18.05.2013 21:52 Merkliste 0

Griechenland verdient sich schön langsam eine Antwort

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Europas Führung sollte dem unwürdigen Spiel auf Zeit eine Ende setzen: Entweder druckt sie für Griechenland Geld in rauen Mengen – oder sie dreht den Geldhahn zu.

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In Athener Schulen lässt die griechische Regierung mittlerweile Nahrungsmittel verteilen, um die Kinder vor Unterernährung zu schützen. Das ist nur ein Zeichen dafür, wie verheerend die Lage bereits ist. Wenn Familien eines Eurolandes nicht mehr in der Lage sind, die Grundbedürfnisse ihrer Kinder zu decken, zeigt das auch ziemlich nachdrücklich, dass nicht alle Griechen von den Unmengen an Geld profitiert haben, das dem Land seit dem Euro-Beitritt zur Verfügung steht. Vielmehr hat ein Großteil der Bevölkerung nun die Kosten einer korrupten Bürokratie und einer auf breiter Ebene versagenden politischen Elite zu schultern.

Dieser Befund gibt nur leider keine Antwort auf die Frage, wie in aller Welt dieses Land zu retten ist. Eine Frage, die auch keine Antwort kennt. Weil sie nämlich voraussetzte, dass irgendjemand auf diesem Planeten eine „Wachstumsidee“ für den schwer überschuldeten Staat hätte. Hat aber niemand. Auch jene Ökonomen nicht, die zu Recht kritisieren, dass gekürzte Staatsausgaben die Wirtschaft nicht zum Wachsen brächten.

Neben der wirtschaftlichen Perspektive fehlt der griechischen Bevölkerung aber auch die staatspolitische: „Griechenlands Regierungsapparat hat weder die Kapazität noch die Fähigkeit zu großen Reformen“, zitierte die deutsche „Welt“ im Dezember 2011 aus einem Bericht der OECD. So hat der griechische Finanzminister keinerlei Durchgriffsrecht auf die Etats seiner Kollegen. In Athen halten sich die Minister nämlich nicht an die Vorgaben des Finanzministers, sondern umgekehrt: Das Finanzministerium hat alle Hände damit zu tun, die Ansprüche der Ressorts auf realistische Niveaus zu drücken, die dann erst recht überschritten werden.

Zudem stellte die OECD überrascht fest, dass die Organe der hellenischen Staatsverwaltung nicht miteinander kommunizieren. Dabei wären die Wege kurz: Die meisten Abteilungen griechischer Ministerien verfügen gerade einmal über drei Mitarbeiter. Ein Fünftel besteht überhaupt nur aus ihrem Chef. Das ist allerdings nicht die Visitenkarte einer schlanken, flexiblen Verwaltung. Sondern jene eines aufgeblasenen Apparats, der über die Jahrzehnte hinweg mit Freunden, Verwandten und Günstlingen sozialistischer wie konservativer Regierungsmitglieder aufgefüllt wurde.

Griechenland brauchte also nicht nur ein Wirtschaftswunder, sondern auch ein funktionierendes Staatswesen. Andernfalls münden alle weiteren Finanzhilfen in immer höhere Staatsschulden. Zu durchbrechen ist dieser Teufelskreis realistischerweise nur mit enormem Druck von außen, wobei der europäischen Führung schön langsam die Optionen ausgehen. In Wahrheit gibt es nur drei, ziemlich riskante Möglichkeiten. Etwa jene, wonach die EU-Führung Athen mit weiteren Finanzhilfen über Wasser hält, bis zum nächsten Gipfel (die „kleine“ Lösung). Das Spiel auf Zeit setzte sich fort, die Schulden des Landes erhöhten sich weiter, bis zum Bankrott.


Nummer zwei wäre die „große“ Lösung: Griechenland wird über die EZB unbegrenzt mit billigem Geld versorgt, womit das Land dauerhaft solvent wäre. Vorausgesetzt, die Bevölkerung akzeptiert einen radikalen Umbau des Staates. Wofür nicht sehr viel spricht. Die Gewerkschaften lehnen alle wichtigen Änderungen ab und die konservative Opposition hat bereits angekündigt, nach ihrem Wahlsieg alle Reformen rückgängig zu machen. Hinzu kommt, dass diese Lösung allen EU-Pleitekandidaten offenstehen müsste, womit die Kosten unkalkulierbar werden und einer gigantischen Geldentwertung der Weg bereitet wäre.

Bleibt Variante drei: Dem Land wird der Geldhahn zugedreht, es schlittert in die Pleite. Die finanziellen Folgen für die Eurozone wären ebenfalls schwer abzuschätzen, allerdings wächst mit Fortdauer der Griechenland-Rettung der Verdacht, dass diese sündteure Lösung letzten Endes noch immer die günstigste wäre. Nicht nur für Griechenland, das sich auf Kosten seiner Gläubiger entschulden und einen echten Neustart wagen könnte. Sondern auch für die Europartner, die mit einem weiteren Verschleppen des Desasters die Zukunft der ganzen Währungsunion aufs Spiel setzen. Und das ist nicht einmal Griechenland wert, so schlimm die Lage auch ist.

 

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2012)

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73 Kommentare
 
1 2
Antworten Gast: Germane
07.02.2012 13:56
2 0

Re: Hilfen für Banken..???

Himmelherrschaftsseiten noch einmal!

Wie kommen wir denn dazu, einer Bank zu helfen?

Die Banken kaufen doch nur deswegen unentwegt Staatsanleihen komplett maroder Staaten, weil ihnen die Politik die Gewissheit verschafft, daß die Steuerzahler von weniger maroden Ländern im Falle des Falles für jegliche Verluste gerade stehen.

Laßt die "Systembanken" samt den Rothschilds, Warburgs, Lehmann-Brüder und wie sie alle heißen, endlich zur Hölle fahren!

Denn nur so werden sie es sich beim nächsten mal 3x überlegen, wem sie Kredit geben und wem nicht...


Gast: hunter666
07.02.2012 07:56
8 0

die konservative Opposition hat bereits angekündigt, nach ihrem Wahlsieg alle Reformen rückgängig zu machen

unglaublich

Antworten Gast: daswars
07.02.2012 15:49
1 0

Re: die konservative Opposition hat bereits angekündigt, nach ihrem Wahlsieg alle Reformen rückgängig zu machen

Da hat das also doch Jemand gehoert!

Und mich hat gestern fast der Schlag getroffen. Da hat dieser Abgeordnete aus dem Fernseher gebruellt. Zu seiner grossen Schande.

Ja leider - soviel verstehen sie und so handeln sie.

Gast: Der Notar
07.02.2012 07:24
7 1

Geld drucken oder Geldhahn zudrehen?

was ist denn das für eine Wahl? Durch Geld drucken werden keine Probleme gelöst, nur die Sparsamen werden betrogen. Geldhahn zudrehen, wird in jedem Fall passieren. Die Transferzahlungen der EU werden die Arzneimittel und das zum Überleben erforderliche finanzieren. Und das war es. Die Europäer werden am Fall Griechenland sehen, wie es sich anfüllt, wenn die Schuldenfinanzierung nicht mehr möglich ist.

Sie schreiben es ja selbst

Die Frage ist nicht: Wie kann MAN Griechenland helfen, sondern: Wie kann SICH Griechenland helfen.
"MAN" kann Griechenland nur Geld zuschießen und auf die Einhaltung (unrealistischer) wirtschaftspolitischer Ziele drängen. Genau das macht man seit fast zwei Jahren. Der Erfolg ist bekannt.
"SICH" kann Griechenland dadurch helfen, indem es aus der Eurozone bzw. überhaupt aus der EU austritt, die Drachme wieder einführt, diese abwertet und mit einer gelenkten Inflation und Lohnpolitik versucht, wieder wirtschaftlich Fuß zu fassen .
Natürlich müssten sämtliche Schuldenrückzahlungen sofort gestoppt und damit begonnen werden, ein völlig neues wirtschaftspolitisches System zu implementieren.
Ferner muss mit der EU zumindest ein Sonderstatus ausgehandelt werden um EU Gesetze umgehen zu können. So könnte MAN auch Griechenland helfen, aber erst, nachdem alles andere geschehen ist.
Damit würden die Gläubiger zwar alles verlieren (aber das ist übrigens nicht allzu viel mehr als der von Griechenland geforderte Schuldenerlass von mindestens 70%), die Garantiestaaten (und damit auch Österreich) müssten für die Verluste zumindest teilweise gerade stehen (was auch nicht viel teurer käme, als immer neue Milliarden nach Athen zu schippen), aber das Land hätte zumindest eine Chance, sich an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen, in dem es jetzt steckt.

Re: Sie schreiben es ja selbst

Sie übersehen (leider) einen entscheidenden Punkt:
Wenn die GR-Gläubiger um ihr Geld umfallen, hat das auch Auswirkungen auf andere Kandidaten. Beispiel: Versetzen Sie sich in die Lage eines institutionellen Anlegers, der in GR sagen wir mal 1Mrd. offen hat. Mind. 700Mio. davon kann er abschreiben.
Wie gross wird seine Bereitschaft sein, z.B. Portugal Geld auf 10 Jahre zu leistbaren Zinsen zu geben?

Worauf ich hinauswill: Wenn GR "Pleite gehen darf", werden die Refinanzierungskosten für genau die anderen Länder deutlich teurer, die sich jetzt schon schwer tun. Und ganz nebenbei: Diejenigen, die noch nicht völlig abgebrannt sind werden´s auch bald sein, weil sie die Abschreibungen ihrer Banken auffangen dürfen.

Ich befürchte, dass GR nur ein kleines erstes Symptom ist. Am Ende werden Schulden und damit Guthaben eingedampft werden müssen. Für mich ist nicht die Frage, ob das passiert. Sondern unter welchen Begleitumständen.

Re: Re: Sie schreiben es ja selbst

Ich übersehe den von Ihnen angesprochenen Punkt überhaupt nicht. Aber vielleicht übersehen Sie die Tatsache, dass Griechenland auf diese Art und Weise nicht gerettet werden kann. Solange das EU - Regelwerk auch für Griechenland gilt ist jede Geldspritze und sei sie noch so hoch einfach hinaus geschmissenes Geld. Die finanzpolitischen Mechanismen, zum Beispiel eine gezielte Geldentwertung verbunden mit Lohn und Preismechanismen, die vor dem Euro Länder wie Italien auch die stärksten Gegenwinde durchlaufen ließen, werden durch das Regelwerk und die Währungsunion vollkommen ausgeschaltet. Der Erfolg ist sichtbar.
Weiters behaupte ich, dass die Symptombekämpfung "Geld nach Athen tragen" bestenfalls ein Zeitgewinn ist, der bestenfalls den Gläubigern, aber Griechenland selbst gar nichts nutzt.
Ich würde wirklich gerne wissen, wie lange man denn auf ein Wunder - und das müsste schon wirklich eine Eingriff einer höheren, göttlichen Macht sein - gedenkt zu warten? Vielleicht erklären sie mir auch, wie wir immer mehr Länder (neben Ungarn stehen schon Rumänien und Bulgarien in der Warteschlange, nur schreibt man darüber nichts, denn sie gehören ja nicht zu den erlesenen Euroländern) mit immer umfangreicheren Rettungsschirmen retten sollen und wie wir die Erstarrung in Agonie und Handlungsunfähigkeit aufgrund von Rücksichtnahmen da und dort beiseite legen können und wieder zu jener wirtschaftspolitischen Flexibilität zurück kehren können, die uns einmal auszeichnete.

Gast: barra
07.02.2012 05:42
12 3

unser geld bekommen ja nicht die griechen

jedenfalls nicht die griechische bevölkerung,
sondern nur die griechischen politiker und beamten und hauptsächlich deutsche und französische banken.
das war von anfang an klar.

zumindest mir war auch von anfang an klar daß die gewählte variante mit abstand die (für uns, die eurobevölkerung) teuerste und für die griechische bevölkerung die qualvollste ist. mit abstand.

selbstverständlich muß es humanitäre hilfe für die hungernde bevölkerung geben, aber ich überlege mittlerweile ernsthaft, alle wegen gemeingefährdung und raub anzuzeigen, die unser geld stehlen und in dieses bodenlose schwarze loch werfen.
es gbt keinerlei anzeichen für einen irgendeinen sinn oder nutzen dieser gemeinschädigung.

wenn merkel oder andere politiker gern in griechenland investieren wollen sollen sie das mit ihrem privaten eigenen geld machen, aber nicht mit den ohnehin zu geringen mittel der hochverschuldeten staaten.
das ist amtsmißbrauch, veruntreuung, eine schier unglaubliche verhöhnung und schädigung der eigenen bevölkerung.

Re: unser geld bekommen ja nicht die griechen jedenfalls nicht die griechische bevölkerung, sondern nur die griechischen politiker und beamten und hauptsächlich deutsche und französische banken.

Und : die deutsche, französische und britische Rüstungsindustrie !

Diesbezüglich hat man von Merkel und Sarkozy noch nie etwas gehört : dass Griechenland seine aberwitzigen Rüstungsausgaben drosseln soll.


Re: unser geld bekommen ja nicht die griechen

ob Faymann , Pelinka oder griechische Politiker is auch schon egal

dass irgendjemand auf diesem Planeten eine „Wachstumsidee“ für den schwer überschuldeten Staat hätte.

solange die schulden so hoch sind, wird es kein wachstum geben, also muessen zuerst mal die schulden weg

griechenland hat 3.054 inseln, von denen 87 bewohnt sind

ich denke es ist moeglich, wenn das militaer massiv reduziert wird (geraetschaften an den bestbieter versteigert), die goldreserven & sonstigen waehrungsreserven verkauft werden und danach eine insel nach der anderen an den bestbieter versteigert wird, alle ausstehenden schulden zu begleichen

danach staatsfunktionen beschraenken auf: militaer (auf sehr minimaler ebene), justiz (schlank & effizient, mit 10% der derzeitigen leuten) und das geld dafuer kann aus einer geringen verbrauchs-steuer kommen (zb 5% mwst fuer endkunden)

alle anderen funktionien wie lokale infrastruktur (strassen), lokale sozialstruktur (schulen, krankenhaeuser, etc.) muss lokal finanziert werden (zb durch steuern die auf stadt-ebene bzw bezirks-ebene eingehoben werden)
der rest (zb muellabfuhr, elektrizitaet, kann dem freien markt ueberlassen werden, oder wenn die lokale bevoelkerung es will, auf kommunaler ebene organisiert werden)

0% kapitalertragssteuer, 0% einkommenssteuer, freihandel mit ALLEN laendern weltweit, ausmisten der regulierungen und 99% streichen

das wuerde so einen wirtschaftsboom ausloesen, dass es a) vollbeschaeftigung gaebe
b) trotz der 5% mwst ein ueberschuss zustande kaeme jedes jahr


Antworten Gast: daswars
07.02.2012 15:53
0 0

Re: dass irgendjemand auf diesem Planeten eine „Wachstumsidee“ für den schwer überschuldeten Staat hätte.

Das hoert sich Alles ganz gut an, aber mit der alten Geistehaltung nutzt das Alles nichts.

Re: dass irgendjemand auf diesem Planeten eine „Wachstumsidee“ für den schwer überschuldeten Staat hätte.

weitere ideen:

es koennten auch inseln permanent vermietet werden an die nato oder russland als permanente militaerstuetzpunkte

oder inseln generell an andere staaten vermietet werden

oder wie waer's mit einem atomaren endlager auf einer insel - das bringt jaehrlich rendite

besser spät als nie

die Erkenntnis das Griechenland wirklich pleite ist kommt langsam offenbar doch bei der veröffentlichten Meinung an, zwar mehr als 100 Milliarden und 2 Jahre zu spät aber besser jetzt als gar nicht.

zeigt das auch ziemlich nachdrücklich, dass nicht alle Griechen von den Unmengen an Geld profitiert haben, das dem Land seit dem Euro-Beitritt zur Verfügung steht.

Wie bitte ? Und so einen Unsinn schreibt ein Presse-Redakteur ?

Die sogenannte "Griechenlandhilfe" wandert schnurstracks zu den Gläubigern Griechenlands - nicht zu den Griechen selbst. Griechenland zahlt unfassbar hohe Zinsen - die Rede ist von 30% in 2 Jahren. Da wäre es noch billiger gewesen, die griechischen Staatsschulden durch die EU begleichen zu lassen - als dauernd Wahnsinnssummen an Zinsen zu berappen.

Es ist unfassbar, dass tatenlos zugeschaut wird, wie sich Banken und Fonds aufs Unverschämteste bereichern - und dafür ein Volk ohne mit der Wimper zu zucken ins aussichtslose Elend geschickt wird.

besser

ein neuanfang nach einem ende mit schrecken ist besser als ein schrecken ohne ende
eine pleite hier ist schlimmer fuer die glaeubiger als fuer die schuldner

die griechen sollten den banken endlich zudrehen

die merkozyEU verschlimmert und verlaengert das trauerspiel

Euro is kaputt

Gast: Blankenstein Husar
06.02.2012 23:40
8 1

Ach Gott, Herr Schellhorn!

Fällt es ihnen wirklich so furchtbar schwer zuzugeben, daß das Euro-Abenteuer schlicht und ergreifend gescheitert ist?
Ja, gescheitert auf allen Ebenen.

Und genauso wissen wir alle, wenn der Euro fällt, fällt die EU.

Na und?

Schon klar, seit Jahren schreiben sie den Euroenthusiasten das Wort,
den EU-Phantasten und den Träumern vom großen EU-Reich.

Jetzt fällt halt der Groschen.

Das schlimmste daran ist, daß wir Österreicher Milliarden von unserem Steuergeld in dieses EU-Himmelfahrtskommando gepumpt haben.

Dagegen nimmt sich ihre Blamage doch absolut lächerlich aus.

Meinen sie nicht auch?


staatliche nahrungsmittelverteilung an kinder=weg zur knechtschaft!


die einzig mögliche antwort für griechenland UND DIE GANZE WELT lautet: geldhahn zudrehen. und zwar in greichenland, in österreich, am mond, am nordpol, überall!

und am besten fangen wir gleich mit der etatistisch-sozialistischen nahrungsmittelverteilung an kinder in griechenland an zu sparen. denn diese staatliche intervention hindert die marktkräfte daran sich zu entfalten, vom pädagogischen schaden ganz zu schweigen. denn den kindern wird so suggeriert, dass der staat für sie sorgt, und das ist schlecht.

besser werden sie aufs leben vorbereitet, wenn man ihnen diese bevormundende, sie in ihrer freiheit zu verhungern einschränkende lebensmittelrationen streicht! da haben wie was davon im leben, wenn sie merken, dass man arbeiten muss um was zum essen zu bekommen. alles andere führt zu anspruchsdenken, sozialer hängematte und kostet uns nettozahler bitte ein vermögen. schluss, aus, vorbei! das ist wohl mindeste, was wir für die griechischen kinder tun können!


Antworten Gast: Der Notar
07.02.2012 07:27
0 0

Obwohl sie es ironisch meinen

aber genau so ist es und genauso wird es auch kommen. Sie können nicht gegen die Realität anrennen. Was wäre denn die ALternative? Jeder nimmt sich ein paar Griechen zu sich?

Es ist alles nicht so kompliziert!

Griechenland muss nicht aus dem Euro raus, Portugal auch nicht, und schon gar nicht die Iren...

Wir müssen raus und zwar schnell.

Denn in Wirklichkeit wird mit den Griechen-Hilfspaketen

nicht den Griechen geholfen, ganz im Gegenteil, sondern Schaden von den Bankinstituten abgewendet die Griechenland Geld geliehen haben!

Gast: b754
06.02.2012 21:04
1 12

unser neoliberale märchenonkel hat wieder mal die lösung

danke ohne dich wäre die welt arm dran

Re: unser neoliberale märchenonkel hat wieder mal die lösung

...und ewig stinkt die löchrige rote Socke ......

Re:

Wenn ich denke, welche harmlosen Kommentare die 10zi von mir nicht freischaltet, nur weil sie ihr weltanschaulich nicht passen, bin ich schon jedesmal erstaunt, dass dieser b754 immer wieder durchkommt. Die 10sur muss an dem Typen einen Narren gefressen haben, oder ist sie es gar selbst?

Re: unser neoliberale märchenonkel hat wieder mal die lösung

Sie, liebes ungenau oder nicht sinnerfassend lesendes (Märchen-)Kind, sind in der Welt offenkundig aber auch arm dran:
Schellhorn schreibt im zweiten Absatz ganz klar, dass - leider - niemand eine Lösung mit Erfolgsgarantie für Griechenland kennt. Er fasst daher lediglich in aller Kürze die im Moment diskutierten Handlungsalternativen zusammen - wobei er eine gewisse Sympathie für die dritte Variante erkennen lässt!


Antworten Antworten Gast: b754
06.02.2012 22:17
1 8

Re: Re: unser neoliberale märchenonkel hat wieder mal die lösung

den schellhorn lese ich schon lange nicht mehr den einzigen satz den der herausbringt ist dass die sozialisten schuld sind scheint ein kindheitstrauma zu sein kein wunder in einer tief schwarzen gemeinde

4 0

"den schellhorn lese ich schon lange nicht mehr.."


anscheinend kannst Du in Erwartung eines für Dich ungemein anziehenden "Angstlust" Adrenalinstoßes (®Sigmund Freud) doch nicht auf Schellhorn verzichten.
Sonst würdest Du ihn nicht ständig so negativ wie inkompetent kommentieren. Logisch - oder?

Antworten Antworten Antworten Gast: Hansi Hüpfer
06.02.2012 22:43
3 0

Re: Re: Re: unser neoliberale märchenonkel hat wieder mal die lösung

Das merkt man an deinem verwirrten Kommenar, dass du den Artikel nicht gelegen hast. Schön dass du es zugiebst. Get a life, dumbass!

8 0

nicht "wir" sind

sondern b754 ist mit oder ohne Märchenonkel arm dran.

sogar schellhorn ist etatist geworden!


von allen seiten stürmt das gedankengut der sozialisten aller parteien auf uns ein. jetzt ist sogar "supermarkt" schell davon infiziert worden. denn er behauptet allen ernstes,dass GR einen "funktionierenden staat" benötigt!

das ist HÄRESIE, ein abfall vom freien markt! denn wir wissen doch alle miteinander, dass der staat das problem ist und nicht die lösung.

wir brauchen nicht mehr staat, auch keinen funktionierenden staat, denn sowas KANN ES GAR NICHT GEBEN. was wir brauchen ist weniger staat!


Re: sogar schellhorn ist etatist geworden!

Hey, Charles James probiert's nach hunderten verbissenen Kampfpostings mal mit Ironie ... Gratuliere, ganz ehrlich! - Wenn's ernst gemeint wäre, könnte man sogar seriös darüber diskutieren!

Re: Re: sogar schellhorn ist etatist geworden!


das ist mein voller ernst! schell ist dem umvertelungswahn zum opfer gefallen. statt klar die gefahren zu benennen, die durch das staatliche durchfüttern von kindern heraufbeschworen werden (anspruchsdenken!), versteigt er sich allen ernstes zur aussage dass es eines funktionierenden staats bedürfe! ja, sonst noch was!? wenn wir mal den angeblch "funktionierenden staat" bejahen, sind wir morgen bei staatlicher gesundheitsversorgung, übermorgen beim progressiven steuersystem, und überüberüberübermorgen im SOWJETREICH! das ist der weg lenins den schell hier geht, und das lehne ICH ab!

Re: Re: Re: sogar schellhorn ist etatist geworden!

sogar der Schwachkopf b754 ist - ungewollt - witziger, naja ein dümmlicher Löwelstraßencontainerfuzzi mehr.

Re: Re: Re: Re: sogar schellhorn ist etatist geworden!

selber sozialist!

Re: Re: Re: sogar schellhorn ist etatist geworden!

Jetzt verwirrt er uns aber wirklich ganz, der Ch.J., dieser Schelm!!
Also soviel der Ironie ist sogar mir ein bisserl zuviel - ich nehme hiermit öffentlich mein Lob von 21:59 h zurück!

Gast: daswars
06.02.2012 20:42
10 1

Loesungen

Dem Artikel ist wenig hinzuzufuegen!
Das Problem ist nur, dass auch wenn Griechenland bankrott gehen sollte kein Neuanfang in Sicht ist. Mit diesen Politikern und der Einstellung im Volk gibt es einfach kaum eine Loesung.

Wenn man bedenkt, dass jetzt schon ein spezielles Konto fuer die Hilfsgelder eingerichtet werden soll, damit die Politiker diese Gelder nicht nach Gutduenken "verteilen" koennen, was sagt uns das? Wenn man jetzt die "Sorgen" der Parteivorsitzenden hoert - naemlich wann kommen die naechsten Wahlen und wer wird Vorsitzender der Sozialisten?
Wenn man weiss, dass kein Wille vorhanden ist, unnuetze staatliche Organisationen aufzuloesen, weil die Kunden, sprich Wahlstimmen da gehortet sind.

Noch immer glauben die Gewerkschaften mit Streiks Geld herauspressen zu koennen, weil die Waehler noch immer nicht begriffen haben, dass die Linken hoechstens die eigene Misere zu verteilen haben. In den letzten Jahren wurden die grossen und die kleinen Unternehmer daemonisiert. Wo soll da ein Aufschwung herkommen?

Bei der Buerokratie, der Unsicherheit weil alle paar Tage neue Steuern und neue Abgaben erfunden oder erhoeht werden? Und die Korruption. Wer will da investieren?

Mit einem Wort - die Lage koennte ernster nicht sein.

Gast: Gast 123
06.02.2012 20:35
6 4

Über pauschale Urteile...

Herr Schelhorn, ich möchte zu Ihrer "großen" Lösung nur so viel sagen: Die griechische Bevölkerung befürwortet seit Jahrzenten einen radikalen Umbau des Staatsapparates. Dieser wird leider durch die Politiker verhindert. Die Gewerkschafter sind nicht die Bevölkerung, sondern sorgen sich um die erworben Privillegien des Beamtenstaates wie "Ihrer" Herr Neugebauer. Daher ist es verständlich, dass die Beamten sowie die Angestellten von Verstaatlichten Unternehmen mit jeder Gelegenheit streiken. Da die meisten pragmatisiert sind, kann denen nichts passieren. Aber: Im privaten Sektor (das sind die restlichen "10" Millionen Griechen) ist seit Ausbruch der Krise kein einziger Tag gestreikt worden. Wer dort streikt, braucht am nächsten Tag nicht in die Arbeit zu kommen. Ihnen ist sicher auch entgangen, dass in Griechenland Politiker öffentlich nicht mehr auftreten können. Egal wann und wo sie auftauchen, falls sie bemerkt werden, werden sie von der Bevölkerung mit faulen Eiern & Co. beworfen! Man kan sich über Ihre Thesen ein ganzes Volk pauschal zu urteilen sehr stark wundern.

Antworten Gast: daswars
06.02.2012 20:52
5 0

Re: Über pauschale Urteile...

Mir liegt es fern pauschal zu urteilen, aber ganz stimmt auch Ihre Darstellung der Tatsachen nicht.
Die Bevoelkerung befuerwortet wohl eine Umstellung des Staatsapparates, was aber nur zu Viele nicht daran hindert, in demselben "unterkommen zu wollen". Alle wollen die Privilegien behalten und streiken deswegen: oeffentl. Bedienstete, Taxi, Lastwagen, Apotheker Seeleute ......

Und dass die Politiker tatsaechlich kaum mehr oeffentlich auftreten koennen ist Tatsache, aber der Grund sind die Sparmassnahmen.

Bei den Wahlen wurden aber die Kreuzerln immer dort gemacht, wo die groessten Versprechungen gemacht wurden.


0 2

es sind Kräfte hinter dem Vorhang am Werk...

von denen man wenig liest. Dennoch haben sie nicht nur das Meiste zu sagen, sondern sind auch die Hauptbetroffenen. Hasardieren per CDS Versicherungen mit andere Leute Geld, die bislang eine kleine Gruppe enorm reich gemacht hat scheint zusammenzukrachen.

http://www.rottmeyer.de/jim-sinclair-die-drohende-nicht-erklarte-insolvenz-von-funf-systemrelevanten-us-banken/

Das wird ein Riesenfeuerwerk!

geldhahn zudrehen!!!

infaltion ist blanke massenenteignung der gesamten eurozone, weshalb es mir weitaus leiber wäre die verantwortlichen würden endlich den geldhahn zudrehen

griechenland müsste dann die eurozone verlassen, sich für bankrott erklären lassen, den europarat verlassen (gläubiger könnten sich nämlich über den egmr geld erklagen)

die gläubiger (mitlerweile eh schon fast ausschlißlich staaten und die mandatsbrechende EZB) würden dann auf einem haufen wetloser papiere sitzen beleiben, und griechenland wäre auf einmal schuldenfrei

die neue währung würde dann natürlich verglichen mit dem euro relativ wenig wert sein, das hätte aber dann den vorteill, dass die griechen mehr jobs hätten, und ene ausgeglichenere handelsbillianz.
sie könnten dann z.b tshirts oder turnschuhe nähen, oder i pods bauen, was ihre handelsbillianz verbessern würde (die ist ja genauso wie die verschuldung eine reine katastophe) und frisches geld ins land holen würde

griechenland könnte dann zwar vermutlich auf jahrzehnte hinweg nicht an die kapitalmärkte zurückkehren, und keine staatsanleihen aufnehmen, denn so dumm den griechen geld zu borgen wird vermutlich auf lange zeit kein gläubier sein, aber schulden soll man sowieos nicht haben, wie man sieht

be argentinien hat der selbe trick ja auch hingehaut, deren wirtschaft geht es mitlerweile viel besser, hätten sie dem IWF rat gefolt so stünden sie schlechte rda

realistisch betrachtet gibt es nur mehr eine Option

für seine Rettung hat Griechenland der EU seit 2009 umfangreiche Zusagen gemacht und davon so gut wie nichts eingehalten. Die Troika (EU, EZB, IWF) stellt ja jetzt schon zum wiederholten Male fest, dass Griechenland - nicht zuwenig - sondern schon wieder nahezu keine der Bedingungen erfüllt hat, zu denen sich das Land verpflichtet hat.
Gleichzeitig haben die wackeren Griechen enorme Vermögen auf die Seite geschafft (über 200 Mrd. Euro in die Schweiz) und kaufen seit 2009 in großem Stil Luxus-Immobilien im Ausland, so auch in Österreich, vor allem in Salzburg. Große Vermögen sind in Auslandsfirmen transferiert worden. Es ist sicher so, dass es viele arme Menschen in Griechenland gibt, aber wenn man es nüchtern betrachet, haben die wackeren Griechen grob geschätzt wohl etwa doppelt soviel an Millarden € auf die Seite geschafft als ihre gesamten Staatsschulden ausmachen. Die Schulden soll aber die EU bezahlen. Die Slowaken und Spanier sollen mit ihren € 400 Pensionen mitzahlen, damit die € 1.400 Pensionen für Griechen weiterhin ausgezahlt werden können. So kann es einfach nicht weitergehen. Daher ist Option 3 die einzig mögliche Variante.

"ein funktionierendes Staatswesen"? wer braucht denn sowas?

das ist doch eine contradictio in adiecto. staat funktioniert NIE, das wissen sie doch genau, schell!

wir brauchen wenig bis gar keinen staat, dann wird alles gut.

lasst die SELBSTHEILUNGSKRÄFTE des MARKTES wirken, dann wird das schon.

wetten, dass etwa die kinder, wenn man die nahrungsmittelverteilung an sie einstellt, sich ganz rasch einen job suchen werden, statt dem staat weiter auf der tasche zu liegen? statt diese minderleister weiter durchzufüttern sollte man den marktmechanismus FREI und ungehemmt sein gutes werk tun lassen...

Re: "ein funktionierendes Staatswesen"? wer braucht denn sowas?

was für ein roter Schwachsinn aus dem Löwelstraßencontainer

Re: Re: "ein funktionierendes Staatswesen"? wer braucht denn sowas?


tja, für die sozialisten aller parteien so wie sie und (leider) auch schell einer sind ist es wohl unvorstellbar ohne staat zu leben. aber ich sag ihnen was: die FREIHEIT ist stärker als ihre umverteilungsorgien von lebensmittelna an kinder! sowas braucht keiner! die sollen gefälligst was arbeiten und aufhören uns NETTOZAHLERN zur last zu fallen!

Re: "ein funktionierendes Staatswesen"? wer braucht denn sowas?

völlig richtig. wir brauchen gar keinen staat - wirklich gar keinen. auch keinen, der das eigentum schützt. was hindert es mich dann zb mich mit ein paar freunden zusammenzuschließen, sie zu verprügeln und ihnen ihr eigentum wegzunehmen? gar nichts. und sobald es keinen staat gibt - macht der großteil genau das, weil dann sind mir die selbstheilungskräfte irgendeines marktes sch...egal :-)!

Re: Re: "ein funktionierendes Staatswesen"? wer braucht denn sowas?


wenn sie sich "mit ein paar freunden zusammenzuschließen" um andere zu verprügeln und ihnen ihr eigentum wegzunehmen, dann zeigen damit genau das, was einen dynamischen entrepreneur ausmacht: unternehmergeist, risikobereitschaft, leistungs- und aufstiegswillen - sie sind der perfekte marktteilnehmer.

nur der staat erstickt mit seinen regulierungen ihre lobenswerte eigeninitiative. schluss damit!

Re: Re: Re: "ein funktionierendes Staatswesen"? wer braucht denn sowas?


führungsqualität, anpassungsfähigkeit und fähigkeit zum networking hab ich noch vergessen!

Gast: hellasruft
06.02.2012 18:51
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die banken und finanzmärkte werden mit hacklersteuergelder gestopft wie eine gans und die völker werden ärmer und kinder müssen sogar schon wieder hungern(GR!)- so eine eu haben die europäer (auch nicht Österreich) nicht verdient.

merkozy u.co.,die banken u.finanzeliten werden ganz europa mit einem sozialabbau für die bevölkerung zudecken. billionen gibts nur mehr für die finanzeliten- u.schulden, steuern u.hackeln bis zum umfallen gibts für die bürger u.hackler.
auch in österreich plant die SPÖ ein megasozialabbauprogramm nur bei den asvg pensionen u.asvg angestellten. vielen politikern fällt nichts mehr anderes ein- die zügellosen u. deregulierten banken u.finanzmärkte brauchen immer mehr frisches steuergeld um den weltweiten finanzcrash aufzuschieben. die hunderten billionen buchgelder-die in den virtuellen und perversen geldspekulationsgeschäften drinstehen sind ja schon lange nicht mehr gedeckt oder real. die reale volks/wirtschaft hat ja mit solchen irren finanz- und bankenprodukten nichts mehr zu tun. ein jeder ehrlicher unternehmer u. jede seriöse firma muß sich ja fragen -was hat da die politik auf die staaten und volkswirtschaften losgelassen. diese von grund auf manipulierten und kriminellen spekulationsblasen sind ja an perversion kaum mehr zu übertreffen. und in diese geldgeschäfte steckt man noch immer hart erarbeitete steuergelder- das wird in den märkten nur noch verbrannt und vernichtet. bsp GR! in wahrheit hat man hier nur die banken refinanziert und die griechen werden dabei immer ärmer- die reichen griechischen eliten natürlich nicht- die sollen alleine ca. 280 mrd. euro in der schweiz gebunkert haben,so die presse. die arbeitnehmer u. pensionisten sind das opfer der lobbypolitik

 
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