Sind die Pazifisten eine Bedrohung des Weltfriedens?

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Die heftigen Debatten über einen angemessenen Umgang mit den iranischen und nordkoreanischen Atomwaffenambitionen erinnern an den Kalten Krieg.

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Anfang der 1980er-Jahre veröffentlichte einer der wichtigsten Vertreter der „neuen Philosophie“ in Frankreich, André Glucksmann, seine „Philosophie der Abschreckung“. Es war das Jahrzehnt, in dem der amerikanische Präsident Ronald Reagan sich entschieden hatte, die Sowjetunion bedingungslos als das „Reich des Bösen“ zu konfrontieren und durch sein Bestehen auf dem Konzept der atomaren Abschreckung zur Hassfigur der pazifistischen Linken Europas, vor allem Deutschlands wurde.

Dass der französische Linke André Glucksmann Reagans Politik der atomaren Abschreckung rechtfertigte, empörte die pazifistische Linke Deutschlands. Einer ihrer prominentesten Vertreter war damals der grüne Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer. Er rezensierte Glucksmanns Buch für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, und sein Hauptvorwurf lautete, dass Glucksmann die Welt „ronaldisiere“, also auf dieselbe Weise in Gut und Böse einteile wie der verhasste amerikanische Präsident.
Glucksmanns Thema war die Frage: „Haben wir das Recht, Frauen, Kinder und Kindeskinder eines ganzen Planeten als Geiseln zu nehmen? Dürfen wir die Zivilbevölkerung, zu der wir selbst gehören, mit der Apokalypse bedrohen? Verdient eine Kultur weiterhin diesen Namen, wenn sie, um zu überleben, wissentlich ihre Auslöschung riskiert?“ Und er beantwortete diese Frage mit einem klaren Ja. Seine Argumentation fußte auf dem Gedankenexperiment, was passiert wäre, wenn es Hitler gelungen wäre, vor den Amerikanern die Atombombe zu entwickeln.

Die Welt auf die Alternative zwischen Auschwitz und Hiroshima zu reduzieren, konterte Fischer, kennzeichne weniger den Philosophen als den Ideologen: „Was, bitte schön, eröffnet denn die Alternative zwischen Auschwitz und Hiroshima mehr als einen Abgrund in der westlichen Kultur?“ Fischer war nachgerade empört über Gluckmanns These, dass die wesentlichen Kriege im Zeitalter der nuklearen Abschreckung nicht mehr geführt werden, weil solche Kriege notwendigerweise im Selbstmord enden würden. Kein Wunder: Diese These impliziert, dass von der Friedensbewegung, die der Franzose als eine Art vorauseilende Unterwerfung unter den sowjetischen Willen zur Macht interpretierte, mehr Gefahr für den Weltfrieden ausgeht als von dem amerikanischen Präsidentendummkopf.

Wir wissen heute, wie die Geschichte ausgegangen ist. „The man who beat communism“ titelte der britische „Economist“ anlässlich des Todes von Ronald Reagan. André Glucksmann scheint recht behalten zu haben. Die pazifistische Linke Deutschlands hat sich bis heute nicht erholt. Joschka Fischer seinerseits wurde zwei Jahrzehnte später von seinen eigenen Parteifreunden tätlich angegriffen, weil er sich für militärische Interventionen aus humanitären Motiven – man prägte dafür den Begriff des „Menschenrechtsbellizismus“ – ausgesprochen hatte.

Heute geht es in der Debatte um Atomwaffen nicht mehr um die potenziell apokalyptische Konfrontation zwischen zwei Supermächten, sondern um die Gefahr, dass schwer berechenbare Regime wie jenes des iranischen Gottesstaates über Atomwaffen verfügen. Regime, die für das rationale Kalkül, das Glucksmanns „Philosophie der Abschreckung“ zugrunde liegt, möglicherweise nicht zugänglich sind.

Die Frage lautet heute nicht mehr, ob es sinnvoll ist, tatsächlichen oder potenziellen Atomwaffenarsenalen von „bösen Staaten“ noch größere Arsenale gegenüberzustellen. Die Frage lautet, wie weit man gehen darf, um zu verhindern, dass Regime wie Nordkorea und der Iran in den Besitz von Atomwaffen kommen. Sind Militärschläge zur Zerstörung oder Behinderung der iranischen Atomwaffenentwicklung gerechtfertigt, auch wenn sie das Risiko eines Gegenschlags bergen?
Diejenigen, die im israelischen Atomarsenal die eigentliche Bedrohung sehen und das als Pazifismus camouflieren, unterschieden sich nicht wirklich von pazifistischen Ideologen, denen André Glucksmann vor drei Jahrzehnten die Kapitulation vor Moskau vorgeworfen hat. Das Moskau von damals ist das Teheran von heute.

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.04.2012)

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45 Kommentare
 
12
Gast: gast2345
15.04.2012 12:56
0

Das ist doch zu blöd!

Mag vielleicht unwichtig sein, aber werden deutsche Kommentare von den Presseschreibelingen aus dem Englischen rückübersetzt? So würde sich dieses Kauderwelsch, daß sich immer wieder finden läßt eventuell erklären:
"Es war das Jahrzehnt, in dem der amerikanische Präsident Ronald Reagan sich entschieden hatte,.."

Richtig:
Es war das Jahrzehnt, in dem sich der amerikanische Präsident Ronald Reagan entschieden hatte,

Gast: Pensador
14.04.2012 18:47
3

Der Vergleich mit dem Kalten Krieg ist lächerlich

Der Vergleich des ehemaligen Kalten Krieges und der damals agierenden "Pazifisten", die in Wirklichkeit sowjetfreundliche, linke Defaitisten waren, mit dem heutigen Israel-Iran-Konflikt ist gänzlich unangebracht.
Die Sowjetunion ware eine imperialistische Weltmacht, zwar niemals auf wirtschaftlichem Gebiet, aber jedenfalls auf militärischem, den USA als Nuklearmacht ebenbürtig, sogar was Atom-U-Boote usw. betrifft.
Wer als angeblicher Pazifist diese Hochrüstung
eines Regimes, das den "Weltkommunismus" anstrebte, verharmloste, war kein Pazifist, sondern ein gefährlicher Sympathisant und Verharmloser.
Der Iran mag A-Waffen anstreben, Israel hat sie bereits seit über 40 Jahren!
Zwischen den USA und den Sowjets gab es ausserdem mehrere kontrollierte atomare
Abrüstungsabkommen.
Wann war Israel jemals zu einer schrittweisen atomaren Abrüstung bereit? Nicht einmal einer diesbezgl. US-Kontrolle stimmt es zu.
Einen kontrollierten Verzicht des Irans auf A-Waffen kann man nur dann verlangen, wenn
gleichzeitig ein zumindest schrittweiser Abbau
von Israels Kernwaffen erfolgt.
Den Iran an "Gefährlichkeit" mit der ehemaligen Sowj.U. zu vergleichen, ist einfach lächerlich und auch Israel ist nicht die USA.
Da kann man noch so viel "Solidarität" mit Israel einfordern: Ja, aber nur wenn Israel selbst den Weg zum Frieden sucht.

Gast: der welser
14.04.2012 16:38
2

Die Wahrheit findet sich in der Diktion

Die vielen Kommentare zeigen doch , dass es doch mehr analytische Denker gibt als nur den mutigen Gunther Grass.
Intellektuelle Denkanstöße sind halt anstrengend.

Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.


Wir in Europa haben gut reden. Israel steht mit dem Rücken zur Wand.

Nach 1945 wurde ihnen oftmals vorgeworfen, sie hätten sich wie Schafe zur Schlachtbank führen lassen.

Jetzt werden sie hingegen bezichtigt, den Weltfrieden zu gefährden, weil sie einen Präventivschlag gegen eine mörderische Bedrohung nicht ausschließen.

Die eigentlichen Zündler sitzen in Teheran.

Antworten Gast: Pensador
14.04.2012 18:50
5

Re: Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

Es ist sehr zweifelhaft, ob die Zionisten jemals "Schafe" waren.
Lesen Sie doch mal was über die zionistische Landnahme in Palästina, die schon lange vor dem Holocaust begann.

Antworten Gast: Mathew Ford
14.04.2012 15:47
7

Re: Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

Israel ist seit seinem Bestehen ein Aggressor. Man kann nicht ständig die Verbrechen Israels mit einem Hinweis auf das unsägliche Leid, das den Juden in der Nazi-Zeit zugefügt wurde, entschuldigen.
Wenn man den Holocaust ernst nimmt, dann muss man mehr menschliches Leid, gleich von wem verursacht, verhindern.
Und hier sind wir wieder bei den Verbrechen Israels.
Israel mordet, es stiehlt Land und es vertreibt Menschen tagtäglich. Das ist die Wahrheit.

Re: Re: Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

Das zum Teil fragwürdige Vorgehen Israels gegen die Palästinenser steht auf einem anderen Blatt; in der derzeitigen Atomdebatte geht es aber um weitaus mehr.

An diktatorische Regimes und / oder fundamentalistische Gottesstaaten bzw. Gruppen, ...
- die völlig andere moralische Richtlinien haben als westliche Demokratien,
- die Selbstmordattentäter produzieren und als Helden und Märtyrer verehren,
- die sich nicht an Abkommen und Verträge gebunden fühlen,
- die frech internationale Richtlinien missachten und die Staatengemeinschaft hintergehen,
... muss man als bedrohter Staat aus reinem Selbstschutz andere Maßstäbe anlegen und nach Ausschöpfung aller Mittel nötigenfalls auch einen Militärschlag ins Auge fassen.

So ist es leider. Wer das den Israelis nicht zugesteht, solidarisiert sich mit denen, die sie nach eigenen Worten vernichten wollen.

Aus Jux und Tollerei beginnen die Israelis sicher keinen Krieg.

Und was Nordkorea betrifft, so beginnt sich jetzt sogar schon China vor diesem unberechenbaren Regime zu fürchten und überlegt sich, wie man es in die Schranken weisen kann.

Antworten Antworten Antworten Gast: Mathew Ford
14.04.2012 17:56
7

Re: Re: Re: Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

Sie müssen sich schon um die Hintergründe kümmern: Israels Palästinenserpolitik sorgt für den Hass vieler Menschen im Nahen und Mittleren Osten.
Und sie müßten auch wissen, dass die USA und das UK die Demokratie im Iran nachhaltig zerstört haben und daher haben wir das Mullahregime dort.
Es sind die USA und Israel gemeinsam mit dem UK die die Hauptschuld an all den Problemen tragen.
Fundamentalismus entsteht durch Hass und der wiederum nährt sich von Leid und Ungerechtigkeit. Und nun fragen sie sich mal, wer für Leid und Ungerechtigkeit in dieser Region verantwortlich ist!

Re: Re: Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

Schon am Gründungstag des Staates Israel wurde diesem Staat von allen arabischen Nachbarn gleichzeitig der Krieg erklärt. Trotzdem gewann Israel. Am 4. Juni 1967 hatten Ägypten, Jordanien, Syrien und der Irak erneut ein Militärbündnis geschlossen, Ägypten auf der demilitariseten Sinai-Halbinsel Panzer aufmarschieren lassen und zusammen mit Syrien die UN-Truppen ausgewiesen. Ägypten sperrte die Straße von Tiran für israelische Schiffe. Der irakische Ministerpräsident erklärte an diesem Tag: „Die Existenz Israels ist ein Fehler, der korrigiert werden muss. Dies ist die Gelegenheit, die Schmach auszulöschen, die man uns seit 1948 angetan hat. Unser Ziel ist klar: Israel von der Landkarte wegzufegen.“

Daraufhin entschlossen sich die Israelis am 5.Juni eben zum Präventivschlag was man angesichts der geballten Drohungen und Truppenaufmärsche wohl nicht verdenken kann. Der Jom-Kippur-Krieg war wieder ein reiner Angriffskireg aller arabischen Nachbarn.

Seit der Gründung Israels wurde dieser Staat also zweimal von allen Nachbarn gleichzeitig angegriffen und einmal kam es dem knapp zuvor. Sie aber faseln was vom dauernden Aggressor Israel. Das ist einfach nur absurd und lächerlich.

Antworten Antworten Antworten Gast: schlÄchter
16.04.2012 11:19
0

Re: Re: Re: Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

sg gerald!
ganz bei ihnen.
israel macht schwere fehler-man denke nur an das strategisch nicht argumentierbare riesen-"freiluftgefängnis" gaza, aber strategisch hat wohl kaum ein land so ein bedürftnis sich mit einem defensiven atomarsenakl zu schützen wie eben israel. auch ein völlig souveränes palästina ist illusion.

aber auch der iran hat aufgrund seiner geschichte und lage ein bedürfdnis sich atomar abzusichern und ist es strategisch selbst mit konventionellen angriffen nicht verhinderbar höchstens aufschiebbar. zudem gibt es in dem wesentlich unberechenbareren pakistan bereits eine von saudiarabien und den golfstaaten massiv finanzierte islamische atombombe.

leider ist ein atomares aufrüsten der region insoferne nicht verhinderbar und wäre ein politisches umdenken angebracht: außer dem iran und der türkei gibnt es in der region kaum stabile und halbwegs berechenbare staaten-die man akzeptiern muss und mit eigenem waffenarsenal abschrecken kann.

es ist traurig, aber die atomare aufrüstung in dieser wetterecke kann man wohl nur mit gegenseitiger abschreckung halbwegs ruhig halten.

mfg
s.

Gast: b754
14.04.2012 14:19
7

es ist eine schande dass ein blatt mit so einen chefredakteur auch noch 1,2 mill. presseförderung bekommen


Gast: so viele kluge menschen hier
14.04.2012 13:19
4

Kein Angriffskrieg des Iran seit vielen Jahrhunderten

Dieses Interview mit Jürgen Elsässer ist sehr interessant. Danach führte der Iran seit ewigen Zeiten keinen Angriffskrieg mehr durch.

http://www.compact-magazin.com/index.php?option=com_content&view=article&id=264:elsaesser-ueber-guenter-grass&catid=3:newsflash

Es liegt mir fern, das Mullah-Regime zu verteidigen. Dem persischen Volk wäre eine echte Demokratie zu wünschen. Es sollte sich aber auch nicht das Irak-Szenario wiederholen : dass mit falschen Behauptungen der Angriff auf einen Staat vorbereitet wird.

Re: Kein Angriffskrieg des Iran seit vielen Jahrhunderten

Der Iran hatte keine Angriffskriege geführt, jedoch nach 79 versucht die Islamische Revolution mit Vehemenz zu Exportieren. Bombenanschläge in den Golfstaaten mit schiitischen Minderheiten waren fast an der Tagesordnung. Höhepunkt und zugleich Ende der Kampagne war ein Bombenanschlag im irakischen Parlament, welches Sadam Hussein dazu bewog dem Iran den Krieg zu erklären.

Antworten Antworten Gast: so viele kluge menschen hier
16.04.2012 09:45
1

Re: Re: Bombenanschlag im irakischen Parlament

Der Irak-Iran-Krieg begann 1980, der Selbstmordanschlag im irakischen Parlament geschah 2007.

Gelungener Artikel -- voll im mainstream (Vorsicht!Versteckte Kritik!)

Beitrag liegt genau im erwünschten und erlaubten mainstream ! Sehr gelungen !Kein Zionist wird sich beschweren ! Chefredakteur macht 2 Pluszeichen in seinen Notizblock über den Mitarbeiter.

Nur die "Deutsch-Österreichische Beobachterstelle für Pressefreiheit und neutrale Berichterstattung" hat sich gegenteilige Notizen gemacht .....

Re: Gelungener Artikel -- voll im mainstream (Vorsicht!Versteckte Kritik!)

"...2 Pluszeichen über den Mitarbeiter?"

Ich denke, der CR schreibt seine Artikel selbst und braucht keine Ghostwriter dazu.

Und ich kann seinen Argumenten nur voll zustimmen.


Re: Gelungener Artikel -- voll im mainstream (Vorsicht!Versteckte Kritik!)

Sehr elegant :)

Gast: Antonius Blair
14.04.2012 12:14
5

Pazifisten sind bewundernswerte Idealisten

Brandgefährlich sind die Kriegshetzer in Israel und in den USA - Iran hat kein Land angegriffen. Die Ayatollahs sind zwar verachtenswert aber nicht blöd.
Was zu verurteilen ist, sind Politiker wie Reagan und weitere US Imperialisten, die verantwortlich sind für das Regime im Iran. Reagan machte Geschäfte mit den Ayatollahs um die Demokratie in Zentralamerika zu zerstören.
Ihr Kommentar spiegelt lediglich Unwissen gepaart mit Angst wider!

Gelungener Artikel -- voll im mainstream

Beitrag liegt genau im erwünschten und erlaubten mainstream ! Sehr gelungen !Kein Zionist wird sich beschweren ! Chefredakteur macht 2 Pluszeichen in seinen Notizblock über den Mitarbeiter.

Nur die "Deutsch-Österreichische Beobachterstelle für Pressefreiheit und neutrale Berichterstattung" hat sich gegenteilige Notizen gemacht .....

Gast: machmuss verschiebnix
14.04.2012 12:09
4

Wenn die Iranies nur halb so böse wären,

wie sie von den US-Kriegshetzern hingestellt werden, dann hätten die wohl
schon längst von einer viel billigeren und einfacher verfuegbaren Möglichkeit
zur Massenvernichtung Gebrauch gemacht.

Jeder - buchstäblich jeder - halbwegs begabte Biochemiker hätte heutzutage
das Zeug dazu (in beiderlei Sinne), eine virale od. bakterielle "Tinktur"
zur Massenvernichtung herzustellen - relativ billig sogar im Keller-Labor.

Oder noch schlimmer - die Gen-Technik wäre heutzutage bestimmt dazu in
der Lage, z.B. Pilzsporen von der Gattung Claviceps (Mutterkorn-artige)
genetisch so zu manipulieren, daß sie sich statt auf Getreide im menschlichen
Darm einnisten und dort ihr LSD-ähnliches, alkaloides Gift produzieren.

Die Frage, warum das noch keiner getan hat, ist viel naheliegender als
dieser Schmonzes von der atomaren Massenvernichtung, und die vordergründig
plausible Antwort, von deren eigener Angst vor der Unkontrollierbarkeit
von Bio-Waffen trifft spätestens seit dem Fall des Soviet-Imperiums auch
auf Atomwaffen zu - die kann man nämlich kaufen, statt selber "basteln".

Genauso, wie die US-Kriegshetzer damals die Massenvernichtungswaffen von
Saddam Husein postuliert hatten, so wird heute der Tod-Feind Iran inszeniert.
Die Begründung dafür ist sehr wahrscheinlich im wirtschaftlichen
"Gesundheitszustand" Amerikas zu finden - der "military industrial Complex"
macht offenbar mächtig Druck.

PS: @Zensors-Desk - warum darf man das nicht sagen ???

Antworten Gast: Grummelbart2
14.04.2012 12:44
6

Re: Wenn die Iranies nur halb so böse wären,

Rein Völkerrechtlich schon sind Biowaffen Massenvernichtungswaffen und deren Gebrauch ein Kriegsverbrechen; wenn der Iran zugeben würde, an so etwas zu arbeiten, wär ein Einmarsch unaufhaltbar.

Atomwaffen sind jedoch - so pervers es ist - nicht international verboten; deren Gebrauch ist auch kein Kriegsverbrechen.

Dazu kommt noch das Drohpotenzial einer derartigen Waffe.

Antworten Antworten Gast: machmuss verschiebnix
14.04.2012 21:32
1

Re: Re: Wenn die Iranies nur halb so böse wären,


Kennen Sie die Logik eines neurotischen Cowboys:
"Ich erschieß ihn, bevor er mich erschießt "
und der Cowboy schert sich einen Dreck um die
Worte seines "Referend":
"Spuck ihm nicht dauernd ins Gesicht, dann wird er
nicht die Waffe gegen dich richten"


Gast: Luzifer
14.04.2012 10:47
6

Sind die iranischen Schiiten allesamt Selbstmörder?

Man sollte schon zwischen einer regionalen Macht wie dem Iran und einer Großmacht mit einer "3.Kolonne" im W. unterscheiden. Der Iran muß sogar im Falle eines atomaren Angriffs auf einen Staat im Nahen Osten damit rechnen, von den (für sie unerreichbaren) USA total vernichtet zu werden. Dazu brauchen die USA nicht einmal (wie der Irak-Krieg zeigt) nicht einmal Atombomben. In Wahrheit geht es doch darum, wer in der Region die Vorherrschaft gewinnt oder behält. Das ist also ein regionaler Konflikt, der die Europäer herzlich wenig angeht und bei dem nie nichts gewinnen können, außer höheren bei Erdölprodukten!

Gast: WFL
14.04.2012 09:27
11

Hervorragend

Hervorragender Kommentar. Wer sich an die Hysterien der "Nachrüstung" in den 80er Jahren erinnern kann, der muss vor den damaligen - extrem rückgratstarken - westlichen Politikern wie Reagan und Helmut
Kohl heute noch den Hut ziehen.
(Diese Herren waren und sind Gott sei Dank keine Österreicher. Denn österr. Politiker ziehen bereits vor den Slowenen - Stichwort Käsekrainer - sämtliche Körperteile ein.)
Was noch gesagt werden muss:
Natürlich ist die heutige Situation schlimmer als damals, denn die Sowjets waren zwar Kommunisten, aber keine islamistischen Selbstmordattentäter wie die iranische Führung. Genau das macht die heutige
Situation so brandgefährlich.

"Das Moskau von damals ist das Teheran von heute."

und der jubelperser von damals ist der chefredakteur von heute.


Antworten Gast: BKM
14.04.2012 10:33
7

Re: "Das Moskau von damals ist das Teheran von heute."

Si tacuisses, Falaffel ....

 
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