25.05.2012 22:51 | Meine Presse Merkliste 0

Und jetzt noch ein Sparpaket!

RAINER NOWAK (Die Presse)

Die von SPÖ und ÖVP vereinbarte Schuldenbremse ist gut. Die daraus resultierenden Maßnahmen sollten noch vor Weihnachten entschieden werden.

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Besser spät als nie: Dass sich die Regierung, also Werner Faymann und Michael Spindelegger, zu der Verankerung einer Schuldenbremse in der österreichischen Bundesverfassung durchgerungen haben, ist begrüßenswert. Es ist schön, dass die SPÖ über ihren Schatten springen kann. Noch vor Kurzem hat sie diese Festlegung abgelehnt, nun stimmt sie bei dieser verfassungsrechtlichen Selbstbeschränkung der Politik mit. Das ist gut und verdient Lob. In Zukunft wird es also einen Überziehungsrahmen geben, bis zu dem Politiker Haus und Hof der Steuerzahler verspielen dürfen. Dass dies vermutlich nur wegen der in der Luft liegenden Drohung passiert ist, Österreich könnte seine internationale Bestbewertung, also das Triple A, verlieren und deswegen mehr für die Zinsen der Schulden zahlen, ändert nichts an der guten Nachricht.

Wesentlich weniger positiv ist, dass die Regierung nicht sofort die notwendigen Schlüsse zieht und das macht, was derzeit fast ganz Europa vollzieht: nämlich ein Sparpaket zu schnüren, das strukturelle Maßnahmen zur Eindämmung des Budgetdefizits beinhaltet – von dessen Beseitigung man ohnehin kaum zu träumen wagt. Nein, das, was vor genau einem Jahr in einer steirischen Therme beschlossen worden war, war kein Sparpaket, sondern mehr die Rücknahme einzelner Luxusausgaben in Prä- und Post-Krisenzeiten. Individuell hat das bestimmte Gruppen betroffen, Beamte und das Gros der Pensionisten blieben aber de facto unberührt.

Der Zeitraum bis Weihnachten wäre die letzte Chance, ein Konsolidierungspaket zu schnüren. 2012 droht die Konjunktur einzubrechen, der finanzielle Spielraum wird noch kleiner werden. In der Bevölkerung ist dank der Nachrichten aus Griechenland und Italien die Bereitschaft, unangenehme Maßnahmen zu tragen, höher als vor einem Jahr. Wenn die Arbeitslosigkeit wieder steigt, droht diese flexible Haltung zu verschwinden.

Die erste Gelegenheit für eine Teilsanierung wird allem Anschein nach gerade ausgelassen. Bei den Beamten hätte eine Nulllohnrunde oder eine Minimalerhöhung – deutlich unter der Inflationsrate – bereits einen solidarischen Anteil geleistet. Dass dies der zuständigen Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek gelingt, darf angesichts der politischen Gnadenlosigkeit und gesamtwirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit ihres Gegenübers bezweifelt werden. Um es kurz und knapp zu formulieren: Es geht nicht um irgendeine Lohnrunde, nicht um die übliche Lobbyisten-gegen-Finanzressort-Nummer, sondern um die Möglichkeit, das Land vor Schlimmerem zu bewahren. Was Fritz Neugebauer heute verhindert, muss er oder sein Nachfolger morgen in doppelter bis dreifacher Variante bekämpfen. Das gilt für das funktionierende, aber teure Gesundheitssystem wie für die Pensionen, die von Jahr zu Jahr einen größeren Anteil der Staatsausgaben kosten.

Natürlich wissen in SPÖ und ÖVP fast alle, dass es ohne Sparpaket nicht gehen wird, vor allem bei den Sozialdemokraten kämpft Werner Faymann einmal mehr damit, unpopuläre Maßnahmen zu setzen und der Rolle des Kanzlers gerecht zu werden. Dabei war es eine Große Koalition, die 1996 angesichts eines wesentlich höheren Defizits, aber eines kleineren Schuldenbergs scharfe Maßnahmen gesetzt hat, um die Maastricht-Kriterien zu erreichen und die Euro-Geburt zu ermöglichen. Damals wurde eine (am Schluss leider wieder leicht verwässerte) Pensionsreform – Eindämmung der Zahl der Frühpensionen oder ein schwierigerer Zugang zur Invaliditätspension – beschlossen. Aber: Pensionisten mussten sich mit einer Null statt eines Plus begnügen. Diese und andere Maßnahmen führten zu Protesten und einem populistisch tobenden FPÖ-Chef in der Opposition.

All das war unter Kanzler Vranitzky, Vizekanzler Schüssel und Finanzminister Klima möglich. Ob ein ähnliches, notwendiges Sanierungsprogramm mit den aktuell handelnden Personen, mit dieser Nummer eins, passieren kann, scheint leider noch fraglich. Bildungsvolksbegehren-Onkel Hannes Androsch meinte, er gehe von vorzeitigen Wahlen im Frühjahr aus. (Weswegen man „seine“ Stimmen ernst nehmen müsse.)

Ganz egal, wann gewählt wird: Damals triumphierte Jörg Haider nach einem Sparpaket der Regierung. Heinz-Christian Strache würde das auch ohne. Woher also die Angst?

 

E-Mails an: rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2011)

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77 Kommentare
 
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ahha
16.11.2011 06:29
4 0

...wer braucht die Kammern ?

...außer die Günstlinge wie der Herr Stummvoll mit der um das 20-fache höheren Pension wie die Zahler?
Die Verlogenheit der Politik hat diese Tintenburgen noch in den Verfassungsrang gehoben.
Sparen wo es leicht möglich ist !

ahha
16.11.2011 06:25
4 0

Wie wäre es mit Sparen...

...keiner hat was dagegen das der LH Pröll einen Güterweg eröffnet,
dass Frau Burgstaller den Vorhang bei den Festspielen hochzieht,
dass der LH Nissl in den Neusiedlersee sticht...
aber wozu brauchen wir die Landtage, die unterschiedlichen Landesgesetze?
Eine Verwaltungsreform muss bei der Harmonisierung und Zentralisierung der Gesetze beginnen und bei der Abschaffung des Bundesrates enden...
Alles Andere ist nur Bla Bla !

Antworten Gast: Luzifer
16.11.2011 14:10
1 0

Re: Wie wäre es mit Sparen...

Das bewundere ich an "KronenZeitungs" und "Österreich"-.Lesern: deren Meinung ist schon von vornherein "getrimmt": Für ein sparsames Österreich brauchen wir nur eine rote Bundesregierung, wo der "Macher" Faymann den Vorsitz führt!!

Fakt ist, daß es seit Schüssel eine "Österreich-Konvent" und dann den Verfassungsentwurf von Fiedler gibt, dem leider die Roten und Grünen nicht zustimmen wollten ... Man könnte auf Basis dieses Entwurfes sehr schnell unseren Bundesstaat reformieren.

Man sollte an der Verfassung nicht zu viel herumflicken: es ist nicht richtig, daß nur alles zentral geregelt sein muß. An dem zentralistischen "Moloch" Bürokratie sind ganze Staaten, wie etwa die SU, zugrunde gegangen. Ja sogar die SPÖ mit ihrem "Konsum" (ehedem größter Lebensmitteleinzelhändler v. Ö.) mußte erfahren, daß Zentralismus kostenaufwendig ist. Besser das demokratische "SUBSIDIARITÄTS-Prinzip": auf möglichst niedriger Ebene die Probleme unter Einbeziehung der Mitarbeiter erledigen, das funktioniert besser und kostet weniger!

Klassische Verschwendungspolitik bei Rot und Grün: SCHULREFORM: statt Spezialisten für behinderte Schüler lieber Schulklassen mit gleich drei Lehrern und vielleicht auch noch einem Dolmetsch!
Bei den Grünen: statt STROM um 5,3 Cent lieber Strom aus Windkraft um 18 Cent und Solarenergie 24 und Bio gleich um 38 Cent einspeisen - der Verbraucher zahlt`s eh! Und das Geschäft mit der Solarenergie und Windkraft machen einmal mehr die Chinesen...


Gast: Luzifer
15.11.2011 23:52
2 0

"Chapeau en flamme"!

"Der Kommissar geht um!" - nämlich jener von der Rating-Argentur. Daß die R.A nicht nur eine finstere Verschwörung gegen unser "soziales Österreich" sind, ergibt sich schon daraus, daß die Zinsen für die ggw. aufgenommenen Staatanleihen bereits einen Sprung nach oben gemacht haben, noch bevor das "Triple A" herabgestuft wurde.

Das Bild, daß die Clubobleute der Parteien bei der FS-Diskussion vom 14.11.2011 boten, war beschämend, wobei einmal mehr die Grüne Glawischnig durch besonderen parteipolitischen Opportunismus auffiel:

Die "Schuldenbremse" ist offenbar auf dringendes Anraten der NB-Gouverneurs Novotny (ganz gegen seine sonstige Linie) zustande gekommen, weil wirklich der Hut brennt. Intelligenterweise würde man jetzt annehmen, daß jetzt alle Parteien zusammenstehen und sich sagen, tun wir jetzt wenigsten für die nächsten Wochen so, als würden wir die Schulden ernsthaft "einbremsen", um nicht das "Triple A" zu verlieren. Was im nächsten Jahr dann wirklich geschieht, ist eine andere Sache.

Also will man die Regierung "erpressen" und den Beschluß (wozu Verfassungmehrheit und damit die Zustimmung einer Oppositionpartei nötig ist) hinauszögern, obwohl Eile geboten wäre. Eine feine Loyalität gegenüber dem eigenen Volk, dem zusätzliche Zinszahlungen von 2 Milliarden (!!!) drohen.


Gast: 43er
15.11.2011 18:37
1 3

Ein Jahr mit HC in der Regierung

und wir haben eine Bonität wie Ungarn ... Ramsch halt.

Gast: Visionär
15.11.2011 18:35
2 0

Zusätzliches Sparpotential


durch eine Verfassungsänderung zur Abschaffung der Landesregierungen und des Bundesrates .

Resultierend daraus Verschlankung des Verwaltungsapparates.

100 %tige Privatisierung der ÖBB und der ASFINAG.

Antworten Gast: Luzifer
16.11.2011 00:03
2 0

Re: Zusätzliches Sparpotential?

Unter Schüssel wurde zu diesem Zweck ein Verfassungskonvent installiert und ein Verfassungentwurf von Ex-RH Präsidenden Fiedler fix und fertig ausgearbeitet. Dieser war ausgewogen, hätte die Verwaltungsausgaben erheblich reduziert. Dieser wurde aber hauptsächlich von der Linken abgelehnt.

Ein Beispiel, wie "sparsam" die Verwaltungsreformen der SPÖ aussehen, kann man an der Schulreform der Ex-Pleite-Bankerin Claudia Schmied erkennen: in jeder Pflichtschulklasse statt einem Lehrer gleich 2 oder 3, und die viferen Schüler werden durch grenzdebile im Lernfortschritt aus "demokratischen" Grünen eingebremst!!

alpentiger
15.11.2011 18:23
2 0

WILLKOMMEN IN GRIECHENREICH ...

Man mache sich die Mühe und stelle die übelsten Privilegien in Griechenland und in Österreich in einer Tabelle gegenüber.

Wir sind griechisch, und wie!

alpentiger
15.11.2011 18:20
3 0

Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte ....

wie oft hat man das gehört und mindestens so oft hat sich das bestätigt.

Warum in einem Land, das (früher) von zwei großen Blöcken koalitionär im Einheitsbrei (die momentanen "Langeweiler" treiben es auf die Spitze) regiert wird, nicht proaktiv den längst erkannten und errechneten Megatrends mit Maßnahmen entgegen tritt, wird von Kinder und Enkeln womöglich noch auf der Straße moniert werden.

Wenn aber jetzt nicht unmittelbar, klar und unmissverständlich die Botschaft in Aktion mündet, gehören diese Politiker "mit dem nassen Hudern verjagen"(Volksmund). Die Gefahr, dass dieses Vakuum dann Größenwahnsinnige nutzen könnten ist groß und auch in der Verantwortung des aktuellen Parlaments.

Mit Neugebauers, Haberzettels, Amons läßt sich kein Staat machen. Da gehört mächt aufgeräumt ebenso wie im Parlament mit den Sitzfleischfeteschisten gehörig abgefahren gehört. Ein Parlament, das nur mehr von privilegienschwangeren Funktionären, Beamten und Kämmerern besteht, hat den Geruch des Moders und des Todes an sich.

Tragisch ist, dass die Parteien selbst noch weit hinter den "Marionetten" an der Spitze im Denkprozess sind. Sie denken nur an Macht, Einfluss und persönlich vollem Trog.

Wenn man den Tierschützern mit dem Mafiaparagrafen kommt, womit begegnet man diesen Politmumien?

17und4
15.11.2011 18:17
1 0

es hätte genug Gelegenheit gegeben, eine neues

Gehaltsschema zu verhandeln, daher ist der vorwurf, es nur den Beamten zuzuschieben "Dass dies der zuständigen Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek gelingt, darf angesichts der politischen Gnadenlosigkeit und gesamtwirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit ihres Gegenübers bezweifelt werden" nicht gerechtfertigt.
Bei der U-Ministerin genauso und Töchterle sollte man nicht zu ernst nehmen.

Antworten Dagobert
16.11.2011 11:20
0 0

Re: es hätte genug Gelegenheit gegeben, eine neues

Meines Wissens wäre das neue Gehaltsschema in den ersten Jahren teurer gekommen, da die Einstiegsgehälter des alten Modells so eklatant niedrig waren.

Somit mußte man diese Einstiegsgehälter anheben, dafür aber die Kurve verflachen.

Das Frusthuhn hat aufgrund kurzfristiger Überlegungen dieses neue Gehaltsmodell auf die lange Bank geschoben.

Druven
15.11.2011 17:54
0 0

.

Ah geh! Wie wir alle wissen sollten, ist die Schuldenbremse erst kürzlich von Merkel und Sarkozy für alle Euro-Länder beschlossen worden.
Jeder, der seine Schulpflicht absolviert hat, sollte wissen, was die beiden "Regierenden" für eine Schmierenkomödie aufführen:
Smileys beim Lehrer kassieren, weil man als erster aufzeigt und danach weiter im ösischen Schlendrian!

Gast: 1. Parteiloser
15.11.2011 16:22
2 0

Das "SPAREN" scheint auch schon klar zu sein!

Einige Trends lassen sich nach den Aussagen der Parteibonzen schon erkennen.

Die SPÖ will ja auch ein "Abgabensenkungsverbotsgesetz". Das bedeutet nichts anderes, als dass die kalte Progression (eiskalt bei den aktuelle hohen Teuerungsraten) voll abkassiert werden soll. Diese Vorgangsweise ist auch vereinbar und im Strategieplan 2014 beschrieben. Das wird sehr schnell die Abgabenquote auf über 50% des BIP jagen. Mit Sparen hat das wenig zu tun, das ist eher ein erweiterter Raubzug an den Menschen der Realwirtschaft.

Die ÖVP will bei den ÖBB sparen und auch das Pensionsantrittsalter (wieder ÖBB, auch Stadt Wien) erhöhen. Da wird sich die SPÖ aber querlegen und es wird eher nicht kommen oder eben nur wieder typisch Österreichisch "a bissl".

Das Thema Finanztransaktionssteuer wird von beiden Regierungsparteien auf EU Ebene vorangetrieben. Das wird wieder nur eine zusätzliche Abgaben sein, welche auch die Kunden von Banken und Pensionsversicherungen brennen müssen.

Das Thema Vermögenssteuern wird sehr wahrscheinlich aufgegriffen. Nicht nur, dass die SPÖ das schon lange will, auch der dominante ÖAAB/GÖD Flügel erhebt schon diese Forderungen. Da wird wahrscheinlich, besonders bei den Immobilien, ordentlich hingegriffen werden. Auch die Mieter werden das stark spüren, das wird auch auf alle Bürger umgelegt.

Zusammen gesehen, also doch viele Milliarden noch zu holen!

Es wird die Hölle für die Österreicher, weil es eben nur einnahmenseitiges Sparen wird!

Gast: ASVG-Sklave
15.11.2011 15:29
0 0

Auslagerung wird der Trick heißen

aber irgendwann ist dann auch damit Schluss.

Gast: Gast: Leser
15.11.2011 14:43
1 0

Sparpaket

Erfahrungsgemäß bedeutet "Sparpaket" immer nur eines: Abgaben- und Steuerhöhungen sowie Einführung neuer Steuern. Und zuallererst (Wifo-Chef Aiginger hat es schon agedeutet) eine Erhöhung der Mineralölsteuer. Das sollten alle jene (wahrscheinlich ohnedies nur wenige) bedenken, die sich nun tatsächliche Einsparungen in der Verwaltung und im Gesundheitswesen erwarten. Die kommen sicher nicht: da seien Pröll, Häupl, Neugebauer & Co davor.

Gast: jujulula
15.11.2011 11:40
4 0

Vielen Dank

für die Wahlzuckerln der letzten Wahl, Herr Bundeskanzler!

hl_1001
15.11.2011 11:33
1 0

Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

Potential für neue Steuern in absteigender Reihenfolge:

* USt: dzt. lächerliche 20%, hat Spielraum bis 25%
* Grundsteuer: durch Wertberichtigung
* MÖSt: im EU-Vergleich auch noch sehr niedrig
* "Reichensteuer": Für die Gewerkschaften ist jemand reich, wenn man > 50.000€ im Jahr verdient, wird also eher zur Massensteuer

Re: Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

Ähm, welche "Masse" verdient denn mehr als 50.000 Euro im Jahr?

Antworten Antworten Gast: zensuriert doch mal wen anderen
15.11.2011 16:33
3 0

Re: Re: Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

probieren sie's mal mit arbeiten, dann können sie das auch. oder sie warten einfach, bis die sozialistische SPÖVP chaostruppe die mindestsicherung auf 2.000,- netto anhebt, das kommt sicher vor der nächsten wahl zur ankurbelung der konjunktur.

Antworten Antworten hl_1001
15.11.2011 13:30
0 0

Re: Re: Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

Ich vermute so gegen 40% der arbeitenden (selbst- und unselbstständigen) Bevölkerung + 5% der Pensionisten. 50k ist echt net viel.

0 3

Re: Re: Re: Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

reden sie doch keinen unsinn!

für die basis einer einkommensabhängigen steuer wird mal die sozialversicherung abgezogen und auch 13. und 14. gehalt zählen nicht dazu.

welche massen haben eine steuerbasis von 50.000 euro?

Re: Re: Re: Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

Sie müssen wohl Beamter sein, die Realität schaut laut amtlicher Statistik anders aus:

http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/personen-einkommen/jaehrliche_personen_einkommen/020054.html

Medianeinkommen 24.000 Euro im Jahr, das heißt, die Hälfte der Bevölkerung verdient weniger als 24.000.

Durchschnittlicher Notstandshilfebezieher muss mit deutlich weniger als 10.000 Euro im Jahr auskommen. Was sollen die erst sagen? (dzt. kommen auf einen offenen Arbeitsplatz offiziell 11 Arbeit Suchende)

Freilich, die große Kohle ist sicher nicht bei den Erwerbseinkommen zu holen. Eine gobale Aktion zur Rückholung der via "Steueroasen" als Schwarzgelder dem Staat vorenthaltene Milliarden würde vermutlich mit einem Schlag die Staatshaushalte wohl großteils entschulden ...

Antworten Antworten Antworten Antworten doubleg
15.11.2011 21:48
0 0

Re: Re: Re: Re: Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

Jaja, das arithmetische Mittel war schon immer so ein dubioses Ding. Wenn das Mittel 24.000 ist, heißt das nicht, dass die Hälfte weniger als 24.000 als Einkommen hat.
Klingt komisch, ist aber so.
Ein Rechenbeispiel:
4, 6 und 20 ergeben im Mittel 10. Aber 4 und 6 liegen drunter und 20 deutlich darüber.
Alles klar?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
15.11.2011 15:36
0 0

Re: Re: Re: Re: Das Sparpaket wird zum Steuerpaket

ACHTUNG!!!! Die genannte Einkommensstatistik weist BRUTTO Einkommen aus!!! Das Median Netto-Jahreseinkommen der unselbstäbdig Erwerbstätigen betrug für 2008 € 18.888 netto

Unwahre Worte.

Da wird von "Sparpaket" geschrieben.
"Sparen" ist das Anhäufen von Guthaben. Das ist aber nicht gemeint. Gemeint ist vielmehr: "kürzen". Korrekt müsste von einem "Kürzungspaket" geschrieben werden. Es ist wichtig, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen.

"Stimmen die Namen und die Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Misserfolg." (Konfuzius)

Antworten doubleg
15.11.2011 12:12
0 0

Re: Unwahre Worte.

Hänges ein "Ein" vor Sparpaket, dann sind auch sie wieder glücklich.
Jeder weiß was mit Sparpaket gemeint ist.
Wenn man es Kürzungspaket nennt kennt sich keiner aus. Was nützt Korrektheit, wenn's dann keiner mehr versteht?
Ist das Gleiche wie mit kmh und km/h oder Gewicht und Masse.
Und weil es in Österreich soviele I-Tüpferlreiter wie Sie gibt geht nix weiter.

 
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