25.05.2012 22:45 | Meine Presse Merkliste 0

Sie sagen Schüssel und meinen eine Regierung ohne SPÖ

RAINER NOWAK (Die Presse)

Wolfgang Schüssel hat genug. Wegen des Fehlverhaltens einiger besonderer Exemplare politischer Raffgier endet nach 43 Jahren eine erstaunliche Karriere.

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Selten haben SPÖ-Politiker einen Skandal so genossen: Immerhin treffen die Anschuldigungen, dass Gelder von der Telekom Austria an Minister geflossen seien, bisher nur die Ära ihres Gottseibeiuns. Wolfgang Schüssel war Regierungschef, als Hubert Gorbach und Mathias Reichhold als Ressortchefs des Koalitionspartners FPÖ, später BZÖ, Zuwendungen der Telekom Austria bekamen. Mit Ernst Strasser und Karl-Heinz Grasser müssen sich zwei Ex-ÖVP-Minister – einer als Kurzzeit-Schwarzer – täglich die Beinahe-Verurteilung „Es gilt die Unschuldsvermutung“ gefallen lassen. Das sind die Schuldigen, dass eine der erstaunlichsten Politikerkarrieren nach 43Jahren nun endgültig endet.

In der SPÖ und den Oppositionsparteien wurde keine Möglichkeit ausgelassen, Schüssel zu diskreditieren, obwohl bisher weder ein Beweis noch ein Indiz auftauchte, dass Schüssel in die Skandale verstrickt ist. Dass er dennoch zurücktritt, zeigt, dass er im Gegensatz zu anderen Politikern nicht an seinem Mandat klebt. (Er hielt es ohnehin lange.) Und dass er den Angriffen gegen seine Partei – und wie er meint, auch gegen die Politik – den Wind aus den Segeln nehmen will. Ob diese Strategie aufgeht, darf bezweifelt werden; der Rücktritt dürfte die Gegner nur weiter anstacheln.

Vielleicht hat Schüssel auch einfach genug. Denn in den vergangenen beiden Jahren musste der ehemalige Bundeskanzler zuschauen und offenbar erst erfahren, dass sein politisches Lebenswerk von orange-blauen No-Names, aber auch aus den eigenen Reihen ramponiert worden war. Dass in seiner Regierung in einzelnen Ressorts Korruption herrschte, dass Privatisierungen – einer der Erfolge seiner Regierung – offenbar zur persönlichen Bereicherung genutzt wurden, dass Parteien ihre Kassen füllten, kann und will nicht zum eingeschlagenen wirtschaftspolitischen Kurs Schüssels passen. Zumal es nicht für Leadership spricht, wenn solche Dinge passieren.

In der verbreiteten Berichterstattung über die Regierung Schüssel gelten dank Grasser und Freunden Privatisierungen plötzlich als fragwürdiger Vorgang, Laura Rudas und Günther Kräuter sehen sich in ihrer bisher argumentativ stets dünnen Kapitalismuskritik bestätigt. Dass die Telekom Austria noch immer zum Teil im Staatsbesitz ist und daher ihrer Verbindung zur Politik wohl näher, vergessen die Parteisekretäre gerne.

Denn ihnen geht es genau genommen nur um eins: Eine neuerliche schwarz-blaue Regierung muss um jeden Preis verhindert werden, nie wieder dürfen die Sozialdemokraten in dem Land auf der Oppositionsbank Platz nehmen müssen, ist das einzige Ziel der SPÖ. Daher sind Neuwahlen trotz aller Beteuerungen von Bundeskanzler Werner Faymann aus aktueller Umfragensicht möglich. Vermutlich fehlt aber der Mut.

In der ÖVP will man den schwarzen Kreisky, wie ihn unlängst ein hochrangiger Funktionär nannte, in der Öffentlichkeit voll rehabilitieren. Bis es so weit ist, bleibt er unbestritten der wichtigste ÖVP-Obmann der vergangenen Jahrzehnte – seine Nachfolger zeigen das recht eindrucksvoll. Unter seiner Führung wurden in Österreich notwendige Projekte angegangen: die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie, die Steuerreform, die Lösung zu Entschädigungen für Opfer von NS-Raub, eine Pensionsreform, die später zum Teil leider zurückgenommen wurde, und die ebenso revidierte Einführung von Studiengebühren. Manches Reformvorhaben blieb auf halber Strecke stecken: eine Bundesstaatsreform, eine Eindämmung der Sozialpartnerschaft, eine Gesundheitsreform und vor allem aber eine notwendige Modernisierung der Schulen.

Es ist ein nettes Gedankenspiel: Was würde ein Kanzler Wolfgang Schüssel 2011 unternehmen? Auf jeden Fall mehr als Werner Faymann und Michael Spindelegger. Das würde auch jeder Sozialdemokrat und ÖAABler unterschreiben.

Zwei Umstände verhinderten den wahren Erfolg Schüssels: Er wollte mit einer Glücksritter-Expedition aus Kärnten regieren – und beim zweiten Anlauf nicht etwa mit den Grünen. Vor allem aber gelang es Schüssel nicht, die Herzen und Köpfe der Wähler zu gewinnen (nur einmal siegte er fulminant – ausgerechnet mit Grasser). Vielleicht liegt das daran, dass man dies mit wirtschaftspolitischer Wahrheit in Österreich nicht kann.

 

E-Mails an: rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.09.2011)

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156 Kommentare
 
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Gast: Tztz
09.09.2011 11:55
0 2

..aber die Presse übt sich lieber im Fingerzeig auf die SPÖ

Die Presse ist echt so sensationell... Da gibt's die ungezügelste Korruption der letzten Jahrzehnte, Staatsbetriebe werden so verscherbelt dass Günstlinge möglichst mitnaschen.

Und was schreibt die Presse? Kein Tag vergeht ohne dass man jede kleinste Kleinigkeit nutzt um einen Fingerzeig auf die SPÖ zu machen. Diesmal weil sie dem armen Schüssel unterstellen da nicht ganz unschuldig gewesen zu sein (na so eine abstruse Idee aber auch), am darauffolgenden Tag wird lieber über SPÖ-Neuwahlen spekuliert (ist es nicht eher die ÖVP, die sich da beim Umfragehoch versucht).

Kommt Euch das nicht schon langsam lächerlich vor? Eine Zeitung die probiert so etwas zu verklären und dann nach jeder Möglichkeit sucht andere anzupatzen liest sich eher wie ein (ÖVP-)Parteiblatt, denn wie eine "freie" Zeitung.

Gast: werther
08.09.2011 20:30
0 2

Lächerlich

Diese "Schüsselverehrung" Ihrerseits ist einfach lächerlich. Ich hätte Sie eigentlich objektiver eingeschätzt.

Und wie man die Einführung der Studiengebühren als Erfolg loben kann, ist mir auch rätselhaft.

Antworten modestus
09.09.2011 08:14
0 0

Re: Lächerlich

wo wird verehrt?
auch schüssel verdient wie jeder bürger, objektive einschätzung. das abwägen von vor und nachteilen...sie wollen nur schmutzkübeleien gelten lassen..das ist ihre "objektivität"..nicht einmal faymann war so mies wie sie..und das will was heissen

Antworten Antworten Gast: Tztz
09.09.2011 11:57
0 0

Re: Re: Lächerlich

Schüssel objektiv einzuschätzen ist sicher die Sache der Presse nicht... Auf jeden ÖVP-Skandal muss man in der Presse reflexartig mit "aber die SPÖ hat..." antworten.

Gast: Luzifer
07.09.2011 15:50
3 0

Der Häme über Schüssel wirft kein gutes Bild auf Österreich:

weder in der Politik noch in der Journalistik!

Schüssel ist und war hochbegabt und hat die Situation in Österreich auch richtig analysiert. Das hat sogar Faymann zugegeben!
Wie im rot-grünen Deutschland waren möglichst schnell die notwendigen Refomen im Sozialsystem in Angriff zu nehmen. Je früher, umso besser!. Dabei war Schüssel m.E. um Konsens bemüht, die Roten sahen aber ihr Heil in einer harten Konfrontationspolitik. Das ist in vielen Äußerungen roter Politker belegt!
Leider sind die Österreicher keine Nordländer wie etwa das große Vorbild Schweden, wo man das Wildwuchs des Wohlfahrtstaates rechtzeitig zurechtstutzte und sich eine gute Wirtschaftsentwicklung erkaufte.
Zuviel fühlten sich von Schüssel auf den Schlips getreten. Kinder? Sind lästig! Wenn man welche hat, müssen sie unabhängig von der Begabung unbedingt Akademiker werden. Die Akademiker-Schwemme und Revolutionsgefahr wird in N-Afrika? Köpfchen in den Sand. Man will den Wohlstand ohne Kassandra genießen! Beim Wachauer Volksfest gab es keine deftigen Mohngerichte - man schlürfte auch als kleiner Mann Austern und Sekt en masse! Und die Ferien? Möglichst nach Übersee! Niedrigstes Pensionsalter in Europa! Und wer diese Idylle, die von Rot, Blau und Grün vorgegaukelt wird, stört, ist höchst unbeliebt wie Schüssel, von dem Unterschichten-"Heute" artikelte, endlich dass er verschwindet!
Wie gehabt: der Österreicher steckt halt gern das Köpfchen in den Sand! Hoffentlich gibt es kein böses Erwachen wie in GrLd

Gast: Kritiker 1A
06.09.2011 22:59
0 7

der Novak und die Wahrheit


- der Novak: "Selten haben SPÖ-Politiker einen Skandal so genossen"
- die Wahrheit: Selten haben sich die politischen Gegener so zurückgehalten wie zur Zeit.

- der Novak: "Dass er dennoch zurücktritt, zeigt, dass er im Gegensatz zu anderen Politikern nicht an seinem Mandat klebt"
- die Wahrheit: Schüssel klebte über 30 (!!!) Jahre lang auf seinem Sessel im NR.

- der Novak: "dass Privatisierungen – einer der Erfolge seiner Regierung ... "
- die Wahrheit: Welchen "Erfolg" hat zB der Verkauf der BUWOG-Immobilien gebracht - für Österreich, ist gemeint, nicht für die blauschwarzen Kleptokraten?

- der Novak: "Bis es so weit ist, bleibt er unbestritten der wichtigste ÖVP-Obmann der vergangenen Jahrzehnte"
- die Wahrheit: Das ist richtig, denn Dollfuss, der im Övp-Klub noch immer verehrt wird, ist ja schon lange her.

Aber vielleicht versteht der Novak seinen Unsinn auch als Nachruf?
Da darf man dann natürlich auch lügen - aber muss es gleich so unverschämt sein?



Antworten Sualk H.
07.09.2011 08:56
0 0

Re: der Novak und die Wahrheit

Dem selbsternannten 1A ungebeten ins rosarote Stammbuch geschrieben -
ich stimme den Novak'schen Ausführungen
großteils zu - vor allem die SP-Strategie
möglichst nie wieder in Opposition gehen zu müssen ist offenkundig. Das ist natürlich legitim - lediglich die Inhalte und das Niveau der diversen Aussagen zum Thema sind wie vieles in Österreich schon sehr simpel, um nicht zusagen primitiv und plump. Passend halt zum Niveau der SP-Leitmedien Österreich-Heute-Krone in welchen der Bundeskanzler u.a. seine künftige EU-Politik zu verlautbaren pflegt, und sich eine genehme Berichterstattung durch das wohlgefüllte Inseratenfüllhorn erkauft.

Re: Re: der Novak und die Wahrheit

Die VP-Strategie, möglichst nie wieder in Opposition gehen zu müssen, ist dafür schon 25 Jahre älter und wird immer noch verfolgt.

Antworten Antworten Antworten Gast: Luzifer
07.09.2011 15:56
4 0

Re: Re: Re: der Novak und die Wahrheit

Die Demokratie lebt vom ständigen Wechsel der Parteien an der Macht. Mehr als 40 Jahre Rote an der Macht schadet der Demokratie und führt zu Ideenarmut! Es war gut, daß einmal etwa 6 Jahre lang keine Roten an der Macht waren: das führte zu höchst fälligen Strukturreformen und Eindämmung des Staatsdefizits, von dem wir noch heute profitieren, weil wir uns viele Milliarden Schulden und Zinsen erspart haben!

Ich weiß schon, gewisse Profiteure des Wohnfahrtstaates wollen das nicht wahr haben und bringen ihren Unmut auf sehr unflätige Weise zum Ausdruck! Aber irgendwann wird die Wahrheit ans Licht kommen, wie etwa Griechenland oder Spanien! Dafür sind jetzt die spanischen Roten bei den Wählern höchst unpopulär!

LUPO
06.09.2011 21:25
0 0

„Skandal genossen“ oder besser, richtiger „Skandal Genossen“

Die Regierungsinserate (Medienmissbrauch) sind ja der absolute Skandal.

Gast: ujjxjxhx
06.09.2011 19:16
1 0

Er tut mir auch ganz fürchterlich leid der Wolfi.

Hätter er sich halt an sein Versprechen gehalten und wär nicht mit den Hunden ins Bett gesprungen, dann wär ihm das mit den Flöhen erspart geblieben. Und die Roten sollten auch nicht zu schadenfroh sein, die bekommen dann ihr Fett ab, wenn die Justiz wieder umgefärbt wird.

Gast: PW_62
06.09.2011 19:04
0 8

Karrieresprung für Schüssel

Sehr geehrter Herr Nowak

Wochenlang schon mauert die Hauspostille der angeblichen "Volks-"partei unter Herrn Fleischhacker gegen alle Vorwürfe die Herrn Schüssel zumindest indirekt getroffen haben, es durfte einfach nicht sein, daß der größte Nachkriegswirtschaftsfachmann irgendeine Art von Dreck am Stecken haben könnte. Tatsache ist aber, daß er sein ersehntes Kanzleramt mittels Lüge und gestützt von menschlich drittklassigen Figuren (über deren fachliche Eignung sich jede Diskussion erübrigt) erreicht und mit Zähnen und Klauen verteidigt hat.

Die von Ihnen unter "Verdienste" summierten Großleistungen wie etwa die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie (im Zuge derer unter Saubermann Ernst Strasser so ganz nebenbei auch Einiges an Umfärbungen - resp. Objektivierungen - stattgefunden hat) erinnern stark an die posthume Heilung von Krampfadern. Letztere hat bekanntlich ausgereicht, Kaiser Karl seligsprechen zu lassen; ich finde Wolfgang Schüssel hat nichts weniger verdient ! Auf nach Rom ! Eine Leserreise zum Thema müßte mühelos imstande sein, eine Buskolonne zu füllen. und in jedem Gefährt könnten die Jünger Wolfgangs (Fleischhacker, Sie selbst, eigentlich fast das ganze Blatt ...) aus seinen, ersatzweise auch aus ihren eigenen Werken lesen ...

PS: Wofür ist Ihrer Ansicht nach ein Chef verantwortlich, wenn nicht für Kompetenz und integrität seines Teams ?

Antworten Sualk H.
07.09.2011 13:18
0 0

Re: Karrieresprung für Schüssel

Naja man kann das schon so sehen wie PW_62. Wer sich mit Hunden ins Bett legt darf sich nicht wundern mit Flöhen aufzuwachen. Und das riskante Spiel
mit dem blau-orangen Partner ist ja tatsächlich desaströs in die Hose gegangen.
Auf der anderen Seite hat er im Gegensatz zur aktuellen Führung - auch unpopuläre
Themen (Pensionsreform, Beamtenprivilegien etc.) aufgegriffen wenn auch nur bedingt auch durchgesetzt - aber immerhin.
Und das wichtigste - im Gegensatz zum aktuellen Kanzler hat er sich nie mit den
Krone-Heute-Österreich Blattln abgegeben und seine staatspolitischen Vorhaben vorab mit der Krone abgestimmt und dann darin angekündigt !
Er selbst und viele seiner Mitarbeiter (Plassnik, Gehrer) mussten dies auch mit
unappetitlichen und untergriffigen Kampagnen büssen. Schon allein deswegen
ist Hr. Schüssel weit über seine Nachfolger
Gusenbauer und Faymann bzw. auch über
Molterer und Spindelegger zu stellen.

Antworten Leistung
06.09.2011 20:46
0 0

Re: Karrieresprung für Schüssel

Umfärben muss man nur wenn vorher bereits eine Farbe da war.. Es ist nur logisch, dass das geschehen ist. Genauso wie später wieder rückgefärbt wurde....

Antworten Antworten Gast: Tzt
09.09.2011 12:06
0 0

Re: Re: Karrieresprung für Schüssel

Es ist traurig, dass man solche Umfärbelungen als logisch hinnimmt. Eigentlich soll bleiben wer gut in seinem Job war (und nicht Korrupt) bzw. eingesetzt werden, wer die Qualifikationen erfüllt.

So nebenbei war die ÖVP ja schon seit 1986 in der Regierung und auch nicht unbeteiligt daran welche Farbe 1999 jetzt wo gesessen ist...

Gast: eamonclever
06.09.2011 17:15
0 0

schüssel bleibt natürlich auch taktiker

er ist jetzt nicht mehr immun, jeder der will kann ihn klagen aber jeder der ihn mit pilzenschem eifer ans bein pinkelt, von dem wird er den wahrheitsbeweis fordern und klagen.
Insoferne ist das eine gute taktik gewesen als in plenum zu sitzen und die vorhersehbare kritik von orange, grün blau zu hören.

Gast: Börnholm
06.09.2011 16:39
0 0

Wenn massive Schuldenausweitung als wirtschaftspolitische Wahrhei

bezeichnet werden, dann steht die Welt nimmer lang ... siehe die Schuldenexplosion zwischen 2000 und 2006 auf staatsschulden.at

Pyrphoros
06.09.2011 16:13
0 12

herr nowak,

ein vorschlag für sie und die anderen övp-korruptionsfreunde - der steffl wird abgerissen, stattdessen stellen wir ein großes tschüssel-mascherl hin, wäre das nicht gut?

Kompliment an Herrn Nowak.


Sehr geehrter Herr Nowak,

Danke für diesen polemikfreien Artikel ! Eine wahre Wohltat, hier so etwas noch lesen zu können.

Dass das von gewissen Möchtegerns natürlich sofort wieder als "Beweihräucherung" (Gast lachmichschief) oder "Schönschreiben" (Gast g749+) bezeichnet wird darf nicht verwundern.

Diese Leute können auf Grund ihres niedrigen Horizontes bzw. ihrer mangelnden politischen Bildung eben noch nicht über den Tellerrand einer Juso-Jubelveranstaltung hinausblicken.

Es sei ihnen, mangels Lebenserfahrung, gewährt, so etwas fällt unter jugendliche Unwissenheit. Das wird sich noch ändern.

Antworten Gast: Steuerzahler2000
06.09.2011 16:40
0 7

gähn.


Gast: Delta
06.09.2011 16:03
10 0

Schmutzkübel

sind was Schönes. Vor allem für Leute die es selbst nicht besser machen können oder gar nicht wollen.

Übersehen wird dabei gerne, dass wir aktuell wohl die schwächste Politikergarde seit vielen Jahren haben und warum?

Weil man sich von jedem Idioten (Wähler) anschschütten lassen darf und dabei noch lächeln soll. Dies in Verbindung mit einer bescheidenen Entlohnung (Vergleiche mit der Privatwirtschaft) wird dafür sorgen, dass wir die Politiker bekommen die wir verdienen und dass sich die, die wir bräuchten immer weniger bereitfinden werden sich in unseren Dienst zu stellen.

In diesem Sinne bedaure ich den Rückzug von Wolfgang Schüssel - es entsteht ein Verlust, der über seine Person hinausgeht.

"Eine neuerliche schwarz-blaue Regierung muss um jeden Preis verhindert werden, nie wieder dürfen die Sozialdemokraten in dem Land auf der Oppositionsbank Platz nehmen müssen, ist das einzige Ziel der SPÖ."

Hm. So gut es der Republik tat, dass die SPÖ einmal Regierungspause hatte, so gut würde es der Republik tun, wenn die ÖVP auch einmal aussetzen würde.

Da gibt es noch einige Baustellen in bisher strikt von den Schwarzen geschützten Bereichen, wo man aufräumen müsste: Beamte, Kammern (Ärzte, Apotheker, etc.), Bauern.

Antworten Gast: gast2015
06.09.2011 16:06
3 0

Re: "Eine neuerliche schwarz-blaue Regierung muss um jeden Preis verhindert werden, nie wieder dürfen die Sozialdemokraten in dem Land auf der Oppositionsbank Platz nehmen müssen, ist das einzige Ziel der SPÖ."

Eine große Koalition ist demokratiepolitisch unhygienisch
(E. Stoiber).

Re: Re: "Eine neuerliche schwarz-blaue Regierung muss um jeden Preis verhindert werden, nie wieder dürfen die Sozialdemokraten in dem Land auf der Oppositionsbank Platz nehmen müssen, ist das einzige Ziel der SPÖ."

Das sowieso.

Gast: lachmichschief
06.09.2011 15:14
1 5

Köstliche Beweihräucherung

Dass sich dieser ehrgeizige und eitle Herr als Drittplacierter selbst zum König krönte, mithilfe dubioser Gestalten, die er letztenendes eben nicht in den Griff bekam... ja, das passt eben nicht so gut zu einem Nachruf in diesem Blatt.

Antworten Gast: Delta
06.09.2011 15:52
6 0

Re: Köstliche Beweihräucherung

und warum - weil die ROTEN GEWERKSCHAFTER den Regierungspakt nicht unterschreiben wollten!

 
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