25.05.2012 22:52 | Meine Presse Merkliste 0

Lasst uns den Mann mit dem Schlapphut verprügeln

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Österreichische Politiker behaupten, sie hätten auf Ratings keinen Einfluss. Auf eine gewisse, allerdings niederschmetternde Art stimmt das vielleicht auch.

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Sie sind da“, raunt man sich dieser Tage in Wien zu. Die Mutmaßungen über die Anwesenheit von Mitarbeitern der Ratingagentur Moody's in der Reichs- und Welthauptstadt der Ratingagenturverachtung hören sich ein wenig so an, als tausche man bange Befürchtungen über die nächtliche Landung außerirdischer Wesen mit siebzehn Ohren, 50 Haifischzähnen und gepanzerten Dinosaurierschwänzen aus.

Ja, tatsächlich, sie sind da, mehr noch: „Sie sind immer da“, beteuerte am Freitag ein österreichisches Regierungsmitglied im Gespräch mit dieser Zeitung, und es ließ sich ein leicht verschwörerischer Unterton nicht ganz verleugnen. Vielleicht tragen sie ja schwarze Schlapphüte und Staubmäntel und schauen aus wie der Typ aus der Merkur-Werbung, den sie irgendwann einmal verprügelt haben, weil er, Anonym, die bittere Wahrheit verkündete: „Es ist verdammt hart, der Beste zu sein.“

Heutzutage, das zeigt die Zinsentwicklung auf dem Staatsanleihenmarkt, ist es sogar schon verdammt hart, nicht der Schlechteste zu sein. Wie konnte es kommen, dass Österreich möglicherweise in absehbarer Zeit auch schriftlich bescheinigt wird, was die Märkte bereits jetzt sagen, dass nämlich das Land nicht mehr über die höchste Bonität verfügt?


Puh, sagen die Politiker, schwer zu sagen. Wir Österreicher hätten darauf ja keinen wie immer gearteten Einfluss, erklärte vor Kurzem der Außenminister. Wenn das stimmt, dann auf eine niederschmetternde Weise, nämlich dadurch, dass wir nichts tun. Man sollte von so jemandem nicht nur keine Staatsanleihe, sondern nicht einmal einen gebrauchten Ärmelschoner kaufen.

Aber Michael Spindelegger ist mit seiner Ansicht nicht allein. Es ist auf Regierungsebene Common Sense, dass die Debatte über die österreichische Bonität eine Verschwörung von maximal zehn Entscheidern ist – Chinesen, Amerikanern, Indern vielleicht, sicher Russen, die üblichen Verdächtigen halt –, die die Stabilitätsfestung Europa aus Geldgier sturmreif schießen wollen.

Man ist schon zufrieden, wenn beim Vortrag solcher Verschwörungstheorien auf jene milden Formen des Antisemitismus – Stichwort „Ostküste“ – verzichtet wird, mit denen dieser Eintopf aus Ratlosigkeit, Überforderung und Gutgläubigkeit üblicherweise gewürzt wird.

Die Frage, ob es denn nicht sein könnte, dass die Käufer von Staatsanleihen immer höhere Zinsen verlangen, weil sie es für immer unwahrscheinlicher halten, am Ende der Laufzeit ihr eingesetztes Kapital vollständig wiederzubekommen, und ob dieses schwindende Vertrauen nicht etwas mit der Zaghaftigkeit der österreichischen Reformbemühungen zu tun haben könnte, wird schlichtweg für unzulässig erklärt: Papperlapapp, es habe sich doch während der zehn Tage, in denen die Zinsaufschläge signifikant gestiegen seien, nichts, absolut nichts verändert.

Eben.


Natürlich ist gegenüber Ratingagenturen und ihren Bewertungen Skepsis angebracht. Sie machen Fehler, und diese Fehler können für die Betroffenen dramatische Auswirkungen haben. Aber die Idee, man bräuchte neue Gesetze, um Ratingagenturen für Fehler zur Verantwortung zu ziehen, kann nur in Gesellschaften aufkommen, in denen man den Wettbewerb nur vom Hörensagen kennt. Außerdem: Wer zieht denn all die anderen Prognostiker und Bewerter, von der Finanzministerin („Es gibt sicher keinen Schuldenschnitt“) bis zum NotenbankGouverneur („Das österreichische Bankensystem ist robust“) zur Verantwortung ? Die Dämonisierung der Ratingagenturen ist nichts weiter als eine billige Ausrede für die eigene Untätigkeit. Staaten wie Österreich, die es nicht schaffen, ihr strukturelles Defizit abzubauen und sich deshalb auch in Zeiten der Hochkonjunktur verschulden müssen, beklagen sich tatsächlich darüber, dass die Ratingagenturen erst jetzt, obwohl doch gar nichts passiert sei, Druck ausüben. Das ist fast schon wieder witzig.

Die Versuchung, den Mann mit dem Schlapphut zu verprügeln, der einen dabei ertappt hat, dass man dem Publikum schlechte Qualität unterjubeln wollte, ist irgendwie verständlich. Aber eben auch sehr entlarvend.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2011)

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43 Kommentare
 
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offspring
19.11.2011 22:44
0 0

Guter Kommentar

Sehr geehrter Herr Fleischhacker, sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen, die Ratingagenturen als Sündenbock hinzustellen, ist leicht, das Problem ist aber die überbordende Staatsverschuldung und die Untätigkeit der verantwortungslosen Politiker.

Ka_Sandra
19.11.2011 18:54
0 0

So ein Sündenbock ist echt praktisch!

Boten, die eine schlechte Nachricht überbrachten, wurden in der Antike kurzerhand umgebracht, und auch heute würde so mancher Finanzminister oder Regierungschef die Ratingagenturen am liebsten zur Hölle wünschen.

Aber wenn auch die Ratingagenturen ihre Macht ein bisschen gar zu penetrant demonstrieren und im Übrigen nicht vor groben Fehleinschätzungen gefeit sind, mit Ratingagenturen-Bashing verkehrt man die Verantwortung ins Gegenteil.

Keine Frage, so wie ein Arzt für grobe Kunstfehler und krasse Fehldiagnosen zur Verantwortung gezogen werden muss, so sollte man auch Ratingagenturen belangen können – vielleicht mit Entzug der Lizenz oder Ähnlichem?

Aber wer einen Arzt schon dafür belangen will, dass er eine gefährliche Krankheit diagnostiziert hat, macht sich selbst lächerlich, vor allem dann, wenn er diese Krankheit durch Fehlverhalten selbst hervorgerufen oder zumindest verschlimmert hat.

Wien8
19.11.2011 17:57
0 0

Die Ausfallswahrscheinlichkeit

war z.B. bei den griechischen Staatsanleihen immer schon eingepreist. Als dann der Ausfall einzutreten drohte, hiess es plötzlich, dass (obwohl man schon im Vorfeld für diesen Fall kassiert hat) die stabilen Länder bedroht seien, wenn sie nicht zahlten. Die stabilen Länder haben gezahlt und werden jetzt (auch aufgrund dieser Zahlungen und Garantien) eines nach dem anderen heruntergestuft und müssen in Form höherer Risikospreads noch einmal zahlen.
Aber die Agenturen und Banken müssen ja auch von irgendwas leben!!

Gast: Gast.Gast
19.11.2011 14:16
0 0

im Verein

Ratingagenturen darf man nicht getrennt von ihren Auftraggebern sehen. Sie sind sozusagen eine Vorfeldorganisation.

Gast: Neoliberaler
19.11.2011 13:53
0 0

Verteufelung

Die Ratinagenturen sind keine Böslinge, sondern einfach ein Realitycheck, während die Schuldenpolitik nach dem Prinzip „die Zukunft wird‘s schon richten" agiert. Natürlich stehen Ratingagenturen auch nicht außerhalb dieser Welt und ihre Kriterien können auch mal von politischem Interesse beeinflusst sein, aber trotzdem konfrontieren sie Geldinstitute und Landesfinanzen mit einer oft unangenehmen Realität und haben somit auch die Funktion von „whistleblowern“.

Gast: Conan der Knusperkönig
19.11.2011 13:05
1 2

Ratingagentur-Probleme simplified:

-) Da es nur drei weltweit anerkannte Ratingagenturen gibt, fehlt es an genug Marktteilnehmern. Damit wird Absprachen, Bestechungen und der Bekämpfung neuer Markteinsteiger ein ausgezeichneter Nähboden gelegt.
-) Ratingagenturen werden von den Instituten bezahlt die sie überprüfen sollten. Dadurch entsteht die Tendenz diese Unternehmen eher positiv zu bewerten. Lehman Brothers Inc. wurde bspw. unmittelbar vor seiner Insolvenz noch mit A+ (S&P) und mit A1 (Moody's) bewertet.
-) Aus politischem Druck bewerten Ratingagenturen einflussreiche Staaten bedeutend wohlwollender als kleinere Länder. So entbehrt das Fitch AAA-Rating der USA jeglicher sachlichen Grundlage.

Wenn man diese Fehler korrigieren würde, dann wäre man auch die meisten Probleme mit den Ratings los.

Aber die bisher auf den Tisch gelegten Strategien nur eine Symptombekämpfung, und zeugen von der Hilflosigkeit unserer Politiker. Herr Fleischhacker hat recht: Diese Leute hätten Grund genug sich selbst an den Ohren zu ziehen.

Aber die Implosion der Ratings als unglückliches Missgeschick abzutun, das zu keinerlei Änderung der oben genannten Rahmenbedingungen für Agenturen führen sollte, ist noch verantwortungsloser als die undifferenzierte Brandmarkung der Agenturen zu Sündenböcken. In der Mitte liegt die Wahrheit, und Herr Fleischhacker hat leider gezeigt, dass es er an der gleichen Krankheit leidet wie die von ihm so wortgewaltig verhöhnten Politiker: Inkompetenz.

Ihr Knusperkönig

Gast: Ceterum
19.11.2011 12:19
2 5

Selten...

...ein solches Blabla gelesen.

Svenco
19.11.2011 10:56
0 5

Österreicher haben viel zu viele Sünden begangen!

Man hat sich im Schutze der EU sehr stark gefühlt und über allen gelaestert. Die Rechnung kommt in Raten. Allerding die grosse Rechnung steht noch aus. Die Türkei... In keinem Land der EU wird gegen die Türkei so vehement argumentiert und die Türkei beleidigt. Warum eigentlich? Frankreich oder Deutschland kann ich schon verstehen, da diese keine starke Konkurrenz in der EU haben möchten aber warum gerada das kleine Österreich?
Österreich sollte langsam ernsthaft an einen Anschluss an Deutschland denken. Sonst ist das Land Vogelfrei!

Gast: Ulrich_L
19.11.2011 10:49
2 0

sind 2,8% Zinsen viel ?

Billiges Geld verleitet eben zum Schuldenmachen: Und wenn dann die Zinsen wieder steigen ist Feuer am Dach.
Ein Blick auf die historischen Werte der SMR ( Sekundärmarkt Rendite Bund ) hilft zu erkennen, dass wir uns im Moment auf einem historischen Zinsentiefststand befinden und uns wohl langsam wieder einem normalen Zinsniveau annähern werden.

Jetzt : 2,8% ( um Gottes Willen die Zinsen steigen !!!)
2010 : ca. 2 %
2009 : ca. 3.5%
2008 : ca. 4.1%
2007 : ca. 4.2%
1994 : ca. 6.7%
1990 : ca. 8,74 %
Im langjährigen Durchschnitt ergibt das einen Wert so um die 5%.

natürlich ließ sich in den Jahren 2009 und 2010 das ersparte Geld trefflich ausgeben.
Bei ca. 200 Mrd Schulden ist ein Prozent immerhin 2 Mrd. Euro!!!
Eine Firma würde einen solchen Glücksfall dafür nutzen Verbindlichkeiten abzubauen oder eine Reserve für die mageren Jahre aufzubauen.
Anders bei der öffentlichen Hand: da findet sich immer eine offene Hand die bereit ist das Geld zu nehmen.

Antworten cunifra
19.11.2011 13:16
0 0

Man muß halt immer die Relationen, die Zusammenhänge und Zielstellungen sehen.

Wenn die Zinsen unter der Inflationsrate liegen (am besten dann festverzinsliche Anleihen geben), dann ist es geradezu dumm, nicht auf diese Gelder zurück zu greifen, insbesondere dann, wenn damit in Wirtschaftskraft investiert wird. Aber der Teufel steckt im Detail. Beispiel Bildung und Forschung: Man kann in das Bildungs- und Hochschulsystem noch so viele Finanzmittel hineinstecken. Wenn man nicht weiß, wohin die Reise geht, also in zukunftsträchtige Projekte investiert, werden die Gelder ohne Resultate zu zeigen, einfach verpuffen.

PS: Wenn jetzt global bei Staaten wie bei privatwirtschaftlichen Investitionen so gespart wird: Was werden die „Finanzkapitalisten“ und die Pensionsfonds dann mit ihren Geldern machen? Müßten die Zinsen aus diesem Grunde demnächst nicht wieder fallen? Denn unabhängig von Risiken und Einschätzungen der Ratingagenturen: Das Überangebot an Geldern und Finanzmitteln müßte den Preis nach unter drücken.

auer47
19.11.2011 10:48
8 0

Deppen

Schüssel hat wichtige und richtige Reformen begonnen, teilweise durchgesetzt. Faymann hat am 24.9.2008 fatale Parlamentsbeschlüsse dagegen durchgesetzt. Überall waren ÖGB, AK und SPÖ treibend, dass notwendige Reformen verhindert werden. Jetzt kommt Österreich allmählich in eine enge Lage. AAA wackelt. Die Regierung ist endlich aufgewacht und will eine Schuldenbremse. Trotzdem bremsen SPÖ ÖGB und AK. Verantwortungslos. Ist denen Griechenland, Spanien, Portugal nicht Warnung genug ?? Geringere Politiker- und Managergehälter werden den Staat nicht retten. Das glauben nur einige Deppen

Antworten joquer
19.11.2011 14:06
1 1

Re: Deppen

Da haben Sie grundsätzlich Recht. Allerdings macht man sich schon so seine Gedanken, wenn das Durchschnitsgehalt eines Managers in den letzten Jahren gegenüber dem generellen Durchschnittsgehalt um ein mehrfaches gestiegen ist.

Antworten Antworten Dr.Schwejk
19.11.2011 16:39
0 0

Re: um ein mehrfaches

Korrektur:" um ein Vielfaches"

Antworten Antworten Antworten joquer
19.11.2011 18:40
0 0

Re: Re: um ein mehrfaches

Da haben Sie natürlich Recht. Vielen Dank.

nachdenken
19.11.2011 10:27
4 0

Politiker sind Teil des Problems - somit werden diese auch nicht Lösen können!

Den Bock zum Gärtner machen, war noch nie eine gute Idee, ist aber europaweit passiert. Siehe an den Extrembeispiel Griechenland und im Interview mit Vasilakou. (Das sie Griechin ist, ist wohl eine seltsame Ironie!)

Europa, aber v.a. seine Nationalstaaten können aus aktueller Sicht, nicht mehr von den Parteien an der Macht gerettet werden, die durch Wahlzuckerln Ihr Klientel angefüttert, durchgefüttert und jetzt Teil von ihr geworden sind.

Solange das Parlament aus Beamten besteht und eine demokratisch notwendige Gewaltentrennung von Executive, Legislative und Judikative nicht vollzogen ist, frisst der Hund in aller Ruhe die Wurst, auf die er NICHT aufpassen kann.

europa
19.11.2011 10:11
0 0

DANKE


Antworten Gast: Opa Gustav
19.11.2011 10:18
0 0

Re: DANKE

Bitte sehr, gern geschehen!
Bei Bedarf wird gerne nachgeschenkt!

diabolo
19.11.2011 07:35
6 0

Wenn ich zu hohes Fieber hab schmeiss ich auch nicht das Thermometer weg!


Antworten Gast: Heiliges Thermometer
19.11.2011 09:43
1 0

Re: Wenn ich zu hohes Fieber hab schmeiss ich auch nicht das Thermometer weg!

Man solle sich das Thermometer für Fieber auch nicht zu tief in was auch immer hineinstecken. Für Wirkung und mögliche Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

Gast: CE
19.11.2011 05:02
2 0

Die Ratingagenturen bewerteten

und bewerten die Staaten immer noch ZU POSITIV. Und ehrlich gesagt bin ich froh wenn Moody's und Konsorten Ö und die anderen Pleitegeier schnellstmöglich auf Ramsch-Niveau absenken. Dann dürfen (sagen wir lieber dürften) nämlich meine sauer verdienten Euronen in der Sozialversicherung und Abfertigungskasse nicht mehr in solche Pleitegeier-Anleihen investiert werden!!! Endlich wachen die Rating-Heinis auf und tuen zumindest halbwegs in ihren Job. Mein Mitgefühl haben nur die US-Bürger den da werden sich die Ratingagenturen nichts Dummes (=zu viel Herabstufung) trauen. Was das heisst: die pensionskassen dort kaufen weiter lustig US-Anleihen und das Anlegergeld löst sich in Luft auf.

Antworten Gast: Doll ar
19.11.2011 09:57
0 2

Re: Die Ratingagenturen bewerteten

Wenn Österreich Ramsch-Status erhält, dann werden auch deine Abgaben in eine von dir für unmöglich gehaltene Höhe steigen. Gleichzeitig wird dein Pensionsanspruch stärker sinken (sowohl der staatliche Anteil, als auch der privat veranlangte).

Masochismus ist hier sicherlich unvorteilhaft, besonders dann, wenn man nicht im Staat mit der Lizenz zum Drucken der Weltleitwährung ist.


Antworten Antworten Gast: biserl
19.11.2011 14:10
0 0

Re: Re: Die Ratingagenturen bewerteten

Ja, es ist hart.

Aber je länger das strukturelle Defizit nicht korrigiert wird, desto schmerzhafter wird es am Ende. Oder glaubt jemand das irgendwer weiter in Staatsanleihen investiert, wenn EU Staaten anfangen die Anleihen nicht mehr zu bedienen (momentan ist es Griechenland, aber die wenigsten Staaten in der EU bzw. USA können ihre Zinsen ohne kontinuierliche Neuaufnahme von Kapital decken).

Jetzt kommt aber der Hammer. Was ist "Strukturelles Defizit"? Wer berechnet wie das BIP? (Siehe Griechenland, Zahlen können bzw. wenn die Lage mies sind fast zwangsweise geschönt)

Also was lässt sich kontrollieren? Das Defizit als ganzes, d.h. ein Lösung wäre kein Defizit zu erlauben. (daraus ergibt sich folglich ein Strukturelles Defizit von 0)

Das ist natürlich problematisch weil es kann Notsituationen geben, aber Wahlzuckerl verteilenden Politikern die an ihre Wiederwahl nächstes Jahr denken ist nicht zu trauen.

D.h. Defizitaufnahme nur für Notsituationen, gekoppelt mit sehr unpopulären zwingenden Sparmassnahmen, so das kein Politiker das freiwillig macht.

Und das dann als unveränderliches Verfassungsgesetz (siehe D, das Grundgesetz hat Teile die nicht verändert werden können per Gesetz, sondern nur indem eine komplett neue Verfassung vom Volk eingeführt wird).

Westend
19.11.2011 00:39
0 0

Der Bankensektor ist vielleicht auch zu groß

und risikobehaftet, Dagegen sind unsere Politiker wohl wirklich machtlos. Kann man nichts machen wenn unsere Banken so "erfolgreich" Kredite vergeben im Osten...

Antworten Gast: Optimist
19.11.2011 10:00
0 1

Re: Der Bankensektor ist vielleicht auch zu groß

Machen sie sich keine Sorgen, der EURO-Rettungschirm ist groß genug.

Er wird auch uns, d.h. unsere Politiker und Banken retten, und dann geht es uns allen wieder viel besser.

Antworten Antworten Gast: Gastxy
19.11.2011 14:22
1 0

Re: Re: Der Bankensektor ist vielleicht auch zu groß

Der Rettungsschirm ist doch nur eine blöde Wortschöpfung, in Wirklichkeit handelt es sich um Futter für Hyänen.

Gast: derhutbrennt
18.11.2011 23:43
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bei den milliardenhilfen durch die steuerzahler gabs natürlich keine schuldenbremse und kein gesudere der wall street gelenkten ratingagenturen. von den steuerzahlern und arbeitnehmern nimmt man alles, was man nur kiegen kann- und als dank werden die steuerzahler ein weiteres mal mittels schuldenbremse u.sozialabbau ausgenommen.

die steuermisstände der reichen eliten u.multikonzerne (bspGR)müssen nun wieder nur die bürger u.steuerzahler ausbaden. die sogenannte schuldenbremse hätte man längst für die korrupten, bankrotten länder und bankenmärkte einsetzen müssen. diese verantwortungslosen finanzstrukturen werden aber mit abermilliarden steuergeldern der hackler und arbeitnehmehr subventioniert. die eu ist nur mehr ein handlungsunfähiger satellitenstaat der USA,desIWF,u.der weltbank geworden. die europäer wurden durch die eu nun an die kapitalmärkte samt deren ratingagenturen ausgeliefert.
war dieser niedergang europas absicht oder nur ein tragischer zufall?
die udssr, das römische reich, usw. alle zerfielen, weil die dekadenz der mächtigen zu groß wurde. auch die eu wurde nie eine soziale wertegemeinschaft der bürger. diese union hat leider offenkundig nur mehr das ziel, alle eu länder zu schwächen u.den sozialabbau bei den bürgern durchzusetzen u.die unabhängigen länder endgültig den bankenmärkten auszuliefern(GR,IR,SP,Portugal.)u.dies ist gelungen. der USgelenkte IWF gibt den europäern nun schon vor, was zu tun ist u.in europas politik hat der soziale frieden u.soziale wohlstand für europas bürger keine politische priorität mehr. die privaten kapitalvermögenszuwächse für die krisengewinner u.reichen sind das wichtigste geworden.und die interessen der bürger(pensionen,gesundheit,familien..) sind nur mehr untergeordnete nebensache oder sogar störend geworden. für sowas hatte die eu nie interesse.

 
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