23.05.2013 11:45 Merkliste 0

Neulich, auf der Titanic

VON FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Europa feiert den Schuldennachlass für Griechenland als dauerhafte Lösung der Eurokrise. Dabei wurde die zentrale Ursache der Misere ein weiteres Mal verdrängt.

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Wer weder Zeit noch Lust hat, die in der Nacht auf Donnerstag ausgehandelten Beschlüsse der Euroländer ausgiebig zu studieren, aber dennoch wissen will, wie das Ergebnis denn nun einzuschätzen ist, dem ist vermutlich mit folgendem Satz geholfen: Ziel ist, dass Griechenland seine Schulden bis zum Jahr 2020 auf 120 Prozent seiner jährlichen Wirtschaftsleistung drückt. Nachdem also Europas Banken auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichtet haben, wird sich Athen bemühen, die Schulden auf das Doppelte (!) jenes Wertes zu reduzieren, der im Stabilitätspakt festgeschrieben ist. Dabei handelt es sich um ein „Best case“-Szenario, was die Regierung in Athen daraus macht, ist allein ihre Sache.

Nichtsdestoweniger zeigt sich das Gros der Beobachter vorsichtig begeistert. Selbst Euroskeptiker sehen Europa der Rettung seiner Währung ein großes Stück näher. Dabei wurde nur Zeit geschunden. Zumindest ein paar Tage, vielleicht auch ein paar Wochen. Es ist ungefähr so, als hätte der erste Offizier dem Kapitän der Titanic gerade ins Ohr geflüstert, dass der anvisierte Eisberg im Mondschein möglicherweise einen Zentimeter geschmolzen sein könnte. So weiß heute keiner der Gipfelteilnehmer, wie Griechenland die Zinsen für eine Staatsverschuldung von 120 Prozent des BIPs ohne Hilfe von außen finanzieren soll. Das Land dürfte bald wieder auf der Matte stehen, selbst wenn es dieses Mal seine Versprechen erfüllen sollte.

Ebenso rätselhaft ist, wie eine Rettung gelingen soll, wenn einige der Hilfskräfte selbst dringender Versorgung bedürfen. Allen voran Italien, das am Rande einer wirtschaftlichen Katastrophe taumelt, während Frankreich wegen eskalierender Budgetdefizite vor dem Rauswurf aus dem Kreis der besten Schuldner steht. Verlöre Paris die höchste Kreditwürdigkeit, müsste Berlin weitere Haftungen übernehmen, was die Deutschen politisch und ökonomisch an ihre Grenzen führte. Oder darüber hinaus. Die Rettung des Euro wird die von Gipfeltreffen und gebrochenen Versprechungen müden Europäer also noch eine Weile begleiten. Dabei mehren sich die Anzeichen, dass Europa das Kernproblem noch immer verdrängt. Es heißt nicht Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien. Es nennt sich „verantwortungslose Schuldenmacherei“. Wer dem entgegenhalten sollte, dass noch kein Land mit Sparen reich geworden sei, muss sich die Gegenfrage gefallen lassen, welcher Staat es denn zu nachhaltigem Wohlstand gebracht hat, indem er auf Pump konsumierte? Antwort: Keiner.

Die nun tobende Staatsschuldenkrise hat auch nur am Rande mit teuren Kapitalspritzen für angeschlagene Banken zu tun. Sie ist das Resultat der jahrzehntelang gelebten Illusion, dass Staaten Konjunktur „machen“ können, indem sie Geld unters Volk streuen, um den privaten Konsum zu stimulieren, wodurch Arbeitsplätze entstünden, die wiederum für mehr Konsum sorgten, womit wieder mehr Arbeitskräfte nachgefragt würden – und so weiter und so fort. Genau deshalb ist Griechenland dort gelandet, wo es heute steht. Vergleichsweise gespenstisch ist die Tatsache, dass ein Großteil der politischen Führung Europas meint, die drängenden Geldnöte mit dem Anwerfen der Notenpresse (auch „Hebeln“ genannt) aus der Welt zu schaffen. Dieser Weg sieht angenehm aus, endete aber noch immer in einer breiten Wohlstandsvernichtung.

Die Alternative dazu wäre die Klärung der Frage, wie Europa heute eine Währungsunion organisieren würde. Eine der Lehren aus den vergangenen zehn Jahren wäre wohl jene, den Versprechen der Mitgliedsländer auf Budgetdisziplin keinesfalls zu trauen. Diesem Misstrauen ist nur auf zwei Arten zu begegnen: Entweder treten alle Mitgliedsländer ihre fiskalpolitische Souveränität via Volksabstimmung an eine übergeordnete Instanz ab, die somit vollen Durchgriff auf die nationalen Budgets hat. Was doppelt heikel ist: Erstens geht das vielen Staaten zu weit, weil zweitens der übergeordnete Finanzminister ja auch Grieche, Portugiese oder Italiener sein könnte.
Oder die neue Gemeinschaftswährung wäre nur für gleich gesinnte Länder offen, die ökonomisch auf Augenhöhe sind und ihre Währung an die deutsche koppeln. Diese „Hartwährungszone“ wäre kleiner, weniger mächtig, aber überlebensfähig.

Die nachträgliche Umsetzung von Variante eins gilt als illusorisch, Variante zwei als unerwünscht, weil sie den Mittelmeerländern versperrt bliebe. Zudem käme eine nachträgliche Umgründung „zu teuer“, wie es heißt. Zu blöd. Denn eine der beiden wird es werden müssen: In der Nacht auf Donnerstag wurde zwar die Fahrt auf den Eisberg ein wenig gebremst – der Kurs ist aber noch immer derselbe.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.10.2011)

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102 Kommentare
Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: biserl
28.10.2011 20:30
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Re: Lieber Oberst!

Um es noch expliziter an Beispielen wieso man Fremdwährungsrisiken nicht im allgemeinen nicht absichern kann.

1.) Sie verkaufen DingsBums für 5€ pro Stück in die USA. Das macht zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses $6/Dingsbums. Dieser Vertrag ist ohne Probleme absicherbar, alles Heile Welt. Nächsten Monat will der Kunde noch einmal Dingsbums kaufen, der Kurs hat sich aber verschoben, jetzt würde das Stück $7 kosten. Entweder der Kunde reicht das an seine Kunden weiter, oder er sucht sich eine andere Quelle für Dingsbums. Oder sie machen einen Verlust und verkaufen ein Dingsbums um 4€. Alle diese Varianten sind uncool. (Siehe BMW Werke)

2.) Sie dingsbumsen (sprich Dienstleistung) etwas für einen Kunden in England. Sie vereinbaren einen Stundensatz von GBP40 was umgerechnet zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses EUR50 ist. Dumm ist halt das nach 12 Monaten ihr Stundensatz auf EUR40 gesunken ist, obwohl sie bereits GBP45 verdienen.

3.) Sie verkaufen Dingsbums wie im Fall 1.) Aber statt einer Überweisung am Tag X erhalten sie am Tag X eine Mängelliste. Dumm ist halt das ihre Währungsversicherung nur bis Tag X geht, d.h. sie haben etwas Risiko, und potentiell neue Kosten für ein neues Versicherungsgeschäft, und keine Ahnung wann genau der Kunde die Ware abnimmt.

4.) Und da so ein Derivat Geld kostet, bedeutet das natürlich auch, daß Angebote nicht abgesichert sind, sie tragen das Risiko vom Tag des Angebots bis der Kunde die Bestellung abschickt, ....

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: biserl
28.10.2011 20:10
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Re: Lieber Oberst!

1.) Natürlich kann eine Buchhaltung mit Fremdwährungen umgehen, ich würde mal erwarten das jeder HAK Absolvent weiß wo er die entsprechenden Konten im Kontorahmen findet. Die Verbuchung der Geschäfte ist nicht das Problem.

2.) Das betriebswirtschaftliche Risiko hingegen, ist im allgemeinen nicht abfangbar. In speziellen Situationen, Branchen kann man das Risiko verschieben/versichern.

a) bei Einmalgeschäften, kann man einen Deal mit dem Teufel (wenn man linken Populisten glauben will, weil das Instrument des Termingeschäfts ist was primär auch für Währungs-"wetten" von Spekulanten missbraucht wird) abschliessen, und gegen ein prozentualen Aufschlag sich versichern.

b) Alternativ kann man das Geschäft in Euro abwickeln, das funktioniert aber im allgemeinen nur wenn man Weltmarktführer ist, oder alleiniger Anbieter des Produkts/der Dienstleistung. Ansonsten wird der Kunde oft lieber sogar mehr zahlen um kein Währungsrisiko einzugehen.

c) Man verlegt die Produktion ins Zielland (wieso haben Mercedes/BMW die Produktion in die USA und nicht nach Vietnam verlegt? Wegen des Währungsrisikos und nicht wegen der Produktionskosten)

3.) Insbesondere kann man aber bei Termingeschäften auch Verluste machen, und man kann keine laufenden Geschäfte damit absichern.

15 0

Die kommende Diktatur

Die Demokratien von Deutschland, Niederlanden und Österreich werden gerade von denen verraten, die gewählt wurden, um sie zu schützen und zu verteidigen zum Wohle des jeweiligen Volkes.

Wir leben inzwischen in Ländern ohne Rechtsstaatlichkeit, da die Regeln des Lissabonner Vertrages einfach ignoriert, bzw. über juristische und Winkelzüge ausgehebelt, werden (abgesehen davon, dass dieser Vertrag unrechtmäßig ist, da die Völker ihre Zustimmung nicht geben durften)

Ganz offensichtlich wird jetzt über eine willkürlich herbeigeführte Krise (und was sollte es wohl sonst sein, wenn man sich die „Entscheidungen“ der letzten Jahre ansieht) versucht, einen Superstaat, unter Ausschaltung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker, zu errichten.

Wir und unsere Kinder werden diesen Wahsinn, leider nicht nur mit unserem Geld büßen müssen.

Antworten Gast: Demokratius
28.10.2011 17:43
1 0

Die kommende Diktatur - oder Revolution?

http://www.youtube.com/watch?v=rPMFMxuhHAM&feature=player_embedded

Regierungen sollen offensichtlich in den Augen des Volks entmündigt und vom "Superstaat" gestützt dastehen. Führungslos wird das Volk seine Sklavendienste williger verrichten.

Die einzige Wahl für das Volk wird sein zwischen Sklavendienst oder Revolution.

Island hat einen Weg gezeigt.

@variante 1 "Erstens geht das vielen Staaten zu weit, weil zweitens der übergeordnete Finanzminister ja auch Grieche, Portugiese oder Italiener sein könnte."

der finanzminister, der vielfältige möglichkeiten hat, das budget der österreichischen bundesländer zu beeinflussen, kann auch ein wiener, kärntner oder vorarlberger sein!
der landesfinanzreferent, der ein weitgehendes durchgriffsrecht auf gemeindefinanzen hat, kann auch aus einer anderen gemeinde kommen.

dieses schielen auf die nationalität von für "das ganze" zuständigen ist unglaublich vorgestrig, dass es jeder beschreibung spottet!
da dürfte ja in keiner privatfirma ein manager mit nicht-ö-pass tätig sein. unglaublich, solch einen provinzialismus von einem wirtschaftsredakteur lesen zu müssen.

die einzige Lösung, welche für den "Rest" Europas eine Chance geboten hätte wäre, jene Staaten, welche niemals dem Euro hätten betreten dürfen, spät aber doch zu entfernen. ODER GLAUBT JEMAND WIRKLICH; DASS SICH IN GR ODER I ETWAS ÄNDERT!!!???


Berichterstattung

Verzweifeln möchte man, wenn man die Berichterstattung im ORF verfolgt hat. Speziell im Wirtschaftsmagazin €co, wo man den Haircut von einer Friseuse erklären lässt....einfach nur erbärmlich.
Wenn man das damit vergleicht, was das deutsche Fernsehen dagegen angeboten hat (Monitor, Maybrit Illner, Kerner), dann möchte man am liebsten ORF sofort kündigen.

Re: Berichterstattung

Wenn man im ORF den DAX und die Börse erkären müsste, würde wahrscheinlich einer mit einem echten Dachs unterm Arm daherkommen mit einer kleinen Geldbörse in der Hand.

Gast: b754
28.10.2011 09:48
0 15

und wieder einmal

haben die dummen politiker nicch auf schellhorn gehört er weiß wies geht er und seine neoliberalen wollen die welt retten und dürfen nicht

Gast: C. Eastwood
28.10.2011 09:48
8 0

Eisberg, wir kommen

"Es ist ungefähr so, als hätte der erste Offizier dem Kapitän der Titanic gerade ins Ohr geflüstert, dass der anvisierte Eisberg im Mondschein möglicherweise einen Zentimeter geschmolzen sein könnte."

You made my day :D

Komisch, diese Staatsschuldenkrise.

Immer wieder diese Krisen. Jedenfalls begann alles mit dem Lehmann-Zusammenbruch. Damals war es eine Krise der Banken die wertlose Wertpapiere unter die Leute gebracht haben.
Daraufhin wurden die Regeln für die Bewertung von Emittenten verschärft. Die Rating-Institute die die Lehrmann-Krise mitverursacht hatten wurden zu Aufsehern über die Zahlungsfähigkeit gemacht.
Da nach der Finanzkrise alle Systembanken pleite waren mussten sie gerettet werden. Das verursachte die Kreditklemme die klamme Staaten in die Verlegenheit brachte! Denn bis dahin hat sich ja niemand um die Höhe der Schulden von Staaten Gedanken gemacht, solange die Annuitäten bedient wurden.
Konjunkturbelebende Maßnahmen sind nicht der Urgrund des Problems.
Eher die mangelnde Aufsicht über Emittenten. Private und staatliche!
Strörend ist auf jeden Fall daß jetzt die Banken gerettet sind und die Staaten dafür pleite.
Letztlich zahlen die Bürger doppelt: Für die Luftgeschäfte der Investmentbanken und für deren Rettung. Und jetzt werden die Bürger auch noch bestraft für ihre Aushilfen!

Übrigens, wegen der Inflation, da würde ich mir keine Sorgen machen. Wir haben grade Deflation! Die ist viel gefährlicher!

Re: Komisch, diese Staatsschuldenkrise.

"Da nach der Finanzkrise alle Systembanken pleite waren ...."

Kleine Korrektur, dass betraf hauptsächlich die politisch besetzten Landesbanken (bestes Beispiel HRE in Bayern), deren politsich eingesetzten Chefs zum größten Teil gar nicht verstanden, mit welchen Papierchen und Risken sie es hier den Profis nachmachen wollten.

sehr eingenwillige Sicht

Wollen sie damit andeuten, Lehman wäre für das griechische Staatsdefizit z.B. verantwortlich?

Die gebündelten Wertpapiere damals, wenn man sie überhaupt so nennen kann, wurden übrigens dadurch wertlos, weil viele Menschen sich übernommen und einen Kredit für ihr Haus aufgenommen hatten, den sie mangels eigener Wertschöpfung nicht mehr bedienen konnten. Egal aus welchen Gründen, im Grunde ident mit dem Problem von Staaten, die auch nichts anderes machen, dort baut man sich halt kein Haus, das man sich nicht leisten kann, sondern gibt es aus für soziale Dienste und Konjunkturprogramme und und und, die man sich nicht leisten kann.
Lehman im übertragenen Sinne ist also nicht Ursache, sondern war nur Wirkung.

Die Bürger werden nicht bestraft, wie sie schreiben, sondern sollen jetzt endlich dafür bezahlen, was sie in der Vergangenheit auf Pump konsumiert haben. Das ist ein großer Unterschied, es ist ja auch nicht so, dass sie in einem Restaurant speisen können, und wenn es ans Bezahlen geht beklagen sie sich über diese ungerechte "Bestrafung".

Antworten Antworten Gast: biserl
28.10.2011 20:46
0 0

Re: sehr eingenwillige Sicht

Nein, aber wieso interessiert uns eigentliche die Pleite in Griechenland?

Weil Staatsanleihen als etwas (mündel)sicheres verkauft wurden.

Wenn aber plötzlich ein EU Land (also klar "1. Welt") Pleite macht, dann könnten die Geldgeber auch die anderen Schulden-mach-experten (Dazu zählen auch die USA, Kalifornien und die meisten anderen Bundesstaaten, Deutschland, Österreich, Frankreich, etc.) unter die Lupe nehmen.

Um es mal brutal zu sagen, wenn es mehr als einen MADOFF gebe, und MADOFF A gerät unter Finanzierungsdruck dann ist es im Interesse von MADOFF B bis MADOFF Z dem armen MADOFF A Geld zu borgen oder gar zu schenken, nur das keiner zu genau ihren Betrieb unter die Lupe nimmt.

Anders formuliert, wieso interessiert sich ein Obama für Griechenlands Probleme? Weil er keineswegs einen Kontrolleur im Weissen Haus brauchen kann der kontrolliert ob der Marmor echt ist oder aus Pappe nachgemacht.

In gewisser Weise sind die Staaten selber schuld, weil 2008/2009 haben alle Politiker die Ratingagenturen angestänkert das sie ihren Job nicht gemacht haben. Nun, jetzt machen sie ihren Job, nur dummerweise auch bei staatlichen Papieren.

Apropos, hätte Griechenland noch immer eine eigene Drachme, wäre das Problem grundsätzlich das selbe (es ist KEIN Europroblem). Griechenland hätte ein bisserl mehr Luft (durch Währungskursmanipulation), und es wäre vielleicht minimal weniger offensichtlich das auch die anderen EU Staaten dasselbe Problem haben, aber das ist alles nur graduell.

Re: Komisch, diese Staatsschuldenkrise.

"Übrigens, wegen der Inflation, da würde ich mir keine Sorgen machen. Wir haben grade Deflation! Die ist viel gefährlicher!"

Sind sie Japaner?

Re: Re: Komisch, diese Staatsschuldenkrise.

Nein!

Schellhorn schreibt, wie es in Wahrheit um die EU steht. Die Aussicht, dass die EU-Politiker danach handeln, ist aber sehr gering!

Der Intelligenteste unter den EU-Bonzen ist vielleicht Jean-Claude Juncker. Er sagt: "Man muss lügen, lügen, lügen!"

Dann gibt es da noch einige sehr erfolgreiche Politiker, die genau wissen, was man sagen muss, damit das Volk zufrieden ist. Die haben sowieso noch keine Minute für die überflüssige Überlegung verschwendet, ob das, was sie sagen, wahr ist oder nicht.

Auch kennen wir eine Pastorentochter, der man als Kind wohl gesagt hat, dass man in die Hölle kommt, wenn man lügt. Der ist deutlich anzumerken, wie wenig wohl sie sich beim Lügen fühlt!

Die große Masse der EU-Bonzen, die nicht nur in der Kommission, sondern auch im EU-Parlament sitzen, versteht aber überhaupt gar nichts und gehört selbst zu den Belogenen. Sie glauben, dass an dem Schmarren, den sie nachplappern sollen, schon etwas dran sein wird.

Von diesem Haufen ist nicht zu erwarten, dass er den richtigen Weg aus der Schuldenkrise finden wird. Die EU-Politiker werden sich für keine der von Schellhorn genannten Alternativen entscheiden, sondern weiterhin so tun, als ob "Rettungsschirme", die mit zusätzlichen Staatsschulden finanziert werden müssen und damit die Krise nur noch verstärken, ein Ausweg wären!

Es wird daher damit enden, was Schellhorn (noch beschönigend) eine "breite Wohlstandsvernichtung" nennt!

Antworten Gast: biserl
28.10.2011 20:57
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Re: Schellhorn schreibt, wie es in Wahrheit um die EU steht. Die Aussicht, dass die EU-Politiker danach handeln, ist aber sehr gering!

Und in wie weit ist Herr Failmann kompetenter?

Apropos, wie haben wir den unser innerösterreichisches Griechenland (gemeinhin als Kärnten bekannt), wo die Politiker (und es war nicht nur unser Freund Jörg, rote/schwarze Politiker haben die Machenschaften mitgetragen ohne einen Mucks zu machen) Geschenke ans Wahlvolk auf Pump vergeben haben? Und bevor jemand schreit, ja Kärnten kann keine ASVG Pensionen ab 55 einführen, aber die Landesbeamten geniessen noch immer viel bessere Regelungen als Bundesbeamte. (Gilt vermutlich auch für W, Sbg, B und T)

Schaut das nicht verdammt griechisch aus?

Also bevor ich mich über EU Politiker aufrege (die gerade im Parlament immer wieder überraschend sinnvolle/gute Entscheidungen getroffen haben, vermutlich zuwenige Lobbyisten, da das Parlament Jahrzehnte nichts zu sagen hatte), wäre es mir lieber mal vor der eigenen Tür zu kehren. Wer glaubt das die EU Bürokratie korrupter ist als eine Stadtverwaltung die praktisch durchgehend seit dem 2. Weltkrieg mit absoluter Mehrheit regiert hat, wie gesagt, ich hab da noch das Sonderangebot für Leichtgläubige, "Grundstück auf der Rückseite des Mondes umständehalber abzugeben".


Re: Re: Schellhorn schreibt, wie es in Wahrheit um die EU steht. Die Aussicht, dass die EU-Politiker danach handeln, ist aber sehr gering!

Dass es auch anderswo Missstände gibt, ist aber keine Erklärung oder gar Entschuldigung für die Missstände in der EU, die uns noch alle um unseren Wohlstand bringen werden!

Im übrigen haben Sie recht: "sinnvolle/gute Entscheidungen" im EU-Parlament sind wirklich "überraschend"!

Eine logische Zusammenfassung.

Und im Prinzip wird ziemlich genau die "ungelöste" Situation geschildert, welche bereits am Anfang der Krise vorhanden war. Nur wars damals noch etwas billiger.

Sachlich natürlich richtig,

aber den Eindruck, dass irgendwer feiert, hatte ich bei Gott nicht. Im Gegenteil, unsere Staatenlenker strahlen alle eine gewisse Resignation aus. Sie mögen politisch und ökonomisch unbegabt sein, aber blöd sind sie nicht.

Jetzt sollten wirs wissen:

Staatsschulden gefährden die wirtschaftliche Existenz eines Landes.
Trotzdem fährt diese Regierung in 2 Hochkonjunkturjahren (2009 und 2010) ein Bombendefizit ein. Das Sparen und das ausgeglichene Budget wird in die nächste Legislaturperiode verlegt und damit der nächsten Regierung (Berlusconi geißeln wir gerade dafür).
Lug und Trug - wie alles was derzeit von der Politik kommt.

Re: Jetzt sollten wirs wissen:

"Trotzdem fährt diese Regierung in 2 Hochkonjunkturjahren (2009 und 2010) ein Bombendefizit ein."

2008 war aber der schwerste wirtschaftliche einbruch seit wk2. dessen auswirkungen (zb höhere arbeitslosigkeit, geringeres steueraufkommen, diverse finanzhilfen) waren -no na net- auch in den folgejahren noch bemerkbar.

seien wir lieber froh, dass diese krise sich 'nur' in form von defiziten darstellte.
ein festhalten an "sparen und ausgeglichenem budget" hätte einen wirtschaftlichen niedergang und dadurch noch höhere defizite mit sich gebracht!

ps.: erinnern sie sich noch an die revidierte prognose der wirtschaftsforscher für nächstes jahr? statt mehrprozentigem wachstum wird es bei knapp über null liegen. grund dafür: die sparanstrengungen bei wichtigen handelspartnern österreichs. und jetzt rechnen sie diesen konjunktureinbruch hoch auf ein europaweites "sparen auf teufel komm raus!" und rechnen sie sich die auswirkungen auf ihre geldbörse aus...

betriebswirtschaftliche lösungsansätze haben keine relevanz, wenn es um volkswirtschaften geht!

Antworten Antworten Gast: biserl
28.10.2011 21:07
0 0

Re: Re: Jetzt sollten wirs wissen:

Nun ja, aber wenn die Herren mit den Geldbörsen kein Geld mehr hergeben wollen, dann kann nicht mehr "volkswirtschaften", dann muss man "betriebswirtschaften".

Griechenland ist wie das Kind das schreit das der Kaiser nackt ist, während alle behaupten das es ganz erlesene Kleider sind. Und nachdem einer geschrien "aber der ist ja nackt", kann man die Zeit praktisch nicht zurückdrehen.

Die Politiker (insbesondere in Europa und den USA, aber eigentlich weltweit) kämpfen krampfhaft darum, daß es nicht zu der Situation kommt wo Staatsanleihen aller Staaten objektiv auf ihre Sicherheit bewertet werden.

Und so sehr jemand Volkswirt ist, bei den Staatspapieren treffen sich leider VW und BWL. Und wer schon mal versucht einen zukünftigen Kredit als Sicherheit bei der Bank für einen heutigen Kredit zu verwenden, der weiß das funktioniert nur, wenn der Sachbearbeiter sehr sehr stark abgelenkt ist, wenn überhaupt. Deutschland und Österreich sind bereits heute ohne Neuverschuldung weder in der Lage ein Budget aufzustellen noch irgendwie real die Zinsen für die bereits bestehenden Schulden zu zahlen.

Also kann man nur zu Mitteln die unter staatlicher Kontrolle stehen (oder unter staatliche Kontrolle gebracht werden können) greifen, d.h. Steuern (Steuern im Ausland eintreiben ist schwer, also triffts nur die lokale Bevölkerung), Leistungskürzungen (wieder die lokale Bevölkerung) oder man wirft die Geldpresse an (und wieder primär die lokale Bevölkerung).


Antworten Gast: Müllers Büro
28.10.2011 10:17
0 7

Re: Jetzt sollten wirs wissen:

Hochkonjunktur 2009 und 2010?
In welchem Land haben Sie gelebt?
Wissen Sie überhaupt was das bedeutet?

Ist Ihnen die Argumentation der Gewerkschaften ...

... bei der letzten Erhöhung der Metallerlöhne (4,2%) entgangen?

Als Unternehmer ...

.... verstehe ich einfach nicht, warum es nicht möglich sein soll, 3% der Kosten zu sparen.
Jeder multinationale Konzern in vielfacher Größe der Republik schaftt im Krisenfall innerhalb einiger Wochen 15.
Daher entsteht bei mir der Eindruck, dass das gewollt ist und absichtlich herbeigeführt wird, was ich nicht glaube.
Ich denke, dass das schlicht Unfähigkeit ist.
Dadurch wird aber die Situation dramatisch: Denn wenn das stimmt, wird das Einkommen der Fähigen (der wirtschaftenden Menschen) von den Unfähigen enteignet und ausgegeben.
Eine erschreckende Situation, so in den Wirtschaftswissenschaften wohl nicht definiert, aber eine gute Erklärung für die immer wiederkehrenden Haushaltskrisen der Staaten.
Die logische, auf der Hand liegende, Lösung lautet:
"Kürzung der Gelder an die öffentliche Hand".
Doch das Gegenteil geschieht ....

Re: Als Unternehmer ...

Ich würde meinen der größte Unterschied ist folgender:

Ein, z.B. handelrechtlicher Geschäftsführer, haftet persönlich für "Fehlentscheidungen". Ein Politiker haftet nicht, vor allem nicht persönlich, und kann sich sich im Fall der Fälle üblicherweise sogar eines gut bezahlten "Ausgedingeposten" bei dem Staat nahestehenden Firmen bzw. Institutionen, sicher sein.

Re: Als Unternehmer ...

seien sie froh, dass sie bloss unternehmer sind.
auswirkungen ihres handelns auf alles ausserhalb ihres unternehmens müssen sie in dieser position ja nicht beachten.

eine volkswirtschaft zu steuern ist um vieles komplizierter.

Als Oberst ...

... ist mir klar, dass Sie den öffentlichen Dienst verteidigen müssen.
Nur ein Beispiel:
Man hatte im Fonds, der für die Entgeltfortzahlung zuständig war, Überschüsse. Anstatt diese Überschüsse zurückzulegen (oder - Gott bewahre - die Einzahlungen zu kürzen), wurde eine Berufsfortbildung ins Leben gerufen.
Als die Insolvenzen stiegen, kam der Fonds ins Minus und ist heute hoch verschuldet.
Wäre nicht notwendig gewesen.
Oder die Zahlungen zum ORF - wenn sich der Staat das nicht leisten kann?
Die Presseförderung - wenn sich der Staat das nicht leisten kann?
Die überbordende Parteifinanzierung mit den sogenannten Bildungsinstituten (die in Wahrheit Propagandainstitute sind)?
Die Frühpension für Eisenbahner?
Das unterschiedliche Pensionsantrittsalter für Frauen und Männer?
Die privaten Sekretäre der Minister (obwohl sie Top-Beamte haben, die über EUR 9.000,00/mtl verdienen - werden wohl gut genug sein)?
Semmeringtunnel, Packtunnel sind z.B. Investitionen, die durchaus nur in sehr guten Zeiten gebaut werden sollten.
Wir sind wahrscheinlich schon in den Milliarden ohne dass der Staat irgendeine Pflicht durch Streichung dieser Gelder verletzt hätte.

Re: Als Oberst ...

genau das meinte ich mit dem unterschied zwischen betriebswirtschaft und staatsbudget!

JEDE der von ihnen vorgeschlagenen maßnahmen zieht einen rattenschwanz von politischen, wirtschaftlichen und sozialen folgen nach sich. jede.

wenn sparen für den staat so einfach wäre, wie sich das manche hier beim niederschreiben ihrer sparvorschläge vorstellen, dann würde das doch schon längst gemacht. alles andere sind verschwörungstheorien!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: biserl
30.10.2011 08:44
0 0

Re: Re: Als Oberst ...

Das Problem ist nicht ob das Sparen einfach oder nicht ist, das Problem ist das die klassische Finanzierungsquelle, Staatsanleihen momentan knapp vor dem Erliegen ist. Da Staatsanleihen auf einem privatwirtschaftlichen Markt verkauft werden, gelten im Prinzip BWL Regeln: Und jetzt stellen sie sich ein Unternehmen vor, daß nicht mal in guten Jahren Gewinn schreibt, das einen Kredit will, und gleich dazu einen Geschäftsplan vorlegt, der keinen Gewinn jemals vorsieht, und den Plan, die Rückzahlung auf Basis neuer Kredite vorzunehmen.

Der einzige Lichtblick hier ist, daß Staaten auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten haben, aber jede dieser Varianten hat eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen, was nutzen 2000€ Notstandshilfe wenn man dafür 10 Semmeln und 1l Milch kriegt, und sonst nix?

Re: Re: Als Oberst ...

Wenn der Tischlermeister im kleinen Dorf einen Gesellen wegen schlechter Wirtschaftslage keine Überstunden leisten lassen kann, ihm am Ende sogar kündigen muß, hat das sehr wohl auch soziale und wirtschaftliche Folgen. Der Unterschied ist: Der Tischlermeister muß sich nicht vor Wahlen "fürchten", wenn die Lage sich verbessert werden wieder Überstunden anfallen und der Geselle besser verdienen, bzw wieder eingestellt werden.

Das Problem sind die "feigen" (oder blinden) Tischlermeister, die mit "Augen zu und durch" weitermachen wollen wie immer und die Werkstatt in den Ruin führen. Das hat weitreichendere soziale und wirtschaftliche Folgen, Überstunden oder Wiedereinstellungen sind dann nicht mehr möglich.
Das ist im Kleinen nicht anders als im Großen- ohne WEITBLICK und MUT des Kapitäns wird jedes Schiff im Sturm kentern auch wenn es schon 1000 Jahre auf ruhiger See dahingeschippert ist...

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Re: Als Unternehmer ...

"... verstehe ich einfach nicht, warum es nicht möglich sein soll, 3% der Kosten zu sparen."

Das kann ich Ihnen ziemlich genau erklären:

Weil das sofort als KAPUTTSPAREN diffamiert wird und der Wähler glaubts und wählt diejenigen, die nicht "kaputtsparen" werden und das Geld weiterhin verteilen!

Ist noch nicht einmal 3 Jahre her!

Antworten Gast: heli 1
28.10.2011 09:27
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Bilanz- die Mogelpackung...

Sie unterliegen einem Irrtum!! Das Defizit ist bei ehrlicher Rechnung immer mind.15% ( Einnahmen €.62 Md. Ausgaben ca. 71Md.) Es wird nur aus „kosmetischen“ Gründen im Verhältnis zu BIP gestellt. Also mussten Sie mindest. 15 % Einsparen um ausgeglichen abzuschließen ! Wie Sie sehen mit Statistik kann man vieles Schönfärben...

Re: Als Unternehmer ...

Der Vergleich eines Unternehmens mit dem Staat hinkt.
Der Unternehmer (oder auch die Privatperson) hat da wesentlich mehr Spielraum.

Fast jede Kostenreduktion des Staates trifft irgendwen, der dann lautstark auf irgendwelche vermeintlichen wohlerworbenen Rechte pocht.
Davor fürchten sich die Regierungen ungemein.
Zusätzlich sind die meisten beamteten Betonköpfe auch nicht flexibel genug, irgendwo (sinnvoll!) einzusparen.

Ist aber egal!
Bald ist es soweit, dass dieses System komplett am Ende ist.

6 1

Re: Als Unternehmer ...

Ein Unternehmer muss auch keine Wahlen gewinnen!

Österreich ist anders, Europa droht auseinander zu fallen und bei uns wird für. 5 % mehr Lohn sogleich gestreikt!

Die Regierung kann / will ihre geschützten Bereiche nicht von heute auf morgen vor den Kopf stoßen aber über kurz oder lang muss ein Umdenken kommen. In der Verwaltung, den staatsnahen Betrieben, bzgl. Pensionen, dem Gesundheitssystem etc.

Re: Re: Als Unternehmer ...

Warum nicht auch das Förderunwesen beschneiden? Ö. gibt 9 Milliarden € für Wirtschaftsförderung aus! Das ist so viel wie der gesamte Bundeszuschuß für die Pensionen!

Warum denn nicht ?

Na selbstverständlich!
Glaubt doch kein Mensch, dass Geld, das ein Politiker ausgibt (noch dazu bekommen wir gerade vorgeführt, was der von Wirtschaft versteht), besser investiert ist, als das, was derjenige ausgibt, der es erwirtschaftet hat.
Abschaffen! Jetzt!

Antworten Antworten Gast: Melkkuh
28.10.2011 08:43
1 7

Re: Re: Als Unternehmer ...

Schon seltsam, dass immer wieder auf den Lohnerhöhungen und den Streiks dazu herungehackt wird.
Dass es aber Gewinnaussüttungen in zehnfacher Höhe gab ist egal.
D.h. also, jene die die Gewinne erarbeitet haben, werden kritisiert, dass sie einen ohnehin recht kleinen Anteil am Erfolg für sich reklamieren. Die die ihr Geld haben arbeiten lassen, sind die Guten, obwohl sie 10mal mehr entnommen haben. Seltsame Einstellung!

Haircut nutzlos für Griechenland

Man erlässt Schulden, die ohnehin nie zurückgezahlt worden wären ...
Abgesehen davon, dass der Schuldenschnitt mit 50 % zu niedrig ausgefallen ist, (nach südamerikanischen Erfahrungen sind 60 % üblich), bringt diese Maßnahme für die griechische Wirtschaft keinen Wettbewerbsvorteil.

Dieser könnte nur durch einen Austritt aus der Eurozone realisiert werden. Entweder müsste Griechenland zur alten Währung zurückkehren und danach abwerten oder man führt einen "weicheren" Zweiteuro ein, der auch für andere schwache Volkswirtschaften gelten sollte.

Man erlässt Schulden, die ohnehin nie zurückgezahlt worden wären ...

... und garantiert den Banken für den Rest das Kapital und die Zinsen.
Genau betrachtet, ist der "freiwillige Verzicht" der Banken auch nur ein Bankenrettungspaket und für diese ein Bombengeschäft.
Nur uns wirds als Beitrag der Banken verkauft.
Eine Lüge - wie halt alles in diesem Spiel.

Hat sich schon jemand von den Euro-Weisen

überlegt, ob und wie man die neuen Spielregeln des Schuldennachlasses für Griechenland oder des aufblasbaren Rettungsschirms missbrauchen kann ? Ich bin sicher, dass dies einige bereits studieren und bald mit dem Experiment beginnen werden. Wer die Eurozone vor Missbrauch schützen und absichern will, sollte auch darüber nachdenken oder liege ich falsch?!!

Insgesamt wohl (leider) eine realistische Einschätzung

der traurigen Lage.
Fraglich dabei ist allerdings, wie lange es der "Euro-Lobby" in den wichtigeren Staaten (Deutschland!) gelingt, durch Verbote zu verhindern, dass wirklich EU-kritische Parteien nennenswerten Einfluss bekommen.

Griechenland ist

und Bungabungalien wird sehr bald auf den Hund gekommen sein, weil sie von ihren politischen Klassen vergewaltigt worden sind.
Das ganze hat aber auch eine spirituelle Ebene...
Ob Sie`s GLAUBEN oder nicht.
http://666kb.com/i/by5fyl5q6a0pizl2v.jpg

Gast: Analyst 829
28.10.2011 00:34
9 1

Die Lösung wäre:

Die Lösung der Probleme wäre eine Bevölkerung in Europa zu vermehren, die leistungswillig, gebildet und schön ist, statt zuzusehen, wie immer mehr Staaten ihre Problemfälle in Europa abladen.

Um Pensionen zu sichern - und es geht längst um mehr als nur Pensionen, es geht überhaupt darum um den Lebensstandard in Europa halten zu können - braucht man kein Bevölkerungswachstum sondern Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Um Inflation bekämpfen zu können braucht man neue Substitutionsgüter für knappe Güter - die Engstelle für Wachstum ist immer Knappheit an gefragten Gütern. Diese Güter sind in der Wirtschaft eben leistungswillige Arbeitskräfte.

So lange aber in diversen Radiosendern wie z. B. Ö3 die Sprecher förmlich vor Freude auszucken, sobald das Wochenende näher rückt und damit eben viele keine Arbeit machen müssen, wird Arbeit abgewertet. Ein knappes wertvolles Gut abzuwerten ist aber wirtschaftlicher Selbstmord.

Bei Arbeit geht es bei Weitem nicht nur um monetäre Entlohnung, sondern vor allem um Anerkennung. Aber wenn sich die Radiosprecher quasi freuen, wenn weniger arbeiten, dann vermiest man den Arbeitskräften in Wahrheit ihre Tätigkeit. Sprüche wie Arbeit adelt, sind verpönt, aber in Wahrheit wichtige Motivatoren für Arbeitnehmer.

Die Radiosprecher sollten Anrufer nicht fragen, was sie am Wochenende machen werden, sondern was sie geleistet haben in der Woche und hohe Leistung loben.

Gute Arbeiter wandern nicht ein, sondern aus! DAS schwächt Europa!

Re: Die Lösung wäre:

Brilliant! Die Radiosprecher, allen voran dieser Kratky, sind schuld an der Krise!

Sparen oder Investieren?

Die Lösung ist ganz einfach ;-) Gleich weitermachen, wie bisher, nur ohne Korruption.

Dass das nicht in die Köpfe reingeht, dass Ausgaben ja nicht schlecht für die Wirtschaft sind, aber das Kernproblem nur die Blutegel sind, die sich vom Wirt Staat nähren.

Naja ...

... der schwarze Installateur, Elektriker ...
Brauchens a Rechnung?
Wir sind nicht so weit von den Griechen entfernt, wie wir glauben.
Letztlich muss auch die Frage erlaubt sein, ob das inzwischen nicht auch Notwehrakte gegen einen überbordenden Staat sind ...

Antworten Antworten Gast: biserl
30.10.2011 08:58
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Re: Naja ...

"der schwarze Installateuer" => die Frage ist in wie weit man das legalisieren kann, da bei "legalisierten" Preisen auch drastisch die Nachfrage sinkt.

Und seien wir mal ehrlich, bei der Art und Weise wie gerade die Baubranche Gewährleistungsansprüchen handhabt (alles ist bestens, unabhängig davon bei jedem Waschgang Wasser am Boden steht, oder einfach regelmässig ohne Grund die Sicherungen fliegen, oder die Fliesen bei Kälte springen, oder es beim Dach reinregnet oder das halbe Haus als Schimmelzuchtanstalt funktioniert.) Weil, was hat der Kunde ausser einem Wisch, und viel weniger Geld in der Tasche von einer Rechnung? Theoretisch Gewährleistung.

Also, wenn sie also jemanden 100€ geben, würden sie freiwillig >50% an die Mafia abführen, oder würden sie es vermeiden wollen?


es gibt darüber eigentlich schon lange nichts mehr zu sagen,

außer dass wir uns alle warm anziehen können.

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