20.06.2013 09:49 Merkliste 0

Demokratisch sauberer EU-Staat ist die bessere Lösung

WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Warum das gemeinsame Europa eine Machtstruktur braucht, die den nationalen Interessensabtausch auflöst und gemeinsame Verantwortung schafft.

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Es begann in Nizza. Nicht etwa in der aktuellen Schuldenkrise, sondern bereits zur Jahrtausendwende hat sich die Europäische Union diskreditiert. Aus der Idee, eine Zone des wirtschaftlichen Wohlstands und der politischen Stabilität zu schaffen, war ein politisches System erwachsen, das sich im Abtausch nationaler Interessen korrumpierte. Die Spieler tauschten von Chirac zu Sarkozy zu Hollande, von Kohl zu Schröder zu Merkel, aber die Spielregeln wurden nach und nach ausgehöhlt oder adaptiert. Für einen Abgeordneten weniger wurde Belgien bei den Verhandlungen zum Nizza-Vertrag zugestanden, künftig alle EU-Gipfeltreffen abhalten zu dürfen. Das ist seitdem ein tolles Geschäft für die Brüsseler Gastronomie, aber ein fatales Sinnbild für die Qualität europäischer Entscheidungsfindungen.

Gemeinsame Verantwortung erodierte im peinlichen Kräftemessen der meist männlichen Staats- und Regierungschefs. Dass ein solches System für Zeiten der Krise die schlechteste Voraussetzung bot, hat sich seit 2009 immer deutlicher offenbart. Der Kampf gegen das reale Schuldenproblem geriet deshalb zum Interessensabgleich politischer Alphatiere, die voll Lust mit nationalistischen Gefühlen spielten, nur um ihre eigene, innenpolitische Machtbasis zu verstärken. Bald hat sich denn auch herausgestellt, dass die Aufwertung der Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU der größte inhaltliche Fehler des neuen Lissabon-Vertrags gewesen ist. Hier wurde der politische Basar auf höchster europäischer Ebene institutionalisiert. Abseits demokratischer Kontrolle und Transparenz konnten dadurch schmerzliche Reformen umschifft, notwendige Kontrollen verhindert werden.

Seitdem die Eurozone in eine schwere Schuldenkrise geraten ist, war die produzierte Angst vor einem Souveränitätsverlust ständig größer als der Wille zu gemeinsamen Reformen. Mit dem Hinweis auf eine allzu große Machtkonzentration in Brüssel wurde aber letztlich nur verhindert, dass die Staats- und Regierungschefs der EU ihre dominante Position verlieren. So sind per Vertrag die Delinquenten der Schuldenkrise zu ihren eigenen Richtern aufgestiegen. Die EU-Kommission unter dem schwachen Präsidenten José Manuel Barroso ließ sich entmachten. Und das Europaparlament wurde mit neuen Rechtskonstruktionen wie dem Fiskalpakt schlicht umgangen. Im Krisenmanagement gibt es de facto keine parlamentarische Kontrolle mehr, nur unsaubere Kooperationen unterschiedlicher Staaten.

Kurios: Den EU-Institutionen (Kommission und Parlament) wurde jene demokratiepolitische Machtbasis, jene Kompetenz verweigert, die sie benötigt hätten, in der Krise gegenzulenken. Gleichzeitig werden nun dieselben EU-Institutionen für ihre Ohnmacht gegenüber nationalen Fehlentwicklungen wie in Griechenland oder Spanien verantwortlich gemacht. Viele haben vergessen, dass etwa die EU-Kommission gegen den Bruch des Euro-Stabilitätspakts durch Frankreich und Deutschland 2002 Sturm gelaufen war, von den nationalen Regierungen aber gemeinsam in die Schranken gewiesen wurde.

Die Europäische Union, aber auch der Euro werden nie funktionieren, wenn sie allein von Staats- und Regierungschefs gestaltet und kontrolliert werden. Insoweit sind die nun erstmals vorgelegten Vorschläge von zehn EU-Außenministern richtig. Soll die EU funktionieren, muss ihre Macht ausbalanciert werden. Der Preis dafür – das muss ehrlich gesagt werden – ist ein Verlust nationaler Souveränität zugunsten eines neuen demokratischen Systems auf europäischer Ebene. Das würde beispielsweise bedeuten, dass EU-Länder ihre Budgets zwar selbstständig entwickeln, aber dann von gemeinsamen Institutionen absegnen lassen müssen.

Ein sauberes demokratisches System für die EU, das einem staatlichen Gebilde ähnelt, mag der vorherrschenden Stimmung in vielen Bevölkerungsschichten widersprechen. Aber wer sich gegen den Zerfall der Währung, des Binnenmarkts, der Auflösung politischer Stabilität, der Entwicklung neuer Wohlstandsklüfte zwischen Nord- und Südeuropa, einer weiteren Stärkung nationalistischer Tendenzen stellen möchte, wird es letztlich vorziehen.

 

E-Mails an: wolfgang.boehm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2012)

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100 Kommentare
 
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In der Schule

Ein klassisches Beispiel für eine contradictio in adiecto: "Demokratisch saubere EU"


Gast: Hunter
20.06.2012 21:44
5 0

Weg mit EU und Euro

Je schneller desto besser

Befehlsausgabe an Politiker, Wirtschafter, Medienleute usw.

Schon bemerkt, wie plötzlich das Thema "Vereinigte Staaten von Europa" allgegenwärtig wirdß Die Befehlsausgabe muss vor kurzem gewesen sein. Startschuss und wir werden mit einer Propagandamaschinerie belästigt werden, die ihresgleichen sucht! In einer Zeit, in der fragwürdige Charaktere wie Merkel und Sarkozy als große Politiker gepriesen werden, bekommt man einfach nur Beklemmungen. In diesem Bundesstaat wird es endgültig zur Entmachtung des Wählers kommen.
Da wird an einen Bundesstaat gedacht, obwohl noch nicht einmal die "Volksvertretung" EU-Parlament funktioniert. Was war denn das Programm der EU-Fraktionen vor der letzten Wahl? Richtig, es gab kein Programm! Dieses Parlament ist allerdings ohnehin eine Juxeinrichtung, ein Feigenblatt. Die nationalen Parlemente werden entmachtet und was bekommen wir dafür? Richtig, nichts, eben ein EU-Juxparlament. Und sind einmal alle lästigen Volksvertretungen beseitigt, dann werden die wahren Herren, die Konzernvertreter, zum Vorschein kommen. Beispiel: Wollen wir wetten, dass sich die Gentechnik, etwa Mais durchsetzen werden. Wollen wir wetten, dass Kritiker immer leichter geklagt werden können? Das ist nur ein Beispiel, aber irgendwann wird, wie im Falle Genmais, Monsanto das Sagen haben und nicht mehr der Bürger. Ein kleiner Tipp an Sie: Verfolgen Sie einmal alles was mit Monsanto zu tun hat, eben vor dem Hintergrund Demokratie und Bürgerwille! Eine Aufgabe, zum Munterwerden beim Thema Demokratie.
Das Volk hat nichts mehr zu reden!

Wer an eine "demokratisch saubere" EU glaubt,

sollte keine "Leitartikel" verfassen,
sondern Märchenbücher.

"Ein sauberes demokratisches System für die EU" - Ja! Aber mit welchem Personal ...

Wenn die EU-Regierung so rekrutiert wird wie die Kommission, dann ist heute das Scheitern absehbar. Er herrscht Kirchturmpolitik pur. Vor diesem Schritt, müßte dringend eine Verwaltungsebene (Länder) radikal abgeschafft und die Fürsten Landeshauptleute durch direkt vom Volk gewählte Landeskommissäre ersetzt werden.

Wir kennen doch alle - heute war Strasser vor dem U-Ausschuss - Rekrutierungsrituale der Parteien bei uns. Noch dazu der Kammer-, Bünde- und Pfründefilz der radikal verkleinert und jegliche Malversation durch Organhaftung radikal geahndet werden müßte. Für solche Funktionäre, die diese Eigenschften erfüllen, könnte man dann auch "richtiges Geld" in die Hand nehmen.

Soziales und für Menschen täglich wichtiges gehört lokal organisiert, alles übergeordnete auf Bundesebene. Und keine "Ermessensausgaben" die irgendwie mit ideologischen Verknüpfungen verbunden sind.

Zusätzlich ein klar strukturiertes Kontrollorgan auf allen Verwaltungsebenen, das öffentlich einsehbare Berichte liefert. Referenden müssen jedes Amt "absetzbar" machen.

Das ist dann ein Europa, dem ich meine Kinder und Enkel anvertraue. Nichts, aber schon gar nichts, würde ich der herrschenden Politnomenklatura anvertrauen. Sie haben uns seit dem zweiten Weltkrieg in einem Partei- und Günstlingsklüngel an der Nase herumgeführt. Die wenigen hochanständigen Politiker wurden üblicherweise schon auf Bezirksebene "klein" gehalten.

Gast: Lukas
20.06.2012 17:57
6 0

es ist bereits zu spät

viel zu lange hat man diese EU und den Euro ohne Einbeziehung der Bürger entwickelt. Nur wenn die jetzigen Wohlfahrtsstaaten ihren hart erarbeiteten Wohlstand freiwillig aufgeben kann dieses System noch funktionieren. Dies ist aber wohl zu bezweifeln. Jetzt 5 nach 12 besteht die Gefahr, daß die Situation über kurz oder lang eskaliert und wir deshalb wieder mit Kriegen innerhalb Europas rechnen müssen. Demokratisch sauber darf nicht ein Schlagwort sein, sondern sollte endlich Realität werden. Dazu fehlten in der Vergangenheit auch die Rufe seriöser Journalisten, die der Entmündigung der Bürger kommentarlos zusehen!

ESM

Sehr geehrte Politiker/innen!
Auch ich habe vor, ähnlich dem ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus), einen Rettungsschirm zu installieren. Daher verpflichte ich euch, das von mir vorgeschriebene Stammkapital, wie auch weitere beliebige Erhöhungen, unwiderruflich und uneingeschränkt innerhalb von 10 Tagen, bei sonstiger Klage, zu überweisen.
Der Rettungsschirm soll in erster Linie meinen eigenen Bedürfnissen dienen. Bei Vorhandsein von Überschüssen, werden anders wie bei ESM die Banken, notleidende Bürger aus der Patsche geholfen, sofern sie dem Rettungsschirm streng gehorsam sind und niemals zum Widerspruch neigen. Als Gouverneursrat setze ich meine Verwandtschaft (Vettern-wirtschaft) ein. Sie sind völlig frei in ihrem Tun, ihr Leben lang immun und somit vor jeglichem Zugriff der Justiz, wie etwa Durchsuchung, Beschlagnahme, Enteignung und Klage, geschützt.
Sehr geehrte Politiker/innen, fast authentisch lautet der ESM-Vertrag, dem ÖVP, SPÖ und Grüne zustimmen werden. Dieser Vertrag ist sittenwidrig, führt die jetzige und nachfolgende Generationen in lebenslange Abhängigkeit und Zinsknechtschaft, hebelt die nationale Budgethoheit aus und verstößt somit auch gegen die Verfassung. Wer solchen Verträgen zustimmt, ist entweder korrumpierbare Bilderberger-Marionette, oder von grenzenloser Dummheit, (Spätfolgen des Rinderwahns?) befallen. Jedenfalls in beiden Fällen nicht ermächtigt und in der Lage, einem solchen Vertrag zuzustimmen.

Re: ESM

Sie missverstehen das natürlich völlig. Ok, eigentlich haben Sie Recht aber das mit dem Aufstocken wird ganz anders sein.
Dazu (lesen Sie nur nach!) müssen erst die einzelnen Verfahren innerhalb der Staaten durchlaufen werden.

Bitte seien Sie versichert: In AT ist das jedes Mal eine Volksabstimmung. Sicher.

Gast: ein neuer gast
20.06.2012 16:23
5 0

also wirklich

"Soll die EU funktionieren, muss ihre Macht ausbalanciert werden. Der Preis dafür – das muss ehrlich gesagt werden – ist ein Verlust nationaler Souveränität zugunsten eines neuen demokratischen Systems auf europäischer Ebene."

jeder, der nur einmal eine uni von innen gesehen hat, weiß woher das wörtschen "demos" kommt, nichts mit einem superstaat zu tun hat und sich der demokratische grundgedanke ab gewissen größenordnungen flugs in eine reinrassige diktatur der machteliten verwandelt.

aber anscheinend ist mit der einführung von bachelor und master nun auch die universitas ein aussterbendes gut!

Gast: Tourist
20.06.2012 13:29
4 5

EU "Friedensprojekt"

Warum glauben die meisten Leute der letzte Krieg in Europa liege ueber 60 Jahre zurueck?
http://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg 1998/1999!

Wann standen zuletzt Panzer an Oesterreichs Grenzen? 1991!

Wann gab es zuletzt in Australien oder USA einen Krieg. Vor mehr als hundert Jahren!

Antworten Gast: Tromsöer
20.06.2012 14:09
5 0

Unfriedensprojekt EU

Wie die EU samt ihrem Euro immer mehr Unfrieden stiftet, sieht man ja jetzt bei Griechenland.

Auf die Mitgliedschaft beim Unfriedensprojekt EU kann Österreich getrost verzichten, von den "Vereinigten Staaten von Europa" ganz zu schweigen.
Welche ohnehin nur ohne die Bürger zu befragen zustande kommen könnten.

Weil jeder weiß, daß die Mehrheit in Österreich keinen "Überstaat" EU will.


4 0

Re: Unfriedensprojekt EU

"Mehrheit in Österreich keinen "Überstaat" EU will"
. . . wenn man Kommentare aus den verschiedenen Ländern kennt, ist die EU-Politik bereits illegal, kriminell.


2 1

Re: EU "Friedensprojekt"

Und inwiefern wäre der Kosovokrieg verhindert worden, wenn diese Gebiete damals Teil der EU gewesen wären?

Antworten Antworten Gast: L.W.
20.06.2012 15:05
1 1

Re: Re: EU "Friedensprojekt"

Verstehen Sie den Sinn von Apostrophen nicht, oder liegt es nur am sinnerfassenden Lesen ?

"Wann standen zuletzt Panzer an Oesterreichs Grenzen? 1991!"


Und was war die Ursache?
YU - ein gegen den Willen der Menschen zusammengefügtes Staatengebilde!

Und was war die Folge?
Der Zerfall dieses gegen den Willen der Menschen zusammengefügten Staatengebildes!

Warum sollte man denselben Fehler mit einem verhassten EU-Moloch wiederholen?

Gast: Tourist
20.06.2012 13:13
2 7

Das funktioniert einfach nicht.

Man kann nicht zig verschiedene Kulturen und Voelker unter einen Hut bringen. Die Texaner sind kulturell voellig verschieden von den Kaliforniern, gleiches fuer New York und Kentucky. Aehnliches gilt fuer die wirtschaftliche Lesitungsafehigkeit welche voellig inkompatibel ist, siehe New York, Kalifornien versus mittlerer Westen.

Moment, hier gehts um Europa, nicht die USA.
Also von Neuem. Man kann nicht zig verschiedene....

13 1

Re: Das funktioniert einfach nicht.

Das "Volk" der Texaner existiert genauswenig wie das "Volk" der New Yorker oder Kentuckier, ganz im Gegensatz zu Deutschen, Spaniern, Griechen usw.

Ihr Vergleich ist also einfach nur lächerlich. Außerdem sollte Ihnen wohl auch bekannt sein, dass selbst die Geschichte der USA einen langen, blutigen Krieg aufweist, weil die südstaatlichen Plantagenwirtschaftsstaaten sich nichts von den industriellen Nordstaaten diktieren lassen wollten und umgekehrt. Auch ein Bundesstaat ist also keineswegs ein Friedensgarant. Und wenn man sich aktuell die Beschimpfung der Deutschen seitens der Südländer und umgekehrt ansieht, dann kann man sich vorstellen wie friedlich eine USE sein werden.

Antworten Antworten Gast: Tourist
20.06.2012 23:03
0 0

Re: Re: Das funktioniert einfach nicht.

Als jemand der in Texas gelebt hat, weiss ich, dass das Volk der Texaner sehr wohl existiert.

Antworten Gast: Tromsöer
20.06.2012 14:02
8 1

Europa mit den USA zu vergleichen ist wirklich Unsinn pur

Dazu sind nur jene imstande, die die gewaltigen historischen Unterschiede salopp zu ignorieren versuchen.

Gast: czerno
20.06.2012 12:48
1 5

gratuliere

besser kann man den Sachverhalt nicht zusammen fassen!

Eine gewählte Unions Führung wird früher oder später kommen, sei es durch Direktwahl des Präsidenten, oder als Folge der EU Parlamentswahl - samt Entscheidungsbefugnis für Budget, Pensions, Wirtschafts und Finanzpolitik.

Oder kann sich irgendwer vorstellen, Österreich würde funtionieren, wenn die Landeshauptleute sich einmal pro Quartal hinter verschlossen Türen treffen, um Österreich zu regieren, sowie das auf EU Ebene mit den Staats/Regierungschefs passiert ?


Re: gratuliere

Alles richtig. Aber die Formulierung "wird es ... kommen" erscheint mir doch etwas (zu) sicher.
Zumindest in Anbetracht der Tatsache, dass das im nachhinein betrachtet wohl unnötige EUR-Experiment grade Norden & Süden gegeneinander aufbringt (und was wir beobachten ist erst der Anfang).
Das sind die denkbar schlechtesten Voraussetzungen um Einigkeit zu erzielen.

es gibt nur diese beiden alternativen:

entweder entwickelt sich die eu (sie ist ja im teenageralter) zu einer echten union mit übernahme vieler nationaler befugnisse.
oder wir kehren zurück zum status des kleinen nationalstaates (und werden opfer der großen dieser welt).

der teenager hat die wahl: entweder erwachsen werden oder zurück zur windelhose.

2 1

Re: es gibt nur diese beiden alternativen:

Läßt sich aber auch so umformulieren: der Greis EU, der sich selbst überlebt hat, kann sich entweder verjüngen oder eines nicht gar so sanften Todes sterben.
Hängt nur von der Annahme über die durchschnittliche Lebensdauer solcher Unionen ab. Es gab ja auch ein "Tausendjähriges Reich", das nach 12 Jahren abgekratzt ist...

Antworten Gast: Tromsöer
20.06.2012 13:39
7 0

Es gibt für Österreich keine Alternative zum EU-Austritt

Der Oberst kann sich brausen gehen mit seiner Angstmache, wenn er tatstächlich meint "status des kleinen nationalstaates (und werden opfer der großen dieser welt)."

Etwa auch so ein Opfer wie wir es bis 1994 waren?

Die Wahrheit wird wohl in etwa so aussehen: Falaffel gehört zu den wenigen tatsächlichen, aber dafür umso größeren, EU-Profiteuren.

Bei einer Rückkkehr zum EU-freien und ach so "kleinen" Nationalstaat Österreich hätte er Angst, daß ihm persönlich die Felle davonschwimmen, nicht wahr?

Blödsinn

Europa funktioniert seit Jahrtausenden ohne Überstaat, der einzig wirklich große Fehler der uns passiert ist war das hineinhezten lassen in reine Ideologien - genau so wie heute eben der Euro und dies Vereinigten Staaten von Europa

Re: Blödsinn

ja super hat Europa funktioniert! 30 Jähriger Krieg, Erster und Zweiter Weltkrieg samt Holocaust, Jugoslawienkrieg, Kosovo sind nur einige der Schmankerln die soooo gut funktioniert haben die letzten 1000 Jahre....Was für ein unglaublich bescheuertes Argument!

 
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