25.05.2012 22:51 | Meine Presse Merkliste 0

Nach der Pflicht kommt in Österreich der Sündenfall

RAINER NOWAK (Die Presse)

In der ÖVP ist zu hören, dass die Ablehnung der Reichensteuer aufgegeben wurde. Damit bricht Michael Spindelegger mit seiner bisherigen Linie. Sollte er nicht.

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Der Vizekanzler hätte den Moment länger genießen sollen. Dass Michael Spindelegger seinem Koalitionspartner Werner Faymann die Zustimmung zur Einrichtung und zu dem Beschluss einer Schuldenbremse abringen konnte, war einer seiner bisher seltenen Erfolge. Sehr viele werden nicht mehr folgen. Aber nach der Verkündigung der neuen finanzpolitischen Disziplin musste der Außenminister dienstlich in den Irak. Diese Disziplin scheint auch nicht lange zu dauern.

Für den kurzen Triumph und die tatsächlich richtige, weil notwendige Änderung der Verfassung scheint Spindelegger Zugeständnisse gemacht zu haben, wie in der ÖVP hinter vorgehaltener Hand bestätigt wird: Die Einführung einer neuen Reichensteuer, von der Volkspartei euphemistisch Solidarbeitrag genannt, steht offenbar unmittelbar bevor. Diese – vertrauliche – Zusage soll also die Grundvoraussetzung für den gemeinsam eingeschlagenen Sparkurs sein, auf den sich die beiden Herren geeinigt haben. Womit die große Gefahr besteht, dass eine Fehlentscheidung die Grundlage einer richtigen Entscheidung ist. Wenn es zu einer weiteren Besteuerung von Vermögen oder höherem Einkommen kommt, wäre das nur unter einer einzigen Bedingung politisch vertretbar: dass es zeitgleich zu einer massiven Entlastung von Leistung, vulgo Arbeit kommt. Diese kann sich Österreich in der jetzigen Situation aber wohl kaum leisten, wenn es nicht zeitgleich zu einer radikalen Einschränkung jedweder sozialer Transfers und Subventionen kommt. Was mit der SPÖ kaum durchführbar ist.

Bereits einmal verknüpften die Sozialdemokraten Vermögenssteuern und Sparpaket: Im steirischen Bad Loipersdorf forderten sie die Einführung neuer Abgaben auf Vermögen; im Gegenzug versprachen sie volle Unterstützung und Beteiligung an einer Verwaltungsreform. Als sich die ÖVP-Verhandler weigerten, wurden ein paar Einzelmaßnahmen zwecks Notbehandlung des Budgets beschlossen und Werner Faymann ließ den damaligen Finanzminister und Vizekanzler im Match gegen die Landeshauptleute unter Erwin Pröll allein stehen. Der Rest ist Geschichte.
Die ÖVP rückt ihrem Sündenfall – stimmt, der Begriff ist nicht ganz präzise, die Partei hat derer schon mehrere – näher: Neue Steuern werden eingeführt statt alte gesenkt, gespart wird vermutlich nur insofern, als der Zuwachs bei den Staatsausgaben eingedämmt wird. Spindelegger hat bisher eigentlich das Gegenteil versprochen.

Kompromiss sei eben das Werkzeug der Koalition, werden die Tauben unter den politischen Kommentatoren einwenden. Und außergewöhnliche Krisensituationen verlangten eben außergewöhnliche Entscheidungen. Stimmt schon, aber Schuldenbremse und Sparpaket sind Notwendigkeiten, die die finanzielle Situation erzwingt, Alternativen gibt es keine. Wer in den vergangenen Tagen gelesen hat, wie mehr oder weniger volksnahe kleinformatige Zeitungen in großen Lettern verkündet haben, warum nun aber wirklich gespart werden müsse (und keine Gebühren erhöht werden sollten), ahnt, dass die Bereitschaft zu einem Sparkurs stärker vorhanden ist als in den vergangenen Jahren.

In den Verhandlungen gilt es nun, noch Schlimmeres zu verhindern: Was bei Teilen der SPÖ unter Reiche fällt, gilt landläufig als Mittelstand. Vor allem muss man auf Restvernunft auf der Regierungsbank hoffen – bei wem auch immer. Wenn in der (Landes-)Verwaltung, dem Gesundheitssystem, dem Sozialnetz und vor allem der Pensionspyramide nicht strukturell an der Kostenschraube gedreht wird, geht das unwürdige Spiel mit internationalen Abwertungs(be)drohungen wieder von vorn los.

Dass Sozialminister Rudolf Hundstorfer Bewegung bei einer Erhöhung des Pensionsantrittsalters von Frauen signalisiert, wäre ebenso erfreulich wie die Pläne von Johanna Mikl-Leitner. Die Innenministerin will in den Bundesländern die Polizeikommandostrukturen massiv verkleinern. Das reicht in Österreich schon einmal, dass wir applaudieren würden. Nur könnte es eine politische Gegenleistung wie bei der Schuldenbremse und dem Ja zum Sparpaket gegeben haben. Und bis wir die kennen, warten wir lieber mit dem Klatschen.

 

E-Mails an: rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.11.2011)

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35 Kommentare
 
1 2
grazer100
18.11.2011 21:24
0 3

Sündenfall

Muss keiner von Seiten der VP sein, wenn sie sich zu einer (höheren) Besteuerung von (auch leistungslosem) Vermögen entschließen.
Dass die SP mit ihrem ursprünglich vollends unausgegorenen Angriff auf die Reichen dümmliche Propaganda betrieben hat, soll vergessen werden.
Es liegen genügend vernünftige Vorschläge vor, effizient wären insb.:
1.) Grund und Boden (sowie auch Abgaben auf Umwidmungen uä mehr in diese Richtung)
2.) Erben und Schenken (mit Freibeträgen).

SÄMTLICHE EINNAMEN DARAUS DÜRFEN NUR ZUR MINDERUNG DER ABGABEN AUF ARBEIT (insb. der unerträglichen Belastung der Mittelschicht) DIENEN.

Das Hauptaugenmerk muss auf EINSPARUNGEN gerichtet sein. Ich würde hier auch bei der SP nicht unbedingt tiefschwarz sehen. Denn es ist 5 vor 12.

Das mit der Schuldenbremse war ein sehr guter Beginn und ich habe es sehr begrüßt, dass Faymann und Spindelegger ihn gemeinsam in der ZIB2 präsentiert haben.
So soll es weitergehen und der Schulterschluss in der Steiermark sollte als Vorbild dienen: NICHT in der Öffentlichkeit Vorschläge diskutieren, sondern ZUERST gemeinsam zu vernünftigen Kompromissen kommen und dann die Maßnahmen durchziehen, was im übrigen auch die einzige Möglichkeit ist, der FP das Wasser abzugraben.
Es gibt genügend Potentiale, als eines der ersten muss auch der überbordende Molloch Sozialtopf angegangen werden. Bei der Verwaltung darf man sich nicht zuviel erwarten,sondern realistische Vorgaben (siehe Bsp Stmk) treffen.

Dr.Schwejk
18.11.2011 21:18
1 1

Seltsamer Satz im Kommentar

"In den Verhandlungen gilt es nun, noch Schlimmeres zu verhindern: Was bei Teilen der SPÖ unter Reiche fällt, gilt landläufig als Mittelstand."
Der Kommentator fürchtet nicht die "Reichensteurer", sondern dass er davon betroffen sein könnte.
Jaja! Das Hemd ist immer näher als der Rock.
Von dieser Sichtweise, die von den meisten Postern hier geteilt wird, profitieren die obersten 10 Prozent, die ca. 2/3 des gesamten Volksvermögens besitzen.
Der Mittelstand hofft aber vergeblich!
In der Aufschwungphase 2002-2007 haben nur die obersten 10% an Vermögen zugelegt, die meisten Bürger haben vom Aufschwung nicht profitiert und verloren hat - ja erraten - der "Mittelstand" ( http://www.youtube.com/watch?v=e8cyVVlhNwE&feature=related )

Gast: Freiheit
18.11.2011 16:43
4 0

der staat ist das bester unternehmen

man bestimmt selber die Preise (Steuern, Abgaben, Gebuehren), die Qualitaet des Services (einzig und alleine die Gewerkschaft redet noch mit), bei Zahlungsausfaellen - hat der staat das machtmonopol geld einzutreiben, sollten die einnahmen nicht reichen werden einfach neue einnahmen erfunden oder man enteignet hat noch ein paar mehr buerger (Das Volk hat 0 Mitspracherecht) und nach all dem kommen die immer noch nicht mit dem Geld aus???? kann mir jemand das erklaeren? und noch viel mehr warum das oesterreichische Volk sich das gefallen laesst?? der goldene essel fuer die zu sein. einzig und allein was das verursachen wird, ist dass sich die mittelschicht noch schwerer tun wird vermoegen und wohlstand zu schaffen. aber gut die spoe ist ja fuer die arbeiter, etc. so viel selbst betrug ist ja nur mehr schwer begreifbar. ueber die oevp verliert man besser kein kommentar mehr. da ist hopfen und malz verloren.

Antworten Kegele
20.11.2011 17:46
1 0

Re: der staat ist das bester unternehmen

Sie haben vollkommen recht!
Unser Staat genießt als Unternehmer Narrenfreiheit! Er nimmt sich die Freiheit zu kassieren wo und wie viel ihm beliebt und deklassiert die arbeitende Bevölkerung zu Narren mit Maulkorb.
Nur im Wahljahr dürfen wir wieder ein bisschen aufmucken. Das Volk als Arbeitgeber für die PolitikerInnen.
Wobei der Arbeitnehmer sich seine Entlohnung "mit größter Bescheidenheit" selbst bestimmt und dafür in Bezug auf Egoismus, Gier, Korruption und Volksverdummung einen kaum zu bremsenden Arbeitseifer an den Tag legt. Es ist höchste Zeit!
FRUSTRIERTE BÜRGERINNEN UND BÜRGER VEREINIGT UND EMPÖRT EUCH - VERLANGT NACH EINER DIREKTEN DEMOKRATIE

alpentiger
18.11.2011 16:36
3 0

Die Macht ist ein Luder ....

daher wird Spindelegger alles tun, also butterweich und wohlgeschmiert in die nächsten Wahlen zu gehen. Er weiss, dass er nur mehr gewinnen kann, denn die Partei ist ziemlich am Boden, die Strukturen ebenso wie die Personen in der ersten Reihe vorgestrig in den Seilen der Bünde, Pfründe und Privilegien gefangen.

Also kann er nur mehr der SPÖ und FPÖ nacheiern und hoffen, dass mit einer konsequenten Budgetlinie von Fekter in der Sparkompetenz Oberwasser zu bekommen.

Die ÖVP ist an mehreren Ecken kaputt: Der Zeitgeist (Reichenprügeln, Neidkomplex) spricht gegen die Schwarzen, die Anhäufung und von lausigem Management begleiteten Skandale wiegen schwer am Hals und die Strukturen des Beamtenklüngels sind tief verwoben mit Unbelehrbarkeit ebnso wie die chronische Subventionitis in der klassischen ÖVP-dominierten Gönnerrolle.

Die ÖVP will dafür Dankbarkeit in der Wahlzelle, die es wahrscheinlich schon grundsätzlich nicht gibt. Und das unter dieser von Anfang an schwächelnden Marionette der NÖVP. Weder mit Pröll noch mit Spindelegger wird das gelingen. Wenn der restliche Haufen nicht so was von zerstritten wäre, könnte man der ÖVP einen neuen Obmann aus einer ganz anderen Ecke (ohne Bauern, ohne ÖAAB) wünschen.

nachdenken
18.11.2011 16:10
3 1

wieso geht das dem österreicher nicht ins hirn?


diese regierungsscheißer saugen uns aus!

österreich könnte durch abbau sinnloser (!) verwaltungsebenen, harmonisierung der pensionssysteme auf asvg niveau, abbau des förderwahnsinn und stillegung der beamteten privilegienparadiese einen gewaltigen überschuß erwirtschaften oder die steuern massiv senken.

... also zum teufel mit diesen beamteten dauerversagern!

Antworten Dagobert
20.11.2011 17:02
0 0

Re: wieso geht das dem österreicher nicht ins hirn?

Es würde ihren Nick aufwerten, wenn sie das auch machen würden, für das er steht, bevor sie einen Beitrag schreiben.

mig29
18.11.2011 16:03
3 0

Das diese zur Beamtenpartei verkommene ÖVP umfällt, war zu erwarten!

Wer mit den ewiggestrigen reformunwilligen tiefroten Geldvernichtern eine Koalition eingeht ist selber schuld und wird vom Wähler (zumindest mal von mir) bestraft werden!
Solange die ÖVP sich nicht zu einer liberalkonservativen modernen und seriösen Partei wandelt werde ich das durchziehen. Ich kann diese Spindeleggers und Kopfs nicht mehr sehen. Von den roten Kotzbrocken ganz zu schweigen. Beide Parteien haben das Land an die Wand gefahren - allerdings muß ich beiden Parteien ein Kompliment machen - im Verschleiern des wahren Zustands Österreichs sind sie echt Klasse! Ob der Herr Strache die heilsbringende Lösung ist, möchte ich allerdings auch etwas anzweifeln. Das einzige was für ihn spricht ist, daß er sich noch nicht beweisen mußte.

Gast: Bademeisterin
18.11.2011 15:04
8 0

Glauben Sie mir

80 % Steuersatz bei mehr als 2500 Euro brutto und die Welt der Genossen ist wieder in Ordnung!
Daß die nicht früher draufgekommen sind???

Gast: uburoi
18.11.2011 13:19
2 0

Nach der Pflicht kommt in Österreich der Sündenfall

aber jungs!
wirs sind nach wie vor in der overtüre.
aber noch nicht im beschwingten teil.
also lobet die damen und herren!

Gast: radius
18.11.2011 13:03
2 0

Mich wunderts nicht mehr, dass die Zinsen in Österreich steigen,

während sie in Deutschland niedrig sind.

starclimb
18.11.2011 12:58
4 0

Die falsche Annahme dieses Kommentars (und vieler Wähler) ist dass die ÖVP grundsätzlich sparen will, aber wegen der SPÖ nicht kann

Dem ist aber nicht so.

Die (Pröll-)ÖVP will genauso wenig sparen wie die SPÖ, weil zwischen Häupl und Pröll gibt es keinen Unterschied.

Hier wird ein Good-Cop-Bad-Cop Spiel gespielt in dem es darum geht die Steuen maximal zu erhöhen (und Österr. hat mitlerweile die höchste Abgabenlast weltweit).

Und die ÖVP spielt halt den Good-Cop - besser ist sie deshalb nicht.

Aber es lassen sich sowieso immer weniger Wähler davon täuschen

Und Nowak sollte auch langsam erkennen, dass die heutige ÖVP einfach nur mehr aus Sozialisten besteht die halt von der schwarzen Reichshälfte aus das Volk ausplündern wollen.

Antworten Gast: Hurz IV
18.11.2011 14:10
2 0

Re: Die falsche Annahme dieses Kommentars (und vieler Wähler) ist dass die ÖVP grundsätzlich sparen will, aber wegen der SPÖ nicht kann

Die diesem Kommentar zugrundeliegende richtige Annahme ist, dass die klassischen OeVP-Kernwaehlerschichten bis auf die subventionsabhaengigen Bauern grundsaetzlich - und im Gegensatz zu den roten Transferleistungsempfaengern - durchaus fuers Sparen sind. Die falsche Annahme ist, dass diese Verraeter- und Umfallerpartei sich irgendwie um ihre Waehlertrottel schert; weil sie weiss, dass denen ausser der Cholera nur noch die Pest zur Auswahl steht.

Gast: zensuriert doch mal wen anderen
18.11.2011 12:00
5 0

umfragewerte

es ist bemerkenswert, dass es schon länger keine umfragen zu den werten der parteinen gegeben hat. ich würde vermuten SPÖ max 22%, ÖVP max 15%, FPÖ mind 33% und steigend. Das wird dann bei der nächsten Wahl wohl eine FPÖ Alleinregierung. Ich frag mich nur, wie diese Regierungsmannschaft dann ausschaut, aber schlimmer als die Deppen jetzt kanns wohl auch nimmer werden.

Gast: das hirn
18.11.2011 09:58
11 2

schlappschwänze

die schlappschwänze von der övp brechen einmal mehr in die knie. die sozialistische steuererhöhungs- und steuererfindungspartei bedient einmal mehr die neidproleten und führt die övp am nasenring herum. die roten denken nicht im geringsten - und auch die schwarzen nicht - irgend eine reform in angriff zu nehmen. es ist zu langweilig einmal mehr alle sparmöglichkeiten auf zu zählen. hemmungslos bedient rot und schwarz seine klientel, auch wenn dabei das land vor die hunde geht. der übelste kotzbrocken in diesem jammerspiel ist der ausgefressene beamtengewerkschafter neugebauer. wir behalten das triple aaa und zahlen zinsen wie die ramschländer. diese stümperregierung muss weg! ich habe mir die budgetreden bis auf ein paar nickerchen zur gänze angesehen. peinlich und erbärmlich, wie sich diese politnullen hände schüttelnd beweihräuchern, abermals die schulden erhöhen und die maastrichtkriterien N I C H T erreichen.

Gast: das hirn
18.11.2011 09:55
2 0

schlappschwänze

die schlappschwänze von der övp brechen einmal mehr in die knie. die sozialistische steuererhöhungs- und steuererfindungspartei bedient einmal mehr die neidproleten und führt die övp am nasenring herum. die roten denken nicht im geringsten - und auch die schwarzen nicht - irgend eine reform in angriff zu nehmen. es ist zu langweilig einmal mehr alle sparmöglichkeiten auf zu zählen. hemmungslos bedient rot und schwarz seine klientel, auch wenn dabei das land vor die hunde geht. der übelste kotzbrocken in diesem jammerspiel ist der ausgefressene beamtengewerkschafter neugebauer. wir behalten das triple aaa und zahlen zinsen wie die ramschländer. diese stümperregierung muss weg! ich habe mir die budgetreden bis auf ein paar nickerchen zur gänze angesehen. peinlich und erbärmlich, wie sich diese politnullen hände schüttelnd beweihräuchern, abermals die schulden erhöhen und die maastrichtkriterien N I C H T erreichen.

arko
18.11.2011 09:30
8 0

nicht einmal mehr peinlich...

das verhalten hochbezahlter totalversager!
die rechnung wird kommen

Gast: derökonom
18.11.2011 08:43
2 6

Peinlich

"Wenn es zu einer weiteren Besteuerung von Vermögen oder höherem Einkommen kommt...."

Also Herr Nowak, dieser Satz ist einfach nur peinlich. Bitte schreiben Sie uns doch morgen, wo Vermögen in Österreich überhaupt besteuert wird, bevor sie von einer "weiteren Besteuerung" fasseln.

Die Presse kapierts einfach nicht. Wir sind in einer Zeitenwende in der wir offenen Auges in eine Revolution der schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft laufen. Siehe UK, siehe Spanien, siehe USA, siehe Griechenland, siehe.....

Ja zu Effizienzreformen.
Ja zur "Stutzung" der Länder.
Ja zu Bürokratieabbau.
Ja zu Verwaltungsreformen.
Ja zu Schuldenabbau.
Aber auch ja zu einem Beitrag der Vermögenen in diesem Land. Damit wird man kein Budget sanieren, aber man kann die Menschen für Reformen mit ins Boot holen.

Antworten Gast: zensuriert doch mal wen anderen
18.11.2011 12:06
4 1

Re: Peinlich

es sind vollsurme wie sie, die die sozialistische einheitspartei spövp noch immer wählen. was ist so schwer daran zu verstehen, dass jedes vermögen in österreich irgendwann einmal mit einkommen, das ohnedies schon zu tode besteuert wurde, erworben wurde. vermögensbesteuerung bedeutet enteignung. sind sie wirklich derartig intellektuell unterprivilegiert, dass sie das nicht behirnen oder sind sie einfach ein neidgeplagter transferleistungsempfänger der angst hat, dass der staat bald seine mindestsicherung nicht mehr bezahlen kann.

Antworten Walter2
18.11.2011 11:40
4 0

Re: Peinlich

Lassen wir mal Einkommen, dass wird ja sowieso besteuert, weg. Wenn man also ein Vermögen von, sagen wir mal 200.000,- (Summe egal, es geht um's System) besteuert, so wird das Vermögen, bei jeder Steuerzahlung, um den Steuerbetrag kleiner.

Könnte man damit z.B. noch Besitzer von Bargeldbeträgen auf Konten (in Raten) bis auf Null (oder die jeweiligen "Maximalgrenzen") enteignen, wird es bei Grund und Boden, Firmenanteile, etc. schon schwieriger. Denn hier müssten diese Steuern durch Verkauf von m2 für m2, etc. bezahlt werden.

D.h. in allen Fällen, wo vorhandenes und schon besteuertes Einkommen daher nicht für die zusätzliche Zahlung solcher "Vermögenssteuern" (Substanzbesteuerung) ausreicht,
führt das also zur staatlichen Enteignung (bereits versteuerten Besitzes!) auf Raten.

Tod auf Raten. Die Kommunisten ware da mit deren sofortiger Totalenteignung wahrscheinlich sogar humaner.

Re: Re: Peinlich

Einwand zu Grund & Boden. Als Hausbesitzer bezahle ich mit der Grundsteuer schon für das "Vermögen".
Meine Grossmutter hat´s vor WK2 gekauft, irgendwann meinem Vater geschenkt. Der dann irgendwann mir.
Schenkungssteuer habe ich bezahlt, war mit Durchschnittseinkommen leistbar. Ebenso die Grundsteuer. Die Erhaltung von Vermögen kostet nunmal, ist ja beim Auto auch nicht anders.

Das Problem sehe ich eher in folgenden Punkten:

a) Wie Hr. Nowak (und viele andere) richtig schreibt: Ohne essentielle Einsparungen können wir Einnahmequellen suchen, bis der Arzt kommt. Wir werden immer am selben Punkt wieder ankommen.

b) Wenn ich davon ausgehe, ab spät. 2013 die doppelte Grundsteuer zu bezahlen, dann geht das schon auch noch. Aber: Das Geld wandert damt nicht in den Konsum, der direkt Arbeitsplätze und somit Steuern/Sozialabgaben schafft. Bei der aktuellen Abgabenquote wird dem Staat davon netto also vielleicht nichtmal die Hälfte tatsächlich bleiben. Die Überraschung darüber wird ebenso groß sein wie das zukünftige Budgetloch.

c) Wie man jene Hausbesitzer, die die Immobilie vermieten, daran hindern soll, die Kosten gleich weiterzugeben, ist mir schleierhaft. Ginge nur, wenn man nicht selbst genutzte Immobilien ausnimmt. Wäre diesfalls gespannt, wie die SPÖ den Spagat zwischen Hass auf Kapital und Unterstützung von Mietern hinbekommt;-)
Wird wohl dann eine Erhöhung von Transfers, die die Mehreinnahmen wieder wegfressen.

Gast: 1. Parteiloser
18.11.2011 08:36
5 0

Die ÖVP braucht dringend mehr Geld, viel mehr Geld!

Geht es doch darum die Rechte des dominanten ÖVP Flügels, der Gruppe um ÖÀAB/GÖD zu finanzieren. Deren Rechte brauchen einfach immer mehr Geld und immer mehr Geld. Der Spindelegger kommt ja selber aus dieser Gruppe.

Dass diese Regierung auch Ruhegenüsse bis über 100.000.- Euro pro Jahr unter "Soziales" bucht, dass passt zu den Versagern doch herrlich dazu. Das wird sicher nicht besteuert.

Österreich wird das ganz Schlimme nicht mehr verhindern können. Die Österreicher der Realwirtschaft werden noch viel mehr zur Kasse gebeten, die Menschen im Lebenstandard noch weiter abfallen. Die fallenden Realeinkommen machen dann auch noch die Inlandsnachfrage endgültig kaputt, weil die Beamten das ja niemals ausgleichen können. Das wird in weiterer Folge auch die Unternehmen immer mehr kaputt machen.

So wird es nur eine Zeitfrage sein bis Österreich nur noch aus einem riesigen geschützten Bereich und viele Transferleistungsbezieher bestehen wird. Ob das gut gehen kann?

Antworten Gast: 1. Parteiloser
18.11.2011 10:56
6 0

Das Resultat des gemeinsamen Regierungsversagens der SPÖ und ÖVP!

Wie krank in der Birne die Totalversager sind, das zeigt doch der Bundesvoranschlag wieder einmal deutlich:

Ausgaben:
2010: 67.287 Mio. Euro
2011: 70.162 Mio. Euro (+4,3%!)
2012: 73.585 Mio. Euro (+4,9%)

Das liegt doch immer weit über der offiziellen Teuerungsrate und auch weit über dem Wirtschaftswachstum.

Diese Kotzstaatlichkeit finanziert diesen Wahnsinn vorwiegend durch das brutale Abkassieren der kalten Progression, 2011 auch über andere Steuererhöhungen.

Die Arbeitnehmer in Österreich, also die Menschen, welche die Versorgung Österreichs sicherstellen, die hatten Reallohnverluste 2010, werden das auch 2011 haben, und auch 2012 wird kaum was bleiben, weil die ganze reale Lohnerhöhung an die Kotzstaatlichkeit gehen wird.

Heute kann man mit Sicherheit sagen, dass in Ö die Staatlichkeit die Bürger ausgeraubt. Die Staatlichkeit sind ja schon lange nicht mehr die Bürger nur die grausigen geschützten Bereiche!

Die ÖVP ist ein Teil der Kotzstaatlichkeit, heute ein sehr wesentlicher Teil.

Dass die angebotenen Alternativen auch keine Lösungen für Österreich und die Österreicher haben, Österreich auch nur ausrauben wollen, das ändert an der Tatsache des gewaltigen Regierungsversagen gar nichts.

Wie enorm das Versagen der Regierungsparteien ist, das zeigt doch der Zulauf zu einem gescheiterten Dentaltechniker auf. Das ist dann das demokratische Zeugnis für die Totalversager!

dadada
18.11.2011 07:37
2 8

sparen - ja aber nicht bei den pensionen,

bei den frauen, bei der bildung, beim kleinen arbeitnehmer!!!!

Reichensteuer: sofort Erbschaftsteuer mit freibetrag, schenkungsteuer mit freibetrag, vermögensteuern mit freibetrag, umwidmungsteuer, versteuerung von kapitaleinkünften mit pers. steuersatz, einkommensteuern ab jahreseinkommen von 100.000 auf 60% anheben dafür bis zur sozialversicherungshöchstbeitragshöhe absenken.


Antworten Walter2
18.11.2011 11:44
3 0

Re: sparen - ja aber nicht bei den pensionen,

Machen Sie das zu Hause auch so? Wenn Sie "sparen" (bitte das Wort im Duden nachschlagen, was damit in der deutschen Sprache gemeint ist), geht das auch so, dass Sie sich einfach mehr Geld zum ausgaben beschaffen?

Antworten Antworten dadada
18.11.2011 12:19
0 3

Re: Re: sparen - ja aber nicht bei den pensionen,

es geht um vermögensteuern.
falls es ihnen nicht entgangen ist sollen die wieder oder neu eingeführt werden.

dann kann man bei den anderen steuern welche senken....

 
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