25.05.2012 23:12 | Meine Presse Merkliste 0

Es werden noch mehrere "Überraschungen" folgen

STEFAN RIECHER (Die Presse)

Für Österreichs Regierung kam der Verlust des Triple A aus heiterem Himmel. Anstatt ernsthafte Reformen anzugehen, wird genauso weitergemacht wie bisher.

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Als am späteren Freitagnachmittag erste Gerüchte auftauchten, dass Österreich die beste Kreditwürdigkeit verlieren würde, herrschte im Kanzleramt Alarmstufe Rot. Eiligst wurde an einer Aussendung gefeilt, um den Bürgern zu erklären, warum Standard & Poor's die Alpenrepublik nicht mehr zu den verlässlichsten Schuldnern zähle. Schnell waren die Gründe gefunden: Sicher nicht die Schuldenpolitik der vergangenen Jahre ist an der Herabstufung schuld, sondern die Ratingagentur, mitsamt ihren politischen Motiven und US-amerikanischen Eigentümern. „Unverständlich“ und „überraschend“ sei der Verlust des Triple A, gaben Kanzler Werner Faymann und sein Vize, Michael Spindelegger, schließlich bekannt.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Seit Monaten beherrschen mögliche Herabstufungen von Frankreich und Österreich die Wirtschaftsseiten nationaler und internationaler Zeitungen. Bereits im November warnten viele davor, dass die Alpenrepublik die Bestnote verlieren könnte. Moody's bestätigte zwar das Triple A, wies aber darauf hin, dass „Österreich schnelle und richtungsweisende Entscheidungen“ treffen müsse. Standard & Poor's senkte im Dezember den Daumen und sprach von einer Entscheidung innerhalb von 90 Tagen. Spätestens dann hätte jedem klar sein müssen, dass der Hut brennt. Aber nicht doch – „überraschend“ sei sie gekommen, die Herabstufung.

Nun könnte man den Warnschuss von Standard & Poor's nützen und sich daranmachen, das Budget zu sanieren. Die Schiedsrichter haben Österreich nicht nur das Triple A entzogen, sondern auch den Ausblick auf „Negativ“ gesenkt. Das wiegt deutlich schwerer, denn die Topbonität hat die Republik de facto ohnehin schon lange eingebüßt, wie der Anstieg der Rendite auf zehnjährige Staatsanleihen zeigt. Dass aber auch die zweitbeste Stufe, AA+, gehörig wackelt, ist mehr als besorgniserregend und sollte eigentlich Ansporn genug sein, den Kurs zu ändern, bevor uns ein italienisches Schicksal blüht.

Dass die Regierung an eine Kursänderung nicht denkt und stattdessen bei der Fahrt in Richtung weitere Herabstufung aufs Gas steigt, zeigt der zweite Teil der Reaktion auf den Verlust des Triple A: „Unverständlich.“ Das wirft freilich die Frage auf, was daran nicht zu verstehen ist, dass ein Land, das es seit Jahren schafft, das Defizit zu erhöhen, obwohl die Staatseinnahmen einen Rekordwert nach dem anderen erreichen, nicht mehr als Schuldner bester Bonität gilt.

Dabei wäre es relativ einfach, die Verschuldung zu reduzieren. Die öffentliche Hand könnte sich sämtliche Steuererhöhungen – die sie uns als „Einsparungen“ zu verkaufen gedenkt – sparen, wenn sie bloß genauso viel wie bisher ausgeben würde. 2010 stiegen die Staatseinnahmen um 3,8 Mrd. Euro auf 137,8 Mrd. Euro. Während sich also die Volksvertreter öffentlichkeitswirksam den Kopf darüber zerbrechen, wie sie zwei Mrd. Euro „einsparen“ wollen, müssten sie in Wahrheit nur jährlich um zwei Mrd. Euro statt wie zuletzt um fünf Mrd. Euro mehr ausgeben – den Rest erledigen ohnehin die Steuerzahler.


Natürlich haben Faymann und Spindelegger recht, wenn sie betonen, dass auch das hohe „Exposure“ der Banken in einem sich konjunkturell abkühlenden Osteuropa sowie die prekäre Situation Italiens zu der Herabstufung beigetragen haben. Umso klüger wäre es daher, sich einen Polster für härtere Zeiten zu schaffen. Dass es in höchstem Maße ungerecht wäre, wenn die Steuerzahler dem Finanzsektor erneut unter die Arme greifen müssten, steht außer Frage. Dass es im Fall der Fälle so kommen wird, um die Spareinlagen der Kunden zu retten, ebenfalls.

Eine weitsichtige Regierung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich auf möglichst viele Eventualitäten durch umfassende Reformen vorbereitet – anstatt verzweifelt nach neuen Steuern zu suchen, um kurzfristig Löcher zu stopfen. Dass sich Faymann und Spindelegger längst für den zweiten Weg entschieden haben, zeigt nicht zuletzt die „Überraschung“ über die Herabstufung durch Standard & Poor's. Wir können davon ausgehen, dass noch weitere „Überraschungen“ folgen werden.

 

E-Mails an: stefan.riecher@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2012)

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79 Kommentare
 
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Gast: Markus Trullus
17.01.2012 07:07
0 0

Unmöglich!!!!!

Das ist das echte ÖSI- Problem: Schrebergärtner, die den Kopf in den Sand stecken und schluchtsen:"... Kann ja nix dafür, Schuld sind immer die anderen, ich armer, armer,,, schluchts.". Statt Ärmel hochkrempeln, ran an den Speck, Strukturreform, Fett wegschneiden,auch wenns weh tut, usw. Aber dazu haben wir alle zuwenig Mumm in den Knochen. Die Schweden habns geschafft, die Finnen, die Dänen. Nur wir schaffens nicht, kriechen vor der SP Gewerkschaft oder Negebauer.... unmöglich!!!!!

Gast: Han
16.01.2012 22:08
0 0

Die "unabhängige" Ratingagentur

meldet sich erwartungsgemäß negativ und alle wundern sich.
Staatswirtschaften lehrerhaft benoten zu wollen ist geradezu absurd und es ist kein Wunder, dass die internationalen Casinoplayer die Situation ausnützen werden um mit diesem negativen Rating Milliardengewinne zu machen zu Lasten der Bevölkerung.
Die Regierungen sind geradezu machtlos und machen lediglich den Eindruck von Statisten. Bis jetzt sind diese offenkundig ratlos und können nur blöd schauen was auf die Volkswirtschaften zukommen wird.

Antworten Gast: Luzifer
17.01.2012 11:52
0 0

Re: Die "unabhängige" Ratingagentur

Sie halten wohl nichts von freier Meinungsäußerung und wollen die Rating-Argenturen unter staatliche Zensur stellen. Diese sollen doch unabhängig vom Staat das Käuferpublikum informieren! Aber es ist niemand gezwungen, das was sie sagen, zu glauben.

Es bleibt Ihnen natürlich unbenommen, den Ratings-Argenturen zu mißtrauen und Staatsanleiehen freiwillig zu niedrigeren Zinsen zu kaufen! Oder wollen Sie diese Vorgangsweise bloß den anderen empfehlen?

Gast: Luzifer
16.01.2012 21:12
0 0

Was´es wiegt, das hat es!

Monatelang lasen wir in unsere Medien, daß gierige Kapitalisten die Käufer von Veranlagungen über die tatsächliche Entwicklung deiser Wertpapiere im Unklaren ließen und ihnen Ramsch verkauften. Es gab deshalb sogar empfindliche Freiheitsstrafen.

Jetzt sind Regierungen darüber empört, daß unabhängige Rating-Argenturen das Käuferpublikum über den "Wert" von Staatsanleihen aufklären. Es stellt sich daher die Frage: Wie sollte man mit staatl. Organen verfahren, die den Wert der Staatanleihen zum Nachteil des Käuferpublikums mit allen Mitteln vertuschen bzw. wo bleibt die strafrechtliche Haftung, wenn der Staat, der die Anleihe begibt, dann wirklich pleite geht?

Gast: Überraschungsmann
16.01.2012 19:40
0 0


Gast: Reflector
16.01.2012 18:09
0 0

Verstehen ist nur mit Verstand möglich


Und diese Krise wird noch schlimmer das ist auch nicht ach so "unvorhersehbar".

Entweder die derzeit Beteiligten (Un)Verantwortungsträger stellen sich dumm oder sie sind wirklich Naturdeppert.

Es ist leider durch das Ausleseverfahren der 'Eliten' in den geschützen Werkstätten des Paralleluniversums zu befürchten, dass der zweite Fall zutrifft.

Es wird 2012 immer mehr Preissteigerungen geben besonders im Lebensmittelsektor aber auch bei Energie.

Das Wirtschaftswachstum, das die FiatKreditGeld gesteuerten Volkswirtschaften immer benötigen, wird stark rückläufig sein und sich zumindest real negativ umkehren.

Anders als in früheren Rezessiönchen wird aber diesmal der staatlich verordnete Fiatgeldstimulus nicht mehr aufzubringen sein, weil díe Staaten überschuldet sind.

Ganz im Gegenteil, die Staaten werden real immer weniger Geld für Investitionen und Gehälter übrig haben, da die Steuersummen real rückläufig sein werden und sich die Zinslasten steigern werden.

Kurz gesagt, es wird zum Kollaps kommen. Der letzte Ausweg, die (virtuelle) Druckerpresse ist bereits angeworfen. Diese letzmögliche hoch inflationäre Massnahme hat aber eine nachfolgende zerstörerische Kraft durch Preiststeigerung.

Parallel dazu wird ein Crack Up Boom noch so manche Spargeldschleussen zusätzlich öffnen, sodass es sogar zu einer hyperinflationären Tendenz kommen könnte, wenn das Vertrauen in den € schwindet, was dzt. gar nicht mehr so weit weg scheint.

Viel Glück Regierung!

Gast: AltGast
16.01.2012 17:37
0 0

Unverständlich

Es ist eigentlich kein Wunder, wenn der Herr Bundeskanzler die Herabstufung als "unverständlich" bezeichnet, denn wovon versteht er denn etwas?
Auch kann man seine Reaktion damit vergleichen, wenn jemand nach Erhalt einer Ohrfeige meint: "Ätsch, es hat überhaupt nicht weh getan!"
Offenbar gibt es ein Problem damit, die Misere nicht einer schwarz-blauen Koalition in die Schuhe schieben zu können.
Beinahe herzig war seine Meinung im Fernsehen, dass es besser wäre, wenn Österreich einen Vertreter zu den Ratingagenturen entsenden sollte, wenn das Land schon bewertet würde. Ob er dabei an Typen wie N.Pelinka gedacht hat, die es dann auf Kommando der Regierung schon richten werden?
Der Herr BK sollte einmal zur Kenntnis nehmen, dass es nicht genügt, Leserbriefe an die Kronenzeitung zu schreiben und den Rest des Tages in Kameras zu lächeln.

Gast: 1+1=?
16.01.2012 17:16
0 1

Die Summe der sozialisierten Nachteile Eurer Arbeits/Leistungswut ist immer größer als die Summe der privatisierten Vorteile !

Das kann auf die Dauer nicht gutgehen!

Gast: Gerechtigkeit
16.01.2012 17:13
0 1

Jetzt jaulen die Uneinsichtigen! Ihr Blockierer vom Reichenschutzbund, habt wohl wirklich geglaubt, daß Ihr mit dem kindischen, kleinkarierten Gezänk um ein läppisches 2Milliarden-Sparpackerl irgendjemanden beeindrucken könnt! Sanierung der Staatsfinanzen sieht anders aus! Klotzen, nicht kleckern! Und dazu bedarf es der Besteuerung ALLER EINKOMMEN eines Steuerpflichtigen nach dem Einkommensteuertarif! Ganz besonders der leistungslosen Erbschaften/Schenkungen, plus satter Vermögenssicherungsbeiträge! Mit Sparen ginge es ein bißchen schneller ! Und um Konsum und Konjunktur anzukurbeln, bedarf es einer sukzessiven Mehrwersteuesenkung, mit dem Ziel, diese ungerechte, systemwidrige, nochmalige Besteuerung des Einkommens eines Steuerpflichtigen beim Ausgeben, ganz abzuschaffen!

Weg mit den Ausnahmeregelungen im Einkommensteuerrecht!
Weg mit der DOPPPELBESTEUERUNG der Einkommen per Mehrwertsteuer beim Ausgeben!

Gast: Leon Ding
16.01.2012 16:33
1 0

Na sowas aber auch

Traut sich die böse Ratingagentur doch zu sagen, was seit Jahren jeder in Österreich weiß: der Staat macht zu viele Schulden. Vielleicht hilft dieses Druckmittel, denn ohne Druck von außen ändert sich genau gar nichts an der Schuldenpolitik zu Lasten unserer Kinder und noch Kindeskinder.

Gast: Herinjug
16.01.2012 16:17
1 0

Bauernbund, Kirche, GÖD, ÖBB, ÖGB usw

werden jegliche sinnvolle Ausgabenreform schon verhindern.

Gast: Was erwarten Sie
16.01.2012 15:42
0 0

von der - ursprünglich von den Alliierten lizenzierten - Nomenklatura?

Die inländische Bevölkerung wird jetzt noch mehr ausgequetscht, um Politiker, Promis, Beamte und Migranten großzügig finanzieren zu können.

DAS ist und bleibt die Realität.

1 0

anstatt die einsparungsvorschläge des RH abzuarbeiten

begeben sich vertreterInnen der regierung ins tv-studio und betreiben dort schönfärberei vom allerfeinsten.

so schnell können diese realitätsverweigerer gar nicht schauen, wird unser schönes heimatland auf ramschstatus sein!

Antworten Gast: Steffi Greiner
16.01.2012 17:18
0 2

Re: Der Rechnungshof ist ein willfähriger Büttel des Reichenschutzbundes !


Gast: zensuriert doch mal wen anderen
16.01.2012 13:54
4 0

unverständlich

unverständlich ist das alles nur für die beiden schwachverständigen politclowns und das ist nur zu verständlich, denn die haben noch nie etwas verstande. ist ja auch sehr schwer so ohne jeglichen (sach)verstand.

0 0

heiterer himmel...

muss wohl neu definiert werden.

aber "selig sind die armen im geiste, den ihrer ist der heitere himmel" heisst es da ja wo...

oder so aehnlich.

mig29
16.01.2012 13:39
2 0

Man kann sich bei Standard & Poor´s und einigen Österreich Lobbyisten nur bedanken,

denn in Wirklichkeit gehört noch ein zweites A weg plus weiterer negativer Ausblick!

Gast: Betrachtet man die Statistik
16.01.2012 13:32
8 1

so zeigt sich seit 1970

eine eindeutige Korrelation zwischen der steigenden Staatsverschuldung und der kumulierten Zuwanderung.

Es gibt dabei keine Kostenklarheit, denn direkte und indirekte Kosten und Folgeschäden werden geschickt auf die verschiedensten Budgetposten gebucht, aber die Gesamtbetrachtung gibt ein eindeutiges Bild:

Das größenwahnsinnige Sozial- und Wohnungsamt für den Balkan, den Großen Orient und nun auch noch Afrika hat die Wirtschaftsstruktur, den Arbeits- und Wohnungsmarkt, die öffentliche Sicherheit und das Bildungswesen auf Grund gesetzt.

DAS (und die obszönen Privilegien der sogenannten Eliten in Politik, Justiz, Beamtenschaft, SV-Trägern usw.) haben das Sozialsystem und den Staatshaushalt belastet bis zum Niederbruch.

Und wer soll's jetzt bezahlen: RICHTIG: Der ausgebeutete und heimatenteignete inländische ASVG-Versicherte.

Weit hammas bracht.

Antworten Gast: Derta7e
16.01.2012 16:19
0 0

Die größte Zuwanderergruppe Österreichs sind die Deutschen

und auch bei den anderen Behauptungen und Zahlen stimmt einiges nicht.

Antworten joquer
16.01.2012 15:02
0 0

Re: so zeigt sich seit 1970

Ich nehme an, dass sich eher eine parallele Entwicklung zeigt, eine "eindeutige Korrelation" bedeutet das noch lange nicht.
Dazu können Sie hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Cum_hoc_ergo_propter_hoc

Antworten Antworten Gast: Allerdings
16.01.2012 15:27
0 0

Re: Re: so zeigt sich seit 1970

eine parallele Entwicklung muß nicht zwangsläufig eine Korrelation bedeuten, ist aber ein wichtiges Indiz dafür.

Dafür spricht die von Anfang an in der Ausländerbeschäftigung gelegene Tendenz, den kurzfristigen Gewinn einzelner Unternehmen zu privatisieren, die langfristigen Folgekosten - insbesondere nach Aufgabe des Rotationsprinzipes - zu sozialisieren, also jahzehntelang über den Schuldendienst - jetzt durch offene Verarmungspolitik gegen die heimische Bevölkerung - zu finanzieren.

Eine gründliche Untersuchung dieser Kostenfaktoren, von Kriminalitätsschäden über Wohnungsversorgung, zusätzliche Lehrkräfte, "Integrations"beamte usw. bis zu durch die Verringerung des sonst möglichen Lohnniveau entgangen Pro-Kopf-Einnahmen der SV, wäre dringend zu empfehlen - und zwar durch Leute, die keine Migrationslobbyisten sind. Aber genau das wird peinlichst vermieden.

Giftpfeil
16.01.2012 13:18
9 1

#----> .Trotz Verlust des Triple A …anstatt ernsthafte Reformen anzugehen, wird genauso weitergemacht wie bisher …


Da hilft nur noch ein ordentlicher tritt in den Hintern!!

Wer kann einen solchen Tritt verpassen, der diese Blindgänger in der Regierung aufschreckt? Ich fürchte leider nur der HC ...

Vorgezogene Neuwahlen wären eine geeignete Gelegenheit, den Weg auf das Niveau von der Slowakei und Slowenien (A) zu stoppen ...

2 0

den weg auf das niveau von...

...ja, da kann man noch viele schritte gehen mit weiteren fehlentscheidungen und schnapsideen.
in weissrussland leben die leute ja auch immer noch besser als in manchen laendern afrikas.

man muss den jeweiligen schritt der verschlechterung doch nur immer wieder gut und lustig erklaeren. am besten mit hinweis auf 'unverstaendlich' und genau das koennen unsere politclowns recht gut.

und die leut unterhaelt's...

so koennen wir jetzt schon beginnen, das 25-jaehrige regierungsjubilaeum der beiden 2033 vorzubereiten, prost!

so koennen wir jetzt schon beginnen, das 25-jaehrige regierungsjubilaeum der beiden 2033 vorzubereiten

Mein Gott - und ich dachte, ich wäre Pessimist.
Aber ich kann Ihnen wirklich kaum widersprechen. Seit Jahrzehnten blasen wir (Wähler) die Schuldenblase auf.
Dieses Problem, nämlich die mehrheitsfähige Grundeinstellung ("wo kann ich noch mehr aus dem Staat herausholen?" gepaart mit "alle anderen tun´s doch auch!") erstickt jede noch so sinnvolle Reformidee sofort im Keim.

Gast: 1. Parteiloser
16.01.2012 13:11
10 1

Keine Überraschungen, die Hochrechnung zeigt den Trend ganz deutlich!

Entwicklung der Staatsausgaben:
2016: 190.000 = 501% (Hochrechnung)
2011: 152.091 = 404 %
2005: 121.934 = 321 %
2000: 107.830 = 284 %
1995: 98.188 = 259 %
1990: 70.139 = 185 %
1985: 54.848 = 145 %
1980: 37.905 = 100 %
Daten des BMF

Entwicklung VPI, Verbraucherpreisindex
2016:......235% (Hochrechnung)
2011:......214 %
2005:......196 %
2000:......178 %
1995:......166 %
1990:......141 %
1985:......127 %
1980:......100 %
Daten der Statistik Austria

Bei den Hochrechnungen wurde die gleiche Entwicklung für die Periode 2011 bis 2016 angenommen.

Wie krank Ö schon 2010 war, das zeigen auch die Staatsausgabenquoten sehr deutlich.

1) Österreich:.........53,2%
2) Deutschland:......45,7%
3) Tschechien:........45,1%
4) Griechenland:......49,6%
5) Schweiz:.............34,8%

Hätte Ö die gleichen Staatsausgaben wie die Schweiz, dann würde sich Ö sofort 55 Mrd. Euro pro Jahr ersparen.

Die Neidpropaganda der SPÖ und die Schlachtrufe der ÖVP (Her mit dem Zaster, her mit der Marie) wird aber eher eine Abgabenquote von mehr als 70% zur Folge haben.

Die Österreicher der Realwirtschaft, die sollen mit einem Einkommen der Mindestsicherung die Parteibonzen und Beamten, samt deren irren Ruhegenüsse, weiter mit realen Leistungen versorgen.

Es läuft das größte, jemals in Ö begangene, Wirtschaftsverbr.echen, welches von einem Verbr.echen gegen die Menschenrechte begleitet wird.

Ab in die Wüste Gobi mit den Verbr.echern!

3 0

Re: Keine Überraschungen, die Hochrechnung zeigt den Trend ganz deutlich!

Das Problem ist: solange das, was Sie hier präsentiert haben, weder in "Heute", noch in der "Krone", noch in "Österreich" abgedruckt wird, sind sich 80-90% der Bürger dieses Problems nicht bewusst.

In einer intellektuell degenerierten Gesellschaft wie der unseren ist es nur eine Frage der Zeit, bis auf den geistigen auch der wirtschaftliche Niedergang folgt.

Es ist politisch unmöglich geworden, den Bürgern kurzfristig schmerzhafte, aber langfristig notwendige Maßnahmen nahezubringen - weil dem Großteil das Interesse fehlt, sich über die Zusammenhänge zu informieren. Nicht von ungefähr kommt doch, dass sich sowohl die gebildete SPÖ, als auch ÖVP - Wählerschaft angewidert von ihrer jeweiligen Partei abwendet.

 
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