19.06.2013 09:44 Merkliste 0

Die Insel der seligen Frühpensionisten

NORBERT RIEF (Die Presse)

Mit mutigen Reformen bei den Pensionen ließe sich Österreichs Budgetproblem mit einem Schlag lösen. Unsere Bundesregierung hat diesen Ehrgeiz nicht.

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Die Verhandlungen um das Spar-, in Wahrheit eher Steuerpaket, sind also „resch“ – manchmal mehr, manchmal weniger, erklärte uns Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Resch ist bei Semmeln gut, bei Verhandlungen über die Zukunft des Landes würde man gerne andere Adjektive hören: produktiv etwa, wegweisend, zielführend, vielleicht sogar einschneidend.

Machen wir uns nichts vor: Die Verhandlungen sind vor allem ideenlos, lahm und festgefahren. Im Mittelpunkt steht nicht das Bestreben, ein Paket zu schnüren, mit dem das Land finanziell nachhaltig saniert wird. Es geht in erster Linie darum, mit den Maßnahmen nur ja nirgends anzuecken, nur ja niemandem wehzutun. Verachtet mir die Meister nicht – und auch nicht die Arbeiter, die Frühpensionisten, die ÖBBler, die Beamten, die Familien, die Arbeitslosen, die Männer, die Frauen. Vorschläge werden von SPÖ und ÖVP nicht an ihrem Sparpotenzial gemessen, sondern daran, welche Wählerklientel sie treffen. Den wenigen noch politisch interessierten Menschen in Österreich müssen bei diesem Schauspiel die Tränen kommen (die Emotionen von Wutbürgern hat sich diese Regierung gar nicht verdient).

Besonders dramatisch sind die Visionslosigkeit und das Nichthandeln beim Thema Pensionen, bei dem es in den vergangenen Tagen deutliche Warnungen von Weltbank und Standard & Poor's gab: einerseits, dass unsere Lebensarbeitszeit nicht mehr ausreichen wird, um unseren sozialen Wohlstand zu sichern; andererseits, dass unsere Staatsverschuldung spätestens bis 2050 auf mehr als 300 Prozent explodieren wird, wenn wir unser Pensionssystem nicht bald reformieren.

Zwei ganz banale Zahlen dazu: 1970 gingen die Österreicher im Durchschnitt mit 61,3 Jahren in Pension und konnten den Ruhestand etwas mehr als 15 Jahre genießen. Die Lebenserwartung lag damals bei 76,8 Jahren. 2010 gehen die Menschen mit 58,1 Jahren in Pension und werden im Durchschnitt 83,4 Jahre alt. Sie sind also 25 Jahre in Pension. 15 Jahre, 25 Jahre – das ist nicht sonderlich schwer zu verstehen.

Und was macht die Regierung? Sie streitet darüber, ob man das faktische Pensionsantrittsalter um vier oder doch eher nur um drei Jahre erhöhen soll. Den Ehrgeiz, es an das gesetzliche Pensionsantrittsalter von 65 Jahren (Frauen 60 Jahre) heranzuführen, hat man erst gar nicht. Das ist, als würde ein Autofahrer versprechen, künftig auf der A1 zu versuchen, nur noch mit 170 km/h zu fahren und nicht mehr mit 200 km/h.

Gehen die Österreicher im Durchschnitt auch nur ein Jahr später in Pension, bringt das dem Staat eine Milliarde Euro. Zwei Jahre würden also genügen, und man könnte sich alle Diskussionen über Erbschafts-, Reichen-, über eine Vermögenszuwachssteuer und höhere Biersteuern – insgesamt präsentierte die SPÖ 24 Steuerideen – sparen.

Warum war es den Menschen 1970 zumutbar, bis 15 Jahre vor ihrem Tod zu arbeiten, und warum sorgt 2012 allein das Ansinnen, statt 25 vielleicht nur 21 Jahre auf Kosten eines finanziell schwer angeschlagenen Staates zu leben, für eine Koalitionskrise? Warum soll jemand, der einen Hochofen nur von Fotos kennt und kerngesund ist, als „Hackler“ vorzeitig in Pension gehen können? Kann so jemand nicht ein, zwei Jahre länger in einem Büro sitzen?


Vorschläge, wie man bei den Pensionen sparen könnte, gibt es genügend. Die Wirtschaftskammer propagiert seit Monaten ein Anreizsystem, um die Menschen länger im Job zu behalten; die Ökonomengruppe ProMarktwirtschaft präsentierte gestern ein kluges System mit Zu- und Abschlägen. In Europa diskutiert man über oder hat schon höhere Pensionsantrittsalter beschlossen: Deutschland, Spanien und Island haben auf 67 Jahre erhöht, Polen diskutiert darüber, in Italien sollen binnen sechs Jahren Männer und Frauen bis 66 Jahre arbeiten.

Nur Österreich soll eine Insel der seligen Frühpensionisten bleiben. Alle, die in den nächsten ein, zwei Jahren in Pension gehen, werden es der Bundesregierung danken. Der Rest kann den derzeit Amtierenden egal sein: Wenn wir mit einem zusammenbrechenden System und ausufernden Staatsschulden kämpfen, sind sie schon längst im unverdienten Ruhestand.

 

E-Mails an: norbert.rief@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.02.2012)

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92 Kommentare
 
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SEIT MEHR ALS 30 JAHREN ...

... wissen die regierenden (farbe egal), dass die pensionsansprüche von jahr zu jahr schwieriger zu erfüllen sein würden.
veränderungen in vielen kleinen schritten hätte man gehen sollen. das hätte ev. den riesensprung über die ständig breiter werdende schlucht - so wie er jetzt unausweichlich ist - erspart.
damals herrschte die angst wähler zu verlieren. aber auch das dürfte 2013 unausweichlich sein.
"alle verschwiegenen wahrheiten werden giftig" (f. nietzsche).

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Ein Grund für die Frühpension

den Sie nicht erwähnt haben, Herr Rief, ist ganz einfach der, dass ältere Arbeitnehmer für die Betriebe oft zu teuer sind! Es wäre den Arbeitnehmern oft gar nicht unzumutbar, 1-2 Jahre länger zu arbeiten, viele wollen das auch - aber die Betriebe wollen das nicht bzw. können das nicht. Solange sich im Gehaltssystem nichts ändert, werden die Betriebe auch weiterhin auf Frühpensionen setzen. Es wurde in der "Presse" eh schon öfter erwähnt, dass Arbeit zu teuer sei, aber hier in dem Artikel hätte dieses Faktum auch erwähnt werden sollen, finde ich. Aber ich weiß, dass es sehr wohl auch die anderen gibt, die tatsächlich so schnell wie möglich in Pension wollen: Ich hab mal im Sommer bei der Post als Briefträger gearbeitet, und da sagte einer mal: Nächstes Jahr werd ich 50, dann hab ich 35 Jahre gearbeitet, dann stell ich meinen 1. Pensionsantrag. Ich hab mir gedacht: Geht's noch?!

Man muss die Leute auch arbeiten lassen

Im doppelten Sinn - einerseits muss es die Arbeitsplätze geben - es amüsiert mich immer, wenn die Wirtschaft von länger in Arbeit bleiben redet und gleichzeitig jede Gelegenheit nützt ältere Arbeitnehmer loszuwerden und andererseits muss es Anreize geben. Solange es finanziell günstiger ist, früher in Pension zu gehen - zumindest im öffentlichen Dienst, so lange werden die Menschen das auch tun.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
03.02.2012 12:41
1 0

Der Fehler kommt doch alleine vom Gesetzgeber!

Es liegt aber auch im System, dass die Unternehmen reifer Arbeitnehmer abgebaut haben, abbauen müssen!

1) Automatische Vorrückungen, also eine DISKRIMNIERUNG jüngerer Mitarbeiter für die gleiche Aufgabe, sind ein Kostenfaktor, welche Unternehmen in einer freien Wirtschaft einfach nicht ignorieren können. Da geht es nicht um den Willen der Unternehmen, bzw. der GF, sondern um eine Überlebensfrage um freien Wettbewerb.

2) In Phasen von schwacher Auftragslage muss der Personalstand angepasst werden. Wenn es Möglichkeiten gibt eine frühen Pensionsantritt zu schaffen, dann ist das die harmonischer Lösung aus der Sicht der Unternehmen gewesen. Die Eltern von jungen Familien wären entscheidend stärker in der Existenz gefährdet.

3) Der Druck auf die Unternehmen, auch wegen der irren Zwangsabgaben bis über 50% der Wertschöpfung, bringt natürlich auch einen enormen Leistungsdruck auf die Mitarbeiter. Im reiferen Alter kann man diesen Druck nur selten standhalten. Viele Arbeitnehmer bevorzugen dann eben eine kleinere Pension, aber ein Leben das die auch schaffen.

Alle 3 Punkte sind in der vollen Verantwortung der Politik und in weiten Bereichen auch gesetzlich so geregelt. Es muss also gewollt sein, dass die Situation zu den Pensionen so ist, wie diese heute auch ist.

Dass diese Gesetzgebung, auch im öff. Dienst sehr krank (noch viel kränker!), die Gesellschaft immer weiter aushöhlt, das ist doch nur logisch. Höhere Pension als aktive Einkommen sind krank!

Gast: machmuss verschiebnix
02.02.2012 20:29
0 2

Die allerletzte Chance auf eine echte Wende,


wäre am Wahlabend nach der Veröffentlichung des Erdrutschsieges von HCS.

Warum ?

Weil es dann einen triftigen Grund dafür gäbe, daß die Altparteien
(+ Grünossinnen) einer UNABHÄNGIGEN Expertenregierung zustimmen, nur
um eine Kanzlerschaft von HCS abwenden zu können .

Sogar für die FPÖ wäre diese Lösung ein Gewinn, denn beim zu erwartenen
pogrom-artigen Wiiiiderstand wird an ein sinnvolles "Navigieren" des
Staatsschiffes nichtmal zu denken sein !!!

Leider wird es aber nicht dazu kommen - aus denselben Gründen, wie es zu
keinen echten Reformen kommen wird:
die Roten wollen lauter Rote in der Expertenregierung drinnen sehen, na
und die Schwarzen ...

WAS SOLL DAS ? Sperrt dieses Politiker-Gesindel endlich ein !!!

Antworten Gast: Arauco Llankihueño
02.02.2012 21:09
0 1

Re: Partei-Proporzler mit Bundesstaatsreform beauftragen ?@! Da könnte man gradesogut die Mafia damit beauftragen, das Land von der Mafia zu bereien <stirnrunzel>


Gast: pensionär
02.02.2012 20:15
1 2

das Diktat

der Sesselfurzer und Nägellackiererinnen geht weiter - die nehmen durch die Orchideenstudienzweige immer mehr zu - irgendwo muß man ja dann die Unbrauchbaren (Bacherlors, Magisters usw.) politisch gesponserten Unfähigen ja einsetzen. Sie versitzen dann den wirklich Brauchbaren den Platz oder werden ihnen vor die Nase gesetzt. So löst man in Österreich Beschäftigungsprobleme und die Arbeiter und Angestellten müssen das mit ihren Steuergeldern bezahlen.
Tu felix Austria depende (wenn ich mich nicht irre)

Gast: ggggg
02.02.2012 18:38
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Rief hat vollkommen recht.

Aber die Dummheit einer unverantwortlichen Politbande und ihrer stumpfsinnigen Klientel wird (auch) Österreich in den Abgrund reißen. Es ist wie beim Thema Nichtraucherschutz: es gibt zu viele (völlig) vernebelte Gehirne, als dass es eine rationale Diskussion gäbe. Die Gegenkommentare im forum beweisen das einmal mehr. Eine faktische Anhebung des Pensionsantrittsalters (insbes. auch bei den ÖBBlern und den Wiener Gemeindbediensteten) würde tatsächlich die irre Schuldenmacherei in höchstem Maße reduzieren, wenn nicht sogar beenden. Aber es läßt sich im Land der Obizahrer nicht durchsetzen. Und die Wahnsinnigen erkennen einfach nicht, dass sie den Ast absägen auf dem sie hocken. Ich verstehe die Gier, aber nicht die Dummheit.

In diesem Land...

.... der "Obizarer" gab es seit 1945 einen ständigen Aufstieg hinsichtlich Lebensstandard. In diesem Land der "Obirarer" haben sich die Wirtschaftsdaten, ganz besonders in der Aussenwirtschaft, Export, ständig verbessert. Dieses Land der "Obizarer" ist Nettozahler in die EU. Irgendwie müssen da schon auch die Menschen mitgewirkt haben, die täglich zur Arbeit gehen und nicht nur "Manager" die sich wir für die Wirtschaft halten oder vielleicht sogar Möchtegernmanager die bloß Provisionen verschieben.

Altersteilzeit

Was ist aus der Altersteilzeit geworden? Eine gute Idee, wie ich finde: Im Alter einmal einen Gang zurückschalten und jeden Tag ein wenig früher heimgehen, seine Erfahrung aber weiterhin einsetzen.
Gut für die Wirtschaft, die erfahrene Mitarbeiter braucht.
Gut für den Staat, der weniger Pensionisten und mehr Steuerzahler hat.
Gut für die Bürger, die nicht von einem Tag auf den anderen in ein Loch der Untätigkeit fallen.

Aber dieses System ist praktisch tot! Dank Hacklerregelung gibt es die Altersteilzeit kaum in Österreich. Ein gutes System, das verstaubt...

0 0

Re: Altersteilzeit

Die Altersteilzeit hat schon in den Anfangsjahren Mrd.mehr gekostet,als die Beamten,die das erfunden haben,gedacht hätten.

Re: Re: Altersteilzeit

Interessant. Bin allerdings dennoch der Ansicht, dass das Prinzip sehr gut ist. Möglicherweise mangelt es noch an der korrekten Umsetzung.

Mir is das auch ziemlich unverstaendlich

Eigentlich ist das eine geistige Beleidigung fuer alle Buerger. Die Regierung, Gewerkschafter, Kammern, etc, glauben, dass die Oesterreicher es nicht verstehn, wenn man ihnen sagt:

"Liebe Leute, ihr werdet alle aelter, und das ist gut so. Aber dann muesst ihr halt auch zumindest 1,2 Jahre laenger arbeiten."

1,2 Jahre. Wir reden hier nicht von 10 Jahren, die notwendig waeren, um das Delta aus den 70er Jahren konsequent zu kompensieren. Jeder Buerger wuerde das verstehn, insofern die Anhebung konsequent alle betrifft, und man nicht wieder Schlupfloecher fuer Wiener Beamte, ÖBBler, Bauern, etc, zulaesst.

Und weil es jeder Idiot verstehen wuerde, insofern man es richtig kommuniziert, wird es auch kaum Waehlerstimmen kosten. Eher das Gegenteil wird der Fall sein, weil es wahrscheinlich sogar honoriert wird, wenn die Politiker zur Abwechslung mal ehrlich sind (siehe Steiermark).


Gast: Beamter iR
02.02.2012 18:01
2 1

Menschenverachtend

Als frühpensionierter Beamter muss ich mich mit einem Ruhegenuss von nicht einmal 6.000 Euro - es sind genau 5.951 Euro - pro Monat durchgfrettn.

Ich habe mir vor 30 Jahren ausgerechnet, dass ich 6.200 Euro Ruhegenuss pro Monat erwarten darf.

Diesen unmenschlichen Rechts- und Vertrauensbruch laste ich der der menschen- und beamtenverachtenden Regierung an.

Tagtäglich esse ich nichts als nackerte Nudeln (ohne Sauce), damit ich irgendwie über die Runden komme.

Vielen Kolleginnen und Kollegen aus dem öffentlichen Dienst geht es genauso und sie sind mit ihren mageren Ruhegenüssen verzweifelt. Viele Kolleginnen und Kollegen sind aus Verzweiflung über ihre unmenschlich niedrigen Ruhgenüsse aus dem 5. Stock ihres Amtsgebäudes gesprungen. Sie konnten nicht mehr.


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Re: Menschenverachtend

Die Rotstrichler haben offenbar keinerlei Verständnis für Sarkasmus!

Antworten Gast: Gast: Gast
03.02.2012 11:04
0 1

Re: Menschenverachtend

Sie Armer!
Sie sollten auch springen.

Re: Menschenverachtend

DANKE !!

Endlich einer, der die Altersarmut der Beamten offen ausspricht !!

Gast: Studioso
02.02.2012 17:14
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Kommentar von Ernte vom 012343Afeb12

4) Dass es 1970 noch nicht möglich war so früh in Pension zu gehen
mag schon sein. Doch der Arbeitsprozess gestaltete sich noch viel stressfreier, war zudem nicht so versklavt wie heute. Ausserdem gab es aufgrund der Situation, dass die Frau zu Hause war auch zum Wochenende stressfreiere Zeiten. Heute muß man all das zusätzlich zur Mehrbelastung unter einen Hut bringen!

Herr Rief man sollte die Kirche im Dorf lassen und den Leuten einmal im Leben stressfreiheit vergönnen. Wir sind keine Sklaventiere, die arbeiten bis sie umfallen.
Alles im Leben ist relativ. Wer sich solche Empfehlungen an masst, der sollte zuvor gründlichst recherieren, was früher anders war, dass das möglich war!

Dazu möchte ich bemerken:
Wer 1970 mit 61 in Pension ging wurde 1909 geboren, erlebte als Kind WW1 mit Mangelversorgung, als Jugendlicher die 1. Republik mit dem Austrofasch., als junger Arbeiter/Akadem. die Weltwirtschaftskrise (Millionen Arbeitslose) anfang der 30er, in seinen produktivsten Arbeitsjahren den WW2 (möglicherweise als Soldat), danach fremde Besatzung und danach hatte derjenige 15 Jahre Zeit eine Wohlstandsgesellschaft im freien Staat mitzugestalten (mit der Hand oder dem Geiste).
Wer 1970 in Pension ging, erlebte 3 Regimewechsel, davon nur einmal zur Demokratie.
Wer 1970 in Pension ging hatte sicherlich ein entspanntes, stressfreies (Arbeits-)Leben, daher konnte er auch solage arbeiten.

Abschließend: Was wäre der Österreicher, wenn er nicht jammern könnte.

1 1

Noch besser:

-Keine möglichkeit Zeiten nachzukaufen.
-Keine Anrechnung von Krankenstand und Arbeitslosenzeiten.

Dafür: 47 Jahre Erwerbsleben und Einzahlung sind genug!

Das wäre gerecht, nicht wie es jetzt läuft!

Gast: Jungunternehmerin
02.02.2012 15:16
2 1

Arbeitgebermobbing: Ich kann diese Lügen nicht mehr hören!

S. g. Herr Rief,
Sie müssen den Nagel voll auf den Kopf getroffen haben, dem Aufschrei der Forum-Teilnehmer nach zu urteilen. Jeder, aber wirklich jeder Österreicher ist der Meinung, das gerade ER/SIE die Frühpension unbedingt verdient hat.

Das Arbeitsleid in Österreich muss unmenschlich sein! Eine kleine Korr. möchte ich aber noch anbringen: Ich persönlich kenne NIEMAND, der sich nicht bereits mit knapp über 50 auf die Früpension vorbereitet und alles daran setzt, mittels ärzt. Atteste die Bestätigung für die Frühpension zu bekommen - inkl. meiner eigenen Mitarbeiter!

2 1

Von der Gewerkschaft über den Sozialminister bis zum ORF, Arbeit macht krank!

S.g. Jungunternehmerin, wundert Sie das?

Wenn die Gewerkschaft, die aber nur 1/3 aller Unselbständigen vertritt, pausenlos hämmert, Arbeit macht krank, und das hinauf bis zum Sozialminister, auch ein früher hoch angesehener Gewerkschafter, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich so mancher einfache Geist tatsächlich krank fühlt, wenn er morgens in die Arbeit muß.

Damit die Behauptung, Arbeit macht krank, auch wirklich zugkräftig wird, startet der ORF eine mehrteilige Serie und erklärt „höchst wissenschaftlich“, was wir unserem Hausarzt oder auch einem Facharzt an Symptomen vorschwindeln müssen, daß er uns „Burn out“ diagnostiziert.

Na ja, als dann Burn out nicht mehr so zugkräftig war, kam die nächste ORF-Serie. Jetzt erfuhren wir alles über die grassierende Depression, natürlich wieder ausgelöst durch die Leistungsansprüche der bösen Dienstherren.

Gespannt dürfen wir sein, was als nächstes kommt, wenn Arbeit krank machen muß.

Gast: ASVG-Sklave
02.02.2012 13:37
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Zwei Jahre würden also genügen, und man könnte sich alle Diskussionen über Erbschafts-, Reichen-, über eine Vermögenszuwachssteuer und höhere Biersteuern


Ein SEHR schlechtes Argument! Wenn dies die Alternative darstellt, dann gilt: "Zahl Norbert Rief; zahl!" - Lieber mit 61 in Pension, als den Günstlingen und Gstopften die Vermögenszuwachssteuer zu ersparen. Die Antworten sind manchmal so einfach, wennso blöd argumentiert wird.


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Wie leicht doch die linke Volksverhetzung funktioniert!

ASVG-Sklave, bei Ihnen, wie immer ein fürchterlicher Unsinn.

Für das Rechnungsjahr 2012 fehlen uns 9,2 Milliarden Euro. Um herunterzukommen auf die Maastrichtkriterien müssen wir 2,0 Milliarden einsparen.

Die Statistik weist aus, ein Frühpensionsjahr kostet 1,0 Milliarden. Heißt im Klartext, wir müssen zwei Frühpensionsjahre einsparen, dann haben wir die notwendigen 2,0 Milliarden auf dem Tisch.

Das gesetzliche Pensionsalter für Männer ist 65 Jahre. Im Durchschnitt gehen die Männer aber mit 58 Jahren in Frühpension. Wieder im Klartext, wenn die Männer im Durchschnitt nicht mit 58 Jahren, sondern erst mit 60 Jahren in Frühpension gehen, dann haben wir die notwendigen 2,0 Milliarden Euro herinnen.

So und nun zu Ihren „Günstlingen und Gstopften“. Die Finanz weist aus, es gibt in Österreich rund 7.000 Bürger, die mehr als 300.000 Euro im Jahr verdienen.

Die ersten 60.000 Euro dieser Bürger werden genau so versteuert wie bei allen anderen Bürgern auch. Die verbleibenden 240.000 Euro gehen aber zu 50 % ans Finanzamt. Das Finanzamt bekommt also 120.000 Euro.

Wenn wir nun für die Reichen den Höchststeuersatz von 50 % auf 55 % erhöhen, ihnen also um 10 % mehr Steuern abnehmen, dann gehen 132.000 Euro an das Finanzamt. Macht also 12.000 Euro pro Kopf mehr.

12.000 Euro bei 7.000 Köpfen sind genau 84 Millionen Euro mehr an das Finanzamt.

Die Frühpension um 2 Jahre später bringt 2,0 Milliarden Euro, die Reichen mit 10 % mehr Steuern bringt 84 Millionen Euro.

Das sollten sogar Sie verstehen!

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Wie leicht doch die linke Volksverhetzung funktioniert!

Noch eins, ASVG-Sklave, knalle ich Ihnen für Ihren hier verbreiteten Unsinn um Ihre geschätzten Ohren.

Würden wir Ihren sogenannten „Günstlingen und Gstopften“ alles wegnehmen, was über 60.000 Euro im Jahr hinausgeht, also würden wir den Höchststeuersatz von gegenwärtig 50 % auf 100 % erhöhen, dann bekäme das Finanzamt gegenüber jetzt um 840,0 Millionen Euro mehr. Für Sie zum Nachrechnen, 7.000 Köpfe mal 120.000 Euro pro Kopf macht 840 Millionen.

Damit hätten wir nicht einmal die Hälfte der notwendigen 2,0 Milliarden, die wir brauchen, bei den Reichen bekommen, während statt 7 Jahre vor der normalen Pension nur 5 Jahre vor der normalen Pension locker die notwendigen 2,0 Milliarden herbeischaffen.

Und Sie meinen, nur nicht an der Frühpension rütteln, die Gstopften sollen zahlen.

Verursacht eine derartige Denkfaulheit eigentlich irgendwelche Schmerzen? Vermutlich nicht, denn sonst müßten Sie pausenlos schreien. Vor Schmerzen versteht sich, nicht wegen übermäßigen Steuerzahlens.

Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
02.02.2012 17:42
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Ciceros Phantasiezahlen

Wenn ich die Wahl zwischen Ciceros Propaganda und dieser Recherche habe, weiß ich wem ich glauben darf. Oder anderes formuliert: Einer von Euch zwei lügt:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/669104/Oesterreich-zaehlt-73900-Millionaere?_vl_backlink=/home/index.do


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Ja, ja, wenn man Äpfel und Birnen, Verzeihung Einkommen und Vermögen verwechselt, nur dann kann man von fremder Propaganda reden. Das aber ist Schicksal!

Du meine Güte, ASVG-Sklave, Sie haben tatsächlich keine Ahnung, wovon Sie hier reden.

Vielleicht gelingt es Ihnen, einen Unterschied zu sehen, zwischen einem Vermögens-Millionär und einem Einkommens-Millionär.

Wer ein Zweifamilienhaus, z.B. auf einem Grundstück von, sagen wir, 3.000 m² hat, eine der beiden Wohnungen selbst bewohnt und nur die zweite vermietet, z.B. um 1.200 Euro pro Monat, der kommt vielleicht mit seinem Gehalt, z.B. als Abteilungsleiter in einem Industriebetrieb, locker auf eine Million Euro Vermögen, hat aber ein Einkommen von kaum mehr als 60.000 Euro im Jahr.

Der gute alte Wlasschek hat seine Billa-Kette, die er in mühevoller, lebenslanger Arbeit aufbaute, um 4 Milliarden Schilling verkauft. Er war also ein Vermögens-Milliardär und ist jetzt immer noch in Euro ein Vermögens-Millionär. Aber abgesehen davon, daß er sein Vermögen vermutlich in einer Stiftung hat, wird weder er noch die Stiftung aus den erwirtschafteten Mieten seiner Immobilien ein Einkommen von 300.000 Euro oder mehr haben.

Ob’s Ihnen paßt oder nicht, laut Finanz gibt es in Österreich nur rund 7.000 Leute, die mindestens 300.000 Euro Einkommen haben.

Will man das Vermögen besteuern, dann geht das nur über den Ertrag, den das Vermögen abwirft, alles andere ist Enteignung.

Wollte man das Vermögen des guten alten Wlaschek von umgerechnet jetzt rund 290 Millionen Euro mit nur 1 % besteuern, wäre er sofort pleite, weil sein Vermögen keine 2,9 Millionen Euro Einkommen abwirft.

So einfach ist das!

 
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