19.06.2013 02:02 Merkliste 0

Vereinigte Staaten brauchen die Zustimmung ihrer Bürger

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Angesichts der Eurokrise entsteht eine neue Dynamik in Richtung europäische Staatlichkeit von oben. Das könnte das Ende des europäischen Projekts bedeuten.

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Deutschland scheint seinen Widerstand gegen eine Umwandlung der Europäischen Union vom Staatenbund zum Bundesstaat aufzugeben. Angela Merkel ist eben eine Pragmatikerin, und von einem pragmatischen Standpunkt aus gesehen ist der Ausbau des supranationalen Gebildes EU zu einem staatlichen Gebilde die einzige Alternative zum Ende des Euro, wie wir ihn kennen.

Wer am Euro als gemeinsamer Währung möglichst aller EU-Mitgliedstaaten unabhängig von ihrer volkswirtschaftlichen Konstitution festhalten will, muss dafür sorgen, dass man all das, was man auf dem Weg zur gemeinsamen Währung versäumt hat, jetzt nachholt. Das ist im Kern eine gemeinsame, aus der Kompetenz der Mitgliedstaaten herausgelöste Wirtschafts- und Fiskalpolitik als Grundlage für eine Haftungsgemeinschaft in Form von gemeinsamen Staatsanleihen (Eurobonds). Für die stabilitätsorientierten Länder des Nordens wird das zu einer massiven Erhöhung ihrer Finanzierungskosten führen. Aber die Pragmatikerin Angela Merkel weiß, dass auch die Alternative, die Neuformation einer gemeinsamen Währung für jene Staaten, die bereit und in der Lage sind, die Stabilitätskriterien einzuhalten, mit hohen Restrukturierungskosten verbunden ist.

Das Grundsätzliche ist nicht die Domäne der deutschen Kanzlerin, aber das unterscheidet sie nicht substanziell von ihren Kolleginnen und Kollegen, die derzeit im Europäischen Rat den Ton angeben. Hier liegt das Problem: Die neue Dynamik in Richtung der Vereinigten Staaten von Europa ist nicht das Ergebnis grundsätzlicher Erwägungen und eines breiten Diskurses unter den Bürgern jetzt noch souveräner Mitgliedstaaten samt einem demokratischen Entscheid über die europäische Zukunft, sondern die Panikreaktion von Politikern, die sehen, dass sie hoch gepokert und verloren haben.

Ein grundsätzliches Gespräch über die wünschbare gemeinsame Zukunft der europäischen Staaten hätte vor allem die Frage zum Inhalt, ob die weitgehende Delegation der staatlichen Souveränität an zentrale Institutionen in Brüssel tatsächlich „mehr Europa“ bedeutet – oder ob nicht im Gegenteil der Kern der politischen Ideengeschichte des Kontinents darin liegt, Vielfalt und Wettbewerb als wesentliche Antriebskräfte für die Weiterentwicklung von Politik, Ökonomie und Kultur zu verstehen.

Man kann dagegen einwenden, dass dieser Wettbewerb immer schon den Keim der kriegerischen Auseinandersetzungen trug, die den Kontinent so oft verwüstet haben, und dass die einzig denkbare Krönung des „Friedensprojekts“ Europäische Union darin liege, das im Wege eines gemeinsamen Staates ein für allemal zu verhindern. Dann müsste man aber auch in Erwägung ziehen, dass die blutigsten Auseinandersetzungen der jüngeren Vergangenheit innerhalb von Staaten ausgetragen wurden, die gegen den Willen ihrer Bürger als „Friedensprojekte“ von oben installiert wurden.


Keine Frage: Die Vision einer Europäischen Republik, eines europäischen Bundesstaates, dessen Bürger ihre regionalen und nationalen Identitäten in einem bewusst gewählten größeren Ganzen unaggressiv leben, verfügt über große Kraft. Wären in den europäischen Staaten Politiker am Werk, die mit ihren Bürgern ein Gespräch über Europas Zukunft eröffnen, würde eine europäische Verfassung, die diesen Namen verdient, erarbeitet und den Bürgern zur Abstimmung vorgelegt, dann hätte das Projekt „Vereinigte Staaten von Europa“ eine Chance. Es wäre nicht leicht, die vielen zu überzeugen, die Angst vor einem Brüsseler Moloch haben, aber es wäre möglich – und es wäre der Mühe wert.

Aber diese Vision steht derzeit nicht zur Debatte. Was sich jetzt abzeichnet, ist die panikartige Flucht nach vorn, von Pragmatikern, die mit ihrem pragmatischen Latein am Ende sind. Es ist zu befürchten, dass mit dem Argument, die einzige Alternative seien Chaos und Untergang, Vereinigte Staaten von Europa ohne die Zustimmung der europäischen Bürger entstehen.

Das, und nicht ein Scheitern des Euro, wäre das endgültige Ende des europäischen Projekts.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.06.2012)

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160 Kommentare
 
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Gast: MBgast
11.06.2012 22:00
0 0

Das geht schnell!

Ich persönlich habe die Entwicklung zu einem Bundesstaat erst innerhalb der nächsten 50 Jahre erwartet. Natürlich schleichend, so wie es auch mit dem deutschen Bund und Deutschland passiert ist. Doch durch die Euro-Krise wird das ganze beschleunigt. Und was ist der nächste Schritt? Natürlich eine gemeinsame Sprache (lernt eh schon jeder Englisch). Dann gibt's auch gemeinsame Medien. Gleichschaltung der Bürger in ganz Europa.
Wie geht es dann politisch weiter? Fusion mit den USA? Weltregierung?
Einige werden jetzt denken das sind Hirngespinste, aber wer hätte vor 15 Jahren gedacht dass heute über einen europäischen Bundesstaat diskutiert wird? Niemand.
Das sind höchst bedenkliche Entwicklungen. Als Sieger werden wohl Länder wie Norwegen aussteigen, die sich von Anfang an aus diesem ganzen Schlamassel rausgehalten haben.
Betonen möchte ich noch dass ich keiner rechten Ideologie angehöre sondern einfach glaube dass das Projekt "EU" in eine völlig falsche Richtung verlaufen ist.

Gast: dik
11.06.2012 18:25
0 1

Die europäischen Eliten haben in ..

... den letzten Jahrzehnten nie die Zustimmung der Bürger gebraucht, und sie werden sie auch in Zukunft nicht brauchen ...

Gast: Tourist
11.06.2012 13:46
0 8

Ich will keine Vereinigten Staaten von Euopa mehr

wenn das bloss zur Folge hat, dass im schlimmsten Fall die Deutschen mit ihrer gut-gemeinten aber schlecht-durchdachten Austeritaetspolitik die Laender im Sueden und Irland in die Rezession fuehren.

Ich will aber sehr wohl eine gemeinsame Verteidigungs und Sicherheitspolitik, eine gemeinsame Waehrung, einen gemeinsamen Markt, Niederlassungsfreiheit etc

Geint in Vielfalt. Nach Aussen eins, nach Innen eigenstaendig (so weits geht).

Gast: Luzifer
11.06.2012 13:27
3 0

Dabei ist - wie Griechen u. Franzosen gezeigt haben -

die Zustimmung der Europäer sehr leicht zu erreichen. Die Mehrheit der Europäer bzw. der Staaten verzichtet aufs Sparen, die Schulden zahlt eine Minderheit, nämlich die Mitteleuropäer ...

and so it begins

"Um weiterhin allgemeine Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten, wird die Republik umgestaltet werden. Und zwar zum ersten Galaktischen Imperium!"

Moment....

Europas Wendetage

Gratulation an Michael Fleischhacker! Er hat hier eine auffallend ausgeglichene Schilderung zum gegenwärtigen EU-Prozess abgegeben.

Das befürchtete Fazit, das Entstehen eines "Vereinigten Bundesstaates Europa" aus einer Fluchtreflektion heraus, ist de facto bereits Realität. So werden weder friedliche noch dauerhafte Bünde geschlossen. Es handelt sich um eine politische Regierungs- und Finanzkoalition, die in den folgenden nationalen Wahlgängen stätiger Schwächung ausgesetzt sein wird. Am Ende wird sich eine Vielzahl neuer extremer Parteien gegenüberstehen. Ihre zum Teil vollkommen konträren Positionen zueinander werden ein gedeihliches Zusammenwirken verunmöglichen. Dann ist es für eine sachliche und von den Bürgern/Innen getragene Positivdiskussion zu spät. Die laufenden undemokratischen und chaotischen „Einigungs-Abkürzungen“ werden dass (Un)Werk mit allen Begleitumständen zerbrechen lassen. Ein (EU-17)Vereinigtes Banken- und Fiskal-Europa, welches schon bei seiner Gründung mehr als 10 Länder nicht überzeugen konnte, wird an seinen Bürger/Innen zerbrechen.
Wenn in 20 Jahren Politologen und Sozialforscher die vergebenen Chancen Europas analysieren, werden die jetzigen Protagonisten der Einigung im Rampenlicht gerichtlicher Verurteilungen stehen.

Gast: Ausguck
11.06.2012 07:12
5 3

"die Zustimmung ihrer Bürger"

war und ist in Brüssel sch... egal.

Gast: wäler
10.06.2012 23:13
2 0

schön

gut getroffen, aber wer von den bestimmenden und handelnden Personen (die ja nicht dieselben sind) hat Interesse, dass die Bürger am Willensprozeß teilhaben, geschweige denn alle Informationen erhalten und deren Inhalt letzten Endes verstehen?Es wird wohl eher das Gegenteil der Fall sein...

Gast: gast45
10.06.2012 13:58
9 4

so nebenbei ...

die nationalstaaten europas haben ohne eine gemeinsame währung und ohne das einer für den anderen die schulden übernommen hat, die letzte hälfte des vorigen jahrhunderts ganz gut miteinander in frieden gelebt .... die idee, dass die reichen die schulden der armen übernehmen müssen, damit sie von den armen nicht mit krieg überzogen werden (auf brüsseler bürokratendeutsch .. europa als friedensstiftendes zukunftsprojekt (bitte im hintergrund "freude schöner götterfunken" spielen, und karas und den svoboda mit dem dienstmercedes winkend vorbeifahren lassen :-) ist deshalb blödsinn ..

Re: so nebenbei ...

cicerl der schulmeister und beckmesser hat ihnen horrenden unsinn unterstellt...wie höflich...das relativiert sich aber doch, denn weiter unter meint er
"ich bin Cicero und sonst ein Niemand"
das nehmen wir zur kenntnis

1 1

...

Daß Kleinschreiber Rechtschreiben nicht beherrschen, ist hinreichend bekannt!

Daß betroffene Menschen einen Mangel, an dem sie leiden, auf andere projizieren, ist auch bekannt. Sie wollen damit den eigenen Mangel bagatellisieren, so unter dem Titel, der andere hat den gleichen Mangel, also ist es nicht so schlimm.

Der kleingeschriebene „modestus“ beschuldigt mich weiter unten, ich könne nicht sinnerfassend lesen.

Mag schon sein, ich kann nicht sinnerfassend lesen. Der kleingeschriebene „modestus“ kann aber überhaupt nicht lesen.

Wie jeder hier nachprüfen kann, ich schrieb, „Hier bin ich Cicero und sonst niemand“.

Nachdem er das angeblich gelesen hat, zitiert der kleingeschriebene „modestus“ wie folgt:

„ich bin Cicero und sonst ein Niemand"

Wenn er sich schon aufrafft und sowohl „Cicero“ als auch „Niemand“ groß schreibt, dann müßte er – sollte er beweisen wollen, daß er Rechtschreiben beherrscht – auch „Ich“ großschreiben. Und ein Satzzeichen, ein Punkt oder gar ein Rufzeichen müßte er auch setzen. Ich setzte am Ende meiner Aussage ein Rufzeichen. Aber bitte, allgemein bekannt ist, die Kleinschreiber stehen mit den Satzzeichen jedenfalls auf Kriegsfuß.

Das ist auch Kismet, wenn wieder etwas besonders geistreich sein soll und so arg daneben geht!


0 3

Horrenden Unsinn muß man erst einmal erfinden können! Auch eine Leistung!

„gast45“, wie meistens, so auch hier, verbreiten Sie horrenden Unsinn, nur um auf die EU eindreschen zu können.

Ist „Brüsseler Bürokratendeutsch“ eine neue Sprache? Gibt es hiefür ein Wörterbuch, in dem man nachprüfen könnte, ob das, was Sie behaupten, in dieser von Ihnen erfundenen Sprache überhaupt vorkommt?

In klarem Deutsch, das ich einigermaßen, nein, das ich nahezu perfekt beherrsche, kommt das mit Sicherheit nicht vor, was Sie so locker vom Hocker von sich geben.

Wer hat je gesagt, die Reichen müssen die Schulden der Armen zahlen? Wer hat je gesagt, das müßten die Reichen machen ansonsten würden sie von den Armen mit Krieg überzogen werden? Wo haben Sie diesen Blödsinn her?

Haben die Reichen überhaupt schon je die Schulden der Armen gezahlt? Also, es gibt nicht einmal ein empirisches Erlebnis, das Sie für Ihren Unsinn anführen könnten.

Aber auf die EU eindreschen, das beherrschen Sie und wie man sieht, man kann auf die EU eindreschen und braucht dazu nicht einmal irgendeinen echten Grund, man kann alles erfinden, was notwendig ist, um auf die EU einzudreschen.

Aber Ehre, wem Ehre gebührt, eine derartige Fehlleistung, wie Sie sie bieten, ist auch eine Leistung. Das muß man wirklich erst einmal erfinden können.- Respekt!

Antworten Antworten Gast: Tourist
11.06.2012 13:51
3 1

Re: Horrenden Unsinn muß man erst einmal erfinden können! Auch eine Leistung!

Ich verstehe, dass Leute mittlerweile ein Problem mit dem Euro haben (auch wenn zu Unrecht), aber auf die EU eindreschen und zu sagen die brauchen wir nicht weil auch ohne die haetten wir 60 Jahre Frieden gehabt (wie viele andere hier meinen), ist einfach nur hirnrissig.

Gut Ihre Kommentare zur Abwechslung zu lesen Cicero.

Re: so nebenbei ...

es war die bedrohung durch die sowjetunion die den westen in frieden leben liess...der osten hatte weniger frieden...ungarn 1956 CSSR 1968

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Aha, die Sowjetunion brauchte uns nur zu bedrohen, damit wir in Frieden leben konnten. Derartigen Blödsinn muß man auch erst einmal erfinden können

Kleingeschriebener „modestus“, da behauptet „gast45“ horrenden Unsinn und Sie antworten mit einem Paradoxon, „die Bedrohung durch die Sowjetunion ließ uns in Frieden leben!“ Mein Gott, glauben Sie das wenigstens selbst, damit es überhaupt einer glaubt?

Die USA, die den Putsch in Prag vom Feber 1948 zum Anlaß nahmen, die NATO zu gründen, diese USA waren es die den weiteren Vormarsch der Kommunisten in Europa erfolgreich verhindern konnten.

Diese NATO ließ uns in Frieden leben, eben nur in Westeuropa, das die Amerikaner mit ihrem Geld halfen wieder aufzubauen. Und die mit der Berliner Luftbrücke sofort der Sowjetunion zeigten, wo der „Bartl den Most holt“, wie man in unseren Breiten zu sagen pflegt.

Es waren die Amerikaner, welche die Türkei in die NATO holten, um die Sowjetunion einzukreisen, was wiederum Chruschtschow versuchen ließ, auf Kuba Raketen gegen die USA zu stationieren. Chruschtschow scheiterte aber kläglich an der Standhaftigkeit John F. Kennedys.

Anfangs zahlten die Amerikaner auch noch alle Kosten dieses Schutzschirms für Westeuropa, später erst beteiligten sich die Europäer auch an den Kosten.

Und es war Helmut Schmidt, der deutsche Bundeskanzler, der mit seinem NATO-Doppelbeschluß erreichte, daß die Sowjetunion die Bedrohung Westeuropa endgültig und nachhaltig aufgab.

Nach ein persönliches Wort: Wenn Sie wieder mit irgendeinem Namen kommen, von dem Sie vermuten, es sei meiner, werde ich Ihren Betrag löschen lassen. Hier bin ich Cicero und sonst niemand!

Re: Aha, die Sowjetunion brauchte uns nur zu bedrohen, damit wir in Frieden leben konnten. Derartigen Blödsinn muß man auch erst einmal erfinden können

ceterum...sie können niemanden einköchl lassen

1 1

...

Wäre Rechtschreiben eine anerkannte Leistungsfähigkeit eines Kleinschreibers, sagte er nicht „… einköchl lassen“, nein, er sagte korrekt „… einköchln lassen“.

Sollte wohl besonders geistreich sein von modestus, dem größten Kleinschreiber vor dem Herren!

Und geht schrecklich daneben! Das ist Kismet!

Re: ...

einköchln würde ea heissen wenn es von kochen abgeleitet wäre
aber auch scherze sollte man sinnerfassend lesen...schon etwas aufgeblasen..eh? alter schulmeister

Re: Aha, die Sowjetunion brauchte uns nur zu bedrohen, damit wir in Frieden leben konnten. Derartigen Blödsinn muß man auch erst einmal erfinden können

sinnerfassendes lesen kann er nicht mehr..der cicerl...wir im westen haben untereinander frieden gehalten, weil wir gemeinsam von der UdSSR bedroht waren.
nato und montanunion waren die direkte folge von WW II und der sowjetischen bedrohung
wer sich an der im internet üblichen kleinschreibung stösst, sollte in der berggasse 19 vorsprechen

0 1

Aha, hätte die Sowjetunion nicht den Westen bedroht, hätten die Deutschen weiter auf Frankreich eingedroschen, oder was? Na, da haben wir aber Glück gehabt, daß die Sowjetunion uns bedrohte.

Wenn der kleingeschriebene „modestus“ mich beschuldigt, ich könne nicht sinnerfassend lesen, darf ich darauf verweisen, der kleingeschriebene „modestus“ kann nicht sinngemäß schreiben.

Denn das, was er jetzt in seinen verunglückten Satz – wir hätten Frieden gehabt, weil uns die Sowjetunion bedrohte – hineininterpretiert ist der noch größere Unsinn.

Dann das heißt im Klartext, hätte die Sowjetunion uns nicht bedroht, hätten sich Deutschland und Frankreich weiter die Köpfe eingeschlagen.

Die NATO war die Antwort des Westens auf den gewaltsamen Vormarsch des Kommunismus in Europa. Die Gründung der NATO war aber nur deswegen so problemlos möglich, weil vorher schon die europäische Einigung auf den Weg gebracht worden war. Die Montanunion hatte mit der Sowjetunion überhaupt nichts zu tun.

Die europäische Einigung als Folge der sowjetischen Bedrohung zu sehen, ist hanebüchener Unsinn.

Es waren große Europäer – schon zu Zeiten, als es die sowjetische Bedrohung noch gar nicht gab – welche die europäische Einigung vorantrieben. Robert Schumann, Konrad Adenauer, Alcide de Gaspari und allen voran Winston Churchill.

Es war Churchill, der schon während des Krieges an Friedenslösungen arbeitete, nicht nur europäische, sondern etwa auch die Atlantik-Charta, aus der dann die UNO erwuchs. Und da war die Sowjetunion noch gewünschter Verbündeter. Churchill hatte sogar seine militärischen Vorstellungen auf ein später vereinigtes Europa ausgerichtet.

Ein Kleinschreiber fern der Wirklichkeit!

1 2

...

Um mit einer Mär ein- für allemal Schluß zu machen.

Jeder, der zählen kann, kann gerade an dieser Debatte, die mehr als 150 Beiträge aufweist, sehen, daß die Kleinschreiber eine Minderheit sind.

Weiters kann jeder sehen, der Rechtschreiben beherrscht, daß die Kleinschreiber mit der Rechtschreibung, besonders mit dem Setzen von Satzzeichen auf Kriegsfuß stehen.

Und da kommt der kleingeschriebene „modestus“ nun zum wiederholten Male mit der Behauptung, im Internet sei die Kleinschreibung üblich. Sie ist es eben nicht. Die Nichtrechtschreiber hätten das gerne! Bekommen es aber nicht.

Die Kleinschreiber sollten ihren Mangel in der nächstbesten Volkshochschule beheben lassen, weil die Volksschule, wo sie nicht ausreichend bei der Sache waren, nimmt man sie nicht mehr.

Die Berggasse 19 wäre auch eine gute Adresse für die Kleinschreiber. Dort können sie zwar nicht ihre Rechtschreibschwäche behandeln lassen, sondern nur ihr psychologisches Problem mit der Vertuschung einer persönlichen Mangelerscheinung. Leider ist die Berggasse 19 nur mehr ein Museum und keine psychiatrische Ordination.

Re: ...

dieses forum ist repräsentativ für klein oder grossschreibung?
etwas klächerlich herr kleinkoch..eh?
ihre einstellung erinnert an den 30 jährigen krieg.
heute ist es egal ob lutheraner oder cathole...jeder nach seiner manier.
ex aequo zu klein oder grossschreibung. nur ein gestriger volldepp kann sich darüber ereifern, dass andere anders denken...und handeln

0 1

Warum macht er das? > Der kleingeschriebene „modestus“?

Mit Sicherheit werde ich mich auf das Niveau des kleingeschriebenen „modestus“ begeben!

Da bleibe ich doch lieber ein „gestriger Volldepp“ (© kleingeschriebener modestus), der zum Unterschied zum kleingeschriebenen „modestus’“ Rechtschreiben beherrscht und zum anderen der unbeugsamen Meinung ist, unser wichtigstes Kulturgut, unsere Sprache, kann nicht unwidersprochen von Rechtsschreibschwächlingen verhunzt werden.

Und daß der kleingeschriebene „modestus“ die Rechtschreibung wirklich nicht beherrscht, beweist er gleich noch ganz freiwillig.

Sein bedeutender Satz „dieses forum ist repräsentativ für klein oder grossschreibung?“ ist mehrfach falsch!

1) die Formulierung ist eine Feststellung und keine Frage. Das Fragezeichen am Ende steht falsch, es müßte ein Rufzeichen sein.
2) Soll es eine Frage sein, müßte das Wörtchen „ist“ am Beginn des Satzes stehen. Dann erst ist das Fragezeichen am Ende richtig.
3) An das Wort „klein“ muß ein Bindestrich gesetzt werden.
4) Grossschreibung heißt alt wie neu: Großschreibung.

Grammatikalisch richtig wäre also der Satz: „Ist dieses Forum repräsentativ für Klein- oder Großschreibung?“

Das aber ist für den kleingeschriebenen „modestus“ bereits zu hoch.

Damit die Rechtsschreibschwäche des kleingeschriebenen „modestus“ nicht so auffällt, zerrt er auch gleich Martin Luther aus dem Grab. Mit seiner Aussage zeigt er, daß er nicht nur zum Thema Sowjetunion und Frieden in Europa falsch liegt, sondern auch zum 30jährigen Krieg. Warum macht er das?

Re: Warum macht er das? > Der kleingeschriebene „modestus“?

erstens ist meine formulierung richtig...sie ist aus dem jiddischen und verstärkt den sarkasmus.
zweitens..um auf das niveau anderer zu klettern müssen sie sich aufwärts bewegen.
drittens..die orthographie und die syntax anderer blogger geht sie einen dreck an.
wenn sie inhaltlich, ohne untergriffe und manierlosigkeiten, beitragen dann bitte ja.
aber das ist ihnen nicht gegeben, denn sie sind ein aufgelasenes altes ekel mit extremen hang zur selbstdarstellung und der fatalen sucht andere herunter zu machen. sie sind bemitleidenswert.

Gast: dfgdfgas
10.06.2012 13:16
6 0

Nachdem das Ganze putschartig ohne unsere Zustimmung erfolgt

haften wir (Völker) auch nicht wirklich.
Ein wichtiges Detail, ein Rettungsanker der uns einst noch sehr nutzbringend sein wird.

Gast: fhsfdgd
10.06.2012 13:09
5 0

Zur Kennntisnahme

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil

die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Premierminister von Luxemburg Jean-Claude Juncker

erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie (SPIEGEL 52/1999)

 
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