25.05.2013 13:43 Merkliste 0

Wo man sich einen Abgeordneten mieten kann wie einen Fiaker

NORBERT RIEF (Die Presse)

Kann man sich in Österreich einen Abgeordneten mieten wie einen Fiaker? Offenbar schon, wenn man aus der Affäre Strasser nicht grundlegende Konsequenzen zieht.

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Wer weiß, wie die Sache ausgegangen wäre, hätte Josef Pröll mehr auf seine Gesundheit geachtet. Die deutlichen Worte, mit denen der VP-Chef am Sonntag den Rücktritt des Europaabgeordneten Ernst Strasser erzwang, waren zweifellos auch als öffentlicher Kraftakt gedacht; als ein Signal dafür, dass Pröll trotz Lungenembolie und verordneter Bettruhe die Dinge im Griff hat. Dass er vor allem seine Partei – wieder – im Griff hat.

Denn wie die Bestechungsaffäre in den vergangenen Tagen über die Lichtenfelsgasse gespielt wurde, ist an Peinlichkeit und Schamlosigkeit kaum zu überbieten. In der VP-Parteizentrale sorgte man sich nicht um die mögliche Bestechlichkeit eines hochrangigen Parteimitglieds, das pikanterweise noch dazu einmal Innenminister dieser Republik und damit höchster Ordnungshüter war. Vielmehr versuchte man, das Thema zu einem „Zickenkrieg“ zwischen Strasser und seinem Rivalen, Othmar Karas, zu machen. Die gerechtfertigte Empörung Karas' über das Agieren seines Parteifreundes wurde als ein Vernaderungsversuch „gespint“ – gerade so, als wäre es dessen Schuld, dass Strasser zwei verdeckten Reportern der „Sunday Times“ gegen die Zahlung von 100.000 Euro – formulieren wir es klagsfrei – seine Dienste anbot. Die scharfen Worte Prölls sind daher auch als eine Ohrfeige für die Parteizentrale zu verstehen.

Die Affäre um die mögliche Bestechung – es gilt, wie so oft in letzter Zeit in der österreichischen Innenpolitik, die Unschuldsvermutung – geht freilich weit über Ernst Strasser hinaus. Sie zeigt generell, wie anfällig Politiker für jemanden mit einem Koffer voll Geld sind. Der frühere britische Verkehrsminister Stephen Byers meinte vor einigen Jahren bei einem ähnlichen Bestechungsversuch der „Times“, man könne ihn „mieten wie ein Taxi“. Dann lobbyiere er für oder gegen etwas, organisiere Treffen – was immer man von ihm verlange.

In Österreich kann man Politiker ebenso leicht wie einen Fiaker mieten. Beispielsweise kann ein SP-Abgeordneter über einen Lobbyisten 3000 Euro pro Monat von einem Unternehmen kassieren. Eine Firma kann einer VP-nahen Gewerkschaftsorganisation 30.000 Euro „Marketingzuschuss“ überweisen; die Industriellenvereinigung kann einem damals amtierenden Finanzminister eine Homepage finanzieren; und wir wollen erst gar nicht anfangen mit den vielen großen und kleinen Gefälligkeiten, die Abgeordnete erhalten. Dass all das ohne Gegenleistung bleibt, glaubt maximal die Staatsanwaltschaft.

Wenn Politiker schon nicht genug Anstand besitzen, ihre Aufgabe nach bestem Gewissen im Interesse ihrer Wähler zu erfüllen (und es sagt schon viel, dass die Formulierung eines solchen Satzes allein schon als naiv gilt), dann muss man eben Gesetze erlassen, die ihnen alle ethischen Entscheidungen abnehmen. Dann werden Politiker künftig bei Antritt und Ende ihrer Tätigkeit eben alle Vermögenswerte offenlegen müssen, um zu beweisen, dass sie sich im Laufe ihrer Tätigkeit nicht bereichert haben; dann wird es Transparenz geben müssen, von wem Abgeordnete Geld kassieren und wie viel; und dann wird man auch solche Selbstverständlichkeiten wie ein Verbot von Lobbyistentätigkeit festschreiben müssen.


Es geht hier nicht um ein Berufsverbot für Abgeordnete, um ein Parlament, das nur noch aus Berufspolitikern besteht. Ein Arzt soll weiter Arzt sein dürfen, und auch ein ÖGB-Funktionär soll weiterhin im Parlament sitzen können. Er vertritt ja nicht eine Firma, sondern die Interessen von Menschen – die in dem Fall eben Gewerkschaftsmitglieder sind. Jeder hat das Recht, für seine Anliegen zu werben. Zum Problem wird es dann, wenn es im Dunkeln passiert, die Transparenz fehlt und die Bevölkerung den Eindruck bekommt, man könne sich Gesetze kaufen.

Dass es Interesse an strengeren Regeln gibt, darf man bezweifeln, wenn man sich die Verhandlungen über die Parteienfinanzierung ansieht. Die geforderte Transparenz bei Spenden umgeht man mit Ausnahmen für Landesorganisationen, damit offenbar der Strom anonymer Zuwendungen nicht versiegt.

Die Politik könnte viele, gute Lehren aus dem Fall Strasser ziehen – wenn sie nur wollte.

 

E-Mails an: norbert.rief@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.03.2011)

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41 Kommentare
 
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strasser und seinesgleichen sofot einsperren

die korruption wird weiterblühen, weil für all diese gauner die unschuldsvermutung gilt und diese nicht mit einer saftigeb gefängnisstrafe verurteilt werden. meist stellt die staatsanwalt die strafanzeige ein, oder das verfahren wird bis zum nimmerleinstag verschleppt. um der korruption herr zu werden, müßte es schnellverfahren mit saftigen gefägnisstrafen geben. die video aufzeichnung -sofern diese nicht manipuliert ist- müßte für eine sofortige verurteilung von strasser
reichen. ab in den knast mit ihm.

Gast: Niederösterreicher
22.03.2011 12:07
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Sie sind halt "geschäftstüchtig", unsere Abgeordneten,

egal von welcher Partei. Auch viele der so scheinheilig argumentierenden Grünen betätigen sich gern in der viel kritisierten "Markt-Wirtschaft", denn es ist halt ein einträgliches Geschäft und das Geld braucht man, um den gewohnten "Lebensstandard" aufrechterhalten zu können ...

Gast: Luzifer
22.03.2011 11:53
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Von der Presse wird man gleich gelöscht,

wenn man nur andeutet, wie bei uns Ex-Politiker versorgt werden bzw. sich selbst versorgen ...

Unter Kreisky war es noch einfach: da wurde ein (geschasster) einträglichen Posten eines GD einer Großbank "gehievt!

Mittlerweile nützen Ex-Politiker ihre Verbindungen, die sie sich in der Politik beschaffen konnten, finanziell als "Consulenten" u. sogar GD von Weltkonzernen. Selbst wenn einer sein NR-Mandat aufgibt bzw. abgewählt wird, gründet er zum Zwecke der finanziellen Nutzung seiner "politischen Verbindunggen" sofort ein Consulations- oder PR-Büro. Manche geben dann sogar in der "Presse" ein Interview!!!

Wie erwähnt: diese finanzielle "Nutzung" beschränkt sich nicht auf eine Partei.

Das ganze sollte doch einmal Thema einer Enquete oder einer NR-Sitzung sein, damit in den Zeitungen nicht immer nur so einseitig und verlogen hauptsächlich über jene berichte wird, die keine kostspielige Inserate in den Zeitungen aufgeben od. Medien wie den ORF sonst politisch beherrschen!

Es ist wohl die Höhe

wenn so eine Kreatur auch noch eine Ministerpension bekommt!

Eine Krankenschwester die ihr ganzes Leben für Kranke um einen Bettel gepflegt hat...
und
ein Dreckspolitiker, der die ganze Zeit nur die Hände aufgehalten hat und sich von einem Luxus-banquette zum Nächsten durchgefressen hat.

Da ist man einfach nur mehr atemlos!




Gast: Pollux
21.03.2011 16:34
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es gibt mehr ..

irgendwie eigenartig:
viele ehemalige spitzenpolitiker gründen nach dem ausscheiden aus der "großen" politik halt dann eineg eigene consulting/pr-firma (siehe Heidi Glück, Maria Rauch-Kallat, ..)
und
sind so versorgt .. wäre interessant, was diese ex-funktionäre wirklich machen .. welches geld und für was es fließt ..

Antworten Gast: Luzifer
22.03.2011 11:55
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Re: es gibt mehr ..

Bitte den Ex-Bundesgeschäftsführe der SPÖ KALINA in diesem Zusammenhang nicht vergessen ....

Gast: Jako
21.03.2011 16:21
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Nur weiter so, Ernstl !


Je öfter sich Strasser zu Wort meldet, desto mehr schadet er der ÖVP.





Antworten Gast: Luzifer
22.03.2011 12:02
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Re: Zum Nachdenken!

Strasser ließ vor einem Jahr die Firma, die das "Angebot" machte, überprüfen und erfuhr, daß eines solche Firma gar nicht gab!

Jetzt die Frage: kann man sich von jemanden, den es gar nicht gibt, überhaupt bestechen lassen?

Und weiter zum Nachdenken: Gerade bei den lukrativen Managerposten, die Weltkonzerne Ex-Regierungsmitgliedern bzw. Ex-Stadträten verschafft haben, sind auffällig viele Rote!

Warum diese einflußreichen Politiker die Manager-Posten bekommen, obwohl sie vorher gegen die freie Wirtschaft gewettert haben, ist wohl leicht nachvollziehbar. Sollten diese etwa leichter Aufträge bei den Dienststellen, wo sie früher tätig waren, akquirieren? Natürlich nur eine Untersellung, denn es gilt die Unschuldvermutung!

Gast: Schneekönig
21.03.2011 15:20
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Wo man sich einen Abgeordneten mieten kann wie einen Fiaker

Wie man sieht ja!

Gast: Schneekönig
21.03.2011 15:19
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Wo man sich einen Abgeordneten mieten kann wie einen Fiaker

Wie man sieht ja!

Gast: Keintraumtänzer
21.03.2011 13:43
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Ein Beispiel

Gaddaffi ist angeblich korrupt. Was ist daher die Lösung? Die Demokratie, ausgeübt durch Aufständische, die soviel von der Demokratie verstehen, wie eine Ziege vom Klavierspielen.

Und korrupt werden die in Kürze auch sein.

Gast: 1. Parteiloser
21.03.2011 12:49
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Es ist eine vollständige und kollektive Degeneration!

Für unsere Parteibonzen ist es doch normal, dass Korruption und der Posterl- und Amterlschacher das Tagesgeschäft dominiert. Das wird dann, in Wahlzeiten, noch von Extrempropaganda begleitet.

Es geht auch nicht nur um diesen Vorgang, das Problem schillert in allen Farben und offensichtlich fast alle Parteibonzen vereinnahmt. Der ÖBB Pöchhacker sitzt auch noch nicht ein obwohl es einen Tonbandmitschnitt gibt, welcher seine Korruption bestätigt. Der Maischberger hat sein NR Mandat verkauft und sitzt auch noch nicht. Der Sobotka hat gleich 1.000 Mio. an Zwangsabgaben veruntreut und wurde dann von seinen korrupten Freunden mit dem Posten des LH Stellvertreters belohnt.

Ich halte aber die Vorgänge im Österreichischen NR für noch bedenklicher, weil es dort zu einer legalisierten Umverteilung (also Korruption) kommt. Dass es dazu eine dominante Mehrheit von Pragmatisierten und Funktionären der geschützten Bereiche (2. NR Präsi?!) und den Klubzwang bedarf sollte auch nicht weiter wurden. Menschen, welche einen Rest von Ehrgefühl haben und die Gesetzesvorlagen auch verstehen würden (wenn gelesen) könnten in vielen Fällen niemals ihre Stimme geben.

Über alles gesehen haben wir nur noch einen grausigen Parteibonzenmisthaufen wo es auch keine Besserung durch Wahlergebnisse geben kann. Wenn nur Gülle, Jauche und Mist gewählt werden können, dann wird es immer stinken.

Der Bürger hat keine Chance!

was geht da ab?

1. warum geht im fall grasser nichts weiter?
2. warum sickert über den fall grasser so viel an die medien?

in gesprächen mit angehörigen der justiz wird regelmäßig folgende theorie vertreten:

ad 1. die staatsanwaltschaft DARF aufgrund entsprechender weisungen nicht tiefer bohren bzw. KANN es nicht (wegen personalmangel, liechtensteiner bankgeheimnis und co).

ad 2. punkt 1 führt zu entsprechender frustration seitens der ermittelnden beamten, die durch weitergabe von insiderwissen an falter und co ein wenig gemildert wird. und seien wir ehrlich: ohne die veröffentlichung diverser ermittlungs-protokolle wäre der fall bereits auf eis.

demokratie war vielleicht einmal

die sich in letzter zeit häufenden unschuldsvermutungen im schwarz-blauen sumpf sind wohl nur die spitze des internationalen korruptions-eisgebirges.

geld schafft an. viel geld schafft absolut an. wer nicht dem macht- oder geldzirkel angehört, darf sich als mitglied der zivilgesellschaft auslachen lassen.

wo sind denn die volksvertreter???

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Schönes Wetter heute

Auch der Wind hat nachgelassen, nur die Nächte sind jetzt ziemlich frostig.

Warum ich das schreibe?

Weil etwas anderes von der überempfindlichen Zensur eh nicht durchgelassen wird.

Gast: Ceterum censeo
21.03.2011 12:08
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Strasser eine Pröll-Erfindung

Josef Pröll rein zu waschen geht daneben. Erwin Pröll hat Strasser seinerzeit Wolfgang Schüssel als Innenminister "auf´s Aug´ gedrückt". Der mußte dann der Korruption überführt abtreten um später vom Neffen Pröll aus der Versenkung geholt und Karas bevorzugt zum VP-EU-Fahnenführer gemacht zu werden. Jedes Land hat auch die Politbauern, die es verdient.

Antworten Gast: Cartaginem esse delendam
21.03.2011 21:28
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Re: Strasser eine Pröll-Erfindung


Hätte mich gewundert, wenn Schüssel freiwillig jemand wie Strasser genommen hätte. Schüssel war der letzte Politiker mit Charakter, den wir in Österreich gehabt haben.

Re: Re: Strasser eine Pröll-Erfindung

Jeder Mensch hat einen Charakter, welchen immer auch. Daß Herr Schüssel einen Charakter hat, hebt ihn also nicht hervor.
welchen Charakter er aber hat, das konnten wir lange genug während seiner Kanzlerschaft erleben, erleiden.

Gast: Keintraumtänzer
21.03.2011 12:07
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Das Grundübel

In diesem Artikel wird nur der Zustand in Österreich behandelt.
Das viel grössere Übel ist aber Brüssel!
Dort wimmelt es nur von Lobbyisten (Korrumpierer), die von den einzelnen Firmen, Staaten sogar mit eigenen Büros und Infrastruktur ausgerüstet werden.
Sie sind auch noch stolz darauf, dass sie korrumpieren und genieren sich garnicht dafür.
Dass dieser Sauhaufen auch auf die Politiker im Allgemeinen zutrifft (auch natütlich in Österreich) ist da kein Wunder!

Gast: zweierlei Maß
21.03.2011 11:28
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Die Propagandamedien sollten lieber GANZ still sein.

Mit den korrupten Millioneninseraten haben die selbst genug Dreck am Stecken.

Politmafia Österreichs

Es gehtbzu wie am Balkan. Wird jemandem eine Verfehlung nachgewiesen wird, besonders bei der ÖVP, solange verharmlost, bis es unmöglich ist, es erneut zu vertuschen. Dann wird, reichlich spät und halbherzig, die Notbremse gezogen. Sanktionen für diese oftmals strafbaren Handlingen gibts nicht, meist tritt der Täter wohlversorgt in den Ruhestand. Hat er, wie Strasser und Ranner, eigene Firmen, hat er sich genügend Freunderln geschaffen und setzt seine verbrecherische Laufbahn mit Duldung, ja sogar oftmals mit Unterstützung der Wirtschaft fort. Genierer gibts nicht. Es wird gelogen und betrogen was das Zeug hält und die Politiker schweigen, weil genügende auch Dreck am Stecken haben.
Jeder Regierung sollte ihre Mandatare namentlich nennen müssen und diese Crew wird gewählt. Dann hat man von den mafiosen Parteigepflogenheiten Ruhe und die BürgerInnen wissen wo es langgeht. So aber wird uns von den undurchsichtigen Politapparaten jeder vorgesetzt, der gerade habhaft ist.

EMPÖRT EUCH, wählt die geroßen Parteien ab.

Antworten Gast: fixpunkt balkan
21.03.2011 12:01
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Re: Politmafia Österreichs

Verstehe ich recht, soll es zugehen wie am Balkan, was aber nicht sein kann, denn im Lande des mitgegangenen und mitgehangenen Adrian Severin steigen Lobeshymnen auf Strasser zum Himmel: so ein gewissenhafter und korrekter Politiker, tritt von allen Ämtern zurück schon beim kleinsten Schleudern - solche Politiker sollte das Land haben und nicht diese Sesselumklammerer (dürften den österr. Kleister noch nicht importieren) die weder von oben aufgefordert werden zurückzutreten noch es aus freien Stücken tun.

Lobbyist

Fadenscheinige Ausrede: Er wollte die Einflußnahme anzeigen, aber Termingründe hätten das verhindert. Schon aus Eigenschutz hätte er am selben Tage den Staatsanwalt anrufen müssen.
Was mich interessiert, nach Ansicht seines Videos: Wenn Sunday times die 7ten waren, wer waren die sechs vorher? Warum hat er die nicht angezeigt? Wieviel Geld hat er von den 6 bekommen? Was hat er mit dem Geld gemacht, selbst eingesteckt oder der Parteikassa zugeführt? Welche Gesetze hat er im Gegenwert durchgeboxt?

Die ÖVP als staatstragende Partei ist Geschichte

Heute trägt sie nur mehr ihre Fuktionäre auf Steuergeldkosten.

Es wird Zeit, dass diese Partei umfassend in Opposition geschickt wird. Das hat der SPÖ auch nicht geschadet, weil dann gehen endlich wenigstens einige von denen die nur dabei sind um sich an den Regierungstöpfen zu bedienen.

Und weil die ÖVP - trotz einer historischen Niederlage nach der anderen - nicht von selber in Oppostion geht, wird sie wohl zuerst zur Kleinpartei schrumpfen und das wird sehr schnell sein.

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naiv

Naive Annahme, dass sich die Politiker die Äste absägen, auf denen sie selbst so bequem sitzen.

Gast: friedrich nietzsche
21.03.2011 00:00
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sehr dezent ...

.. dieser kommentar.

selbst als bürgerlicher (was die werte betrifft, das wahlverhalten ist eine andere sache) stößt einem DIESE affaire mehr als sauer auf!

wenn man die videos in voller länge gesehen hat muss man sagen: DAS hats in dieser dreistigkeit noch nicht gegeben. ekelhaft.
aber dass e.s. nach seiner sozialisation in der nö-vp ganz seinem meister folgend für solche dinge zu haben ist, war schon nach der veröffentlichung des teilweise degoutanten mail-verkehrs in seiner zeit als BMI klar.

der mann war und ist leider das letzte. schlimm nur, dass josef pröll ihn bei der eu-wahl wie erinnerlich in braver ebenfalls nö-vp-treue gepusht hat.
mich macht das traurig - wahrscheinlich weniger als herrn schüssel *schmunzel

aber wenn selbst die partei der eigenen sympathie-richtung derartige falotten protegiert???????

 
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