25.05.2012 23:05 | Meine Presse Merkliste 0

Wie aus der Schuldenbremse ein Belastungsturbo wurde

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Das heranstürmende neue Jahr wird eine Menge Veränderungen bringen. Für einen Teil der Bevölkerung heißt die Veränderung "fortschreitende Enteignung"

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Weitgehend gesicherten Informationen zufolge war es Papst Paul VI., der das kleine Österreich in den 1970er-Jahren zur „Isola felice“ erklärte. Eine hübsche Gegend, in der die Bächlein frisches Wasser zu Tal bringen, die Wälder geradezu betörend duften und die Menschen glücklich miteinander leben, weil sie das Erwirtschaftete (unter kräftiger Mithilfe absolut regierender Sozialisten) brüderlich teilen. Dieses Bild der „Insel der Seligen“ hat sich tief in das Bewusstsein der Österreicher eingebrannt. So tief, dass heute viele davon überzeugt scheinen, selbst herannahende Unwetter würden um das gelobte Land einen weiten Bogen machen.

Unglücklicherweise dürfte diese Einschätzung 2012 einer scharfen Korrektur unterzogen werden. Der Fairness halber sei darauf hingewiesen, dass diese These nicht unangreifbar ist. Schließlich wollen führende Wirtschaftsforscher des Landes so etwas wie ermutigende Signale auf den Weltmärkten wahrgenommen haben. Schön wär's. Doch selbst dann würden die Bürger dieses Landes von einer Belastungslawine ungeahnten Ausmaßes überrollt werden.

Die Bundesregierung hat nämlich erkannt, etwas unternehmen zu müssen, um das Land nicht noch tiefer im Schuldenstrudel versinken zu lassen. Allein im kommenden Jahr wird sich Österreich 27 Milliarden Euro auf den Märkten leihen müssen, um Kredite zurückzahlen und das anfallende Defizit finanzieren zu können. Bis 2015 summiert sich der Finanzbedarf der Republik Österreich auf knapp 100 Milliarden Euro.

Nicht gerade nichts. Weshalb sich die Regierung auch zur Installierung einer Schuldenbremse durchgerungen hat, die dafür sorgen soll, die Neuverschuldung unter Kontrolle zu bringen. Mit dem Vorteil, sich auch künftig zu leistbaren Konditionen verschulden zu können. Allein um das für 2012 erwartete Budgetdefizit auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken, müssten zumindest drei Milliarden Euro geholt werden. Was nach ziemlich viel Geld klingt, entspricht in Wahrheit gerade 1,8 Prozent der Staatsausgaben. Aber selbst diesen Betrag wird die Regierung nicht „sparen“, sondern zur Gänze den Bürgern aus den Taschen ziehen. Erstens, weil es tatsächlich am politischen Willen fehlt, den Anstieg der Staatsausgaben zu bremsen. Und zweitens, weil es auch theoretisch nicht möglich ist, kurzfristig nennenswerte Ausgaben zu kürzen, ohne einen langwierigen Rechtsstreit vor den Höchstgerichten auszutragen. Hierzulande lebt nämlich nicht nur das halbe Land von staatlichen Zuwendungen, die finanzielle Abhängigkeit ist auch rechtlich bestens abgesichert. Weshalb die Debatte über die Schuldenbremse flugs in einen Steuererhöhungscontest mündete.

Charakteristisch für den gelebten Umverteilungswahnsinn ist folgendes Beispiel: In den ersten zehn Monaten des heurigen Jahres schnellten die Steuereinnahmen des Bundes um sieben Prozent nach oben. Womit offensichtlich wird, dass Österreich keineswegs unter einem Einnahmenproblem leidet, wie gern behauptet wird. Sondern unter einer ungebremsten Ausgabendynamik: So erhöhten sich die finanziellen Zuwendungen des Bundes an Länder und Gemeinden im erwähnten Zeitraum um 9,4 Prozent.


Diese Entwicklung entspringt freilich keinem Naturgesetz, sondern einem Unding namens „Finanzausgleich“, der nichts anderes ist als eine gesetzlich legitimierte Vorrichtung zum Ausräumen prall gefüllter Staatskassen. Diesen Vertrag aufzukündigen, wäre das Gebot der Stunde. Allerdings ist die Regierung noch nicht erfunden, die erstens den Mut und zweitens die Überzeugungskraft hat, den „Nehmern“ zu erklären, dass die staatliche Umverteilungsorgie ihrem Ende zusteuert.

Deshalb wird das Land auch künftig nicht von Regierungen regiert. Sondern von den finanziellen Ansprüchen jener „Pressure-Groups“, die sich seit Jahrzehnten von einer schrumpfenden Minderheit an Nettozahlern aushalten lassen. Das könnte man freilich als wünschenswertes Merkmal einer „Insel der Seligen“ verstehen. Für die Zahler des ganzen Zirkus bleibt allerdings nur mehr eine Handlungsanleitung aus dem Englischen: „Take your money and run!“ Was naturgemäß die finanzielle Stabilität der Republik Österreich nicht nachhaltig stärken wird.

 

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2011)

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68 Kommentare
 
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Gast: Na und?
23.12.2011 07:33
0 0

Warum der Belastungsturbo möglich ist:

Weil die Medien viel zu unkritisch berichten.

Einmal möchte ich, daß ein Reporten den werden Bundeskanzler oder seinen Vize fragt, ob er sich vor Scham noch in den Spiegel schauen kann!

Gast: gäst
22.12.2011 18:12
1 2

gööööööö.-

die armen Leistungsträger! Sie tun mir wirklich unbeschreiblich leid, Herr Schellhorn, sowas zu ertragen pfpf....

Gast: Mr Strudl
22.12.2011 15:35
0 1

Es stimmt zweifelsohne,

dass der österreichische Staat Milliarden für eine modernen Maßstäben nicht mehr wirklich entsprechende Verwaltung ausgibt. Gleichzeitig aber werden essentielle Bereiche nur unzureichend gefördert, wobei die dabei entstehenden Kosten durch die eklatante Ineffizienz teils dennoch beträchtlich ausfallen (v.a. Bildung, Klimaschutz...). Um zu konstatieren, dass hier enorme Einsparungspotentiale vorhanden sind, braucht man nun wirklich kein Prophet sein….

Umso erschreckender ist es meines Erachtens nach, die staatliche Umverteilungspolitik dafür verantwortlich zu machen, wie es stetig von libertärer Seite insinuiert wird. Die Motive des Sozialstaates in Frage zu stellen zeugt eher von zweifelhaften moralischen Gewichtungen denn von wirtschaftlicher Kompetenz. Natürlich ist Leistung und Innovation zu belohnen (inwieweit eine Erbschaften/ Schenkungen Leistungen sind, muss mir auch jemand erklären), aber prinzipiell ist es Sinn der Wirtschaft, die Bedürfnisse der Menschen zu sichern. Dabei MUSS primär den existenziellen Bedürfnissen aller Bürger Rechnung getragen werden.

Viele aber scheinen mehr mit einer sozialdarwinistisch angehauchten Timokratie zu sympathisieren, und vertreten diese Meinung mit einer fast zynisch anmutenden Präpotenz. Dass dies nur zu einer weiteren Radikalisierung beiträgt, ist offensichtlich (obgleich dieses Level bisher gsd erstaunlich niedrig ist).

Ich persönlich halte das nordeuropäische System für deutlich erstrebenswerter wie das nordamerikanische


Gast: 1. Parteiloser
22.12.2011 12:11
13 2

150.000 Mio. Euro reichen den Totalversager auch noch nicht!

Diese Totalversager haben sich vor weniger Wochen Staatsausgaben von 158.000 Mio. Euro genehmigt. Das sind irre 44.000.- Euro pro Haushalt und Jahr!

Den Totalversagern hat aber die Gier schon 40% des Denkvermögens genommen. Weitere 30% des Gehirns wurden durch die Taktik die Herrschaft über die geschützten Bereiche zu halten dann außer Kraft gesetzt. Und, das kollektive Machtdelirium der Entscheidungsträger hat weiter 30% des Denkvermögens außer Kraft gesetzt.

Nur so ist es erklärbar, dass die Entscheidungsträger schon seit Wochen über noch höhere Zwangsabgaben diskutieren. Das muss aus den niedrigsten Instinkten kommen, welche nicht einmal 1% von Logik als Hintergrund haben kann. Nicht nur die kranke Neidpropaganda der Roten deutet darauf hin, der schwarze Schlachtruf "Her mit dem Zaster, her mit der Marie" zeigte es noch deutlicher auf.

Auch wenn mich die Belastungen persönlich nicht treffen werden (I did run), so trifft mich der kommende Niedergang meiner Heimat, mit den vielen Lieben, der braven Bevölkerung und der herrlichen Landschaft, mitten ins Herz.

Es trifft mich deshalb mitten im Herz, weil den Österreichern immer mehr die Freiheit gestohlen wird. Die Österreicher immer mehr leisten müssen, trotzdem immer mehr in die Armutsgefährdung gehen. Die Kinder Ös in Zukunft für die irre Schulden immer höchste Zwangsabgaben leisten müssen. Kurz, Ö geht so in den Abgrund und niemand kann das ändern!

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wann wird schellhorn in der westlichen demokratie ankommen?


zu ihrer information: wir haben seit 1919 das allgemeine, gleiche, freie und geheime wahlrecht. seitdem ist es, mit unterbrechungen, nun mal so, dass jeder mann und jede frau eine stimme haben, egal ob sie reich sind (im schell-duktus: "nettozahler") oder nicht (im schell-duktus: die, die sich "durchfüttern" lassen).

auch wenn sie das noch 1000 mal beklagen: es ist so. das zeitalter der zensuswahlrechts, in dem die stimmen ihre geliebten "nettozahler" (großgrun
dbesitzer, reiche) mehr wert war als die der restlichen 99% der bevölkerung sind unwiderruflich vorbei.

wann werden sie endlich das westliche wertesystem, die westliche demokratie anerkennen, schellhorn? zumindest nach außen hin. mit mentaler reservation, und samt der hoffnung, dass vielleicht der LIEBE GOTT "MARKT" eines tages einen so einen kleinen pinochet nach ö schicken könnte um "ordnung" in ihrem marktliberalen sinn zu machen. die hoffnung könnnen sie sich gerne machen, aber TUN sie doch zumindest so, als wären sie demokrat. es ist nur in ihrem sinne, denn dann wären ihre beteuerungen für die "freiheit" des einzelnen einzutreten nämlich zumindest für uninformierte ein klitzekleines bißchen glaubwürdiger.

Antworten Kegele
22.12.2011 22:07
0 1

Re: wann wird schellhorn in der westlichen demokratie ankommen?

s.g. hr. charles james fox!

Gründungsauftrag der Republik 1919:
Verpflichtende Volksabstimmungen über sämtliche Verfassungsänderungen Die Gründer der österreichischen Republik haben 1919 in der konstituierenden Nationalversammlung die direkt-demokratische Festlegung getroffen, dass in der endgültigen Verfassung verpflichtende Volksabstimmungen über alle Verfassungsänderungen vorzusehen sind.
Dieser deutliche Gründungsauftrag der Republik wurde durch das Bundes-Verfassungsgesetz nicht eingelöst.
Nach Artikel 44 Absatz 3 B-VG unterliegen lediglich "Gesamtänderungen" einer verpflichtenden Volksabstimmung.
Der ausdrückliche und unmissverständliche Gründungsauftrag der konstituierenden Nationalversammlung, über sämtliche Verfassungsänderungen den Souverän entscheiden zu lassen, harrt daher noch immer der Umsetzung.

Wenn sie von Postern schon ein Verständnis für ihr Demokratie und Wertesystem einfordern, dann fordern sie aber gefälligst auch von der Regierung, den ebenfalls bereits seit 1919 bestehenden und noch immer nicht eingelösten Gründungsauftrag ein.

Antworten Gast: biserl
22.12.2011 17:55
0 1

Re: wann wird schellhorn in der westlichen demokratie ankommen?

Nun ja, es geht nicht um Großgrundbesitzer. Es geht defakto um jeden der in diesem Land mehr als 12kEUR pro Jahr "verdient".

Und ja, die Stimmen der Nettozahler sind nicht mehr wert als die der Nettoempfänger. Aber vielleicht doch. Weil in dem Augenblick wo die "Nettozahler" sich verziehen, kracht das ganze System.

Schlimmer noch ist, das die Belastung von unten angehoben wird, d.h. es trifft immer wieder die "Mittelklasse" die im Begriff ist sich in Luft aufzulösen. Das Problem hier ist, daß die "Oberklasse" kaum die Steuerausfälle kompensieren kann (trotz allem sind es relativ wenige Leute, und schlimmer noch, Kapital ist heute sehr sehr mobil).

Bei der Mittelklasse hingegen wird durch die steigenden Abgaben der Leistungswille gebrochen => wozu 10h am Tag sich abstrampeln wenn man am Ende kaum mehr netto bekommt.

Dann ergibt sich folgende Konstellation, die ein Bekannter (Akademiker in "leitender" Position im öffentlichen Dienst) aus Schweden erläutert hat: Das Jahr besteht grob aus 4 Monaten Arbeit, 4 Monaten Arbeit in Norwegen, und 4 Monaten Arbeitslosigkeit. Jahr für Jahr. (Wie man so eine Abteilung leiten kann ist mir unklar, aber anscheinend rotieren immer wieder die selben Chefs durch.)


Antworten Gast: Demok
22.12.2011 15:47
4 1

Re: wann wird schellhorn in der westlichen demokratie ankommen?

Solange die Dummen (für die Populisten) und die Faulen (für die Quasikommunisten), also die überwiegende Mehrheit, wählen können, liegt der Niedergang einer Gesellschaft in der Natur der Sache.

Antworten Antworten Gast: Dr.X
22.12.2011 16:23
1 0

Re: Re: wann wird schellhorn in der westlichen demokratie ankommen?

sehr demokratisch^^

Antworten Antworten Antworten Gast: Aristoteles hat es schon gewußt
22.12.2011 22:57
0 1

Re: Re: Re: wann wird schellhorn in der westlichen demokratie ankommen?

Demokratie ist Pöbelherrschaft

Antworten Gast: 1. Parteiloser
22.12.2011 12:19
14 1

Hr. Schellhorn versagt nicht, die Parteien sind beim permanenten Totalversagen!

Die Ö Demkoratie ist doch hin, total hin!

Wenn Sie die Lebensläufe der Parlamentarier betrachten, dann können Sie erkennen, dass in Ö Interessensvertreter (Lobbyisten) einen direkten Zugriff auf die Gesetzgebung haben.

Wenn Sie die Gesetzgebung der Lobbyisten betrachten, dann können Sie erkennen, dass die Lobbyisten der Gesetzgebung diese Möglichkeit schon seit Dekaden in einer Sache missbrauchten.

Wenn Sie die Dominanz der Parlamentarier aus den geschützten Bereichen gegen die anderen Österreicher betrachten, dann haben diese Typen die Demokratie "der Wille des Volkes" doch außer Kraft gesetzt. Österreich wurde leise geputscht.

Wenn alle zur Wahl stehenden Parteien gleich falsch, gegen Österreich und die Österreicher, agieren, dann kann es auch keine brauchbaren demokratischen Prozesse geben. Keine Gesetzgebung, welche auch nur irgendeinen demokratischen Ursprung hat!

Wenn man sich klar macht, dass die meisten Parlamentarier die Gesetzesvorlagen gar nicht lesen, wahrscheinlich nicht einmal sinnerfassend lesen könnten, dann ist auch klar, dass es keine Demokratie ist. Nur ein Placebo fürs Volk.

Wenn man sich klar gemacht hat, dass der Klubzwang die demokratischen Prozesse vollkommen außer Kraft gesetzt hat, dann ist das nur ein weiterer Beweis.

Wenn man sich bewusst macht, dass nach dem Ö Recht (Lobbyistenrecht) der Strasser nicht einmal vor Gericht gestellt werden könnte, dann ist wohl alles klar.

Wachen Sie doch auf, Ö ist am Ende!

wenn sie finden, dass alle zur wahl stehenden parteien "totalversager" sind...

...dann gibt es in der parlamentarischen demokratie einen sehr simplen weg dagegen abhilfe zu schaffen: gründen sie eine neue partei. eine, die nicht "falsch" ist, nicht von lobbyisten abhängt, deren abgeordneten sich keinem klubzwang unterwerfen und die allesamt einen supertollen lebenslauf haben, der ihren ansprüchen genügt und wo keiner jemals in einem "geschützten bereich" war.

und wenn es genügend gleichgesinnte gibt, die ihre meinungen und ihre kritik an den anderen parteien teilen, dann wird ihre neue partei auch gewählt werden. so funktioniert demokratie.


Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.12.2011 08:01
0 0

Das glauben Sie doch selber nicht!

Nach Beobachtung Ihrer anderen Kommentare kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie so naiv sind das selber zu glauben.

In der 2. Republik wurde doch schon mehr als 700 Parteien gegründet. Alle sind am vorhanden Filz und an der notwendigen Finanzierung zerschellt.

Auch wenn eine unglaublich gute Finanzierung aufgestellt werden würde, so was wie eine "Bill Gates Finanzierung" dann könnte man nicht wirklich was erreichen. Dieser Filz ist ja Pragmatisiert (konnten nie gewählt werden) und daher kann der Filz auch von einer neuen Regierung niemals abgewählt werden.

Die pragmatisierten Beamten beim VfGH haben dafür ja einen einseitigen Vertrauensschutz geschaffen, welcher der Masse an Parteibonzen und Parteibonzerl bis über das Jahr 2050 hinaus die Leistungsverweigerung bei irren Bezügen sichert.

Das ist keine Demokratie, das ist ein Placebo zum kollektiven Raubzug an den anderen Österreichern. Diese Gruppe, egal in welchen Farben die auch immer schillern, die haben Österreich ganz leise geputscht.

Eigentlich wissen Sie das auch selber. Nur, das Demokratie Placebo brauchen Sie selbst um Ihr Leben zu erklären.

3 14

der heimliche sparminister der republik ist eindeutig schellhorn.



allein: warum höre ich von ihm nie die forderung nach einer abschaffung der medienförderung. ist zwar eh nur eine million (für DiePresse). aber ein anfang wäre es.

nein, schellhorn will natürlich anderswo einsparen. dort, wo es IHN nicht trifft!

wie nennt man jemand, der von anderen fordert, was er selbst nicht zu leisten bereit ist?

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Schwachsinn ...

die offizielle Presseförderung dient der Erhaltung einer der wichtigsten Korrekturinstanzen einer Demokratie - einer unabhängigen Medienlandschaft.

Was selbstverständlich abgeschafft werden muss, ist die inoffizielle Presseförderung vulgo Regierungsinserate. Diese kosten - nebenbei bemerkt - dem einzelnen Steuerzahler auch um ein Vielfaches mehr als die offizielle Presseförderung.

0 2

Re: Schwachsinn ...

ö ist ein land voll mit genialen köpfen!

wann immer es ums sparen im eigenen bereich geht, findet der ö tolle argumente, warum gerade da NICHT.

wann immer es ums sparen bei anderen geht, findet der ö tolle argumente, warum es gerade da BESONDERS nötig ist.

dass ihr beispiel dafür im presse-forum besonders großen applaus bekommt, verwundert nicht. denn das presse-forum ist wirklich voll mit genialen köpfen.

Antworten Gast: Gast856
22.12.2011 11:29
11 1

Re: der heimliche sparminister der republik ist eindeutig schellhorn.

Die Medienförderung ist doch lächerlich im Vergleich zur sozialistischen Medienkorruption von Failman und der roten Mafia! (100-200 Millionen Euro pro Jahr!)

Antworten Dobcak
22.12.2011 10:00
6 1

Re: der heimliche sparminister der republik ist eindeutig schellhorn.

Sozialdemokrat

Antworten Antworten Gast: Eisenherz
22.12.2011 10:50
8 2

Re: Re: der heimliche sparminister der republik ist eindeutig schellhorn.

Falsch! Sozialist!!!

Ich kenne nur Sozialisten und habe noch nie einen Sozialdemokraten gesehen!

Gast: theEdge
22.12.2011 08:42
1 8

Was stimmt mit diesem Satz nicht?

"Allein im kommenden Jahr wird sich Österreich 27 Milliarden Euro auf den Märkten leihen müssen, um Kredite zurückzahlen."

Mit diesem Satz stimmt letzten Endes GAR NICHTS. Und er ist stellvertretend und gleichzeitige Ursache für Das Pyramidenspiel "Kapitalismus", dessen Zins- und Zinsenszinssystem in letzter Konsequenz gar nichts anderes zulässt, als ewige Weiterverschuldung.

Alles andere als zu akzeptieren, dass dieses System nicht funktionieren kann, ist Realitätsverweigerung.

Antworten nachdenken
22.12.2011 11:49
2 0

Re: Was stimmt mit diesem Satz nicht?

nun ja, sie haben recht, das geld eine Schuldverschreibung ist, aber es ist nun einmal die Realität in der wir leben. wir können über ein neues geld/tauschsystem reden, was uns aber in der jetzigen situation nicht hilft. im übrigen hat Periskop nicht unrecht und das zinsdilemma wird ohnehin über die Inflation gelöst. alles andere wohl nur mit einem neuen geldsystem!

Antworten Antworten Gast: theEdge
22.12.2011 12:10
1 4

Re: Re: Was stimmt mit diesem Satz nicht?

Denken Sie wirklich, dass es nicht hilft, über ein neues Wertesystem nachzudenken?

Das Zinsdilemma wird insofern nicht über die Inflation gelöst, als dass selbige bei weitem nicht die Sollzinsen abdeckt und der Gewinn aus Habenzinsen nicht zur Inflationsdeckung reicht.

In Anbetracht der desaströsen Fehler in den Grundpfeilern dieses Systems ist ein Nachdenken über ein neues Wertesystem schon längst überfällig. Eigentlich sollten wir mittlerweile in der Phase der Taten und nicht der großen Worte angelangt sein. Da wir das aber nicht sind, wird das Erwachen um so böser, je länger wir das klassische Kapitalismussystem noch am Leben erhalten. Die "Realität" in der wir leben wird ausschließlich durch uns selber gestaltet. Was noch alles passieren muss, um die Gestaltung in unsere Hände zu nehmen, anstatt uns von den Profiteuren des Systems an der Nase herumführen zu lassen, steht wohl in den Sternen - oder hängt an unserem Willen, uns aus der illusorischen Zuckerwattewelt zu befreien.

Antworten periskop
22.12.2011 09:25
14 0

Re: Was stimmt mit diesem Satz nicht?

Die "ewige Weiterverschuldung" der Staaten kommt nicht vom Kapitalismus sondern von der Bestechlichkeit der Wähler, die immer wieder die Partei wählen, die die meisten Wohltaten verspricht, für die das Geld nicht da ist, sondern ausgeborgt werden muss.
Nur dieses System kann nicht immer weiter funktionierne, das hat aber mit Kapitalismus gar nichts zu tun, es ist eher die Praxis der Sozialisten, die das mit immer höheren Steuern immer weiter finanzieren wollen, denen aber das Geld der anderen Leute irgendwann ausgehen muss

Antworten Antworten Dr.Schwejk
23.12.2011 17:47
0 0

Praxis der Sozialiste

Da fällt mir z.B. der Sozialist Bush sen. ein, der horrende Staatsschulden angehäuft hat und das nach der Regentschaft des Kapitalisten Bill Clinton, der - zwar nicht ganz freiwillig- ganz ordentliche Budgetüberschüsse erwirtschaftet hat ;-)

Antworten Antworten Gast: theEdge
22.12.2011 09:34
0 9

Re: Re: Was stimmt mit diesem Satz nicht?

Ihre Aussage ist schlichtweg falsch und aufgrund ihres polemischen Inhalts als gefährlich einzustufen.

Das Kapitalsystem hat mit politischen Entitäten nichts zu tun.

Antworten Antworten Antworten joquer
23.12.2011 15:19
0 0

Re: Re: Re: Was stimmt mit diesem Satz nicht?

Eine etwas genauere Begründung, warum die Behauptung falsch ist, wäre doch angemessen.
Ich würde einzig in Abrede stellen, dass es rein die Praxis der Sozialisten ist, immer mehr Schulden zu machen. In Wahrheit fällt mir kaum ein Politiker ein, der nicht diese Tendenz hat (abgesehen von manchen löblichen Ausnahmen z.b. im skandinavischen Raum).

Das Kapitalsystem hat übrigens sehr wohl etwas mit politischen Entitäten zu tun - woher meinen Sie kommt denn die (wenn auch nicht wirklich effektive) Reglementierung des Finanzsektors? Vielmehr ist niemand anders als der Staat für die Festlegung und Überwachung der Einhaltung der Regeln verantwortlich.

Weiters würde mich interessieren, wie Sie sich das neue Wertesystem vorstellen?

 
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