25.05.2012 23:10 | Meine Presse Merkliste 0

Europas Schock fordert seine Aufmerksamkeit

Wolfgang Böhm (Die Presse)

Was haben die Wende 2000 und die Schuldenkrise gemein? Die Chance auf eine neue Öffentlichkeit, ein Korrektiv für verschlissene politische Möbelstücke.

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Wer hat es noch nicht erlebt, dass der Alltag die Illusion raubt? Die erste eigene Wohnung – einst der ganze Stolz – wird zum schnöden Selbstverständnis. Die liebevoll ausgesuchten Einrichtungsgegenstände vergilben, verkommen. Die eigenen vier Wände werden nicht schöner, sondern von Jahr zu Jahr hässlicher, weil über ihren Verfall längst hinweggesehen wird. Die Betriebskosten werden über einen Einziehungsauftrag abgebucht. Es läuft so dahin – so nebenbei.

So nebenbei lief auch die europäische Politik dahin. Hatte das Land nicht gerade den Vorsitz oder wurden eben die Grenzen geöffnet – die Aufmerksamkeit hielt sich jahrelang sehr in Grenzen. Die Folge war eine Art Einziehungsauftrag auch der heimischen Politik. Sie beteiligte sich nicht wesentlich an der politischen Gestaltung Europas, zahlte ihren Mitgliedsbeitrag. Der Nationalrat, der sich neben jenem von Dänemark als Erster ein Mitspracherecht in EU-Angelegenheiten erkämpft hatte, nickte stillschweigend immer neue EU-Gesetze ab. Nur die „Kronen Zeitung“ hielt dagegen, roch in allem, was aus Brüssel kam, einen Skandal, der überhaupt keiner war, nur um ein paar latente Ressentiments zu bedienen.

Es war zu beschaulich wie in der Großen Koalition der Achtziger- und Neunzigerjahre in Österreich. So wie die Wende 2000, als die schwarz-blaue Koalition alle wachgerüttelt hat. So rüttelt nun auch die akute Schuldenkrise Europa wach. Es ist eine Zäsur, die ihr Gutes hat. Denn sie erhöht die Aufmerksamkeit, sensibilisiert das politische Empfinden der Massen und macht alle mitverantwortlich. Das Wegsehen wird unmöglich gemacht. Die lahme Innenpolitik ist gezwungen zu reagieren. Wenn nun sogar Bundeskanzler Werner Faymann beginnt, sich für Europa zu interessieren, ist das eine Revolution in Österreich.

Die EU – lange ein Thema, das mit Gähnen quittiert wurde – füllt die öffentliche Debatte. Jetzt rächt sich freilich, dass diese Art politischer Zusammenarbeit nie erklärt wurde. Doch ist es letztlich die Dynamik, die zählt und aus der auch Positives entstehen kann.
Die neue Aufmerksamkeit birgt eine unheimlich Chance, dass der Öffentlichkeit sowohl die demokratiepolitische Fehlkonstruktion der Union als auch ihre wirtschaftspolitische Bedeutung bewusst wird. Plötzlich wird der Lurch deutlich, der seit Langem irgendwo in der gemeinsamen europäischen Wohnung liegt. Es wird klar, dass zu viele faule Kompromisse unter den Teppich gekehrt wurden und politisches Handeln notwendig wird. Mancher mag sich erregen, von Verschwörung reden. Es war aber bloß langjährige Ignoranz, die dazu geführt hat, dass in der EU eine von Wirtschaftslobbys gesteuerte Politik abseits der Interessen vieler Menschen entstanden ist. Sogar das Europaparlament, das diesem Trend oft tapfer entgegenwirkte, wurde nicht wahrgenommen.

Heute, wenn klar wird, dass es nicht die bösen Bürokraten in Brüssel, sondern EU-Regierungen waren, die den Karren aus kurzsichtiger Klientelpolitik in den Dreck gezogen haben, werden alle aufgefordert, mitaufzuräumen. Dies kann nicht nur über höhere Steuern zum Schuldenabbau funktionieren. Die Menschen werden ihr Recht einfordern, als wichtigste Lobby anerkannt zu werden. Es geht um sie, um ihr friedliches Projekt, um ihren Wohlstand, um Gerechtigkeit.

Gefährlich sind einzig jene, die nun schon wieder einfache Antworten haben. Diese Krise ist nicht einfach. Sie ist hochkomplex. Um diese gemeinsame europäische Wohnung zu sanieren, muss im gesamten Finanzsystem, im wirtschaftspolitischen System, aber auch in Funktionsweise der Demokratie auf transnationaler Ebene angesetzt werden.

Es geht nicht mehr an, dass hinter verschlossenen Türen in Brüssel verantwortungslose Haushaltspolitik in einen politischen Deal umgewandelt wird. Diese europäische Wohnung braucht endlich gläserne Wände. Jetzt, wenn die Aufmerksamkeit endlich da ist.           


E-Mails an: wolfgang.boehm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2012)

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16 Kommentare
Westend
09.01.2012 21:03
1 1

Der Artikel ist Stuss, ausgenommen der Ausdruck "Einziehungsauftrag".


periskop
09.01.2012 15:43
3 4

Die Ursache für fehlende Aufmerksamkeit ist fehlende Mitbestimmung!

Der schwere Geburtsfehler der EU ist die "demokratiepolitische Fehlkonstruktion". Nicht einmal die nationalen Parlamente können die EU-Politik beeinflussen, der Wähler schon überhaupt gar nicht!

Nur dadurch ist es möglich, dass in Brüssel eine unkontrollierte Diktatur der dorthin abgeschobenen Versager herrscht, die unfähig sind, eine vernünftige Politik zu machen und das ganze Projekt EU zugrunde richten!

Der Untergang der derzeitigen EU birgt aber die Chance, ein gemeinsames demokratisches Europa entstehen zu lassen, in dem nur eine vom Volk gewollte Politik gemacht werden kann und in dem selbstgefällige Irrwege der Machthaber nicht mehr möglich sind!

Antworten Cicero
09.01.2012 17:52
0 1

Die Anti-EU-Stuß-Verbreiter

Zunehmend ungeduldig werde ich bei dem ständigen Anti-EU-Stuß, der hier abgesondert wird.

Sie, „periskop“, (kleingeschrieben!) gehören an vorderster Front zu den Stuß-Formulierern!

Brüssel, sprich die Kommission hat keinerlei Befugnisse, irgendwelche Festlegungen zu treffen. Sie hat nicht einmal das Recht bei Vertragsverletzungen durch ein Mitglied direkt einzuschreiten, sie kann nur mahnen, aber wenn das erfolglos bleibt, muß die Kommission zum EuGH gehen, der dann als ordentliches Gericht entscheidet.

Beschlüsse der EU, die dann für die Mitglieder verbindlich sind, werden ausschließlich in den Ministerräten getroffen und nirgends sonst. In den Ministerräten herrscht für die Beschlüsse die Regelung der doppelten Mehrheit. Jeder Beschluß muß durch die Mehrheit der Mitglieder und gleichzeitig durch die Mehrheit der jeweiligen Bevölkerung gedeckt sein.

Dann kommt das durch direkte Wahl bestimmte EU-Parlament mit seinen Kontrollfunktionen. Und am Ende muß jeder EU-Beschluß durch das jeweilige nationale Parlament in nationales Recht umgesetzt werden.

Die Minister, die in den Ministerräten der EU die Beschlüsse fassen, müssen das Vertrauen des eigenen Parlamentes genießen.

Also bitte, wo gibt es in Brüssel eine Diktatur von „abgeschobenen Versagern“? Könnern Sie das erklären. Wenn Nein, dann sollten Sie schlicht und einfach schweigen. Schweigen, wegen mangelnden Wissens, wie die EU wirklich funktioniert.

Wenn das nicht ausreichende Demokratie ist, was dann?

Antworten Antworten periskop
10.01.2012 11:25
2 0

Re: Die Anti-EU-Stuß-Verbreiter

So machtlos, wie Sie tun, ist die EU-Kommission nicht. Sie ist die einzige Institution, die die EU-Richtlinien entwirft und vorschlägt, niemand sonst!

Die Ministerräte bestehen aus Personen, die zwar gewählt sind, aber nicht für EU-Politik, sondern nur für nationale Politik. Sie sind deshalb gar nicht für das legitimiert, was sie dort tun, die Wählermeinung hat sie noch nie gekümmert. Fast immer begnügen sie sich mit dem Abnicken der Vorschläge der Kommission. Vertreter des EU-Volkes sind diese Leute nie und nimmer!

Das EU-Parlament ist das noch weniger. Bei den EU-Wahlen stehen nicht einmal die im EU-Parlament vertretenen Fraktionen zur Wahl, irgendeine EU-Politik schon gar nicht! Der Wähler kann nur darüber entscheiden, wie viele Leute eine nationale Partei nach Brüssel abschieben darf, sonst nichts. Es gibt keine Partei, die einen tüchtigen Politiker, der beim Wähler ankommt, nach Brüssel verlieren wollte. Deshalb ist das EU-Parlament eine negative Auslese europäischer Politiker, die mit den Wählern gar nichts zu tun hat., was man auch sehr schön in den ÖRFIII-Sendungen “Inside Brüssel” beobachten kann.

Der Wähler existiert für die EU-Politik überhaupt nicht, nur wenn jemand von einer Volksabstimmung redet, sieht man, dass die EU die Volksmeinung fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser!

So etwas ist niemals eine Demokratie, sondern nur die Diktatur einer Clique!
In Nordafrika wurden solche Regimes gerade davongejagt, in Europa steht das noch bevor!

Gast: Bernhölm
09.01.2012 14:07
0 0

Die Wende 2000

hat vor allem die österr. Staatsschulen massiv hochgerüttelt. 2004 hat die Wenderegierung sogar das größte Budgetdefizit aller Zeiten geschafft ... Fazit: Gott verschon uns vor allem, das eine Wende is ...

Antworten periskop
09.01.2012 15:58
3 0

Re: Die Wende 2000

Verbreiten sie da keine irreführenden Falschmeldungen!
Die Statistik Austria schreibt:
"Vom Jahr 2000 bis 2007 . . . ist der öffentliche Schuldenstand unterjährig wesentlich höher als am Ende des Jahres . . . Im vierten Quartal 2008 wird der Abwärtstrend der öffentlichen Verschuldung . . .gestoppt".

Die Schüssel-Regierung hat also erfolgreich gespart, nachher wurde aber das Geld zum Fenster hinausgeworfen!

Gast: Hans Berger
09.01.2012 11:37
4 0

Nüchtern und neutral betrachtet hat die Demokratie eigentlich nur korrupte Wähler, korrupte Politiker und Schulden gebracht

In der Demokratie europäischer Prägung beschließen sich die Menschen selbst über kurz oder lang ein "besseres Leben" - leider auf Schulden. Denn es findet sich immer wieder korrupte Politiker, welche sich mittels "sozialer Kälte"-Sprücherl den Kanzlersessel auf Schulden ergaunern. Das nennt sich dann "Sozialdemokratie" oder "(Öko)Soziale Marktwirtschaft", eine Umschreibung für Wählerkauf mittels nicht vorhandenem Steuergeld.

Mit dem EURO erleben wir jetzt einen Siegeszug der sozialistischen Umverteilung 2.0:wurde bisher der Faule, Untätige, ja Betrügerische nur national alimentiert hat sich dieser sozialistische Gedanken der Internationalität bemächtigt, und plötzlich ist es "alternativlos", ganze Staaten mittels (ZUSÄTZLICH zum regulären Strukturhilfsgeld) bezahlten EZB, ESF, ESFS und IWF-Milliarden künstlich am Leben zu erhalten. Dauerhaft.

Was für ein Siegeszug der sozialistischen Internationale! In den Südländern wird das erwerbsfreie Leben auf Kosten "der Reichen" (hauptsächlich ganz Deutschland, Holland, Österreich,...) praktiziert, und trotzdem fühlt man sich im Club Med übervorteilt, weil man zukünftig nicht mehr ganz so viel Rente für längst verstorbene Verwandte kassieren kann.

Und jetzt erklären sie einem Chinesischen Machthaber, warum er denn die Demokratie einführen soll!

Gast: Europawareinmal
09.01.2012 11:01
0 0

interessante, falsche analyse

.......dann waren es also nicht die eu-beamten die wohlwollend über die offensichtlich falschen zahlen aus griechenland&co hinweggesehen haben. und was ware auch die eu-kommission die es verabsäumt hat, grundlegende spielregeln festzuschreiben und stattdessen jedes noch so kleine unwichtige detail in der gesamten eu zu regeln.

wenn man hier schon vom "wachrütteln" schreibt, dann wäre es vielleicht auch mal an der zeit, dass die konservative/rechte seite des landes einsieht, dass ein projekt wie die eu von anfang an zum scheitern verurteilt wird. scheuklappendenken ohne handlungsalternativen machen die sache leider nicht besser - sondern im gegenteil, schlechter!

Antworten Gast: Bogel
09.01.2012 14:09
0 2

Nein, richtige Analyse.

Die Kommission hat vor den griechischen Zahlen gewarnt, da die offensichtlich getürkt waren. Aber die damaligen 12 Finanzminister wollten Griechenland unbedingt dabei haben. Und leider wird sowas nicht auf EU-Ebene sondern auf der Ebene der Mitgliedstaaten beschlossen. Für Österreich hat das übrigens ein gewisser Karl-Heinz Grasser entschieden ...

Antworten Antworten Cicero
09.01.2012 20:28
1 0

Für die Linken ist an allem Schüssel und Grasser schuld! Blöd nur, das Gegenteil ist wahr!

Und der nächste – massiv ärgerliche – Anti-EU-Stuß, der hier verbreitet wird.

Die Gemeinschaftswährung Euro ist seit 1. Jänner 1999 als Buchgeld verfügbar. Das heißt, die Einrichtung des Euro und die teilnehmenden Länder sind Jahre vor 1999 festgelegt worden.

Nach dem Rücktritt Vranitzky war Viktor Klima Bundeskanzler von 1997 bis 2000. Sein Finanzminister war ebenfalls von 1997 bis 2000 Rudolf Edlinger.

Erst 2000 übernahm Schüssel als Bundeskanzler die Regierung und erst dann kam Karl-Heinz Grasser als Finanzminister.

Mit anderen Worten, die Einrichtung des Euro und die Festlegung, welche Länder daran teilnehmen können, erfolgte unter Rudolf Edlinger und nicht unter Grasser.

So kann man sich irren wenn man einen Schmarren weiß und nur für die eigene linke Unfähigkeit einen Sündenbock braucht.

Wenn einer Erfolg hat, dem verzeihen wir das nie – lautet die gängige Parole des linken Teiles Österreichs.

Und Grasser hatte Erfolg!

Er senkte die Staatsquote um 4 Prozentpunkte von 44 auf 40 %, also um 10 %!

Er erhöhte das Steueraufkommen der Körperschaftssteuer durch Senkung des Steuersatzes.

Er erreichte eine nahezu explosionsartige Zunahme österreichischer Exporte durch die Einführung der Gruppenbesteuerung.

Er senkte die durchschnittliche Neuverschuldung auf weniger als die Hälfte, die seine roten Vorgänger zu verantworten haben.

Eben, wenn einer Erfolg hat, dem verzeihen wir das nie!

Jetzt wird Grasser wegen seines Diplomatenpasses geprügelt. Blöd nur, auch Rudolf Edlinger hat einen!

0 2

die eu ist noch nicht mal 20 jahre alt!

(als geburtstermin gilt ja der vertrag von maastricht).

ich finde es daher ein bisschen hochgestochen, von einem 20 jährigen nicht nur eine vollreife zu erwarten sondern ihm auch noch eine ladung altersweisheit abzuverlangen.

die eu ist im wachsen, sie verändert sich laufend.
aus fehlern lernt sie.

es wäre halt höchst an der zeit, dass auch die bürger anfangen, einen 20jährigen altersgemäß zu akzeptieren und das baby-verarsch-verhalten aufzugeben: derzeit ist die eu für alles negative verantwortlich, auch wenn es hausgemacht ist. und alles positive wird den nationalstaaten zugerechnet, auch wenn es resultat von entscheidungen in brüssel ist.

es ist zwar traurig, was böhm schreibt ("Jetzt rächt sich freilich, dass diese Art politischer Zusammenarbeit nie erklärt wurde."), weil es ein vernichtendes zeugnis für die verblödete bevölkerung ist, doch wer so agiert, der sollte tatsächlich nachhilfe erhalten.
allerdings: muss diese nachhilfe nicht bei ganz elementaren dingen wie dem lesen ansetzen? denn daran scheint es zu mangeln - die informationen sind eh alle vorhanden....

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
09.01.2012 02:06
4 3

ach, so ein mist.

das ganz eu projekt ergibt doch für die menschen überhaupt keinen sinn. überall in der welt versucht der westen, autonomiebestrebungen zu unterstützen - freien völkern ihre unabhängigkeit zu ermöglichen usw usf.
und ausgerechnet in europa, welches aus verschiedenen völkern mit langer geschichte, unmengen traditionen, vierschiedenen sprachen etc. besteht, versucht man den menschen einzureden, dass das alles verkehrt ist, ... friedensprojekt...bla...bla...
faktum ist: die engländer haben recht, sie wollen eine freihandelszone - gute sache. alles andere ist völlig kontraproduktiv. und unfrieden wird auch gesät, weil unweigerlich die leute anfangen werden, wenn sie es nicht ohnehin schon tun, andere völker zu hassen, weil man sie ständig subventionieren muss, oder weil mangels an grenzen, horden einfallen und selbst vor der abmontage von infrastruktur-bauteilen nicht halt machen.

0 2

Re: ach, so ein mist.

auf sie trifft ein satz aus böhms kommentar voll zu:
"Jetzt rächt sich freilich, dass diese Art politischer Zusammenarbeit nie erklärt wurde."

ich bin zwar der meinung, dass politische information eine holschuld des bürger ist, doch wenn ihr kopferl ein bisserl langsam ist, dann sollten tatsächlich die erklärungen besonders langsam und einfach erfolgen.

Antworten Antworten Gast: little_brother_is_watching_you_too!
09.01.2012 13:45
0 0

Re: Re: ach, so ein mist.

reden sie doch keine stuss! sie wissen genau, das die sache von anfang an fahrlässig und wahrscheinlich bewusst irreführend angegangen wurde. die griechischen buchstaben waren auf den euro gedruckt, da hatte das prüfverfahren für die euro-tauglichkeit griechenlands noch nicht einmal begonnen!
das nur als kleines beispiel. die währungsunion so verschiedener volkswirtschaften kann seriös betrachtet gar nicht befürwortet werden. drum wurden alle warner gleich mal als blöd hingestellt (eu progagandisten wie sie tun dies, wie man sieht, immer noch) und die medien haben sich, reichlich aus steuergeld dafür belohnt, nicht die mühe gemacht, ausgewog
en zu berichten. dies hätte eine noch breitere ablehnung der bevölkerungen bewirkt.

breznkarli
09.01.2012 00:52
4 0

Die Rückkehr des Hausverstand?

Und das bezieht sich nicht auf die Billa Werbung. Seit 2000 wurden immer mehr Entscheidungen in der Politik und der Wirtschaft getroffen, wo Außenstehende nur den Kopf schüttelten. Jedoch ging scheinbar alles gut. Rational denkende Menschen schickten ihren Hausverstand in Pension, da ihm nicht mehr zu trauen war.

Immer mehr wurden zu Glücksrittern. Jetzt stellt sich jedoch heraus, dass die kollektiv verdrängten Bedenken sehr wohl ihre Berechtigung hatten.

Auch die Medien verbreiteten ohne Hinterfragen Beiträge in denen 1+1=3,4, oder mehr ergaben.

Dazu zählte auch die Allchemie der Staatsverschuldungen. Dass ein Staat auf dauer mehr ausgeben kann als er einnimmt, wurde anfangs noch unterschiedlich versucht zu erklären, später einfach akzeptiert. Private und Unternehmen, folgten diesem Prinzip. Allerdings scheiterten diese früher, da sie nicht das Staatswerkzeug hatten, Schuldner und Bürge in einer Person zu sein.

Einfach gesagt, was sich in der Theorie nicht ausgeht, geht sich auch in der Praxis nicht aus. Das nennt man den Hausverstand!

EU-aus
08.01.2012 21:31
3 2

EU-Wohnungssanierung

Wenn in der EU-Wohnung 27 Mitglieder leben, aber immer nur ein paar die ganz Miete bezahlen müssen, dann ist das wenig lustig. Besser ist es, für die unfair behandelten Mitglieder aus der teuren EU-Wohnung auszuziehen und das Geld für eigene Bedürfnisse auszugeben.

R. Marschall, Parteiobmann
http://www.euaustrittspartei.at/

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