25.05.2012 22:44 | Meine Presse Merkliste 0

Nur die Griechen können dem Fass auch einen Boden geben

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Die SPÖ ruft nach einer „europäischen“ Ratingagentur, die Pleitestaaten wie Griechenland freundlicher behandelt. So einfach können Lösungen aussehen.

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Leitartikel

Irgendwie hat diese Griechenland-Geschichte etwas zutiefst Deprimierendes. Was auch unternommen wird, das Land versinkt immer tiefer im Schlamassel, niemand scheint ein vernünftiges Rezept zu haben, wie den Griechen zu helfen wäre. Gut, die einen raten zu beinharten Sparprogrammen, die anderen zum Schuldenverzicht der Gläubiger, die Dritten plädieren für eine Kombination aus beidem. Die zur Wahl stehenden Auswege haben leider einen großen Makel: Es ist alles andere als sicher, dass auch nur einer von ihnen zum gewünschten Ziel führt. Sicher ist nur, dass sie alle steil und steinig sind, weshalb sie entweder in Griechenland (Sparpaket) oder bei den Geberländern (Schuldenschnitt) höchst unbeliebt sind.

Sehr verzwickt das alles. Aber zum Glück haben wir ja noch die SPÖ. Deren Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter hat nämlich eine schmerzfreie Lösung des eskalierenden Griechenland-Problems parat. Europa, so Matznetter bei einer Pressekonferenz am gestrigen Dienstag, brauche dringend eine eigene Ratingagentur. Warum? Damit europäische Schuldnerstaaten endlich fair behandelt würden. Mit anderen Worten: Rücksichtslose amerikanische Agenturen „raten“ unbescholtene europäische Schuldnerstaaten mutwillig an die Wand, damit Spekulanten freie Bahn haben, ungehindert ihre Renditen abzuschöpfen. Das müsse ein Ende haben.

Klar, das hat Charme: Eine europäische Ratingagentur, bei der die Politik ein Wörtchen mitzureden hätte, stufte das auf dem schäbigen „Triple C“ rangierende Griechenland einfach auf die Bestnote, das „Triple A“, hoch. Und schwuppdiwupp, schon raufen sich die Anleger aus aller Herren Länder wieder um griechische Staatsanleihen. Nun wäre es ziemlich ungerecht, den zweiten Teil des Lösungskonzepts der österreichischen Kanzlerpartei zu unterschlagen: „Griechenland darf nicht kaputt gespart werden, denn sparen allein bringt noch kein Wirtschaftswachstum.“ Damit hat Herr Matznetter zweifellos recht. Fragt sich nur, woher das Geld fürs Wachstum kommen soll. Antwort: Wenn nicht von privaten Investoren, dann eben von den Partnerländern aus Europa.

Von wem die Mittel auch kämen, man könnte sie genauso gut dem Element Feuer überlassen. Dem Land am südlichen Rockzipfel Europas fehlt nicht nur ein sanierter Haushalt, sondern vor allem eine funktionstüchtige Wirtschaft, wodurch Hilfsgelder und Investitionen keine Früchte tragen und immer neue Rettungspakete nach sich ziehen. Abgesehen von schlagkräftigen Reedereien (die zwar unter griechischer Flagge, aber unter ausländischen Steuernummern segeln) hat das Land jede Menge Steuerhinterzieher und abgeschottete Sektoren anzubieten. Ob Apotheken, Taxler, Anwaltskanzleien, Frächter oder Architekten – fast überall wurde der Wettbewerb abgeschafft, was die schwache Produktivität immer weiter nach unten drückt.

Erst wenn diese Sektoren für den Wettbewerb geöffnet werden (so wie das die EU-Verträge ohnehin vorschreiben), wird wieder frisches Kapital ins Land strömen. Eine umfassende Liberalisierung der Wirtschaft ist auch Voraussetzung dafür, dass die Investoren einen Teil ihres Geldes in den Wind schreiben. Das werden sie nur tun, wenn das Land eine Perspektive hat, die Zukunft in absehbarer Zeit ohne Hilfe zu meistern und den Schuldendienst aus eigener Kraft zu schaffen.

Die „Besitzer“ griechischer Staatsanleihen wissen, dass ein Forderungsverzicht unausweichlich ist. Eine reine Fristverlängerung wäre zwar die beste Lösung, sie dürfte aber zu spät kommen, weil der Schuldenberg längst zu hoch ist. Erleichtert wird der Schuldenschnitt durch jüngste Meldungen, wonach europäische Großbanken ihre Griechen-Bonds mittlerweile bei der EZB abgeladen haben. Damit wurde die Zentralbank zwar zur größten „Bad Bank“ der Welt. Allerdings kann der so gefürchtete „Haircut“ nicht mehr jene Schäden anrichten, vor denen gewarnt wird. Die Großbanken, die im Fall eines Forderungsverzichts wegen ihres Griechenland-Engagements aufzufangen gewesen wären, haben ihre Schäfchen ja nun im Trockenen.

Jetzt muss nur noch das griechische Volk erkennen, dass es dem Fass einen Boden geben muss. Dann hätte auch eine Rettung des Landes wieder Chancen.

 

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.06.2011)

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30 Kommentare
 
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Reines Sachdenken und Zahlen bieten keine Loesung!

Eine neue Ratingagentur ist reines Sachdenken und verfehlt die Loesung der Probleme, wo es um menschliche, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen geht. Man muss in realwirtschaftliche und soziale Loesungen, die die ganze Bevoelkerung miteinbeziehen, denken. Nur so kann ein sozialer Friede, die Voraussetzung fuer den Wohlstand und Fortschritt erreicht werden. Nun muss man die Frage des WIE beantworten! Als Oekonom mit weltweiter praktischer Erfahrung sehe ich es aus meiner Sicht aus nur moeglich, indem Griechenland, ein EURO Kunstgeld - eher Verpflichtungsscheine in Form von Geldscheinen einfuehrt, sich so gegenueber der eigenen Bevoelkerung verschuldet, aber die griechische Realwirtschaft nicht abwuergt und so den sozialen Druck, dass die Menschen auf die Strasse gehen, weil sie keine Mittel mehr haben, um ihre Familien zu ernaehren und ihren taeglichen Verpflichtungen abzudecken. Ich war vor 10 Jahren in Argentinien und habe gesehen, wie der geniale Plan des Kunstgeldes dort funktioniert hatte und das Land die Mittel zur Verfuegung hatte, um grosse Rueckzahlungen zu leisten. Ich habe Unterlagen darueber, die im Detail die Durchfuehrung beschreiben. WIR SIND MENSCHEN UND KEINE MASCHINEN, daher fuehrt kaltes Sachdenken, das darueberhinaus oft grundfalsch ist, da wir nicht einer perfekten Welt leben, zu sozialen und wirtschaftlichen Katastrophen, die wir mit Beschuldigungen anstatt mit Loesungen abqualifizieren. MISSSTAENDE BEKAEMPFEN, ABER AUFBAUEN UND NICHT ZERSTOEREN

ferss
17.06.2011 18:14
0 0

Gut gemeint

aber ich glaub, Herr Schellhorn hat da nur zum Teil das Thema getroffen. War es denn wirklich nötig, den Artikel gleich mit einer Breitseite gegen die SPÖ zu beginnen? Man kann den Vorschlag von Matznetter durchaus dumm finden (so wie auch ich), aber da die Meinung der SPÖ zum Thema Griechenland europaweit eh ziemlich irrelevant ist, hätte Schellhorn die Aussage auch ruhig unkommentiert lassen können. Aber da hat's ihn wohl zu sehr gejuckt.

Hirschmugl
15.06.2011 22:47
0 0

Demonstrationen-wofür?

Nicht sparen, gut, aber die anderen Europäer sollte regelmäßig weiter zahlen ?

Gast: Gäst
15.06.2011 17:44
0 1

Um kurz eine Lanze zu brechen

Die Ratingagenturen sind, schon ziemlich politisch (vor allem geo-) gefärbt.
Bisher hat sich noch keine Agentur getraut außer darüber zu lametieren wie schlecht es um die USA bestellt ist das Rating auf nur Ansatzweise um einen Punkt zu verringern.
Dass extra gegen Griechenland seitens der Agenturen gebasht wird halte ich natürlich auch für überzogen, denn das Land ist nun mal Schrottreif, aber dass ein allgm. "wir attackieren Europa und den Euro" nicht stattfindet ist sehr unwahrscheinlich.

Antworten Gast: Alpendodel
16.06.2011 12:59
0 0

Re: Um kurz eine Lanze zu brechen

Dass Ratingagenturen nur der hehren Sache, der objektiven Bonitätsbewertung, verpflichtet seien, glauben aber auch nur ausgemachte Dodeln und Marktreligiöse.

Es spielen natürlich auch knallharte wirtschaftliche und geopolitische Interessen mit, wem das Triple A und wem der Scherbm umgehängt wird.

Dass deregulierter Markt und entfesselte Plutokratie solche Blüten treiben, darf einen nicht wundern.

Vor der Finanzkrise stand Griechenland mit seinen Kennzahlen nicht schlechter da als fünf andere europäische Staaten. Österreich war von den Auswirkungen der Krise stärker betroffen als Griechenland. Warum wurde und wird aber nur letzteres systematisch zu Tode bewertet (self fulfilling prophecy des Ratings)?

Quis custodiet custodes? Diese Frage müssen sich auch Ratingagenturen gefallen lassen. Die EU besitzt bereits wirksame Kontrollmechanismen (RatingagenturenVO 1060/2009 idF VO 513/2011).
Eine euroäisches Gegengewicht zum us-amerikanischen Monopol kann nicht schaden.

Gast: theophilos
15.06.2011 16:23
2 1

ist ja wohl auch logisch, wenn man auf der einen

Seite die Steuermilliarden hineinschiebt und auf der anderen Seite die Banken mit ihren Superzinsen stehen und sich freuen, dass da immer neu nachgeschoben wird und die Ratingagenturen immer mehr nach unten schrauben, damit die Zinsen immer mehr nach oben gehen.

Dem Fass gehört ein Boden eingeschlagen und zwar derart, dass Griechenland sich insolvent erklärt und die Staaten, dann selektiv dort nachschießen, wo es relevant ist, die Spekulanten und Hochzinsler aber durch die Finger schauen.

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Re: ist ja wohl auch logisch, wenn man auf der einen

Geld besteht zu 2 % als Verpflichtungen der Notenbanken und 98 % als Kreditgeld, also aus Verbindlichkeiten, die durch virtuelle Buchungs- oder Papierforderungen gedeckt sind. STEUERGELD IST AUCH KREDITGELD, das nicht durch unsere Leistung bezahlt wurde, sondern durch andere Buchforderungen. Wir zahlen ja unsere Steuer nicht mehr in Naturalien wie vor ueber 200 Jahren. Die Loesung kann nur durch eine Foerderung der Realwirtschaft und einem Abbau der virtuellen Wirtschaft sein - aber nicht als Revolution, sondern EVOLUTION und Menschlichkeit!

Gast: banker1
15.06.2011 15:18
0 0

ein Hoch

auf die Neoliberalen die werden die Welt retten

cerberus
15.06.2011 15:10
1 2

Die Besitzer griechischer Staatsanleihen waren die Banken

und diese haben sich mehrheitlich - zumindest in Deutschland - von diesen Ramschpapierln getrennt. Die EZB agiert nun, entgegen ihren ursprünglichen Aufgaben - als Badbank und hält diesen Schrott. Zahlen wird der kleine Mann - wer sonst? Aber daran ist nicht die pöse SPÖ, wie Schellhorn unterschwellig unterstellt, schuld.
Die SPÖ besitzt keine Banken und hat auch kein Nahverhältnis zu diesen (mehr). Somit geht das mittlerweile etwas eintönige SP Bashing von Schellhorn an die falsche Adresse.
Nicht nur immer Phrasen dreschen Schellhorn. Zuerst einmal wertfrei Analysieren, und dann erst publizieren. Das wär doch ein guter Start - oder?
Ach ja, ich hatte vergessen - das ist ja in der PRESSE seit Fleischhacker nicht mehr gefragt.

maise
15.06.2011 12:46
1 2

Staatspleite

Nur Kärnten ist noch mehr verschuldet und darf auch nicht in Konkurs gehen.
Wer ist dort verantwortlich?

3 1

Dumm-Dümmer-Am Dümmsten.

So eine Lösung kann nur den Sozis einfallen ! Wir sollten diese SP/VP-Koalition endlich zum Mond schießen.

Gast: freund !
15.06.2011 11:33
1 2

QUATSCH !



die griechen können nicht, und, vor allem, sie WOLLEN nicht !

aber wir sollen alternativlos zahlen?

da erinnere ich an götz von berlichingen!

Antworten Gast: TT1
15.06.2011 15:39
0 1

Re: QUATSCH !

jaja.... daß den Griechen trotz aller historischen Perversionen immerhin eine 5 % Schulden-Reduktion auf das BIP gelungen ist, wird nicht erwähnt. Würden das Faymann& Co schaffen, wäre Österreich OHNE NEUVERSCHULDUNG!!!!
Und: Österreich hat schließlich Kärnten..... so leicht geht das mit dem Defizit.
Und das beste: die Freiheitlichen verursachten das Milliardendefizit in Kärnten und sind in Ö bei Meinungsumfragen defacto auf Platz EINS. GRIECHENLAND WIR KOMMEN!!!

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Loesungsdenken

Sozialer Friede ist das wertvollste Gut in einem Staate. Daher darf die Realwirtschaft durch die Finanzwirtschaft nicht abgewuergt werden. In Loesungen gedacht, erreicht man dies in Griechenland mit einem aehnlichen System wie mit dem "Lecops" und "Patagones" im Jahre 2002 in Argentinien. So waere eine Schuldenrueckzahlung moeglich ohne die Realwirtschaft und das soziale Leben zu zerstoeren.

galli leo
15.06.2011 09:56
0 3

"Eine europäische Ratingagentur, bei der die Politik ein Wörtchen mitzureden hätte,..."

besser die politik redet ein wörtchen mit, als der auftraggeber bestellt sich ein entsprechendes rating!

Antworten Gast: elbeastoh
15.06.2011 14:15
1 0

Re:

ja, is eh das gleiche. die politiker reden mit und bestellen sich ihr entsprechendes rating... bis zum bitteren ende /bis der karren halt vollends im dreck steckt; siehe konsum, bawag etc.; und dann waren die anderen schuld.

galli leo
15.06.2011 09:54
2 2

Fragt sich nur, woher das Geld fürs Wachstum kommen soll.

dieses geld gäbe es massenhaft!

aber anstatt es sinnvoll zu investieren und werte damit zu schaffen, zirkuliert es auf den vielen spekulativen märkten, wo damit GEWETTET wird.
(allein im bereich lebensmittel macht das handelsvolumen 100 mal soviel aus, als die agrarprodukte selbst wert sind .... alles, was da bei den wettern 'hängenbleibt', zahlt der konsument via lebensmittelpreis!)

wenn endlich diesem markt die mittel entzogen werden (zb indem man ihn endlich so behandelt wie ein casino oder die firma admiral), gäbe es unmengen an kapital für wichtige, zukunftsentscheidende investitionen.

Gast: Hubertus
14.06.2011 23:15
5 1

Jetzt verstehe ich

Mir ist nun klar geworden, warum Herr Matznetter angeblich 20 Semester studiert hat. Er hat die prüfenden professoren einfach durch Hartnäckigkeit zermürbt. Man sollte die äußerungen Treichls doch etwas ernster nehmen. Im übrigen Herr Matznetter:Banken haben eigene Kreditrisikoabteilungen und sollten sich nicht nur auf Ratingagenturen verlassen.

Gast: Senfgeber
14.06.2011 22:25
0 4

Jedes Ding hat zwei Seiten

Dasselbe Rating-Kartell, welches durch falsche Urteile zur weltweiten Verbreitung giftiger Finanzpapiere beigetragen hat, spielt sich nun zum Richter und Henker über Staaten wie Griechenland auf. Nicht nur, dass sich die EU-Staaten die Kosten ihrer Staatsverschuldung von Standard & Poor‘s, Fitch und Moody‘s diktieren lassen. Auch auf die heikle Frage einer Umschuldung Griechenlands nehmen die Rating-Agenturen Einfluss – vermutlich zugunsten der privaten Gläubiger . Diesem Treiben, das ganze Volkswirtschaften in den Ruin stürzen kann, ist zu überdenken.

Hr. Zyni
14.06.2011 21:34
4 0

Lieber Hr. S.

Halten Sie es für denkmöglich, dass amerikanische Rating-agenturen amerikanische Interessen vertreten? Allerdings wäre eine europäische Ratingagentur unter Kontrolle der Politiker genauso sinnvoll wie ein Treffen Anonymer Alkoholiker in einre Schnaps-Bar.

Antworten Gast: Gästin***
15.06.2011 09:59
3 0

Re: Lieber Hr. S.

Richtig ! Man muss kein radikaler Linker sein um zu vermuten dass, amerikanische Ratingagenturen vielleicht auch amerikanische Interessen vertreten und dass, eine total objektive Ratingagentur
wahrscheinlich überhaupt eine schwierige Sache ist.

orca
14.06.2011 20:55
5 0

a propos Boden zum Faß in GR

Wie lange noch
-werden Töchter verstorbener hoher Militärs und Polizeibeamter "Halbwaisenpension" beziehen?
-werden Pensionen an seit Jahrzehnten Verstorbene ausbezahlt?
-werden Abgeordete, Regierungsmitglieder und selbst höhere Gemeindefunktionäre nach 8 (acht!) Jahren "Tätigkeit" pensionsberechtigt sein?
Wann wird die seit Jahrzehnten bestehende Zahl der LKW-Transportlizenzen aufgehoben? Der Transport eines Motors von D nach GR kostet z.B. mehr als fünfmal soviel als in die Türkei!
Warum belastet man jemanden, der im Jahr (!) 6.000€ Pension bezieht, mit 214.-€, Regierungs -bzw. Gemeindebedienstete nur mit 1°/° ihres Einkommens?
Wer hinterfragt, woher das Vermögen der wenigen Familien, die seit Jahrzehnten das Land unter sich aufteilen und sich schamlos bedienen, herkommt, bzw. wo es ist?
Wer macht den Griechen klar, daß nicht "die Deutschen" und "Europa" schuld an der griechischen Misere sind?
Wo ist ein Herakles, der diesen Augiasstall endlich ausmistet, bevor das schöne Hellas endgültig vor die Hunde geht?

Gast: The Boss
14.06.2011 20:21
0 3

Wirklich so dumm?

Lieber Lupus, sind Sie wirklich so dumm? (Zitat frei nach Kurt Tucholsky). Weil eine Großbank nicht gerettet wurde (Lehmann) begann die größte Finanzkrise der Welt, mit Millionen Arbeitslosen. Weil in den 30iger Jahren die Creditanstalt in Wien und die Phönix-Versicherung nicht aufgefangen wurden, verloren Hunderttausende ihre Ersparnisse, stürzte das gemeinwesen in Faschismus und Nationalsozialismus, wurden zehntausende gekündigt. Darum muss das Funktionieren des Finanzsystems garantiert, Banken gerettet werden.

Antworten Gast: Bärenfalle...
14.06.2011 21:17
1 1

Re: Wirklich so dumm?

Das zwanghafte am Leben halten unproduktiver Sektoren nennt sich auch Sozialismus.

Dort war auch keiner arbeitslos, alle hatten tolle Ersparnisse (gab auch nix zu kaufen) auf der Kante.

Komisch, jetzt hat das so noch nie geklappt, ist bislang noch immer und jedesmal desaströs gescheitert und wir versuchen es nun im ganz großem Stil für die Banken ??

Und wir haben doch ein funktionierendes Weltwährungssystem, die Währung nennt sich "Unze", kommt in praktischen Stückelungen und wird in jedem Land der Welt akzeptiert, alternativ und um den elektronischen Geldverkehr zu erleichtern kann man auch Bitcoins verwenden.

Beides den "Geldpanschern" natürlich ein Gräuel !

Jeder hat einen PC im Haus, Bitcoin Client installieren und schon können Sie teilnehmen am "Money 2.0", bargeldloser Zahlungsverkehr, um die ganze Welt, schnell und gebührenfrei.

Wenn Sie mir jetzt danken wollen, ein paar Bitcent an meine Adresse freuen immer:

1DFsyDA7RvgaPYcdZ2hCHBQvYeHWYWx3o6

Gast: gasterl
14.06.2011 20:17
12 0

tolle idee

super idee der spö. das wäre auch eine super sache für das gesundheitssystem, wenn die spö ein thermometer einführt das 3° weniger temperatur anzeigt .. somit könnten auf einen schlag alle von fieber betroffenen geheilt werden. danke spö!

Lupus.67
14.06.2011 20:11
1 1

warum banken retten?

"Die Großbanken, die im Fall eines Forderungsverzichts wegen ihres Griechenland-Engagements aufzufangen gewesen wären, haben ihre Schäfchen ja nun im Trockenen".

wer sagt dass die unbedingt aufgefangen werden müssen, während die steuerzahler praktisch bankrott gehen dürfen?
wieder die raiffeisen-presse?

besser es gehen ein paar großbanken ein, und vielleicht die darauf geparkten hinterzogenen steuergelder, als gerade die einkommensbezieher, die eh seit schüssel das melkvieh der nation waren, werden leibeigene eben dieser großbanken.

 
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