groer und dem Krenn.

Lange habe ich abgewartet, aber jetzt ist es fix: Ich trete auch aus.

Antworten Gast: Menschen
20.12.2010 15:14
1 0

Re: Das schlimmste ist..

Unrichtig, das hat er so nicht gesagt. Bitte um mehr Unterscheidungskraft. Die einzige Prallelität ist die große Anzahl der Austretenden und die Abwendung von Gott und seiner Kirche, der heilsbringenden Gemeinschaft mit dem Mensch gewordenen Sohn und Erlöser.

geronimo
20.12.2010 14:14
0 3

Der Kardinal versucht -

- Leute die aus der Kirche austreten, als Nazis darzustellen.

(Eine skurille Verhaltensauffälligkeit mehr,....)

Antworten Gast: Auffälligkeiten
20.12.2010 14:52
3 0

Re: Der Kardinal versucht -

Auffälligkeiten bestehen auch dann, wenn jemandem laufend etwas unterstellt wird, was so nicht gesagt wurde.
Es war eben eine Zeit, in der die Menschen ihr Heil nicht in der Kirche sahen, sondern mglw. in einem Führer, oder sie sind in einer allgemeinen Gesinnung lediglich mitgeschwommen. Nicht jeder, der damals aus der Kirche ausgetreten ist, muss ein NS gewesen sein. Und nicht einmal das hat Kardinal Schönborn behauptet. Es ist die Abwendung von Gott, die der damaligen ähnelt. Die Abwendung von der heilbringenden Gemeinschaft in Jesus und seinem mystischen Leib der Kirche.
Und dem Kardinal zu unterstellen, dass er seine Herde "klein aber fein" haben will, ist schlichtweg ein Skandal, weil auch nicht so gesagt; und: die Erlösungstat des Mensch gewordenen Gottes betrifft alle Menschen.
Diese Botschaft ist offenbar für den Zeitgeist schon so unverständlich, dass es schon wieder als verrückt gilt, ein Christ zu sein.

Steininger
20.12.2010 12:45
0 0

Der Mensch ist halt das Produkt seiner Launen und Ansichten.

Du liebe Güte. Muß man jetzt eine Hermeneutik anstellen ob Schönborn das mit der N. Zeit so dahingesagt hat oder ob ein versteckter Hintersinn dabei ist?
Verschwendung von Lebenszeit würd ich sagen!
Genauso wie damals als Schönborn in New York gemeint hat der Kreationismus in seiner Ausformung als "Intelligent Design" wäre eine überlegenswerte Sache.
Das war auch so "leichtfertig" dahingesagt.

Antworten kahuna
21.12.2010 06:51
1 0

RICHTIGSTELLUNG

Intelligent Design hat mit Kreationismus 0,Josef was zu tun.
Das ist auch so eine Sache, die krankhaft von selbsternannten Kirchenkritiker-Dilettanten immer wieder so falsch wie die "Unbefleckte Empfängnis" missverstanden wird.
I.D. meint, dass hinter der Fassade des Darwinismus doch ein waltender Geist handelt, der das scheinbar willkürliche der Evolution in eine gelenkte Bahn führt.

Antworten Antworten Steininger
21.12.2010 13:56
0 0

Re: RICHTIGSTELLUNG

Wo soll denn hinter dem Mechanismus der Selektion ein "waltender Geist" sein?
I. D. sollte eigentlich unintelligent design genannt sein, denn die Exponenten dieser Ideologie haben von Evolution keine Ahnung und Darwin ist ihnen ein Buch mit sieben Siegeln.
Dabei, wer lesen kann ist klar im Vorteil und es gibt auch viele heutige Bücher die den Vorgang der Evolution durch Selektion gut beschreiben.
Und nirgends auf diesen Seiten wissenschaftlicher Bücher erzählt wer was von einem waltenden Geist!

3 0

Endlich wieder mal ein richtig gut geschriebener Artikel!

Scharfsinnig analytisch und auch etwas philosophisch. Schade nur, dass die politische Schreibe nicht diese Klasse erreicht.

kahuna
20.12.2010 11:48
0 0

1977

gab es mal eine äußerst interessante Doku auf ORF, wie Ö 2027 aussehen wird.
Die sollte man wirklich wieder ausgraben, um zu sehen, was seither richtig und was falsch prognostiziert wurde.
Richtig wurde schon damals der Zuwachs des Islam und der Verlust der führenden Stellung der RK gezeichnet. Überhaupt wurde korrekt die Diversifizierung der religiösen Landschaft ähnlich wie in den USA schon damals vorhergesagt.

Peter67
20.12.2010 09:51
2 1

Die Widersprüche des Herrn Fleischhacker

"Die Fantasie, man sei Teil einer Märtyrerkirche, die vom brutalen, durch Gier und Egoismus dominierten neuheidnischen Zeitgeist bedrängt wird" - Das ist tatsächlich Fantasie, aber die von Michael Fleischhacker. Die Realität ist, dass sich diese Leute nicht als Märtyrer sehen, sondern die anderen bedauern, die nicht gefunden haben, was ihr Leben erfüllt, und darum ihren eigenen Fantasien über die Christen nachgehen müssen. Die Armen!

Gast: ökono-mist
20.12.2010 03:42
0 0

Lobet die moralischen Instanzen - aufdaß man euch selbst für welche hält...


Es erhebt sich bloß die Frage, ob Vaclav Havel in einem solchen (kruden) Kontext überhaupt Kronzeuge (=Ranke) sein will...

Aber da fragen wir vielleicht doch lieber den in diesem speziellen Fall wesentlich kompetenteren Karel Gott vom Kirchenchor...

Gast: Zweifler***
19.12.2010 21:37
1 1

Die schillernde Rolle der Kirche

.....dass in den nicht kirchlichen Instituten viel mehr passiert sei als in den kirchlichen... soll wohl heißen „staatlichen“ ?

Die Erwähnung der Nazizeit mag wohl wirklich ein bisschen eine Koketterie sein sich als Bollwerk gegen rechts aufzubauen. Nicht ganz unproblematisch wenn man an die Rolle der Kirche in der erwähnten Zeit denkt.


Antworten Gast: Hundertpro
20.12.2010 12:39
0 0

Re: Die schillernde Rolle der Kirche

Wenn Sie denken, dann denken Sie nur, Sie denken.

Gast: zu Gast
19.12.2010 21:13
0 0

erwähnenswert?

"Er habe sich, sagten seine Kritiker, dem Entschuldigungsterror der politischen Korrektheit unterworfen, statt triumphierend darauf hinzuweisen, dass in den nicht kirchlichen Instituten viel mehr passiert sei als in den kirchlichen."

Man sollte nicht triumphierend darauf hinweisen, aber unerwähnt sollte es ja auch nicht bleiben, oder?

0 1

Gesund schrumpfen?

In der katholischen Kirche hat es schon immer eine Gruppe gegeben, die sich als das "Salz der Erde", bezogen auf ein Jesus-Wort, gesehen haben. Und zuviel "Salz", so könnte man hinzu fügen, tut eben keiner Suppe gut. Oder irgend einer anderen Speise. Wenn jetzt also Kardinal Schönborn meint, ein bisserl "Gesundschrumpfen" wäre im Endeffekt gar nicht so schlecht, so steht er damit zumindest bis zu einem gewissen Punkt in dieser Traditiion. Da jedoch die Kirche nicht nur im Jenseits, sondern auch im Diesseits verankert ist; oder dies zumindest sein sollte; käme man bei einem weiteren Mitgliederschwund finanziell sehr bald in eine arge Bredouille. Ich fürchte, über diese pekunäre Folgen haben die geistlichen Herren noch gar nicht gründlich genug nach gedacht! Und wie will die Kirche dann wohl auch noch die auf sie zukommenden außergerichtlichen Einigungen mit den Mißbrauchsopfern schultern? Auf mich wirken derartige innerkirchliche Zielsetzungen, daß nach dem freiweilligen Abschied sog. "Karteileichen" letztlich nur noch eine kleine Hardcore-Gruppe übrig bleibt, jedenfalls ziemlich unausgegoren!

Gast: louser
19.12.2010 20:57
3 0

Als vielschichtige Persönlichkeit

weiß der Erzbischof natürlich auch, dass die "Nazizeit" das absolute Lieblingsthema der
PC-Mainstream-Medien ist. Er droht allerdings spätestens dann "naiv" zu werden, wenn er glaubt, dass diese ihm helfen werden, Schäfchen wieder einzufangen.

Gast: Un2wissend34
19.12.2010 20:50
2 0

Borderline Blogger

Wen meint er damit?

Antworten Gast: zu Gast
19.12.2010 21:15
2 0

Re: Borderline Blogger

ich schätze seinen Vorgänger

Antworten Antworten Ch. Seidl
20.12.2010 11:55
1 0

Re: Re: Borderline Blogger

Wohl wahr... Danke für diese Formulierung, die einem geradezu diebisches Vergnügen bereitet!

 
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