25.05.2012 22:51 | Meine Presse Merkliste 0

Ein großer Schritt für die SPÖ, ein kleiner für Österreich

OLIVER PINK (Die Presse)

Der Kanzler wird zum (unfreiwilligen) Parteireformer. Das wird in der Schuldenkrise noch nicht ausreichen. Aber es ist ein erster, wenngleich längst überfälliger Schritt.

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Werner Faymann wird schön langsam zum unfreiwilligen Reformer – in erster Linie seiner eigenen Partei: Ein Berufsheer, das Nulldefizit, eine Schuldenbremse – solches war in der Sozialdemokratie bis vor Kurzem noch des Teufels. Alfred Gusenbauer hatte im Wahlkampf 2002 zwar kurz mit einem Nulldefizit kokettiert, doch die Partei war ihm – schon damals– nicht wirklich gefolgt.

Doch das griechische und italienische Menetekel hat auch die Sozialdemokraten umdenken lassen. Fast acht Milliarden Euro an Zinszahlungen jährlich bei einem Gesamtschuldenstand von fast 216 Milliarden Euro lassen eben auf Dauer auch den uneinsichtigsten Sozialdemokraten nicht ganz kalt.

Nun heißt es in der SPÖ: Je weniger Schulden, desto weniger Abhängigkeit von den Finanzmärkten, desto größer der Spielraum des Staates. Eine späte, aber nicht ganz unrichtige Erkenntnis. Unter dem (EU-)Druck von außen wirft fünf vor zwölf auch die Sozialdemokratie nicht mehr haltbare Dogmen über Bord. Wiewohl sich die heimische Fraktion damit behilft – wie auch schon bei der propagierten Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht –, auf die internationalen Trends, die bei uns in erster Linie noch immer vom großen Nachbarn Deutschland kommen, zu verweisen. Für die SPÖ heißt der Erfinder der Schuldenbremse Peer Steinbrück.

Die Schuldenbremse, die zwingend De-facto-Nulldefizite nach sich ziehen müsste, um das Ziel einer Reduktion der Schuldenquote auf 60 Prozent zu erreichen, ist ein großer Schritt für die SPÖ. Aber nur ein kleiner für Österreich. Immerhin: Der Ernst der Lage wurde erkannt. Doch das ist vorerst alles. Denn wirksam werden soll die Bremse, die zudem einen Spielraum von 0,35 Prozent vorsieht, erst 2017. Das reine Bekenntnis dazu wird die Finanzmärkte und deren Seismografen von den Ratingagenturen also wohl nicht à la longue beruhigen. Wenn nicht schnell durchdachte Konzepte folgen, wird der nunmehrige Effekt rasch wieder verpufft sein. Österreich zählt nämlich schon jetzt zu den Reformverweigerern. Laut einer aktuellen Studie des Brüsseler Thinktanks „The Lisbon Council“ liegt Österreich unter allen Euroländern, was Fortschritte bei Reformen betrifft, um wettbewerbsfähig zu bleiben, auf dem 17.Platz. Von 17 bewerteten Nationen.

Realpolitisch – so weit dies im Rahmen einer Großen Koalition eben möglich ist – braucht es nun ein Geben, vor allem aber ein Nehmen. Die SPÖ wird ihre Verteidigung der Hacklerregelung oder der ÖBB-Subventionen ebenso aufgeben müssen wie die ÖVP jene der übermäßigen Förderungen für die Landwirtschaft. Und die Volkspartei wird wohl auch Steuern auf Vermögen akzeptieren müssen, damit die SPÖ ihr Gesicht wahren kann. Denn umsonst wird es die von Faymann moderierte Transformation der Sozialdemokratie in Richtung (volks-)wirtschaftliche Vernunft nicht geben. Wobei eine Art Solidaritätszuschlag Vermögender durchaus argumentierbar wäre – sofern es gleichzeitig zu einer Entlastung des Faktors Arbeit (auch für Besserverdienende) kommt und der Staat durch die mittlerweile als unaufschiebbar erkannten Reformen ein schlankerer würde.

Vor allem ein Ende der Doppelstrukturen in Bund und Ländern ist unumgänglich. Die Schuldenbremse muss daher auch für die Bundesländer und die Gemeinden gelten. Im nun vorgelegten Gesetzesentwurf ist das auch so vorgesehen: Beide Gebietskörperschaften sollen ab 2017 ausgeglichen bilanzieren müssen. Dazu soll der geltende Stabilitätspakt nicht wie geplant erst 2014, sondern schon Ende 2012 auslaufen.

Das gerade wieder anschwellende Murren mancher Landeshauptleute sollte dabei geflissentlich überhört werden. Wobei es noch eine Frage zu klären gilt: Was genau ist eigentlich die Sanktion, wenn sich Länder und Gemeinden nicht an die neuen Vorgaben halten sollten?

Und ebenso nicht ganz unwesentlich: Mithilfe welcher Oppositionspartei will die Regierung die Schuldenbremse denn in den Verfassungsrang heben? Die FPÖ ist plötzlich dagegen, die Grünen sind überaus skeptisch. Bleibt das BZÖ. Es ginge sich knapp aus.

 

 

E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.11.2011)

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34 Kommentare
 
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ich bin schon auf die (revidierten) prognosen der wirtschaftsforscher gespannt.

zuletzt, als klar wurde, dass die südländer sich nicht mehr munter weiter verschulden und damit unsere exportierten waren kaufen würden, wurde das wachstum für nächstes jahr (ich glaube von ca 2,5%) auf ein halbes % (auch stagnation genannt) reduziert.

wenn jetzt überall, auch in ö so fleissig gespart werden sollte, ist wohl auf viele jahre ein minus zu erwarten.

ich frage mich: werden all jene, die momentan so begeistert sind übers angekündigte sparen, das auch noch sein, wenn ihre einkommen zurückgehen oder wenn sie arbeitslos werden?

naja, man kann ja eh annehmen, dass alles nicht so schlimm kommen wird: weder das sparen noch der wirtschaftseinbruch.

Gast: Luzifer
16.11.2011 14:31
0 0

Auf Plattheiten kann auch ein Red. Pink nicht ganz verzichten.

Landwirtschaft: 2 Fakten läßt er außer Betracht: a) Österreich ist ein Gebirgsland und klimatisch benachteiligt. b) auch unsere "Großbetriebe" in relativen Gunstlagen wie im Marchfeld sind im europäischen Vergleich (O-Dtl.) "Schrebergärten", dh. zu klein.

Bereits jetzt geben jeden Tag viele Bauern auf: die Jugend will nicht mehr mit viel Kapitaleinsatz und noch mehr Arbeit relativ wenig Ertrag erwirtschaften. Die Agrarsubventionen streichen würde bedeuten, daß sowohl die "Großen" als auch die "Kleinen" nicht mehr konkurrenzfähig sind und aufgeben müssen. Denn einen rein österr. Agrarmarkt gibt es bekanntlich nicht mehr!

Bis zu einem gewissen Grad könnte man indirekt die österr. Lw. fördern: Kostenwahrheit bei den Transportkosten (Obst aus Spanien etc.,), Verbot der "Chemie-Keule" u. der Gen-Technik, mit der es möglich wird, leicht verderbliche Lebensmittel auch aus weit entfernten klimatisch begünstigten Länder zu importieren!

"Subsidiaritäts-Prinzip": So mancher Staat ist schon an seinem Zentralismus gescheitert. Entscheidungen so weit als möglich auf unterster Ebene mit Einbindung der Mitarbeiter und nicht mit einer Mamut-Bürokratie ohne Kenntnis der örtlichen Verhältnisse!

Klassisches Beispiel die "Schulreform" der Banker Schmied und Androsch! Statt Unterricht der Kinder entspr. ihren Begabungen und Fähigkeiten durch Spezialisten lieber gleich 3 Lehrer pro Klasse samt Dolmetsch! Behinderte Kinder brauch halt eine besondere Betreuung!

Gast: Unerwünschte (?) Nebenwirkung
16.11.2011 13:01
0 0

Brief hin, Brief her ...

...so schnell kann er gar nicht schauen, wie sich die Krone von ihm abwendet, sobald die Kürzungen anfangen, die Leute zu treffen. Denn der Krone ist ihre Reichweite (und davon abhängig der Inseratentarif) als Hemd viel näher als der Rock des Kanzlers.
Und was tut er dann?
Wer kann antworten??

Antworten Gast: Luzifer
16.11.2011 14:57
0 0

Re: Brief hin, Brief her ...

Man kann ja die "Gewinneinbußen" durch eine neue Inseraten-Kampagne der BKA od. anderer BM wieder wettmachen: oder um im "Jargon" zu bleiben: die Öffentlichkeit über diese od. jene "tolle" Leistung informieren!

latzy
16.11.2011 10:23
8 0

Schade, dass das Kreisky nicht mehr erlebte

Er hat mit dem Schuldenmachen angefangen ohne mit den aufgewendeten Geld irgendwas zu verändern oder zu verbessern, einfach als Stimmenkauf.
Mit was wird die SPÖ die nächsten Wahlen gewinnen, wenn sie ihr Klientel nicht mehr mit Wahlgeschenken überhäufen kann die wir Steuerzahler dann bezahlen müssen?

Antworten Herman
16.11.2011 11:23
3 0

Re: Mit was wird die SPÖ die nächsten Wahlen gewinnen?

. . . mit den Grünen als Steigbügelhalter!

Antworten Antworten Gast: Wumpus
16.11.2011 12:51
2 0

Re: Re: Mit was wird die SPÖ die nächsten Wahlen gewinnen?

Ist doch heute schon klar, der ORF sendet 24 Stunden Wahlwerbung, aus Dankbarkeit für die Zustimmung zur ungerechtfertigten Gebührenerhöhung. Oh du mein Österreich, du siehst an Saustall gleich.

Gast: Frusti
16.11.2011 09:44
7 0

Der Wunder-Wuzzi.

Kanzler Faymann ein Reformer ? Da lachen ja die Hühner ! Volle drei Jahre im Amt und was "war seine Leistung ? Null, Komma Josef. Ab durch die Mitte und sofortige Neuwahlen.

Antworten Ka_Sandra
16.11.2011 11:38
0 0

Re: Der Wunder-Wuzzi.

Also, immerhin Null Komma Josef Pröll.

Der hat dann mit Grausen das Weite gesucht. Rechtzeitig.

Gast: arturo
16.11.2011 09:37
1 0

Der Wunder-Wuzzi.

Kanzler Faymann ein Reformer ? Da lachen ja die Hühner ! Volle drei Jahre ist er jetzt Kanzler und da ist die Frage erlaubt: "Was war seine Leistung ?" Null Komma Josef ! Sofortige Neuwahlen !

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Re: Der Wunder-Wuzzi.

zweimal dasselbe post.
doch unterschiedlicher gastname.

hm, habt ihr in der parteizentrale eine liste mit gastnamen hängen?
oder dürft ihr diesbezüglich eure phantasie spielen lassen?

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Re: Der Wunder-Wuzzi.

bis jetzt wurde noch nichts umgesetzt. Das Wort 'Schuldenbremse' steht jetzt auf ein paar Zetteln.

Ka_Sandra
16.11.2011 09:01
5 0

Vielleicht sollte man....

...Werner Faymann auf den Mond schießen?

Das wär doch echt ein großer Schritt für Österreich ;-)))

Gast: Barrent
16.11.2011 08:45
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Vierzehn tage in Oesterreich diktator...

...und der haushalt waere saniert!!!
Als erstes wuerde ich die zahl der abgeordneten zum Nationalrat halbieren!
Zweitens wuerde ich den Bundesrat abschaffen!
Das unnoetige amt des Bundespraesidenten ersatzlos streichen!
Die neun Bundeslaender auf zwei Distrikte zusammenlegen!
Das pensionsalter der frauen auf das der maenner anheben (sowieso hoehere lebenserwartung)!
Die Bezirkshauptmannschften auf neun BH`s im Staatsgebiet verteilen!
Und schlussendlich, manche privilegien der politiker abschaffen (was, zb, sucht altLandeshauptmann Ludwig im Aufsichtsrat der EVN; mit dienstauto u Chaffeur? - Oder die extrabezahlung, wenn abgeordnete in einem untersuchungsausschuss beschaeftigt sind. - USW!!!).
Ich wette, Oesterreich wuerde toll "dastehen"!

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Re: Vierzehn tage in Oesterreich diktator...

bist du eigentlich schon/noch wahlberechtigt?

hat dir schon mal jemand nahegelegt, dieses recht auf grund geistiger unzurechnungsfähigkeit ruhen zu lassen?

Antworten Antworten Gast: gast lupo
16.11.2011 21:15
0 0

Re: Re: Vierzehn tage in Oesterreich diktator...

"hat dir schon mal jemand nahegelegt, dieses recht auf grund geistiger unzurechnungsfähigkeit ruhen zu lassen"

Ihr Posting hätte vor langer Zeit als Leitartikel im "Stürmer" erscheinen können.

Damals wurden alle anders Denkenden auch verunglimpft.

Singen sie heute noch das Horst-Wessel-Lied

mfG

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Re: Re: Re: Vierzehn tage in Oesterreich diktator...

ach, da geht es doch überhaupt nicht um "andersdenkend" sondern um "überhaupt denken".

lesen sie sich mal die 'vorschläge' von gast barrent in ruhe durch:
populistische phrasen durch und durch.
was halt grad bei wutbürgern en vogue ist. was in seiner radikalität kein normal-denkender mensch überhaupt nur in erwägung zieht...

und der kollege hat das ganze ja aus wirtschaftlichen erwägungen aufgezählt: also rechnen sie die 'einsparungen' zusammen.
verglichen mit den beträgen, um die es in der realität geht, kommen sie nicht mal auf ein trinkgeld!

und darum geht es mir bei meiner kritik: wenn der portier einer AG bei vorstandsentscheidungen mitreden will, sich in keiner weise informiert aber laut schreit, dann wird er ausgelacht und/oder gekündigt.
wenn ein bürger keine ahnung hat, auch nicht nachdenkt oder sich informiert, dann singen wir das hohe lied auf die demokratie.

doch in wahrheit ist dieses verhalten ein schritt hin zum ende jeder demokratie!

Gast: Der Notar
16.11.2011 06:25
7 1

Runder Tisch

da saßen links die Verursacher des österreichischen Sumpfs - Schwarz und Rot - uneinig wie immer, im Haß vereint und doch aneinander gekettet. Rechts saß die Schutzmantelmadonna der Radfahrbeauftragten, der GenderInnen, der Luft und Liebe Förderungen, der sinnfreien und schiachen Alternativenergieproduzenten, kurzum Glawischnigg der Permanenttram.el, die für MEHR Steuern, MEHR Förderungen und MEHR sinnlos Jobs kämpft. Bleiben FPÖ und BZÖ. Mehr ist zu unserem Zustand nicht zu sagen.

0 1

Re: Runder Tisch

hahaha, du stehst also auf den volkswirtschaftsexperten strache?

hat er dir in der disco ein bier spendiert?
oder hat er dir in den schritt gegriffen?

macht nix, ein supertyp für superwähler.

sei froh, dass du vor der wahl keine auskunft über deinen iq und deine zurechnungsfähigkeit geben musst!

Antworten Antworten Zapflhuber
16.11.2011 23:18
0 0

Re: Re: Runder Tisch

Hauptsache SIE reden von Demokratie!

9 0

Punkte

ad 1: "Werner Faymann wird schön langsam zum unfreiwilligen Reformer – in erster Linie seiner eigenen Partei"

Faymann und Reformer in einem Satz zu nennen ist ein Widerspruch in sich.
"Berufsheer, das Nulldefizit, eine Schuldenbremse"
berufsheer? sehen sie sich die debatte in deutschland an?!
nulldefizit? schauen sie über den tellerrand.
EU, Euro, Zinstilgung, Verschuldung.

Schuldenbremse?
erhöhung von pensionen über 5.000 euro?!

zahlungen an die Firma Fruchtsaft Rauch als agrarförderungen um die 10 mio euro?!

Hr. Pink, bitte ein bisserl subtiler.

Antworten eggi53
16.11.2011 09:51
0 0

Re: Punkte

Sonst ist alles O.K. nur die Agrarförderung für Rauch kommt von der EU.

8 1

skeptische Grüne???

Wo bitte haben die lieben Grünen denn jetzt wieder ein Problem mit der "Schuldenbremse"?? Haben vor lauter linkem Populismus eigentlich noch irgendeinen volkswirtschaftlichen Durchblick? - Seit dem Abgang von Van der Bellen offensichtlich endgültig nicht mehr ...
Dass die Blauen in solchen Fragen ohnehin nicht ernst zu nehmen sind und immer nur auf Frontalopposition um jeden Preis spielen, war leider auch zu befürchten ...

Antworten Gast: Gäst
16.11.2011 00:51
5 0

Re: skeptische Grüne???

Na die Grünen haben erkannt das sich ihre "Wünsch dir was" Forderungen nicht ohne totalverschuldung des Staates möglich sind.

Gast: gastus764653
15.11.2011 22:38
4 2

Hier sollte eigentlich eine Philippika stehen!

"Österreich zählt nämlich schon jetzt zu den Reformverweigerern. Laut einer aktuellen Studie des Brüsseler Thinktanks „The Lisbon Council“ liegt Österreich unter allen Euroländern, was Fortschritte bei Reformen betrifft, um wettbewerbsfähig zu bleiben, auf dem 17.Platz. Von 17 bewerteten Nationen."

Wundert das wen, bei dem Personal, besonders bei diesem völlig unfähigen, stets nur Worthülsen und Schlagworte produzierenden Kanzlerdarsteller? Was soll mit dem anders werden? Die SPÖ hat noch nie eine derart unfähige Riege in der ersten Reihe gehabt wie derzeit.

Dass die "Presse" so freundlich über diese unfähigen Möchtegerns schreibt ist ja ein Skandal für sich. Man hält es nicht für möglich. Und man macht sich Gedanken (für die "Presse" gilt natürlich ebenfalls die Unschuldsvermutung, wie für die anderen Blätter auch, lauter Lamperln).

Gast: Yvonne O
15.11.2011 22:04
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Gestern plus 2,7% für die Pensionisten, heute Schuldenbremse, morgen plus 4,7% für die Beamten (3,1% plus eine halbe Biennalie zu 1,6%), das wird die Ratingagenturen und die Geldgeber Österreichs beeindrucken!

Österreich leidet nicht an zu wenig Einnahmen. Ganz im Gegenteil, u.a. die hohe Steuerlast lässt Österreich seit Schüssels Abgang in allen wichtigen Rankings zurückfallen.

ÖSTERREICH LEIDET AN VIEL ZU HOHEN JÄHRLICHEN AUSGABEN! Seit 40 Jahren!

Und an einer ungebremsten Ausgabendynamik!

Unvorstellbar! Als einziges Land der EURO-Zone plant Österreich in den nächsten drei Jahren eine weitere Erhöhung des Schuldenstandes/BIP.

DAS muss korrigiert werden!

Ob man dabei "ein paar Millionen für den Werner" an Alibi-Vermögenssteuer eintreibt ist nebensächlich. Es darf aber keine weitere tatsächliche Erhöhung der Abgabenquote passieren, sonst ist das Triple-A mangels Konkurrenzfähigkeit weg!

Aber da unsere Politkasperl ja anscheinend nur die neuen Steuern und Belastungen bis ins Detail wissen, bei den Einsparungen aber nur wischiwaschi daherreden, steht zu erwarten, dass ein allerletztes Mal die Abgabenqoute angehoben wird.

Dann aber ist die Wirtschaft kaputt und Österreich bankrott.

 
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