25.05.2012 23:02 | Meine Presse Merkliste 0

Die Österreichische Volkspartei, die etwas gemäßigtere SPÖ

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Die ÖVP inszeniert sich gern als Bollwerk gegen den Steuerstaat. Wenn es eng wird, zeigt sich aber, dass die Partei selbst nicht an die eigene Botschaft glaubt.

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Dürfte sich die ÖVP aussuchen, wie sie von der Außenwelt wahrzunehmen ist, dann würde das ungefähr so aussehen: Wir hätten es mit einer Partei zu tun, die heroisch für das Ende der „roten“ Schuldenpolitik und einen ausgeglichenen Staatshaushalt kämpft, aber auch der sozialen Wärme des wohlfahrtsstaatlichen Modells einiges abgewinnen kann. Die ÖVP ist schließlich keine „kalte“ marktverliebte Technokratentruppe, sondern eine leistungsorientierte Bewegung mit menschlichem Antlitz. Vor allem aber eine unbestechliche Anwältin der Einsatzbereiten, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen, weshalb mit der Partei auch über höhere Steuern nicht zu reden ist.

Strategisch betrachtet wäre das eine Position, mit der für die in Umfragen an stabiler dritter Stelle klebende Partei vermutlich einiges zu holen sein könnte. Schließlich gibt es durchaus einen Markt für eine Partei, die mit einer überzeugenden Sanierungsstrategie in die nächste Wahl geht. Warum aber könnte? Weil das Selbstbild der ÖVP mit der Realität nicht mehr viel zu tun hat – und die potenzielle Wählerschaft das auch weiß. Das beginnt schon einmal damit, dass es die „rote“ Schuldenpolitik nicht gibt. Klar, Bruno Kreisky hat die Saat für die staatliche Umverteilungspolitik auf Pump gesät – aber die ÖVP ist seit 1986 ohne Unterbrechung mit von der Partie. Also seit einem Vierteljahrhundert.

Der heutigen Führung der Partei ist auch in keiner Sekunde zuzutrauen, die Koalition aufzukündigen, sollte die SPÖ auf höheren Steuern beharren, um den staatlichen Ausgabenrausch fortführen zu können. Der Großteil des politischen Kaders der ÖVP ist nämlich davon überzeugt, dass es vernünftiger wäre, Steuern zu erhöhen, als Staatsausgaben zu kürzen. Geradezu charakteristisch für die fortschreitende Versozialdemokratisierung des bürgerlichen Lagers war eine in der Vorwoche mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble abgehaltene Pressekonferenz. Während Schäuble eine kompromisslose Rückkehr zur finanziellen Stabilität einforderte, um das Projekt Europa zu retten, sorgte sich Österreichs Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner um die Finanzierung des Staates.

Mitterlehner ist es auch, der sich für höhere Steuern erwärmen kann: 30 Prozent des Sanierungsbedarfs sollten seiner Ansicht nach auf diese Weise lukriert werden. Bevor eine einzige Ausgabenkürzung ausverhandelt ist, skizziert der Wirtschaftsminister bereits den Verhandlungsspielraum in Sachen Steuererhöhungen. Ein politisch erfahrener Mann wie Mitterlehner muss einfach wissen, dass ab diesem Zeitpunkt nur noch über höhere Einnahmen gefeilscht wird. Was derzeit ja auch passiert.

Wie flink die ÖVP ihre Grundsätze mittlerweile anpasst, zeigt ein weiteres Beispiel. Um die Grünen von der Einführung einer „Schuldenbremse“ zu überzeugen, lässt die angebliche Anwältin der Leistungsbereiten durchblicken, in Sachen Wiedereinführung der Erbschaftssteuer gesprächsbereit zu sein. Obwohl vor Kurzem noch die Parole ausgegeben wurde, dass mit der Volkspartei eines definitiv nicht zu machen sei: eine Besteuerung der Substanz, was der Zugriff auf ererbtes Vermögen zweifellos wäre.


Dazu passt, dass der Durchbruch in Sachen „Schuldenbremse“ mit den Grünen versucht wird, nicht mit dem BZÖ. Das ist insofern überraschend, als die schrullige Minipartei im Gegensatz zu den Grünen deutlich „bürgerlichere“ Forderungen stellt, etwa die Festlegung einer Obergrenze für die Steuer- und Abgabenquote. Das wiederum ist einer jener Punkte, die zwar im bürgerlichen Lager Applaus fänden, nicht aber im Funktionärskader der Partei. Die ÖVP von heute hält es schlichtweg für falsch, den Zugriff des Staates auf die Taschen der Bürger zu begrenzen.

Das alles offenbart, wie weit sich die Partei im Laufe ihrer 25-jährigen Regierungstätigkeit von der Lebensrealität jener Wähler entfernt hat, für die sie da zu sein vorgibt: die Nettozahler des Systems. Möglicherweise ist das ja auch eine Gruppe, mit der aus Sicht der Parteiführung keine Wahlen zu gewinnen sind. In diesem Fall wäre es freilich nur fair, das dieser Wählerschicht auch offen zu sagen. Statt ihr nach dem Mund zu reden, um im Umdrehen die nächste Steuererhöhung abzusegnen und das auch noch als Akt der Staatsräson zu verkaufen.

 

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.12.2011)

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74 Kommentare
 
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Der Großteil des politischen Kaders der ÖVP ist nämlich davon überzeugt, dass es vernünftiger wäre, Steuern zu erhöhen, als Staatsausgaben zu kürzen.

ist es auch!
und nicht nur der großteil der kader ist dieser ansicht. auch der großteil der österreicher, wenn sie daran denken, was sparen bei den staatsausgaben für ihre geldbörse bedeutet.

von vertretern der gegenteiligen meinung wird unseriös und sinnentfremdend argumentiert: es werden strukturelle defizite und sparen an dieser stelle ins rennen gebracht.
dort MUSS gespart werden! doch eine pensions-, verwaltungs-, gesundheits- und andere große reformen KANN NICHT im nächsten jahr kommen und wirksam werden. das dauert jahre und es kommt oft sogar zu anlaufverlusten.

mit dieser einsparmöglichkeit kann somit kurz- und mittelfristig nicht argumentiert werden.

wenn nächstes jahr von den berichteten 2 mrd 70% durch ausgabenkürzungen aufgebracht werden sollen, dann fehlen diese 1,4 mrd speziell in den taschen jener, die sie umgehend wieder ausgeben würden. -->sie fehlen der wirtschaft.
und die spirale fängt an, sich zu drehen. nach unten.

das wissen proponenten dieser fraktion. deswegen argumentieren sie unseriös mit den strukturreformen anstatt die möglichen anzuführen.
der idee dahinter: auch ein abwärts der spirale bringt gewinner hervor. der durchschnittsösterreicher wird allerdings zu den vielen verlierern zählen.

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"der Einsatzbereiten, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen"


ja, die leistungsträger, die nettozahler...

diese sind gewisser zahl im bereich des höchststeuersatzes anzutreffen (also ca > 6000 pro monat), und in viel größerer zahl im einkommensbereich darunter.
diese beiden gruppen unterscheiden sich nicht wesentlich in beruflichem können und einsatz. die zugehörigkeit zur oberen gruppe ist sehr häufig mit zufall und glück verbunden (vielleichtz wäre mateschitz heute ein mittelmäßig verdienender werbetexter, wenn ihm im urlaub (?) an einem thai-strandkiosk kein roter bulle kredenzt worden wäre. DANACH hat er es mit können und einsatz zum zweitreichsten ösi gebracht.)

doch ähnlich ist es auch in der gruppe der nettoempfänger: auch dort arbeiten sich viele den rücken krumm und geben ihr bestes, und kommen dennoch nicht weiter auf der einkommensleiter.

natürlich gibt es in allen gruppen leute die nicht 'verdienen', was sie verdienen. in allen!

welcher gruppe nun jemand angehört, ist nicht zu geringen teilen resultat der von schellhorn verwendeten charakterisierung. sonst gäbe es in ö mehr als eine million millionäre!

dass schellhorn und seine anhänger es dennoch immer wieder betonen, halte ich für unredlich und fies!


migele
16.12.2011 18:02
0 0

Mittelstand

Der "Mittelstand" ist jener große Teil in der Bevölkerung, dessen Wohlstand und stabile Lebensverhältnisse mehr oder weniger stark von funktionierenden öffentlichen Leistungen (z.B. Familien- und Wohnbauförderung; kostenlose oder finanziell günstige Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, Gesundheits- und Altersversorgung etc) abhängt. Eine Budgetsanierung die ausschließlich auf Sparmaßnahmen beruht trifft daher den Mittelstand massiv, weil ein mehr oder weniger großer Teil des Mittelstandes seinen Lebensstandard nur halten kann, wenn er die ausfallenden öffentlichen Leistungen selbst finanziert. Viele können das ganz oder teilweise nicht. Eine Budgetsanierung die zumindest teilweise über Steuerleistungen erfolgt kann dies z.T. abmildern, Steuern können auch aktiv sozial ausgerichtet werden - die "Starken" in einer Gesellschaft können mehr tragen als die "Schwachen". Im Übrigen wird man die "neuen Götter",die Ratingagenturen und Finanzmärkte, die das aufgeklärte Europa in antike Unterwürfigkeit versetzen auch mit der reinen Sparerei auch nicht besänftigen (wie man an den Ratings für die Sparländer Griechenland und Portugal sieht). Man wird gleichzeitig zur Belebung der Wirtschaft massiv investieren müssen. Auch dafür wird man - neben Sparen und Struktur verbessern - auch Steuern erheben müssen. Man muss ja nicht so weit gehen wie US-Präsident F.D. Roosevelt, der eine "Reichensteuer" in der Höhe von 80% einhob um offensiv gegen die Wirtschaftskrise vorgehen zu können

Boris
16.12.2011 00:52
3 0

Die Definition eines Untoten oder eines Zombies


könnte durch die Abkürzung ÖVP ersetzt werden.

Die sind auch bündisch organisiert, fügen ebenfalls permanent lebenden Missetaten zu und können trotz dringendem eigenen Anstrengen nicht sterben.

Boris
16.12.2011 00:31
6 0

Bei den nächsten Wahlen wird die ÖVP zerbröseln


jene die links stehen wählen das Original SPÖ, in der Mitte steht das mini BZÖ als Vertreter des Unternehmertums hart am abgacken aber doch am Wahlzettel als solides Angebot und rechts nimmt man ebenfalls das Original FPÖ.

Der ÖVP bleiben nur zufrieden grinsende fette Minderleister & professionelle (steuerbefreite) Transferzahlungsempfänger wie Beamte, Bauern, Pensionisten als Wählerpool.

Das reicht für 10%+ d.h. von staatstragend meilenweit entfernt.

Endlich........

..... die beim EU-Beitritt versprochenen Strukturbereinigungen durchführen, würde ein hohes Sparpotential und zwar auf Dauer auslösen. Allerdings ist gerade die ÖVP jene Partei in welcher der sündteure Föderalismus österreichischer Prägung hochgehalten wird als würde ohne diesen die staatliche Identität verloren gehen. Regionale Prägungen entstehen durch Klima, Landschaft, Geschichte, Kultur........ aber nicht durch Landeshauptleute und Landesregierungen.

Antworten migele
16.12.2011 17:41
0 0

Re: Endlich........

Glauben Sie wirklich, dass die ländlichen Regionen Österreich z.B. das Burgenland jene Entwicklung, etwa bei der Schaffung einer modernen Infrastruktur, nehmen hätte können, ohne eine entsprechende politische Vertretung der Region? Demokratie funktioniert dort am Besten, wo die Bürger das Gefühl haben, sie überschauen die anstehenden Fragen und haben eine reale Möglichkeit mitzuwirken. Als es den "Ostblock" noch gab, rühmte sich der "Westen" seiner kleinen flexiblen Organisationseinheiten (im Vergleich zum sowetischen Zentralismus, den Riesen-Kolchosen und Sowchosen) und des Subsidiaritätsprinzips. Seit es den Ostblock nicht mehr gibt, wird im Westen immer mehr zentralisiert - politische Einheiten, Konzerne, Banken. Sind das wirklich so gute Entwicklungen? So wie die Dinge stehen wohl eher nicht, den Großstrukturen befördern die Passivität und das Ohnmachtsgefühl der Bürger, mit all den daraus sich ergebenden Konsequenzen - am Ende wird nach den starken Männern gerufen.

Re: Re: Endlich........

"Zentralisierung". Zur Erinnerung: Österreich ist ein Staat mit etwas mehr als 8 Millionen Einwohnern und einer Fläche von etwas mehr als 83.000 km². Vergleichen Sie das bitte mit anderen Ländern, berücksichtigen Sie aber bei der Schweiz die völlig andere Sozialisierung der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich demokratischem Bewusstsein. Unser Land ist geteilt in neun Länder mit neun gesetzgebenden Körperschaften, dh. 448 Landtagsabgeordneten mit den entsprechenden Landesregierungen (etwa 80 Landesregierungsmitgliedern), das bedeutet aber z.B. 13 Bauordnungen, da manche Städte eigene Bauordnungen haben. Wenn Sie glauben, dass dies Bürgernähe bedeutet, dann könnten Sie sich gewaltig täuschen. Bürgernahe sind Bezirkshauptmannschaften und vor allem Gemeinden. Darüber hinaus haben wir eine aktuelle Situationen in der zwei Landeshauptleute sich eine Bundesregierungsgsspitze halten. Die Landeshauptleutekonferenz, lieber Herr, kommt in unserer Bundesverfassung überhaupt nicht vor. Ich glaube ganz einfach, dass es ungesund für die demokratische Kultur eines Landes ist, wenn die Realverfassung derart von der geschriebenen Verfassung abweicht. Auch hier, lieber Kollege, könnte Sie auf den Ostblock schauen..

Antworten Antworten Antworten migele
18.12.2011 20:49
0 0

Re: Re: Re: Endlich........

... und wenn dann alles abgeschafft wurde und alles zentral aus Wien geregelt wird, dann wird alles besser?
Überschaubare Strukturen sind wichtig für das Funktionieren der Demokratie. Wir hatten in Österreich und in Europa keine schlechte Zeit mit den kleinen Strukturen, wir haben heute in der Zeit der Zentralisierung (Konzerne, Banken to big to fail, Brüsseler Zentralbürokratie) nicht gerade die besten Entwicklungen - und immer mehr Bürger, die nicht mehr an Mitbestimmung glauben. Das wird nicht durch immer mehr Zentralisierung behoben. Gefragt ist nicht Dogmatismus a la Ostblock - alles über den Leisten des Zeitgeistes scheren - sondern intelligente Differenzierung.

Antworten Boris
16.12.2011 00:38
0 0

Die ÖVP steht für die alleinige Befriedigung


ihrer Kader und deren Fortkommen auf Steuerzahlerkosten - weiters ist sie vollauf mit sich selbst beschäftigt. Anliegen der Bevölkerung bzw des Mittelständischen Leistungsträgers gehen ihnen glatt am Arsch vorbei - das einzige Programm manifestiertet sich in dumpfen Klassenkampfsagern: "Her mit der Marie, schieb ume den Zasza und des Knedl und sonst halst die Goschn und frogst net deppat"

Antworten Antworten Gast: Gustav Gans1
16.12.2011 09:51
2 0

Kräftig gewürzt

durch einen durch nichts zu übertreffenden Standesdünkel, fein abgeschmeckt durch lächerliche Prestigesüchtler, die sich in Charity+Co auf die Zehen treten.

Sanieren der Staatsfinenzen

Seit ich mich zurückerinnern kann (nunmehr 30 Jahre) hat Ö ein Problem mit den Finanzen. Seit mindestens genausovielen Jahren kommen immer wieder Vorschläge zu einer Verwaltungsreform. Was ist geschehen? Nichts! Stattdessen werden in unglaublicher Geschwindigkeit immer neue Steuerideen gebracht. Warum werden die Strukturen nicht modernisiert? Ganz klar, dadurch würde jeder sehen wer politisch Verantwortlich ist und nebenbei würden auch politische Ämter wegfallen. Heutzutage sind Ortsvorsteher, Gemeinderäte, Bürgermeister, politische Vertreter auf Bezirksebene und sämtliche Landespolitiker entbehrlich, also ein Wegrationalisieren dieser Posten würde niemandem, außer den Funktionären die dadurch ein feines Zusatzeinkommen haben, abgehen. Ad Sozialversicherungen: Wozu haben wir die? Klare Regeln und das kann die Bundesfinanzverwaltung genauso (oder besser, da Kosten für Mehrfachverwaltung und persönliche Eitelkeiten der Obmänner und Co wegfallen) erledigen. Klar geht das nicht sofort, aber als mittelfristiges Ziel (Abschluss in max 10 Jahren) kann man das doch verlangen.

Gast: Karl Schlosser
15.12.2011 18:29
1 0

"Rettungsanker" Generationenvertrag wegwerfen ?

Was sehen wir mit eigenen Augen ? Leute sparen, damit sie einen Notgroschen für schlechte Zeiten haben, den sie mit Glück an ihre Kinder weitergeben können. Das ist der ursprünliche, angeborene"reale Generationenvertrag", aus dem sich der politische ableitete und finanziert. Wenn man den Leuten nimmt, was sie für die eigene Brut zusammengerafft haben, dann werden sie für Fremde keinen Cent opfern wollen. Wer vergisst, dass die Familie die Keimzelle des Staates ist ?

6 0

Das System Österreich ist gekippt !

Die SPÖ ist von der Arbeiter- zur Pensionisten & ÖBBler - Partei verkommen, die ÖVP von der Leistungsträger- zur Beamten u. Bauernpartei mutiert.

Die Transferempfänger plus Beamten plus Pensionisten sind die WÄHLERMEHRHEIT !!

Somit ist nachhaltiges Wirtschaften abgeschafft !

"Her mit dem Zaster" klingts aus der ÖVP, jeglichen Zusammenhang zwischen Wohlstand aus Wertschöpfung durch Leistungsanreiz ignorierend.

"Wos kümmern uns der Steuerzahler oder die Kinder"

Zukunftspolitik ist bereits MINDERHEITENPOLITIK !!
((c) Wilhelm MOLTERER)

Der Zynismus unsere Pseudosozialisten aus SPÖVFP ist schwer zu überbieten.

Doch Wiederwahlsucht ist schwer heilbar.


Antworten Vinyl
15.12.2011 23:35
1 0

Re: Das System Österreich ist gekippt !

leider sehr treffend....(

Antworten Antworten Boris
16.12.2011 00:43
0 0

Re: Re: Das System Österreich ist gekippt !

deswegen haben sich ja Grüne, ÖVP wie SPÖ in trauter Eintracht (vom Steuerzahler bezahlt) prächtige Landsitze in den lauen Hügeln der Toskana angeschafft um notfalls als Selbstversorger das Auslangen zu finden.

Die Zahler lassen Sie mit dem von ihnen allein verursachten Schuldenberg und (bald mit) Lebensmittelbezugskarten a la USA zurück...

Gast: Yvonne O
15.12.2011 16:58
2 0

Trachtensozialisten eben! ( (c) Christian Ortner)

Die Sozia aller Parteien? Mittlerweile, nach Schüssels Abwahl, sind ALLE österreichischen Parlamentsparteien mehr oder weniger sozialistisch, was Wirtschafts-, Steuer- und Schuldenpolitik betrifft:

Die "banalen Sozialisten" der SPÖ

Die "Nationalen Sozialisten" der FPÖ

Die "liberalen Sozialisten" des BZÖ

Die "Öko-Links-Stalinisten" der Grünen

Und die "Trachtensozialisten" der ÖVP

Wie soll da österreichs Budget saniert werden, mit 183 +/- sozialistischen Kasperl?

Florianus
15.12.2011 16:54
7 0

Wirtschaftsbündler zum BZÖ

Eigentlich müsste sich der Wirtschaftsbund verselbständigen und mit dem BZÖ gemeinsame Sache machen, damit nicht nur Politik für Bauern und Beamte gemacht wird, sondern auch wieder für jene die in der Privatwirtschaft tätig sind (selbständig oder unselbständig) und kräftig Steuern zahlen nur damit es sich Bauern und Beamte gut gehen lassen können ...

Antworten Geldfux
16.12.2011 07:54
1 0

Re: Wirtschaftsbündler zum BZÖ

Diese Idee gefällt mir sehr. Es muss doch auch im österreichischen Parlament eine Partei geben, die die berechtigten Interessen der Wirtschaft ohne Fremdenhass und andere uralte Voruteile vertritt!

Antworten Boris
16.12.2011 00:25
1 0

Re: Wirtschaftsbündler zum BZÖ

Leider sind auch die Industriellenvereinigung & Wirtschaftsbund schon zu feig, blasiert und zu bequem um gegen die rote Welle die unter verschiedensten Parteinamen daherschwabbt mit einer Parteigründung anzugehen.

Die Leitungsträger haben keine parlamentarische Vertretung mehr - wenn man von dem Bücher BZÖ die bei 4% dahindümpelt absieht.
Jene Minderleister die Transferzahlungen erhalten (Beamte, Bauern, Sozialfälle ec.) sind mit 96% im Parlament vertreten.

8 0

Ausgezeichneter Leitartikel!

Gratulation! Schellhorn bringt die realpolitische Situation der ÖVP exakt auf den Punkt!
Erst wenn die ÖVP klar erkennbar zu jenen Leitlinien zurückkehrt, die Schellhorn eingangs skizziert, werden viele einstige ÖVP-Wähler wohl bereit sein, diese Partei wieder zu wählen! Leider wird sie aber nach menschlichem Ermessen - wenn überhaupt - erst nach der absehbaren katastrophalen Wahlniederlage 2013 bereits sein, dies anzudenken. - Noch trauriger ist, dass es im Grunde keine Alternative gibt ...

Antworten Boris
16.12.2011 00:46
2 0

Die ÖVP gehört entsorgt und mit frischem Personal neu gegründet


mit einem blinden Jockey auf einem dreibeinigen Esel gewinnt man kein Rennen.

sir007
15.12.2011 16:03
8 0

Diese ÖVP ist kein Zukunftsprojekt

Auf den Punkt gebracht, Herr Schellhorn. Die ÖVP hat seit längerem ein strukturelles Personalproblem: die VP-Riege rekrutiert sich fast ausschließlich aus Bauernkämmerern, ÖAAB-Apparatschiks sowie dem Beamten-Urgestein Neugebauer. Das ist kein Zukunftsprojekt.

mecreant
15.12.2011 15:38
7 0

Der Großteil des politischen Kaders der ÖVP ist nämlich davon überzeugt, dass es vernünftiger wäre, Steuern zu erhöhen, als Staatsausgaben zu kürzen

und schlagen damit in die selbe Kerbe, wie alle anderen Parteien auch
ein Umdenken in den Parteien erfolgt erst, wenn´s zu spät ist und wir zu Tode gewirtschaftet sind

mig29
15.12.2011 15:36
6 0

Sehr guter Kommentar wie ich finde!

Im Prinzip ist die ÖVP im weitesten Sinn mit der SPD verwandt und die SPÖ mit der Linken.
Man hätte Herrn Schäuble vielleicht auch fragen sollen, ob er sich nochmal eine Koalition mit der SPD vorstellen könnte. Die Antwort hätte Herrn Mitterlehner sicher rot werden lassen.
Wer bürgerlich liberalkonservativ ist und wirtschaftsliberal denkt ist in Österreich weitgehend politisch heimatlos traurig an sich. Die ÖVP ist jedenfalls für mich auf Bundesebene unwählbar. Wenn diese Partei prozentmäßig noch weiter abrutscht, was ich annehme, ist es mir mittlerweile auch egal, um nicht zu sagen es freut mich sogar.

Gast: Ceterum
15.12.2011 14:57
7 0

Neue Parteien braucht das Land

Die ÖVP pfeift am letzten Loch, die SPÖ übrigens am vorletzten. Kein Wunder also, dass die eine Partei noch mehr als die andere bereit ist, buchstäblich ihr letztes Hemd zu verkaufen, um an der Regierung zu bleiben und damit für ihre Mandatare und Klientelen die Pfründe zu retten. Wählen wir doch endlich die Parteien, welche die Republik verludert haben ab und machen den Weg frei für neue Parteien, die es noch notwendig haben, richtig Politik zu machen.

 
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