Griechenland verdient sich schön langsam eine Antwort

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Europas Führung sollte dem unwürdigen Spiel auf Zeit eine Ende setzen: Entweder druckt sie für Griechenland Geld in rauen Mengen – oder sie dreht den Geldhahn zu.

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In Athener Schulen lässt die griechische Regierung mittlerweile Nahrungsmittel verteilen, um die Kinder vor Unterernährung zu schützen. Das ist nur ein Zeichen dafür, wie verheerend die Lage bereits ist. Wenn Familien eines Eurolandes nicht mehr in der Lage sind, die Grundbedürfnisse ihrer Kinder zu decken, zeigt das auch ziemlich nachdrücklich, dass nicht alle Griechen von den Unmengen an Geld profitiert haben, das dem Land seit dem Euro-Beitritt zur Verfügung steht. Vielmehr hat ein Großteil der Bevölkerung nun die Kosten einer korrupten Bürokratie und einer auf breiter Ebene versagenden politischen Elite zu schultern.

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Dieser Befund gibt nur leider keine Antwort auf die Frage, wie in aller Welt dieses Land zu retten ist. Eine Frage, die auch keine Antwort kennt. Weil sie nämlich voraussetzte, dass irgendjemand auf diesem Planeten eine „Wachstumsidee“ für den schwer überschuldeten Staat hätte. Hat aber niemand. Auch jene Ökonomen nicht, die zu Recht kritisieren, dass gekürzte Staatsausgaben die Wirtschaft nicht zum Wachsen brächten.

Neben der wirtschaftlichen Perspektive fehlt der griechischen Bevölkerung aber auch die staatspolitische: „Griechenlands Regierungsapparat hat weder die Kapazität noch die Fähigkeit zu großen Reformen“, zitierte die deutsche „Welt“ im Dezember 2011 aus einem Bericht der OECD. So hat der griechische Finanzminister keinerlei Durchgriffsrecht auf die Etats seiner Kollegen. In Athen halten sich die Minister nämlich nicht an die Vorgaben des Finanzministers, sondern umgekehrt: Das Finanzministerium hat alle Hände damit zu tun, die Ansprüche der Ressorts auf realistische Niveaus zu drücken, die dann erst recht überschritten werden.

Zudem stellte die OECD überrascht fest, dass die Organe der hellenischen Staatsverwaltung nicht miteinander kommunizieren. Dabei wären die Wege kurz: Die meisten Abteilungen griechischer Ministerien verfügen gerade einmal über drei Mitarbeiter. Ein Fünftel besteht überhaupt nur aus ihrem Chef. Das ist allerdings nicht die Visitenkarte einer schlanken, flexiblen Verwaltung. Sondern jene eines aufgeblasenen Apparats, der über die Jahrzehnte hinweg mit Freunden, Verwandten und Günstlingen sozialistischer wie konservativer Regierungsmitglieder aufgefüllt wurde.

Griechenland brauchte also nicht nur ein Wirtschaftswunder, sondern auch ein funktionierendes Staatswesen. Andernfalls münden alle weiteren Finanzhilfen in immer höhere Staatsschulden. Zu durchbrechen ist dieser Teufelskreis realistischerweise nur mit enormem Druck von außen, wobei der europäischen Führung schön langsam die Optionen ausgehen. In Wahrheit gibt es nur drei, ziemlich riskante Möglichkeiten. Etwa jene, wonach die EU-Führung Athen mit weiteren Finanzhilfen über Wasser hält, bis zum nächsten Gipfel (die „kleine“ Lösung). Das Spiel auf Zeit setzte sich fort, die Schulden des Landes erhöhten sich weiter, bis zum Bankrott.


Nummer zwei wäre die „große“ Lösung: Griechenland wird über die EZB unbegrenzt mit billigem Geld versorgt, womit das Land dauerhaft solvent wäre. Vorausgesetzt, die Bevölkerung akzeptiert einen radikalen Umbau des Staates. Wofür nicht sehr viel spricht. Die Gewerkschaften lehnen alle wichtigen Änderungen ab und die konservative Opposition hat bereits angekündigt, nach ihrem Wahlsieg alle Reformen rückgängig zu machen. Hinzu kommt, dass diese Lösung allen EU-Pleitekandidaten offenstehen müsste, womit die Kosten unkalkulierbar werden und einer gigantischen Geldentwertung der Weg bereitet wäre.

Bleibt Variante drei: Dem Land wird der Geldhahn zugedreht, es schlittert in die Pleite. Die finanziellen Folgen für die Eurozone wären ebenfalls schwer abzuschätzen, allerdings wächst mit Fortdauer der Griechenland-Rettung der Verdacht, dass diese sündteure Lösung letzten Endes noch immer die günstigste wäre. Nicht nur für Griechenland, das sich auf Kosten seiner Gläubiger entschulden und einen echten Neustart wagen könnte. Sondern auch für die Europartner, die mit einem weiteren Verschleppen des Desasters die Zukunft der ganzen Währungsunion aufs Spiel setzen. Und das ist nicht einmal Griechenland wert, so schlimm die Lage auch ist.

 

E-Mails an: franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2012)

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73 Kommentare
 
12
Gast: risposta
02.06.2012 11:42
0

Geldhahn zudrehen - die richtige Antwort auf einen Betrug


Gast: Griechenlandfan
02.06.2012 11:13
0

Die griechische Tragödie

Bevor Griechenland dem Euro beigetreten ist, war es ein „normales“ Land wie jedes andere, es mussten in der Schule keine Nahrungsmittel ausgeteilt werden, die Suizidrate bei Rentnern war zumindest nicht höher als in anderen Ländern, der Tourismus eine relativ sichere Einnahmequelle, und obendrein war Griechenland selbstständig und respektiert. Das Unheil hat mit der verfehlten Währungsunion eingesetzt, mit finanziellen Abhängigkeiten die zuerst zur Verschwendung und dann zur Passivität verführen. Daher zur Rettung Griechenlands , raus aus dem Euro.

Gast: Bürger der EU
09.02.2012 11:28
0

Sparmöglichkeiten

Während in Griechenland Kinder hungern umfasst das griechische Verteidgungsbudget noch immer 1,9 % des BIP (Österreich: weniger als die Hälfte des griechischen Verteidigunsgbudgets), deutlich mehr als jene der anderen EU-Staaten.
Griechenland ist Mitglied der NATO und noch immer ein EU-Staat. Mit der Beistandspflicht der NATO und der Beistandspflicht der EU gem. Artikel 42 des Lissaboner Vertrages ist Griechenland ohenhin geschützt, selbst mit geringeren Ausgaben im Bereich der Verteidigung.
Bundeskanzler FAYMANN hätte als verantwortlicher Staatsmann, bevor wir Geld zur Rettung Griechenlands beisteuern, die Forderung der weiteren Reduzierung des griechischen Verteidigungsbudgets zu stellen.

Neues aus Schilda

inzwischen will die EU ein Sonderkonto einrichten, weil soviele Milliarden € der Hilfsgelder in Griechenland versickern und dabei auf diversen Privatkonten landen. Warum überweist die EU das Geld nicht gleich direkt an die Gläuberbanken, damit die ihre 10% Zinsen (und mehr) kassieren können, die sie sich *redlich* verdient haben. Man hört, dass auch die Waffengeschäfte munter weitergehen - man darf ja nicht an der falschen Stelle sparen. Für die Banken und Waffenlobby zahlen, darf der unbedarfte Steuerzahler, den Faymann & Co nicht einmal darüber abstimmen lassen ...

Gast: Erwachet, das Ende ist nah
07.02.2012 16:25
0

Achtung Leute, heute ORF aufdrehen !!!!!

Heute abend referiert in einer Sondersendung Finanzministerin Maria Fekter zu Thema:

Österreichische Kredite an Griechenland - das Geschäft des Jahrhunderts.

Anschliessend überreicht UHBP Frau Dr. Fekter das "Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" in Ansehung der Bombengeschäfte mit Griechenland.

Bravo!!!

Die erste EU-Leiche?

Da wurden so viel Zeit und Chancen vertan, bis der Patient aufhörte zu atmen. Selbst ein Ausstieg aus dem Euro und eine Rückkehr zur Drachme wird nicht viel helfen. Wer sollte den Aufbau finanzieren? Diejenigen Griechen, die rund 50 Milliarden Euro im Ausland gebunkert haben? Es wird trotz allem ein europäisches Problem bleiben. An GR kann man ablesen, wie weit und tief die Sümpfe bereits gediehen sind. Und wie rasch jegliche Vernunft versiegt. Auch der Justamentstandpunkt von Gewerkschaft und Opposition in GR verspricht nichts Gutes. Der gordische Knoten wird also neu geflochten...

Nur ein Weg ist keine Illusion

Die griechischen Politiker haben versagt, und das über Jahre hin und mit Beihilfe der Euro-EU Die Kinder werden leider dafür bezahlen müssen was verwirtschaftet wurde. Den Politikern ist jetzt die Zeit ausgegangen, der griechische Staat ist nicht mehr zu sanieren - das ist nicht eine Sache des Geldes aber eine Problem der Struktur des Staates die dem jetzigen Herausforderungen ganz deutlich nicht gewachsen ist.
Griechenland braucht eine Revolution um eine neue Struktur bauen zu könne und dürfen. Das kann nur mit Schuldenerlass und einem Euroausstieg stattfinden.

Gast: demokratieidealist
07.02.2012 11:48
6

wer ist verantwortlich dafür das GR in der Eurozone ist?


die antwort würde viele machenschaften aufdecken, an deren folgen wir noch lange leiden werden.

und das schweigen diesbezüglich zeigt auch welche korrupten noch immer in brüssel hocken!

Antworten Gast: TEST TEST TEST
07.02.2012 13:52
9

Dieses Verbrechen darf nicht ungesühnt bleiben

Fischer, Schröder,wo sind sie denn ? Wo sind die Plappermäuler aus den Talk Shows? Die Vorsänger, die Beschwichtiger, die Mitschuldigen. VOLKSGERICHTSHÖFE JETZT!

Re: wer ist verantwortlich dafür das GR in der Eurozone ist?

Eindeutig Juncker!

Re: Re: wer ist verantwortlich dafür das GR in der Eurozone ist?

Mit verantwortlich sind vor allem jene, die in einem "permanenten Erweiterungsprozeß" das eigentliche Ziel der EU zu erkennen glauben! Wäre es anders, dürften auch divsere andere, bezeichnenderweise "in einem Block" aufgenommene Mitglieder nicht dabei sein! In keinem dieser Fälle wurde darauf geachtet, daß jene Entwicklungsziele, die diese Staaten erst zu vollwertigen EU-Mitgliedern machen, erreicht worden sind! Im allgemeinen hat es Brüsseld abei schon genügt, wenn sich diese Beitrittsanwärter "auf dem richtigen Weg" befunden hatten. Doch kaum war ihr Beitrtt ratifiziert, hatten sie diesen Entwicklungsprozeß mehr oder weniger auch schon beendet!

Gast: pour le mérite
07.02.2012 11:47
8

Wenn sich wer eine Antwort verdient, dann die Österreicher!!

Auf die Fragen nämlich:

Wieviel Geld will unsere Regierung denn noch in diese Euro-EU-Leiche stecken?

Wie lange wollen wir denn noch warten, um uns von dem Euro-Himmelfahrtskommando zu verabschieden?

Wir haben es längst satt, unentwegt mit unserem Geld "System-Banken" zu retten!!

Wenn diese gottverdammten Banken griechische Anleihen gekauft haben, die jetzt nix mehr wert sind, sollen sie doch zur Hölle fahren!!


Variante 3

Diese Variante hätte bereits vor 2 Jahren umgesetzt werden müssen.

So sind bereits 60 bis 70 Milliarden Euro tatsächlich weg und über die noch fälligen Garantien wollen wir noch vorläufig, politisch korrekt, den Mantel des Schweigens breiten.

Gast: helfen - nicht mit geld sondern mit nahrungsmittel
07.02.2012 10:53
8

GR ist nicht bereit zu ändern, so ist es sinnlos weiterhin EU-geld fließen zu lassen.


also wenn die griechische regierung schon nahrungsmittel verteilen lässt, sollte jetzt die eu statt geld nur mehr nahrungsmittel fließen lassen.

Gast: Bürger01
07.02.2012 09:58
4

die Zukunft Österreichs

kann im Artikel schon gelesen werden - die besten Voraussetzung haben ja die Regierungsparteien der letzten 15 Jahre bereits geschaffen .....

Gast: hermann..
07.02.2012 09:47
1

Revolution u. Abrechnung mit den Schuldigen ist die Lösung..

wenn sich die armen Griechen das Geld bei den korrupten Politikern, bei den korrupten Leitern staatl. Unternehmen u. bei allen anderen Verbrechern u. Gaunern holen, dann ist der Gerechtigkeit Genüge getan, die Armen hungern nicht mehr u. die Verursacher der Probleme haben ihre Strafe..

Re: Revolution u. Abrechnung mit den Schuldigen ist die Lösung..

Aber eine kommissarische Aufsicht durch die EU wollen die Griechen ja ebenfalls NICHT! Denn das würde ja "ihre Würde" beleidigen; oder so ähnlich halt! Dabei bin ich der Meinung, daß NUR ein NICHT im griechischen Behördensumpf steckender Kommissar wirklich neutral und objektiv genug wäre, das, was an Verwaltungsreformen nötig ist, auch tatsächlich durchzusetzen!

Antworten Antworten Gast: HansChr
07.02.2012 14:59
1

kann ein externer Kommisar das schaffen ?

M.E., schafft der das auch nicht, da der Behörden-Unterbau, nach allem was man hört, das nicht umsetzt.

bei allen varianten fehlt aber:

GR ist nicht in der lage, durch produktion von waren oder dienstleistungen seinen eigenen lebensunterhalt zu verdienen.

hier zeigen sich die tatsächlich problematischen auswirkungen von 'markt': GR wurde überschwemmt von billigeren und besseren waren und dienstleistungen. daher musste die produktion von eigenem zum erliegen kommen.

können sich die exportnationen nun zurückziehen und sagen: "löffelt euch eure suppe selbst aus"?

es wäre 1) moralisch nicht gerechtfertigt und 2) (in der wirtschaft gibt es ja eh keinerlei moral) auch kurzsichtig, da es ein verheerendes signal für andere exportmärkte sein würde. (wir nehmen euch zuerst aus und lassen euch dann fallen - das ist ein schlechter einstieg in geschäftliche verhandlungen)

ps.: zur illustration die entsprechenden zahlen, WIE gut wir an der gr-pleite verdient haben:

2000 beträgt unser handelsbilanzüberschuss mit GR 3 mrd.
2008 lag er bei 8 mrd.
bei linearem verlauf bedeutet das: nur durch die euro-mitgliedschaft griechenlands hat die ö-wirtschaft ZUSÄTZLICH ~30 mrd umsatz gemacht. (indirekte exporte, zb via autozulieferindustrie nach deutschland, sind in diesem überschuss noch nicht enthalten). den staatsanteil kann jeder an hand der steuer und abgabenbelastung, verminderter arbeitslosigkeit und multiplikatoreffekte selbst abschätzen...

Antworten Gast: daswars
07.02.2012 15:45
3

Re: bei allen varianten fehlt aber:

Also ich finde Ihre Schlussfolgerungen sowas von unrealistisch und eine grobe Beleidigung aller arbeitenden Menschen in den Nettozahlerlaendern.

Wer hat die Griechen gezwungen ihre produzierende Bevoelkerung zu minimalisieren? Keiner!
Wer hat die Griechen gezwungen, fast nur eingefuehrte Waren zu kaufen? Keiner!
Wer hat die Ideen in die Koepfe verpflanzt, dass Unternehmertum pfui sei und oeffentl. Hand hui? Sehr richtig - die Griechen mittels Politikern und Journalisten selbst!
Und wieso glauben die Griechen auch heute noch, dass man verbrauchen kann ohne zu produzieren? Weil sie nie nachdenken, sondern nachplappern, was Ihnen Jahrzehnte vorgekaut wird.

Das waere jetzt natuerlich nach ihrem Geschmack - nach Essen und Trinken, die Rechnung an Andere zu schicken. Das aber haben sich die Steuerzahler der Nettozahlerlaender nicht verdient.

Re: Re: bei allen varianten fehlt aber:

"Wer hat die Griechen gezwungen ihre produzierende Bevoelkerung zu minimalisieren? Keiner!"

wer hat die kleinen einzelhändler bei uns gezwungen, ihre läden zu schließen?

"Wer hat die Griechen gezwungen, fast nur eingefuehrte Waren zu kaufen? "
wie nennt man einen konsumenten, der freiwillig einen viel höheren preis zahlt, wenn das eingeführte produkt zum kampfpreis angeboten wird?

"Wer hat die Ideen in die Koepfe verpflanzt, dass Unternehmertum pfui sei und oeffentl. Hand hui? "
wo sonst hätte man die leute beschäftigen sollen, nachdem die kleinstrukturierte wirtschaft durch die mächtigen konzerne niedergemacht worden war?

aber ich versuche, ihr weltbild zu verstehen:
sie sind sicherlich dafür, drückerkolonnen bei uns freie hand zu geben. rücktrittsrecht beim zeitschriftenabo? nein!

sie sind sicherlich dafür, die pendlerrouten ins burgenland und ins waldviertel zu schließen: die sollen sich dort unten und dort oben gefälligst auf ihr unternehmertum besinnen!

sie sind vermutlich auch gegen die möglichkeit von privatkonkurs und firmen-ausgleich: die sollen gefälligst bis ans lebensende zahlen und nie wieder auf die beine kommen. weil künftige kunden brauchen wir ja nicht.

sie finden meine fakten als beleidigung arbeitender menschen.

ich halte ihre zeilen für eine beleidigung denkender menschen! arbeiten ist schon ok. aber wenn dadurch die gesamte denkkapazität ausgelastet ist, kommt man bei allgemein-wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen themen ins schleudern!

Antworten Gast: TEST TEST TEST
07.02.2012 10:44
6

Die Linke und der Hausverstand schließen einander aus

Die Story mit Hausverstand erzählt: Skrupellose Politiker (Links) haben die durch die EU frisch ins Land strömenden Gelder für SOZIALES, GERECHTIGKEIT und vor allem für die eigene Clique verwendet. Dummerweise war aber dann a) niemand mehr bereit für "Hunger"lohn in der Realwirtschaft und b) die Abnehmer nicht mehr bereit die Kosten über die Preise zu vergüten. Daher stieg der Druck auf die Politik noch mehr in die öffentliche Versorgung = Beamtentum zu übernehmen. Durch diese Scheinblüte konnten sich die Griechen Dinge ERGAUNERN, die sie aus eigenem nie bekommen hätten. (Wer hat´s getan? Schröder und Fischer!). Und wir verdienen nicht gut an GR. Überhaupt wenn wir Ihnen am Schluss die Schulden erlassen müssen. Dann haben wir nichts verdient, sondern haben Ihnen die Güter GESCHENKT.

Re: Die Linke und der Hausverstand schließen einander aus

teste mal dein eigenes hirn!

Antworten Antworten Antworten Gast: TEST TEST TEST
07.02.2012 14:04
3

Ja diese Medizin ist bitter oder Oberst haben fertig

Böhm-Bawerk hat nach dem WK I eindringlich unterstrichen, dass es ökonomische Gesetze gäbe, gegen die Menschenwille, und sei es auch der mächtigste Staatswille,ohnmächtig bleibt. Für Otto Bauer (also der OBERMURXIST der 1. Republik) war die Inflation ein Mittel, um die Industrie zu beleben und die Lebenshaltung der Arbeiter zu heben. So stieg der Geldumlauf in die Billionen. Diese Politik zerrüttete Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Und jetzt ein Schmankerl: Da Banken und Politik ein gemeinsames Interesse am billigen Geld hatten, kippte das System 1923. Erst nachdem die Politik sich gegen die Etatisten durchsetzte, gelang die Sanierung. Na Ober Falaffel, diesen Teil haste nicht in der SJ-Schulung gehört.

Das Land ist nicht zu reformieren

Das wissen auch alle anderen Laenderchefs und Oekonomen in Europa. Die einzige Frage, die sich jetzt stellt, ist WANN und v.a. WIE man GR Bankrott gehen laesst. Und v.a. auch so, dass man moeglichst den Schaden fuer alle anderen Laender minimiert, Stichwort "Dominoeffekt".

Es ist mittlerweile auch klar, dass Hilfen fuer Banken, die ins Strudeln geraten wesentlich billiger kommen, als weiter Geld in den reformunwilligen korrupten Haufen griechischer Politiker zu stecken. Gleichzeitig sollte man eine Art Marshallplan fuer GR entwickeln, dass der Bevoelkerung dort geholfen wird und die Wirtschaft wieder auf die Spruenge kommt - nach der Pleite.

Antworten Gast: Germane
07.02.2012 13:56
2

Re: Hilfen für Banken..???

Himmelherrschaftsseiten noch einmal!

Wie kommen wir denn dazu, einer Bank zu helfen?

Die Banken kaufen doch nur deswegen unentwegt Staatsanleihen komplett maroder Staaten, weil ihnen die Politik die Gewissheit verschafft, daß die Steuerzahler von weniger maroden Ländern im Falle des Falles für jegliche Verluste gerade stehen.

Laßt die "Systembanken" samt den Rothschilds, Warburgs, Lehmann-Brüder und wie sie alle heißen, endlich zur Hölle fahren!

Denn nur so werden sie es sich beim nächsten mal 3x überlegen, wem sie Kredit geben und wem nicht...


 
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