21.05.2013 14:14 Merkliste 0

Griechenland zeigt uns heute, was uns morgen bevorsteht

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Alle Ideen für die Bewältigung der Eurokrise zeigen, dass noch immer niemand bereit ist, von der Wohlstandsillusion in die Realität zurückzukehren.

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Wie in aller Welt konnte es dazu kommen, dass eine Volkswirtschaft von der Größe und Struktur Griechenlands in der Lage ist, das europäische Bankensystem und die Gemeinschaftswährung in seiner Existenz zu gefährden? Das fragen sich viele, die an diesem Wochenende gebannt nach Athen schauen, wo der Ausgang der Parlamentswahlen mit darüber entscheiden soll, wie es mit Europa und seiner Gemeinschaftswährung weitergehen wird.

Im Wesentlichen existieren für die Beantwortung dieser Frage zwei Hypothesen. Die erste: Skrupellose Agenten der Märkte haben Griechenland als Geisel genommen, und ihre nächsten Opfer sind schon identifiziert – Spanien und Italien. Die zweite: Die Europäer waren fahrlässig und haben zugelassen, dass sich die Griechen, die sich schon die Teilnahme an der Währungsunion durch manipulierte Daten erschlichen haben, mit dem billigen Geld aus Frankfurt ein schönes Leben gemacht haben, für das die anderen jetzt auf die eine oder andere Weise die Zeche zahlen müssen.

Was die beiden Hypothesen gemeinsam haben, ist ihre Irrelevanz. Ob das eine oder das andere mehr oder weniger wahr ist, hilft niemandem bei der Bewältigung der Aufgabe, die jetzt vor den Europäern liegt: den bereits entstandenen Schaden so zu begrenzen, dass es nicht in einer Kettenreaktion zu einem unkoordinierten Auseinanderbrechen des Euro kommt.


Die europäische und angloamerikanische Mehrheitsmeinung empfiehlt dazu eine massive Ausweitung der Geldmenge und die Vergemeinschaftung der europäischen Schulden ohne Limit. Dazu bedarf es einerseits der kurzfristigen, demokratisch nicht legitimierten Zentralisierung von Wirtschafts- und Fiskalpolitik und andererseits einer Rekapitalisierung der europäischen Banken direkt aus den Mitteln von EFSF und ESM. Vor allem Letzteres scheint tatsächlich unausweichlich, denn die derzeit praktizierte Alternative – Stärkung der Eigenkapitalquote durch Reduktion des Kreditgeschäfts und Finanzierung von nicht mit Eigenkapitalunterlegungspflicht belegten Staatsanleihen – kann nur schiefgehen. Was die Vergemeinschaftung der Schulden betrifft, ziert sich Deutschland noch aus guten Gründen, aber Angela Merkel wird dem Druck nicht standhalten.

Die Alternative wäre die Investition von intellektuellen, finanziellen und politischen Ressourcen in einen geplanten Austritt Griechenlands aus der Eurozone. So, und vermutlich nur so könnte man es dem Land ermöglichen, in einer Kombination aus Finanzhilfe und neuen geldpolitischen Spielräumen wieder Wachstum zu generieren. Wie das unter den – verschärften – Bedingungen des Euro-Regimes gehen soll, weiß kein Mensch.


Welche Pläne auch immer nach dem Wahlergebnis am Sonntagabend aus der Schublade gezogen werden: Die Gespräche über den Euro, die Bankenkrise und die Staatsschuldenkatastrophe legen nahe, dass das Grundproblem weiterhin konsequent verdrängt wird. Was wir heute erleben, ist das Platzen einer Wohlstandsblase. Die Illusion, in der wir während des vergangenen Jahrzehnts gelebt haben, wird auf die eine oder andere Art korrigiert werden müssen. Je später, umso schmerzhafter. Das handelsübliche Gerede darüber, dass man in einer solchen Situation von allzu harten Austeritätsprogrammen Abstand nehmen und stattdessen Wachstumsimpulse setzen müsse, ist nichts anderes als die Aufrechterhaltung einer Illusion.

Die einzige relevante Frage ist, ob es gelingt, ökonomische und politische Steuerungsmechanismen zu entwickeln, die die unausweichliche Korrektur nach unseren Vorstellungen von Fairness und Gerechtigkeit vonstattengehen lassen. Die jetzt geplante Geld- und Schuldenschwemme wird dazu führen, dass bestehende Vermögen irgendwann auf dem Weg der Inflation unterschiedslos vernichtet werden.

Ist das wirklich fair und gerecht?

Griechenland ist für Europa deshalb von so großer Bedeutung, weil es uns schon heute im Kleinen zeigt, wo wir im Großen enden, wenn wir uns nicht bald der Realität stellen.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)

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110 Kommentare
 
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Auch in Österreich verschwinden täglich Millionen Euros !!


In einer IRRE aufgeblasenen, sauteuren Mehrfachverwaltung u. nicht gedeckten Pensionen/Ruhegenüssen !!

Doch die Wählermehrheit von Pensionisten, öff. Dienst ("her mit dem Zaster"- Kranke) u. Transferempfängern wird das Kinder-Ausplünderungsprogramm bis "Griechenland" fortsetzen.

Wären sie wenigstens Marxisten, denn echter Sozialismus ist nachhaltig !!

Um der These zustimmen zu können, hätte ich

gerne mehr darüber gewusst, was Fleischhacker unter der "Wohlstandsblase" versteht?
Was soll das genau sein, und wodurch kann es platzen?

Re: Um der These zustimmen zu können, hätte ich

wir verbrauchen wohlstadt der nicht erwirtschaftet ist

Re: Re: Um der These zustimmen zu können, hätte ich

pardon...wohlstand

zeigt uns heute, was uns morgen bevorsteht


Vor allem die Titelzeile ist es, die ich unterstreichen möchte.

Man könnte auch einen Schritt weitergehen und Folgendes festhalten:

1. Griechenland ist für die Gläubiger ein Experimentierfeld, um Erfahrungen zu sammeln, wie man morgen bei uns den Geldhahn noch effizienter zudreht, Bedingungen stellt, denen die Regierungen sich zu unterwerfen haben, die Staaten als Geldeintreiber bei der Vernichtung des Mittelstandes einsetzt.

2. Wer profitiert von der jetzigen Situation?:
a) Politiker, und zwar in dem Ausmaß, als sie auf die Dummheit der Wähler angewiesen sind,
b) Verantwortungsträger in der Geldwirtschaft, die extrem hohe Zahlungen als Gehälter und Boni erhalten, diese jedoch für andere (z. B. Steuerbehörde) unterreichbar und wertgesichtert anlegen und nachher, wenn der Geldhahn zugedreht wird, auf der anderen Seite stehen, dort, wo die Bedingungen für die "Rettung" diktiert werden.
Eben die genannten Politiker und Entscheidungsträger müssen für ihr Tun nicht die geringste persönliche Verantwortung tragen, sind von späteren Sparmaßnahmen nicht betroffen und führen ein Leben wie der Adel im Mittelalter.

Damit man die Wähler bei Laune hält, lenkt man sie ab: mit Karl-Heinz Kassa, Kaputtmachen des Rufes des öffentlichen Dienstes und irgendwelchen Bierzeltsagern der Bezahlten Zwischenrufer.

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die analyse geht schon in die richtige richtung ...

.. aber es gibt einen wichtigen unterschied zwischen der EU / Eurozone und des USA: während sich die USA ihre wohlstandillusion mit fremden geld - zurerst japan und jetzt hauptsächlich china - finanzieren läßt und dabei eine enorme auslandverschuldung aufgehäuft hat, hat europa insgesamt über die letzten jahre eine einiger maßen ausgeglichene aussenbilanz. die verwerfungen sind hauptsächlich intern - zwischen nord und süd und innerhalb der nationalen gesellschaften zwischen haushalten und firmen die enorme vermögen angehäuft haben und staaten bzw haushalten die sich massiv verschuldet haben. das heisst europa könnte seine probleme intern lösen ohne insgesamt einen wohlfahrtsverlust zu erleiden, dass gilt für die USA nicht.

Antworten Gast: Tourist
18.06.2012 12:02
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Re: die analyse geht schon in die richtige richtung ...

Danke fuer den Kommentar. Das angelsaechsich-neoliberale Wirtschaftsmodel ist gescheitert. Leider verstehen die meisten Leute hier nicht was Schulden bedeuten. Es ist ziemlich egal ob Oesterreich 60 80 oder 100% Schulden hat. Die Frage ist wer die Schuldner sind: Inlaender versus Auslaender, die breite Masse versus eine Minderheit. Denn wenn ich bei mir selber verschuldet bin, ist es egal ob ich 5% Zinsen oder 10% zahle.

Wer sich die
http://en.wikipedia.org/wiki/Net_international_investment_position
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(Summe der Leistungsbilanzdefizite = wirklich relevanten Schulden) ansieht, wird sehen, dass USA und UK die wahren Schuldenkaiser sind.

Um so später, um so schmerzhafter -

wie wahr! Man könnte auch auf die Herleitung der Wortes "notwendig" verweisen - kommt "von ein Not wenden". Das heißt, auf keine Fall mit Mitteln fortfahren die sich als untauglich erwiesen haben. Also nich weiter glauben, Feuer mit Benzin (Geld) löschen zu können. Das überständige Geld muß eher vernichtet werden und das heißt Pleite! Und wenn dabei auch manche unserer Banken pleite gehen, dann drucken wir - wie gehabt - noch etwas Geld und verstaatlichen sie - auf Zeit. Da haben wir auch etwas mitzureden. Ein Problem machen natürlich die Arbeitsplätze - vorzüglich die unserer Eliten die uns hier her geführt haben und sich weiter als alternativlos bezeichnen. Ein Ende mit Schrecken! Aber die Alternative ist eine Schrecken ohne Ende! W.

Es ist egal, wer in Griechenland gewinnt

Es wird darauf hinauslaufen, daß man Griechenland weiterhin am Dauertropf sein Leben fristen lassen wird. Es liegt im Konzept der europäischen Drahtzieher, daß man weitermacht, wie gehabt. Man läßt die dümmlichen Erfüllungsgehilfen (darunter den neuesten österreichischen Teilnehmer am Bilderbergtreffen) in dem Glauben, es gäbe keine Alternative dazu, macht ganz Europa mittelfristig zu einem großflächigen Prekariat, reißt dann als der große Retter alles an sich und ist einen Schritt weiter auf dem Weg zum zentralistischen Eine-Welt-Projekt. Man kann nur hoffen, daß die Bevölkerung einen Weg findet, sich aus diesem Würgegriff zu befreien. Viel Geld kosten wird jede Variante, allerdings sollte uns eine wiedererlangte Freiheit jeden Preis wert sein.

Gast: Griechischer Giftwein
16.06.2012 20:10
8 1

Es zahlen immer dieselben drauf!

Warum muss der Normalbürger die Kosten für die "Korrektur der Illusion" zahlen? Die "Elite" casht ständig ab, ist Schuld an all dem Elend, der "Normalo" zahlt mit seinem Steuergeld ohne Ende, soll immer später in Pension gehen und zu immer geringerem Gehalt arbeiten. Der "Normalo" rettet die Banken und ganze Staaten, während die Reichen immer reicher werden und Bankmanager für ihre Gier mit Boni überschüttet werden. Es wäre wohl Geld genug vorhanden, wenn alles mit rechten Dingen zugehen würde d.h. die wirklich Reichen und die großen Konzerne genug besteuert würden und diese Steuern auch tatsächlich zahlten. Wieso stehen wir heute in gewisser Weise schlechter da, als nach dem Krieg?
Wir haben über "unsere Verhältnisse" gelebt? Es gibt keinen dümmeren Spruch!

Antworten Gast: 666
16.06.2012 22:31
1 0

Re: Es zahlen immer dieselben drauf!

Der europäische Durchschnitt ist einfach zu ungebildet - und war deshalb auch nie in der Lage selbständig Netzwerke für seine Interessen aufzubauen. Schon aus diesem Grund darf man euch nie die Macht überlassen.
Wir erziehen euch um eure Produktivität für unsere Pläne zu steigern, in dem Wissen, das ihr in eurer Abhängigkeit von unserem System, euch nie mehr gegen uns erheben könnt.
Und deshalb werdet ihr auch immer die Kosten tragen, während wir die Gewinne lukrieren.

Antworten Antworten Gast: Griechischer Giftwein
17.06.2012 14:14
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Re: Re: Es zahlen immer dieselben drauf!

Um andere über den Tisch zu ziehen, braucht es keine besondere Bildung. Dafür gibt es Beispiele genug. Ob Politiker oder große Industrielle - oftmals haben sie gerade noch einen Handwerksberuf erlernt!

Fail und gerecht wird es sowieso nicht abgehen

weil die, die das verursacht haben, mit noch immer satten Pensionen und zT geehrt ihre Pension genießen, was uns Jüngeren nicht mehr vergönnt sein wird.

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Werter Herr Fleischhacker

sowohl an Ihrer ersten wie auch an Ihrer zweiten Hypothese ist etwas Wahres dran. Ein skrupelloser Agent von Goldman Sachs, also jenen Finanzleuten in den USA, die GR halfen, sich in die EU und in den Euro zu schwindeln, sitzt in der EZB an leitender Stelle. Ein zweiter, der in der Londoner Filiale des selben Unternehmens das Sagen hatte, sitzt in höchster Regierungsposition in Italien. Was erwarten Sie von diesen beiden? Dass sie dafür sorgen, dass wir aus dem Dilemma herauskommen? Denken Sie doch nur an die Geldschwemme der EZB, an die Instabilität des angeblich so stabilen Euro und denken Sie daran, dass Italien bis 2014 670 Milliarden Euro zurückzahlen muss und das Land auf 2 Billionen Schulden sitzt. Griechenland war nur der Beginn einer Katastrophe und diese wird über kurz oder lang auch über uns hereinbrechen. Prof. Max Otte hat schon 2009 vor einem Desaster gewarnt. Aber man hat ihn ausgelacht. Heute haben wir es konkret vor uns und niemand lacht mehr. Fazit: Glaube keinem Politiker auch nur ein Wort, schon gar nicht wenn er in Brüssel, Strassbourg, Luxembourg sitzt. Gleiches gilt übrigens auch für die Honoratioren der EZB.

Gast: Ponzi Betrachter
16.06.2012 16:56
5 0

Eine Bank müsste man haben...

Man könnte als Einziger im Staat Geld schaffen (alle anderen: Bürger, Nicht-Banken-Unternehmen, Staat verteilen Geld nur um)- man selbst aber würde es schaffen: Durch dieses Monopol könnte man natürlich gut die Wirtschaft steuern:

Man könnte über Fiat money Geld aus dem Nichts schaffen. Über Kredite vergibt man dieses geschaffene Luftgeld:
Über die Schulden, die andere zurück zahlen können, würde man Abhängigkeiten schaffen.

Da Banken aber nicht wirklich eine Verantwortung für die Gemeinschaft haben, obwohl Banken die Einzigen (!) im Staat sind, die wie erwähnt Geld schaffen können, würde man natürlich enorm sein eigenes Kreditgeschäft ausdehnen können, ohne dass man sich hinterfragen müsste, was für Auswirkungen dies auf die Gesamtwirtschaft habe- denn man ist ja die privatwirtschaftliche Bank- diese braucht nur auf sich zu schauen.

Wenn aber ein großes Problem auftaucht- zB viele Schuldner, die Luftgeld bekommen haben, nicht zurückzahlen können (zB weil eine Krise mitgeschaffen wurde- von den Banken selbst- über deren Spekulationen und eben auch Kreditvergaben), das eigene Wachstum so stockt, so haftet dann der Staat, also jeder.
Auch dies ist ein tolles Geschäft. Denn der Staat nimmt dann Luftgeld bei Banken auf, bekommt auch einen Luftgeldkredit. Er haftet mit Staatsvermögen.
Wächst die Wirtschaft (eigentl. vor allem Banken) weniger, so müssen Kredite aufgenommen werden...

Schuld wäre man als Bank aber nie, man steuert ja nur das System (zum eigenen Vorteil).


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Alle Ideen für die Bewältigung der Eurokrise zeigen, dass noch immer niemand bereit ist, von der Wohlstandsillusion in die Realität zurückzukehren.

und falls es so wäre Hr. FLE, warum fahren Sie immer noch den hässlichen Ferrari ?

Wir Bürger haben zugelassen das es solche Systeme wie in GR auch hier bestens erkennbar überhaupt gibt, und wehren uns nun weil man uns an den Kragen gehen will, indem man uns weiterhin und immer dreister allein zum Zweck des Machterhaltes, belasten möchte !

Wäre der schwarze Ferrari denn ohne Fördergelder wirklich noch leistbar ?!

Gast: commonSense
16.06.2012 15:51
11 7

ein Verbrechen der Politiker, nicht für die Integration der Wirtschaftsgemeinschaft zu sorgen

. . . jedes der 27 Völker mit ungleichen Wirtschaften ist mit dem Euro der Spekulation am freien Markt ausgeliefert.
. . . keines der 27 eigenständigen Kulturen wünscht einen grenzenlosen, multikulturellen Superstaat Europa.
. . . um die 27 unterschiedlichsten Wirtschaften zu integrieren, brauchte es Generationen, wenn möglich. Was dann die verlorene Generation, wenn die Jugend dieser Generation mehr und mehr arbeitslos wird.

Ob so oder so, das soziale Europa müsste sich vom freien Markt, dem Kapitalismus abschotten. Die Länder müssten die Infrastruktur übers ganze Land verteilen. Die Union müsste Investition in arbeitslosen Regionen fördern.

Ein soziales Europa muss umverteilen. Mindesteinkommen für alle, gleich einem Vorsteuerrabatt, während reale Einkommen und Gewinne progressive zu versteuern und zu kappen wären.
Ein Gund, dass sich derzeit die Misswirtschaft halten kann, ist das Stimmvieh der Pfründe- und Privilegienwirtschaft.
Um realistisch zu sein, bleibt nur eine Hoffnung, dass die Völker die etablierte Bagage abwählen. Und Europa brauchte christliche Wirtschaftsparteien und christliche Arbeiterbewegungen.

Antworten Gast: Bärenfalle...
16.06.2012 16:18
13 6

Re: ein Verbrechen der Politiker, nicht für die Integration der Wirtschaftsgemeinschaft zu sorgen

Ihre Vorschläge:
Sozialismus, Umverteilung, Wahnsinnssteuern, kalte Enteignung ..

Das alles haben wir doch bereits seit Jahrzehnten .. und man sehe sich an wie weit wir damit gekommen sind.

Staaten pleite, Firmen mit kaum Eigenkapital, überschuldete Private, ein riesiges Heer an Almosenempfängern aller Couleur welche dem Steuerzahler in die Tasche langen und Millionen an verbeamteten Umverteilern von Vermögen die sie nicht erwirtschaftet haben.

Mit "more of the same" wird man dem Problem nicht beikommen.

"Verteilung von Infrastruktur" .. toll.

Noch 10 weitere Flughäfen in die andalusische Wüste ?

Noch 100.000 neue Häuser in Irland ?

Die 45.000, von der EU geförderte Olivenölplantage in der Mittelmeersteppe, natürlich alles bestens mit den knappen Grundwasserreserven künstlich bewässert (mit Atomstrom aus Frankreich) ?

Wir brauchen Marktwirtschaft statt Planwirtschaft und echtes Geld dessen Erwerb sich wieder lohnt (und kein funny money aus Frankfurt)


Antworten Antworten Gast: ein schwarzes Schaf unter den roten
17.06.2012 14:11
5 0

. . . die Arbeitswelt, das ist das Volk braucht soziale Gerechtigkeit

. . . wohin die rot/schwarze Pfründe- und Privilegienwirtschaft und den Trittbrettfahrern führt, wollen, die sich's richten konnten, nicht begreifen.

Gast: tigerenter
16.06.2012 14:40
6 0

es ist keine illusion.

es ist purer größenwahn,
und das stets gemeinschädigende und leider auch infektiöse phänomen, daß ein schlechter charakter den hals nicht voll genug kriegt und zum maßlosen verschwender wird wenn andere die zeche zahlen.

griechenland braucht weder wachstum noch die selbstzerstörung der anderen euroländer. es reicht, wenn der bankrotte staatshaushalt seinen lebensstil radikal ändert und aufs existenzminimum abspeckt, endlich eine korrekte finanzverwaltung etabliert und die geldgeber mit den zahlungszielen entgegenkommen. es gibt ja noch werte in griechenland, und den griechen muß klar sein, daß die als pfand auf dem spiel stehen.
so wie jedem anderen schuldner auf der welt auch.

ich hab griechenland sehr gern, aber ich nehm mir sicher nicht das leben und zerstör nicht die zukunft meiner kinder, um den verkommenen und kriminellen saustall der griechen aufrechtzuerhalten.
und wer mich dazu zwingen will ist auf jeden fall ein sehr sehr böser, abartig böser mensch.

Gast: Ceterum
16.06.2012 14:02
3 9

Viermal falsch

In vier Punkten liegt Fleischhacker fundamental falsch: Griechenland war nicht in der Lage, sondern nur der Auslöser dafür, dass der Euro ins Wanken geraten ist. Zweitens entscheiden nicht allein die Wahlen in Griechenland, wie es mit Europa und seiner Gemeinschaftswährung weitergehen wird. Diese Entscheidung fällt zum Glück anderswo. Drittens ist es ganz und gar nicht irrelevant, warum die Misere eingetreten ist. Schließlich ist es eine Binsenweisheit, dass man zu allererst eine Ursache erkennen muss, um diese und nicht die Wirkung zu bekämpfen. Und schließlich kann die massive Ausweitung der Geldmenge nicht die angloamerikanische Mehrheitsmeinung sein, sonst würde die Abwahl von Obama nicht immer wahrscheinlicher werden.

14 0

wer ist für die Aufnahme Griechenlands in den EURO verantwortlich?

Wann werden Verfahren eröffnet?


11 0

***** Kommentar

ergänzend erwähnt sollte werden, daß:
1. die Industrieproduktion Italiens im letzten Jahrzehnt um 20 % eingebrochen ist.
2. daß Griechenland nahezu gar nichts exportfähiges produziert
3. daß man von Quatschbrüdern (Beratern), wie sie derzeit zuhauf von den Universitäten kommen keine Volkswirtschaft betreiben kann. Das gilt vor allem für Studien wie Politikwissenschaft, Psychologie, Medien....
4. daß die immer stärkere Vernetzung aller Abläufe, alles unsteuerbar macht, das bedeutet, man sollte auf Dezentralisierung und Verringerung der Komplexitäten größten Wert legen
5. den Bürgern muß klar gemacht werden, daß auf die fetten Jahre magere folgen. Das muss nicht negativ sein, wenn wir richtig damit umgehen.

Gast: putinhilf
16.06.2012 13:04
10 2

Man sollte Die Deutschen nicht unterschätzen

sie hatten/haben die Eigenschaft, sichvieles gefallenzu lassen, sich über den Tisch ziehen zu lassen undsoweiter.

Doch - WENN einmal ein gewisses Mass der Verar...ung übeschrittten war, dann konnten die Deutschen ganz Europa, und sogar die ganze Welt zum Erzittern bringen.

Heute ist Deutschland eingehegt, ausgedünnt (im Sinne Joschka Fischers), doch das Potential ist - n och - da.

WEnn es um die eigene Wurst geht, wenn nixmerh zum VERLIEREN IST holt Werner den Totschläger raus, und geht auf die Strasse; dann könnten viele, die heute noch - über die Deutschen lachen - ihr Lachen noch verlieren...

Die Deutschen sind langmütig bis zum gehtnichtmehr; aber wiegesagt, wenn der Siedepunkt erreicht ist - wird Nägel mit Köpfen gemacht!

Das sollten alle bedenken die heute ihr eigennütziges Spiel mit deutschem Geld spielen!

Der Schärdinger

Solange wir uns in Ö. solche Politiker leisten können, Nationalratsabgeornete im Übermaß, Bundesräte für die Würscht, Landesregierungen in nicht gerade kleiner Zahl, Gemeinden wo ein Misthaufen steht,
Kammern usw......
über allem noch Brüssel mit seinen Fachleuten, müssen wir nur so im Geld schwimmen.
Wenn nicht, dann müsste schnellstens all dieser Wahnsinn verkleinert werden, sonst.....................

die wohlstandsblase, die bei uns seit 1970

aufgeblasen wurde, wird bald platzen. und die damen und herren jener partei, der wir sie verdanken, werden dann untergetaucht sein!

bes. die zksekretärin mit ihrem geldschweren freund!

 
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