23.05.2013 23:47 Merkliste 0

Wir sind eine Mischung aus Griechenland und Spanien

JAKOB ZIRM (Die Presse)

Jahrelang verschleppte Reformen und enorme Risken in den Bilanzen der Banken. Mittelfristig könnte auch Österreich dem traurigen Schicksal Südeuropas folgen.

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Es sind unterschiedliche Gründe, die Griechenland und Spanien in die Krise gebracht haben. In Griechenland waren es ein Staat und eine Gesellschaft, die auf Pump jahrelang gut gelebt haben. Dass währenddessen ihre Wettbewerbsfähigkeit schrumpfte und sie am Ende des Tages nicht mehr fähig sein würden, ihre Schulden zurückzuzahlen, bekamen die Menschen zwischen Athen und Thessaloniki nicht mit. In Spanien wurden zwar ebenfalls notwendige Reformen – etwa auf dem Arbeitsmarkt – lange liegen gelassen. Der aktuelle Auslöser für die gewaltige Krise war jedoch die iberische Immobilienblase, in der Bauindustrie und Banken Milliarden in wahnwitzige Projekte gesteckt haben, weshalb sie nun vom Staat gerettet werden müssen.

Österreich ist von dem Schicksal dieser Länder noch weit entfernt. Im EU-Vergleich ist das Land sogar regelmäßig auf vorderen Plätzen zu finden. Dabei dürfte es sich jedoch eher um die sprichwörtliche Situation des Einäugigen unter den Blinden handeln. Denn von den Anlagen her entspricht die volkswirtschaftliche Verfassung der Alpenrepublik einer Mischung aus Spanien und Griechenland, wie nun erneut von EU-Kommission und den Ökonomen des Schweizer IMD-Instituts festgestellt wurde.

So haben auch die heimischen Banken während der Boomphase der mittleren 2000er-Jahre Milliarden an Krediten vergeben. Diese flossen zwar nicht in eine nationale Immobilienblase, dafür aber nach Osteuropa, das von der Wirtschaftskrise besonders hart getroffen wurde. Die rasanten Wachstumsraten, die jegliches Risiko vergessen ließen, gehören dort seit 2008 der Vergangenheit an. Der große Knall der Osteuropa-Blase war zwar – anders als in Spanien oder Irland – bisher nicht zu hören, sollte er jedoch kommen, würde Österreich dem Schicksal dieser Länder folgen.

Die Auswirkungen könnten hierzulande aber noch wesentlich drastischer ausfallen. Denn sowohl Spanier als auch Iren konnten sich vor der Krise über eine besonders geringe Staatsverschuldung freuen. Hierzulande lag dieser Wert auch ohne Krise seit Jahren konstant über der Maastricht-Obergrenze von 60Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Gründe dafür sind seit Jahren bekannt und werden etwa von Rechnungshof, der OECD, dem IWF oder heimischen Wirtschaftsforschern gebetsmühlenartig wiederholt.

Wie Griechenland lebt Österreich seinen hohen Lebensstandard auf Pump. So gehen bei den Männern nur die Luxemburger und bei den Frauen nur die Slowakinnen noch früher in Pension als die Menschen hierzulande. Gleichzeitig wird in kaum einem Land Europas so lange studiert (und dabei auch so oft das Studium nach Jahren ergebnislos abgebrochen). Die Folge ist, dass die Pensionen von heute mit Krediten auf Kosten künftiger Generationen bezahlt werden müssen – samt stetig steigender Zinsen. Laut Rechnungshof fließen 2015 bereits 40Prozent aller staatlichen Ausgaben in Pensionen und Zinszahlungen. Darüber hinaus sorgen auf Bund und Länder zersplitterte Verwaltung und Gesundheitssystem dafür, dass es zwar einen Susi-Sorglos-Staat für jedermann gibt, dessen Kosten ebenfalls zum Teil fremdfinanziert werden müssen.

Der große Vorteil Österreichs ist bislang, dass es wettbewerbsfähige Firmen gibt, weshalb die Arbeitslosigkeit gering ist. Doch auch dies könnte sich bald ändern, wie die EU-Kommission nun aufzeigt. So droht den Firmen ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, weil es an der Ausbildung mangelt. Vor allem Naturwissenschaftler und Techniker fehlen. Die Gründe dafür dürften unter anderem im Schulsystem liegen, dessen Zweck es zu sein scheint, Physik und Chemie möglichst abschreckend zu präsentieren.

Notwendige Reformen scheitern in Österreich aber entweder an einer Blockade durch die Parteien, wie beim rot-schwarzen Schuldauerstreit, oder durch die Länder, wie beim Gesundheitswesen. Doch die Politik ist mit ihrer Änderungsresistenz nicht allein. Auch in der Bevölkerung sind Reformen unpopulär, sobald sie konkret werden. Wo sonst gehen schon Jugendliche gegen eine Reform des Pensionssystems auf die Straße, wie hier vor einigen Jahren geschehen? Da wird lieber weiter auf Kosten der eigenen Zukunft gelebt.

 

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2012)

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48 Kommentare
 
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Solche Leute wie Sie,

reden der Bevölkerung ein, daß sie Schuld ist am wirtschaftlichen Dilemma. Aber das haben neoliberale Abzocker so an sich, zuerst die Menschen abzocken, dann den Staat um Hilfe anrufen und dieser zockt in der Folge weiter die Mensche ab.

Gast: Defender
03.06.2012 07:23
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"Mittelfristig könnte auch Österreich dem traurigen Schicksal Südeuropas folgen."

und dennoch haften wir für andere!

Vielen dank an "unsere" Politiker.

Gast: gäst
31.05.2012 20:17
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ehm...

Wer trägt denn das Risiko bei diesen Banken? Wie war das noch mal mit der Privatwirtschaft? Und woher kommen denn bitte diese ganzen Schulden?
Und "die Jungen" gibt es nicht. Diese unverschämte Frotzelei uns gegen die eigenen Großeltern auszuspielen um dadurch "Reformen" (=Pensionskürzungen + immer steigende Beiträge der Jungen an kapitalgedeckte Pensionssysteme, was haargenau aufs selbe hinausläuft und in ganz Europa auf undemokratische gegen offensichtliche Mehrheiten durchgepeitscht wird) haben nirgendwo in Europa irgendwelche Jungen mitgespielt.
Dafür, dass die IV so gut vernetzt ist, scheinen ihre Schreiberlinge sich nicht groß mit der Lage außerhalb der Alpenrepublik zu beschäftigen.

Gast: Vernunftwende
31.05.2012 18:20
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Geht es vielleicht noch etwas defätistischer? Wie wäre "Österreich ist eine Mischung aus Nordkorea und Nordkorea?" Klingt doch auch viel besser...

Interessant ist dass ständig Zinszahlungen mit Pensionsaufwänden vermischt werden. Ich nehme an der Autor hat keine Eltern/Großeltern mit Pensionsbezug - die Hackeln bis sie in selbst gebaute Grab schaufeln bzw. deren Pension ist "selbstverständlich nicht zu hoch".

Den Susi-Sorglos-Staat habe ich noch nicht erlebt - DAS IST JA DAS PROBLEM; FÜR DIESE STEUERQUOTE MÜSSTE ES DEN LÄNGST GEBEN!

Im Gegenteil, das Bürgertum muss auf Privatschulen ausweichen und die staatliche Mindestsicherung liegt immer noch unter der Armutsgrenze - jeder der net hackelt ist ja schließlich asozial, oder?

Das die Unternehmen "händeringend" qualifizierte Techniker suchen ist ein Mythos - in diesen Branchen sind die Gehälter seit Jahren nicht gestiegen und die Arbeitgeber werden immer unattraktiver. Da müsste ja das Management auf diverse Boni verzichten, das geht ja schon einmal gar nicht.

Und was die Reformen angeht: im ach so sozialistischen Dänemark kann man eine GmbH für ca. 10.000,-- € gründen. Warum geht das bei uns nicht? Weil die ÖVP als Vertreterin der Konzerne nur keine Konkurrenz aufkommen lassen will.

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man soll und darf nicht GR mit D oder Ö vergleichen,

denn die Unterschiede sind viel zu gross um sie auf einen gemeinsamen Nenner bringen zu können, ausgenommen der beinahe gleichwertigen Beamten- samtg Pensionsanwärterzahl, welche natürlich die Kosten ins Uferlose anschwellen lassen ohne entgegen zu steuern !

Dazu kommen natürlich auch die Banken samt ihren Einflüssen, welche jegliche Regelungen weiterhin verhindern weil sie selbst ja davon weiterhin bestens profitieren wollen.

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Re: man soll und darf nicht GR mit D oder Ö vergleichen,

man stelle sich nur einmal vor, wir in Ö. würden ebenso eine Siesta einführen, in der Zeit darf keiner arbeiten (heisst die Wirtschaft steht still), und trotzdem sollen/wollen/müssen Bedürfnisse aller Art, erfüllt werden ....... !

Wären wir dann auch noch tragbar, bzw wichtig genug um in dieser unseligen Union bleiben zu müssen ???

Gast: Austrianer
31.05.2012 16:04
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Das ist genau der Punkt.

Nur trotzdem leisten wir uns noch Milliarden für das Ausland.
Wer wird einmal uns helfen?
Daher sofortiger Stopp aller Zahlungen ins und an das Ausland.
Sofortige Strukturreform.
Einheitliches Pensionssystem
Keine Beamten- und Politikerprivilegien
etc. etc.

Gast: Altemanze
31.05.2012 15:06
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ach nein, Naturwissenschaftler(innen?) fehlen?!

na, dann überprüft doch mal die REALEN ERFAHRUNGEN von Absolvent(inn)en dieser Ausbildungsschienen!!!

Wir kennen das so; als das (gute & echte) Doktorat gemacht war, mußten müüühsamst echte (angemeldete) Jobs in den studierten Fachbereichen gesucht werden!!! War übrigens was echt Sinnvolles an Doktorarbeit ( wie Grundwassersicherung & Altlastenbeurteilungen & Absicherung etc..)
Fazit; es gab österreichweit nur 3 potentielle Arbeitgeber. Einer agierte dann extrem schräg; vmtl. wg. `politischer`Unangepasstheit unsereins (ich galt als grünlastig)

Weiteres Fazit; wir lebten dann monatelang von Notstandshilfe...

Seit Jahren ist also der familiäre Broterwerb *NICHT* im ursprünglichen, mühsam & teuer & gut studierten Fachgebiet!!!

Bekannten ging/geht es großteils ähnlich.

Und das, obwohl z.B. österr. Geologen einen guten Ruf haben...

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also ich weiss nicht

eine wirtschaft die einen derartigen ueberbau an beamten, politikern und kulturintendanten wegstecken kann, um die sorge ich mich nicht.
:-)

Gast: 1. Parteiloser
31.05.2012 13:54
1 0

Mittelfristig?

Wenn man sich die Daten zum laufende Budgetvollzug anschaut, dann scheint es eher eine kurzfristige Angelegenheit zu werden.

2011 hat es das "einnahmenseitige Sparen" noch die gewünschte Wirkung gehabt, das Steueraufkommen um nominell 6,7% gestiegen ist obwohl die Realeinkommen gesunken sind.
https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2011/201112hauptueberblicke.htm

Für 2012 hat die Regierung das eigene Versagen betreffend der Staatsfinanzen geplant und das schaut, nach dem Bundesvoranschlag 2012, so aus:
2011: 70.162 Mio. Euro
2012: 73.585 Mio. Euro (+4,9%)
Ohne Länder, Gemeinden, Ausgliederungen und viel schneller steigend als das Wirtschaftswachstum oder auch die Teuerung.

2012, in den ersten 4 Monaten des Jahres, konnte die Regierung auch die Bestätigung des Erfolges des geplanten Totalversagens einfahren.

https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201204hauptueberblicke.htm

Ausgaben:.....24.711,6 Mio. Euro
Einnahmen:...16.697,3 Mio. Euro
Defizit:...........8.014,3 Mio. Euro (4 Monate!)
Im gleichen Zeitraum 2011 war das Defizit nur bei 6.635 Mio. Euro!

Die Wirkung der kranken Versuche zum "einnahmenseitigen Sanieren", die wird jetzt erst langsam kommt. Dieses Abkassieren bei den Menschen der Realwirtschaft hat im Mai 2012 schon zu einer reduzierten wirtschaftlichen Aktivitäten geführt wie die Daten und Umfragen deutlich aufzeigen. Mit dem Abkassieren der Kotzstaatlichkeit wird es also noch schlechter werden, die Ausgaben der Kotzstaatlichkeit steigen weiter!

Gast: LegendIn
31.05.2012 13:22
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So ist das eben in einer Bonzo-Gerontokratie! Das pervertierte Kartenhaus "ParteienKammerSozialstaat" mit all seinen Bürokraten-Auswüchsen bringt das Staatswesen ins Wanken.

Wir leisten uns:

die ältesten Studenten
die faulsten Lehrer
die trägsten Beamten
das teuerste Gesundheitssystem
die feudalste Bundesländerstruktur
die verschwenderischsten Gemeinden
die meisten Sozialschma.rotzer
die jüngsten Pensionisten
die verfilztesten Kammern
die teuerste Eisenbahn
den verschwägertsten Staatsrundfunk
die ungebildetsten Zuw anderer
die kriminellsten As .yla .nten
...
vor allem aber:

DIE UNQUALIFIZIERTESTEN TAUERSTEN POLITIKER!

Das alles kostet Geld. Viel viel Geld.

Und all diese Bereiche können nur durch einen komlpetten RESET des seit 40 Jahren aus dem Ruder laufenden Staatswesens reformiert werden:

ALLE Dienstverträge auflösen
ALLE Pensionsbescheide auflösen
ALLE staatlichen Ausgaben aufheben
usw.

UND DANN jede einzelne Ausgabe, jeden einzelnen Anspruch neu bewerten:

z. B.
Muss ein Beamter durchschnittlich 2.800,- Euro Pension bekommen?

Muss ein Lehrer nur 600 Stunden pro Jahr unterrichten?

Müssen unsere Parteien 270 MILLIONEN JÄHRLICH kassieren?

usw.

ALLES einem Gerechtigkeitscheck unterziehen!

Man würde staunen wie schnell ein Staatsfinanzwesen gesunden kann!

Antworten Gast: Karl Schlosser
31.05.2012 18:20
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Re: So ist das eben in einer Bonzo-Gerontokratie! Das pervertierte Kartenhaus "ParteienKammerSozialstaat" mit all seinen Bürokraten-Auswüchsen bringt das Staatswesen ins Wanken.

Genau wie in Griechenland werden wir seit Jahren von einer quasi pragmatisierten "Bonzo-Gerontokratie" beherrscht, die nur durch Konkurs oder Revolution gestürzt werden kann. Aber nur in diesem Fall ist Ihr richtiger Vorschlag eines Neubeginnes mit der bewährten "Zero-Budgeting Methode" auch praktisch durchsetzbar.

Ein Unterschied besteht noch

und der ist die Einsichts- und Urteilsfähigkeit der Menschen: in Spanien und Griechenland haben die Leute kapiert, dass es den Bach hinunter geht.

Bei uns wählen die Leute immer noch Grinsekatze Faymann, "ich-bin-am-Klo"-Fischer und...naja Spindelegger hat ja eigentlich niemand gewählt.

Typisch Österreichisch werden Probleme ignoriert bzw beschönigt. Und in einem jahrzehntewährenden beispiellosen Egoismus werden alle Altlasten der Folgegeneration mitgegeben.

Aber naja, wie sagte schon Keynes? "In the long run we are all dead".

Gast: Luzifer
31.05.2012 10:45
3 2

Das Beispiel Spanien stimmt, nur anders als Herr Zirm meint:

Die spanischen Sozialisten sind den Empfehlungen der EU-Kommissin entsprochen, jede Menge von nordafrikansichen Zuwanderern im Land aufgenommen und den "Ausstoß" von Jungakademikern massiv erhöht. Leider fehlen jetzt die Jobs.... Denn die Fabriken werden dort errichtet, wo die Löhne am niedrigsten sind. Und das ist nicht unbedingt dort, wo die meisten Akademiker sind!

Gast: machmuss verschiebnix
31.05.2012 10:23
7 1

Österreichs Schicksal wird in der kommenden Wahl besiegelt,

der herrschende Filz wird zwar geschwächt, aber die Zustände werden
dadurch nicht besser, weil der Apparat immer noch die Möglichkeit
hat, alles was irgendwie nach Reform/Umstrukturierung riecht,
im Kein zu ersticken. Na und die Medien sind natürlich auf der
Seite des Zahlenden (wer wird hier Faymanns Nachfolger ? <ätz> ).

Außerdem ist die Krise in den Köpfen der Leute nie wirklich angekommen,
daher sehen viele nichtmal eine Notwendigkeit, dahingehend Druck zu
machen. Selbst wenn, dann wäre weit und breit niemand, der irgendwas
Vernünftiges umsetzen könnte. Die personellen Resourcen der FPÖ sind
dafür zu dünn, abgesehen davon, wird Strache vernünftigerweise erst
nach dem Staatsbankrott das Zepter ergreifen wollen.

Also? Was bleibt dann noch - die Links-linke Mischpoche - dann gnade
uns Gott - oder auch nicht, denn wir haben's letztlich so verdient (!)

Bloß, wer kann es einem systemerhaltenden Steuerzahler dann noch
verübeln, wenn er in Panik gerät, sein sauer Erspartes abhebt und
sein Glück woanders sucht ? Südafrika, Uruguay, Chile, Kanada,
Neuseeland, Norwegen, Singapur,... da wird dich wohl für jeden was
attraktives dabei sein.

Zurückkommen ? Leider Fehlanzeige - wo sich der Staats-Sozialismus
derart breit gemacht hat, daß auch die Medien verseucht sind, da
gibt es ganz genau NULL Chance auf "Genesung".

Antworten Gast: Erwachet, das Ende ist nah!
31.05.2012 16:23
0 0

Re: Österreichs Schicksal wird in der kommenden Wahl besiegelt,

Auf den Punkt gebracht, bravo

Nein, Österreich ist keine Mischung von Griechenland und Spanien!

Griechenland und Spanien haben Geldprobleme. Österreich hat ein Einstellungsproblem. Selbst in Zeiten der Krise haben ein drittel der Griechen und Spanier keine faschistische Parteien gewaehlt. Österreicher haben diese in Zeiten des Wohlstandes gemacht. Österreich wird an Vorurteilen an Fremden zugrunde gehen, weil die Parteien der Mitte nur dem Populismus folgen!

Österreich hat ein Einstellungsproblem

Wohl wahr. Es gibt Leute in diesem Land, die glauben, dass die Finanzierung von Ausgaben, die der Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs dienen, auf Pump geschehen muss.
Und dies Vorrang gegenüber der Investition in Zukunftsprojekte hat.

Und dieses Land kein Geldproblem zu haben hat. Ganz einfach weil nicht sein kann was nicht sein darf.
Daran hat irgendjemand Schuld zu haben. Vorzugsweise jene, deren politische Glaubensrichtung nicht der Eigenen entspricht.

Antworten Gast: Dr. Mengele
31.05.2012 11:42
2 1

Re: Nein, Österreich ist keine Mischung von Griechenland und Spanien!

Lieber Kollege House,

Sie kennen doch dieses hervorragende Präparat gegen
Realitätsverlust - Sarrazin-Forte heißt es - warum nehmen's
nicht einfach das, solange bis keine Faschisten mehr rumlaufen <ätz>

Antworten Antworten Gast: L.W.
31.05.2012 12:34
0 1

Ihr nick ist nicht lustig, sondern strunzdumm.

Da könnens noch tausendmal <ätz> schreiben.

1 0

Re: Nein, Österreich ist keine Mischung von Griechenland und Spanien!

Die Fasch:isten im iii Reich waren speziell im Unterbau aber auch bis hinauf in die mittleren und oberen Chargen entsetzliche Proleten. Darüber hat sich eine Elite gut ausgebildeter Personen solide abgeschottet.

Bei etlichen Nachfolgeparteien ist die schlecht ausgebildete stammelnde Proletenklasse auch, mit freiem Auge für jedermann überdeutlich sichtbar, bis in die obersten Chargen durchgedrungen.

Nur die Abschottung ist geblieben...

3 0

Österreicher haben diese in Zeiten des Wohlstandes gemacht.

Richtig!
Die Sozis. Nicht umsonst hieß es weiland Nat.sozialistisch.
Das Sozialistisch ist geblieben, das National haben sie im Namen abgelegt, weil es heutzutage keinen schlanken Fuß macht - aber in der politischen Substanz?
Das strenge hierarchische Parteigenossendenken (mia lossn uns kaaahn von de unsrige ausseschieassn) ist ein Spiegelbild wie im Rohrschachttest.

... deshalb ist es ein gebot ...

... der stunde, seine eigene widerstandsfähigkeit (resilienz) vorausschauend zu erhöhen und nicht zu warten, dass die politiker irgend etwas in unserem sinne verändern werden ...

"Die Welt hat sich seit 2008 geändert: Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Schuldenkrise, Alternativlosigkeit, Korruption. Europa ist angeschlagen. Alle Regierungen in Europa versuchen zu retten was zu retten ist (vor allem das eigene Leiberl, um nur ja nicht abgewählt zu werden)."

Quelle: http://diary-of-a-future-millionaire.blogspot.com/2012/05/39-widerstandsfahigkeit-resilienz.html

aberunsere politiker sind zu dumm und ignorant um das zu kapieren. und vor allem kurzsichtig auf ihren eigenen vorteil bedacht. man könnte meinen, die haben alle keine kinder.....


Antworten Gast: Condorcet
01.06.2012 06:36
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Re: aberunsere politiker sind zu dumm und ignorant um das zu kapieren. und vor allem kurzsichtig auf ihren eigenen vorteil bedacht. man könnte meinen, die haben alle keine kinder.....

Haben sie schon, haben sie schon. Die gehen in teure Privatschule und studieren dann, und danach gehen sie ins Ausland.
Denkt's nur an den alten Flöttl und den jungen Flöttl....

Gast: Markus Trullus
31.05.2012 07:26
0 0

Richtig

Besser könnt ich es nicht und auch nicht treffender von mir geben. Nur: der Ösi ist so: Wissenschaftsfeindlich ("za wos brauch ma des"), gierig nach sozialistischer Umverteilungsgerechtigkeit ("weu davo hot ma wos! und de Paddei Stimmen") also Milliarden möglichst uneffektiv in Umverteilungsmechnismen zu stopfen, der Jugend Ausbildung auf dem Niveau von 1950 reinzustopfen (sehr ineffektiv und teuer!) und die Lehrer in den Schulen die Erziehung zu überlassen, die im Eltenernhaus ("worn jo beide hackeln, ka zeit, muas den urlaub in tailond no zoin") diese eben nicht genossen haben. Es liegt endlos vieles im Argen, und das ist die Ursache der Rechnung, die wir nunmehr präsentiert bekommen. Das wäre die Grundlage eines Paradigmenwechsel, einer Systemumkehr. Und da steht GROKO voll dagegen, voll auf der Leitung! Und dann nicht wundern wegen der steigenden Zahl der "Wutbürger"! HC freut sich!

 
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