25.05.2012 22:46 | Meine Presse Merkliste 0

Österreichs opportunistische Außenpolitik

von Rainer Nowak (Die Presse)

Die Unesco kümmert sich neuerdings nicht nur um den Schutz des Weltkulturerbes, sondern auch um Staatsgründungen. Da muss unser Außenminister natürlich sofort dabei sein.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Vergangene Woche machten unser erfahrener Außenminister und seine emsigen Diplomaten deutlich, was sie unter der viel gerühmten und unverzichtbaren Neutralität verstehen. Als es in der Unesco, einer Einrichtung, die sich vorrangig um den Schutz des touristisch wertvollen Weltkulturerbes kümmern sollte, um die Frage ging, ob nun Palästina als eigenes Mitglied aufzunehmen sei oder nicht, verhielt sich Österreich nicht, wie man es von einem neutralen Staat in einem so sensiblen Konflikt zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde hätte erwarten dürfen und müssen. Es enthielt sich nicht der Stimme.

Auch eine Ablehnung wäre denkbar gewesen, um der Welt klar zu signalisieren, dass man dem Staat Israel nicht in den Rücken falle: Deutschland handelte genau so. Die Verbundenheit zu einem Land, das von den Überlebenden des Holocaust gegründet wurde, wird so deutlich gemacht.

Aber vielleicht hat Österreich das aus Sicht der österreichischen Bundesregierung ja einfach nicht notwendig. Wobei Werner Faymann ausdrücklich ausgenommen werden muss: Es ist völlig unvorstellbar, dass sich der Bundeskanzler auch nur eine Sekunde mit dem Problem beschäftigt hat. Außenpolitik ist medial gefährlich, mühselig und weit weg.

Nein, es war Michael Spindelegger, der noch vor Kurzem eine neutrale Stimmenthaltung angedeutet hat und neuerdings gern seine „Glückssteine“ auf seinem Schreibtisch einem Info-Magazin präsentiert.

Doch dann muss sich etwas geändert haben im Weltbild des Michael S. Geht es ihm darum, Barack Obama und dessen vorsichtige Nahost-Politik in die Schranken zu weisen und ihm zu zeigen, wie effizient manche Europäer agieren können? Oder vermittelt Spindelegger gar zwischen den Parteien, und die symbolische Unesco-Anerkennung war eine schlaue, subtile Annäherung, um die Palästinenser mürbezumachen?

Nein. Der Mann ist österreichischer Außenminister. Da geht es um viel mehr: Am vergangenen Mittwoch konnte Österreich stolz verkünden, dass das Land mit 170 von 185 Stimmen in den Exekutivrat der Unesco gewählt wurde! In diesem elitären Zirkel sitzen nur 58 Nationen. Die Mitgliedschaft in diesem sicher unglaublich einflussreichen Klub hätte eigentlich auch die volle Anerkennung des palästinensischen Staates gerechtfertigt, der seinerseits Israel nicht anerkennt. Immerhin geht es um die internationale Kultur!

Das Außenamt und sein großer Vizekanzler haben auch einen wichtigen Unterstützer: Bundespräsident Heinz Fischer, Hüter der immerwährenden Neutralität, steht „voll und ganz“ zur Entscheidung. Zitat Fischer: „Jede dieser beiden Seiten soll existieren können, mit ihren Rechten und Pflichten.“

So einfach ist die Weltpolitik, wenn man den Überblick und kühlen Kopf bewahrt. Kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, auch die Befriedung des Konflikts zwischen Nord- und Südkorea durch Ratschläge und Empfehlungen aus Österreich dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Vielleicht wollte Spindelegger aber auch auf die wahre Größe Österreichs hinweisen. Wenn wir uns der Mehrheit innerhalb der Unesco-Delegierten anschließen und uns nicht gegen sie stellen, zeigen wir der Welt: Wir sind nicht nachtragend. Dass es Benita Ferrero-Waldner einst mangels Unterstützung nicht an die Spitze der Organisation geschafft hat, verpflichtet uns geradezu, brav und emsig bei den Weltdenkmalschützern weiter mitzumachen. Oder aber Michael Spindelegger agierte einfach nach dem Handbuch der österreichischen (Außen-)Politik: Am besten man arrangiert sich mit der jeweiligen aktuellen Mehrheit und mit jenen, bei denen wir die Macht vermuten.

Das ist zweckmäßig und opportun. Dass Kritiker das Opportunismus nennen, tut nichts zur Sache. Denn es funktioniert. Fast immer.



rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.11.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

71 Kommentare
 
1 2
Gast: Hanns
07.11.2011 17:40
2 0

Österreichs opportunistische Außenpolitik – Leitartikel v. Rainer Nowak vom 6.11.2011

Es gibt genügend Gründe an der Mehrheit unserer Regierungsvertreter derzeit Kritik anzubringen, u. a. für verschleppte Verwaltungs- – und Bildungsreformen, etc.

In der von Rainer Nowak vergangenen Sonntag angesprochenen “opportunistischen Außenpolitik Österreichs“ am Beispiel Israels und Palästinas ist diese jedoch wahrhaftig nicht angebracht. Die Geschehnisse des Holocaust sind vehement zu verurteilen und durch absolut nichts entschuldbar. Es ist aber Tatsache, dass das damit verbundene schlechte Gewissen auch zwei Generationen später dafür sorgen soll, die Stimme nicht gegen Israels menschenrechtsverachtende Politik gegenüber dem palästinensische Volk zu erheben. Der Staat Israel gebärdet sich mit seiner illegalen Siedlungs- – und Isolationspolitik Palästina gegenüber in einer Art und Weise, die einfach nach einem Aufschrei der Völkergemeinschaft verlangt. Auch wenn es sich gegen Israel richtet, in diesem Fall wäre Schweigen oder Stimmenthaltung genau die falsche Reaktion. Das israelische Volk sollte gerade aus seiner tragischen eigenen Vergangenheit gelernt haben die Menschenrechte zu achten.

lustig, dass nowak auf einmal die neutralität so hochhält


ansonsten hat er nur hohn&spott für die neutralität übrig, aber wenns darum geht die befehle und wünsche der usa zu erfüllen, dann kann sogar neutralitätshasser n. was gutes an der neutralität erkennen. wenns den aktuellen orders aus washington dient, ist sogar nowak immerwährend neutral! aber nur dann! ansonsten rein in die nato, aufrüsten, und bei jedem us-abenteuer mitmachen!

ps: was der schaden für israel sein soll, wenn palästina in der unesco ist, ist mir nicht ganz klar.

Poesie
07.11.2011 10:49
0 1

Könnte auch sein, dass dies die Früchte von Spindeleggers's Papst-Besuch sind!


Gast: Han
06.11.2011 20:13
1 0

Pro Palästina

Es erscheint die Mitgliedschaft bei der Unesco gerechtfertigt zu sein. Auf irgendeine Art und Weise sollte auch Israel ein Nein gegenüber der bestehenden Besiedelungspolitik zum Ausdruck gebracht werden, unabhängig von seinem berechtigten Existenzrecht!
Die österreichischen Außenminister sind immer alte Schleimer gewesen.

also

ich bin gegen diese anerkennung.
ein schritt der einer palästinensischen führung signalisiert dass sie mit ihrer politik inkl. anschläge, nicht anerkennung von tatsachen (zb existenz israels) durchkommt ist meiner meinung nach dumm.
passt aber klassisch in eine österreichische aussenpolitik die nicht nur seit spndelegger praktiziert wird sondern viel weiter zurückreciht.
keine erkennbare klare linie, kein "zu grundsätzen" stehen. dafür immerwieder ein durchwursteln und jeweils für den vermeintlich stärkeren votieren. in der hoffnung dass dieser einem nicht bedroht ...
kurz: lächerlich
nebenbei: isreal ist die einzige demokratie in der ganzen region ... nur für den fall der fälle dass die hier postenden mitglieder der arabisch-österr. freundschaftsgesellschaften das vergessen ahben.

Antworten Arethas
07.11.2011 13:14
2 3

Re: also

"...isreal ist die einzige demokratie in der ganzen region..."

Wie demokratisch ist ein Staatsgebilde, dass schon von Verfassungs wegen Staatsbürger zweiter Klasse kennt?

Gast: alatheus
06.11.2011 18:11
1 1

Immer wieder interessant, wie sich die Geschichte wiederholt:

Dem 1. Weltkrieg gingen internationale Rivalitäten in Europa (Nationalismus am Balkan, Rivalitäten zwischen Deutschland und Frankreich, Wettrüsten zwischen der deutschen und britischen Flotte) voran. Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers war nur Anlass für den Kriegsausbruch, der durch die verschiedenen Bündnissysteme (Entente, Dreibund) und territoriale Ansprüche diverser beteiligter Staaten (Italien, Rumänien, etc.) erst zum Weltkrieg wurde.
Dasselbe Szenario beim 2. Weltkrieg: Wirtschaftskrise und Nationalismus in Deutschland und die aggressive und ideologisierte Außenpolitik der NSDAP (Ruhrgebiet, Annexion der Tschechoslowakei und Österreichs) verbunden mit massiver Aufrüstung unter Annullierung des als Diktat empfundenen Versailler Vertrags, sowie die Bündnissysteme (Achsenmächte, Alliierte) prägten die Vorphase des Krieges. Der eigentliche Auslöser war der Angriff auf Polen, der völkerrechtlich illegal und anlassbezogen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erfolgte (SS-Angehörige in polnischen Uniformen stürmten den deutschen Sender Gleiwitz). Beim Irakkrieg wurden bekanntlich "Massenvernichtungswaffen" für eine schon seit Amsantritt der Regierung Bush geplante Militäraktion vorgeschoben, bei Afghanistan war der 11. September der willkommene Anlass.

Antworten Arethas
07.11.2011 13:21
1 0

Re: Immer wieder interessant, wie sich die Geschichte wiederholt:

Traum: "...Wettrüsten zwischen der deutschen und britischen Flotte..."

und Wirklichkeit:
"Da dies den (britischen) Marineplanern deutlich zu wenig war, wurde in der Öffentlichkeit eine Kampagne, die so genannte Flottenpanik (engl.: navy scare), gestartet, die auf das Rüstungsdefizit im Vergleich zu anderen Mächten, auch Deutschland verwies und pro Haushaltsjahr den Bau von acht Schiffen forderte. Dieser Forderung wurde nachgegeben und die entsprechenden Mittel bewilligt.

Mit diesem Rüstungsprogramm war das Wettrüsten faktisch schon wieder beendet, da Deutschland somit niemals das für die Risikoflotte vorgesehene Kräfteverhältnis von 2/3 der Briten erreichen konnte."


countd
06.11.2011 17:53
0 0

warum?

Warum kann ich meine Meinung zu diesem Thema nicht posten?

Antworten countd
06.11.2011 17:58
3 2

Re: warum?

Niedriges Niveau... Genau wie dieser Artikel.

Gast: Luzifer
06.11.2011 16:57
6 6

Die jüdische Lobby ist nicht nur in den USA sehr mächtig!

nachdem wir ein "Lehrstück" erlebt haben, was die USA und ihre Spießgesellen von der "Demokratie" in der UNO halten (nicht die Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten entschied, sondern die USA durch ihr "Veto" als Mitglied des privilegierten Gremiums des Sicherheitsrates), bot sich jetzt die Möglichkeit einer demokratischen Abstimmung mit dem Umweg über eine wichtige Teilorganisation der UNO. Angesichts der "Unterdrückung" des wahren Willens der Mehrheit der UNO-Mitglieder eine durchaus vertretbare Möglichkeit diesen zum Ausdruck zu bringen, denn sonst hätte sich vielleicht noch ein Journalist gefunden, der seinen Lesern weismachen versucht, daß in Wahrheit die Mehrheit der Staaten gegen die Mitgliedschaft war.
Das Stimmverhalten von Deutschland tut da nichts zu Sache, denn es ist nicht zuletzt dank der Besatzungstruppen der USA dessen treuer Satellit.
Ö. hat hingegen der Welt gezeigt, daß es nach wie vor in der Lage ist, souverän zu entscheiden!

schmarrn


wenn die angebliche "jüdische lobby" so stark wäre, dann hätte sie wohl auch das unesco-vote verhindert. aber es haben nur 12 staaten gegen die aufnahme palästinas gestimmt, die überwältigende mehrheit hat zugestimmt bzw. sich enthalten. so viel zur mächtigen "jüdischen lobby".

und dass wir (Ö) "souverän entscheiden" ist ja wohl ein witz. unsere außenpolitik ist den usa gegenüber seit 1986 (übernahme des außenministeriums durch die us-hörige övp) unterwürfig bis zum abwinken, der einzige grund, dass wir im falle unesco ausnahmsweise mal nicht us-vorgaben entsprochen haben war, dass wir so in der masse untergegangen sind (auffallen wollen die sogenannten "außenpolitiker" bei uns nie) und dass wir bei den arabischen staaten einen guten eindruck machen wollten um in den unesco-exekutivrat einzuziehen.

ich begrüße das österr. abstimmungsverhalten, es hat aber nichts mit rückgrat oder souveränität zu tun.

Gast: Enttäuscht
06.11.2011 16:57
4 6

Erstaunen

Rainer Nowaks Artikel lesend, habe ich geglaubt, plötzlich das "Linzer Volksblatt" in der Hand zu haben.
Wie kann man auf so ein Niveau herabsinken?

7 6

Also wer ist hier Opportunist?

Wenn der geneigte Leser den Artikel in Wikipedia gelesen hat, wird klar, warum dieser Artikel erschienen ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Nowak

Es ist halt wirklich eine Frechheit, so zu tun als ob man objektiv wäre, wobei man in Wirklichkeit einer Konfliktpartei angehört. Nicht daß diese nicht das Recht hätte, ihre Sicht der Dinge darzulegen, aber bitte mit offenem Visier!!!

Re: Also wer ist hier Opportunist?

der mann ist keine konfliktpartei. sein artikel ist schwachsinn, aber es ist nicht auf seine mitarbeit bei nu zurückzuführen. der ist einfach so.

Antworten Antworten Gast: Weingeist
07.11.2011 00:02
4 1

Nu, darum arbeitet er ja auch bei Nu.


Re: Nu, darum arbeitet er ja auch bei Nu.

NU ist nicht ganz schlecht. nowaks mitarbeit senkt allerdings qualität und durchschnitts-IQ der redaktion um einiges.

Gast: Außenpolitiker
06.11.2011 15:10
7 8

Traditionelle, schleimige österreichische Außenpolitik

Rainer Nowak sei für diesen zutreffenden Kommentar herzlich gedankt. Herr Spindelegger steht in der Tradition der Kreisky'schen Außenpolitik: Schleimiges Kriechen vor Gewaltherrschaften, gleich ob diese kommunistisch (DDR, UdSSR, China) islamistisch (Iran, Hamas) oder einfach irre (Gadaffi) sind - Hauptsache wir profitieren wirtschaftlich ...

So wird er keine Wählerstimmen gewinnen - die Linken und ihre islamistischen Freunde werden deswegen keinen Raiffeisen CVer wählen und die Wertkonservativen wenden sich ab.

Grundsätzlich würde es der Heimat Adolf Hitler's und Adolf Eichmann's gut anstehen bei Themen die die Heimat der Opfer (= Israel) betreffen, konstruktive Zurückhaltung zu üben. Die deutsche Position kann hier (ausnahmsweise) als Vorbild dienen.

israel ist nicht die "heimat der opfer"


die meisten opfer sind per definitionem tot, da ermordet. die, die davongekommen sind (relativ wenige), sind zu einem überwältigenden teil in die usa oder nach westeuropa (GB/F) geflüchtet. nur ein kleiner teil nach israel.

zum anderen: wo schadet es israel, wenn palästina mitglied der unesco ist?

Antworten Gast: Luzifer
06.11.2011 17:10
5 5

Re: Traditionelle, schleimige österreichische Außenpolitik

Der SCHLEIMER sind doch Sie!
Schon etwas von "ungleichen Verträgen" gehört. Damit meint die chinesische Völkerrechtslehre jene Art von Verträge, die die USA und die europäischen Kolonialmächte im 19.Jh. mit einem schwachen chinesischen Kaiserreich schlossen. Denn der Sieger diktiert den Frieden.

Nach diesem Muster wünscht offenbar Israel gegen die "Beute" aus dem 6Tag-Krieg vorzugehen. Die Grenzen für Groß-Isreal sind so zu ziehen, daß die Israelis die Mehrheit in Israel und in den annektierten Landesteilen gegenüber den Arabern hat. Der "Überschuß" soll in militärisch zu überwachende "homelands" nach dem Muster der Südafrikanischen Union (+).

Darum will sich Israel entgegen dem "Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser) bestimmen, wie groß der palästinensische Staat sein darf und welche Souveränitätsrechte darüber auf Dauer bei Israel bleiben sollen!

Und noch eins: der "Holocaust" hat schon gar nichts mit den Arabern zu tun. Denn die Opfer sind nicht die Israelis sondern die Araber!

Antworten Antworten Gast: Außenpolitiker
06.11.2011 18:22
2 4

Re: Re: Traditionelle, schleimige österreichische Außenpolitik

Selten so konzentrierten Unsinn gelesen.

Nur zwei Anmerkungen:

(1) Auf Basis der "chinesischen Völkerrechtslehre" unterstützt ja Österreich bekanntermaßen tapfer den UNO-Mitgliedschaftsantrag von Taiwan.

(2)Der Holocaust hat vor allem mit uns zu tun (und um unsere feige Haltung heute geht es hier) und nur wenig mit den Arabern (wenn wir großzügig über die Vertreibung hunderttausender Juden aus den arabischen Ländern 1948 hinwegsehen).

Abschließend eine Anregung frei nach Kreisky: Lernen Sie Geschichte, Luzifer !

3 6

Spindelegger ist eine Schande

und "Politik" macht er schon lange nicht mehr, nur noch planlos reagieren. Ihn einen Opportunisten zu nennen ist beschönigend, weil dann hätte er ja noch Gründe, warum es opportun war.

alpentiger
06.11.2011 14:40
3 3

Österreich hat nach innen kein Profil, wie soll es eines nach Aussen haben ....

Personifzierte Politik von den beiden absolut kleinstmöglichen gemeinsamen Nenner:

FAYMANN und SPINDELEGGER

Beiden wäre mit Proberegieren in Minimundus eine Vorlaufzeit für ihre Karriere zu gönnen gewesen.

Deshalb auch das zahnlose Agieren im Bezug auf die "Dritte Macht im Staate", wo die "Rotzbuben" durch die Schwächlinge in der ersten Reihe hoffähig gehalten werden.

Es ist ein Jammer, der unseren Kindern noch viel "Österreich" kosten wird. Haben wir ausser Operettenseeligkeit und Lipizzanerauftrieb nichts gelernt?

sirgerald
06.11.2011 13:13
3 2

Vielleicht wollte Spindelegger....

schreiben Sie. Mich würde die Begründung des Abstimmungsverhaltens unserer Diplomatie interessieren. Persönlich wäre ich eher für eine Enthaltung.

Arethas
06.11.2011 12:05
3 1

Wer waren die Gründer?

"Die Verbundenheit zu einem Land, das von den Überlebenden des Holocaust gegründet wurde, wird so deutlich gemacht."

Welche derjenigen Personen, die die Gründungsurkunde unterzeichnet haben, ist da gemeint?


Ka_Sandra
06.11.2011 11:19
3 3

Man soll nicht das Pferd am Schwanz aufzäumen

Dass die Heiligen Stätten in Palästina Teil des Weltkulturerbes sind, das bestreitet wohl niemand, dazu bedarf es nicht der offiziellen Aufnahme in die UNESCO zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Dieser Schritt ist voreilig, und das immer wieder dezidiert seine Neutralität betonende Österreich hätte sich besser zu den immerhin 52 Staaten gesellt, die sich der Stimme enthalten haben.

Interessant übrigens, dass in vielen Artikeln nur von einer überwältigenden Mehrheit die Rede ist (107 Ja gegenüber 14 Nein), während die nicht unbeträchtliche Zahl der Stimmenthaltungen nicht zur Sprache kommt.

-------------------------------------

P.S.: Das leidende palästinensische Volk befindet sich übrigens genauso in Geiselhaft der radikalen Hamas wie die friedenssehnsüchtige Bevölkerung Israels in der Geiselhaft orthodoxer Siedler und gefährlich verblendeter Politiker wie Avigdor Liebermann.

Nur wenn es gelingt, deren Einfluss zu brechen, wird eine Einigung möglich sein. Sowohl die Palästinenser als auch die Israelis müssten zuerst einmal die Feinde im Inneren als solche erkennen und erfolgreich zurückdrängen.

 
1 2

Mehr Kommentare:

Top-News