25.05.2013 12:10 Merkliste 0

Wer die Welt retten will, sollte ein Dorf verwalten können

MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Jetzt ist auch die globale Moralblase geplatzt: Das Vertrauen, dass globale Probleme durch globale Institutionen gelöst werden, ist aufgebraucht.

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Rio, 20 Jahre danach: Die Hoffnung auf eine „neue Weltordnung“, die nach dem Ende der großen Ost-West-Konfrontation alle Bereiche der Gesellschaft erfasst hat, ist verflogen. Drei Kernbegriffe lagen dem neuen Optimismus zugrunde: Freiheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Das Globalisierungsparadigma war noch überwiegend positiv besetzt: Da nun aus zwei Welten eine geworden war, fiel die große, ultimative Bedrohung der atomaren Auseinandersetzung weg, niedergerissene Mauern und abgebaute Grenzbalken sollten freie Handels- und Wirtschaftsbeziehungen quer über den Globus erleichtern, gemeinsam erarbeitete Standards zum Schutz der Umwelt und zur Schonung der natürlichen Ressourcen sollten den erhofften Wachstumsschub nachhaltig gestalten.

Die Sicherheitsillusion hielt ein knappes Jahrzehnt, bis zu den großen Terroranschlägen des 11. September. Die Wachstums- und Wohlstandsillusion schaffte es trotz der Dotcom-Delle des Jahres 2001 noch einmal fast ein Jahrzehnt – allerdings schon begleitet von düsteren Vorahnungen. Die Nachhaltigkeitsillusion hielt am längsten, weil die Anwälte der Natur rechtzeitig einen Strategiewechsel von Hoffnung auf Bedrohung vollzogen. Die apokalyptischen Szenarien der IPPC-Klimaprognosen waren eindrucksvoll genug, um das Thema über den ökonomischen Meltdown von 2008/2009 hinaus auf der globalen Agenda zu halten. Die eben zu Ende gegangene „Rio+20“-Konferenz dürfte auch auf diesem Feld so etwas wie einen Schlusspunkt bedeuten.

Das Vertrauen darauf, dass es für die globalen Probleme von Umwelt und Ressourcen globale Lösungen durch globale Institutionen geben wird, ist aufgebraucht. Das hat sicher damit zu tun, dass sich die Machtverhältnisse auf der politischen und ökonomischen Weltbühne verschoben haben. Im Gefüge der neuen Mächte aus dem Osten und dem Süden verfügen die Anwälte der Ökologie nicht annähernd über den gesellschaftlichen und politischen Einfluss, den sie in Europa und Nordamerika haben. Während also das chinesische Regime weitgehend unbehindert seine ökonomischen und politischen Expansionsstrategien umsetzen kann, sehen sich die Regierungen des Nordens mit fundamentalen Zweifeln an ihrer Lösungskompetenz für die anstehenden Probleme konfrontiert.

Die oft geäußerte These, dass man in wirtschaftlichen Krisensituationen eben weniger Rücksicht auf ökologische Fragestellungen nehme, weil es darum gehe, durch Wachstum um jeden Preis die Stabilität der Sozialsysteme und damit den sozialen Frieden zu erhalten, greift vermutlich zu kurz. Auch der Verdacht, dass ein Trend zurück zu nationalen, regionalen und individuellen Egoismen den Bemühungen um einen global organisierten, schonenden Umgang mit den Ressourcen der Erde das Wasser abgrabe, ist unzutreffend.


Vielleicht muss man einfach konstatieren, dass nach der Dotcom- und der Immobilienblase jetzt eben auch die Moralblase geplatzt ist: Zu deutlich zeigt sich, dass der hohe Ton, in dem während der vergangenen Jahre über die immer wieder letzten Gelegenheiten zur Rettung der Welt vor dem menschenverschuldeten Untergang gesprochen wurde, ein großes Ablenkungsmanöver war.

Das ändert nichts an der Dringlichkeit der Probleme. Aber es ist an der Zeit, darüber nachzudenken, ob wir – im Großen wie im Kleinen – über die angemessenen Instrumente zu ihrer Bewältigung verfügen. Man muss endlich das Misstrauen von Menschen ernst nehmen, die immer deutlicher sehen, dass das ständige Delegieren von Entscheidungen auf die übergeordnete Ebene nicht die Lösung, sondern das Problem ist. Das gilt für ökonomische Fragen ebenso wie für politische und ökologische.

Die Ausrede, dass wir es nur noch mit globalen Problemen zu tun hätten, die man eben auch nur global lösen könne, zieht nicht mehr. Die Legitimationskrise der politischen Institutionen ist nur in der direkten Interaktion mit mündigen Bürgern zu bewältigen, nicht durch eine kollektive Flucht ins Globale.

Wer die Welt retten will, muss zeigen, dass er zumindest ein Dorf vernünftig verwalten kann.

 

E-Mails an: michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2012)

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34 Kommentare
 
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Goldrichtig

Fleischhacker kommt mir in dieser moraltriefenden Szenerie, in der sich niemand mehr für irgendetwas zuständig fühlt, zumindest diesmal wie ein Rufer in der Wüste vor. Jene Scherzbolde, welche ihn als "Unkologen" bezeichnen, leben völlig an der Realität vorbei; ihr Wappentier ist der Vogel Strauß. Die habituellen "seid umschlungen, Millionen"-Sänger wollen nicht sehen, daß konkrete Maßnahmen im Hier und Jetzt gefragt sind. Wenn irgendwelche Leute nach dem Besuch von ergebnislosen Konferenzen (mit viel Essen, Trinken und Escort Service) einmal ihr Teleskop in Richtung Peripherie richten, so werden sie nichts genaues erkennen, geschweige denn irgendwelche zielführenden Schlüsse ziehen können. Für meinen Geschmack zieht es sich zu lange hin, bis das unsinnige Konstrukt zusammenbricht.

Re: Goldrichtig

noch eine UNKE!!

ganz im Gegensatz zu den anderen ...

... finde ich den Artikel treffend und richtig.
Gerade in Ö. haben wir genug Beispiele, wie sich unsere verantwortlichen Politker mit dem Hinaufdelegieren (nach Brüssel) zu retten versuchen.
Es ist in der Tat an der Zeit wieder das eigene Haus zu bestellen und vor der eigenen Tür zu kehren.

Gast: Die Dringlichkeit der Probleme
24.06.2012 11:29
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Kompetenz und Gelassenheit, analytisches Denken und Empathie

Dieser Text arbeitet mit den Mitteln der Apokalypse des Johannes, auch die letzten hoffnunggebenden Institutionen werden vom Autor als Schimären entlarvt, fast alles ist schrecklich. Nach uns die Sintflut!

In diesem verbalen Wasser verschwimmen auch die Grenzen, die zum klaren Denken notwendig sind.

Ja, die naive Emphase vieler selbstgerechter NGO-ler reicht natürlich nur zum Aufrechterhalten des eigenen narzisstischen Gleichgewichts, sie ist aber völlig unzureichend für eine echte Lösung schwerer globaler Umweltprobleme. Der Autor hat diese meist jungen Anti-Profis zu Recht im Visier.

Mit seiner Kritik aber meint er auch die UN. Die UN aber sind nur so stark wie ihre Mitgliedstaaten es wollen. Die Vereinten Nationen sind die einzige globale Organisation, die sich - meist mehr schlecht als recht - überhaupt die Aufgabe stellt, planetarische Probleme lösen zu wollen. Wen sonst haben und hätten wir?

Wenn es die UN nicht mehr gäbe, würden - wie es zum Teil schon passiert - einzelne Großstaaten auf ihre Weltgegend-Hegemonie pochen und unter dem Vorwand der Problemlösung ihre Gebiete und ihren Einfluss vergrössern. China macht uns das vor, keine Demokratie, eine einzige geldgierige Parteiclique, die meisten Todesurteile, afrikanische Landkäufe. Wollen wir Europäer diese Art der Problembewältigung?

Wenn wir sie also nicht wollen, müssen wir die UN stärken, müssen Expertise dort hinein bringen. Ein Anfang wäre gemacht, wenn der zuständige Minister auch zur Konferenz fährt.

Und...

..... bereits sein muss mit den Bürgerinnen und Bürger in Kommunikation zu treten. Allzu viele Funktionäre die ihre Aufgabe nur mehr im Vertreten von Interessen ihrer unmittelbaren Gruppe sehen - Klassenkampf in Miniatur - verhindern die eigentlich Aufgabe von Politik, nämlich das "Gestalten von Lebensbereichen die für die Allgemeinheit" wichtig sind. Prototypen sind unsere Senionrenvertreter die Altpolitiker Blecha und Khol. Ich habe diese beiden Herren in einer Diskussion erlebt als sie zwei junge Leute mit ihrem Funktionärsprofessionalismus diese in die Ecke gestellt haben, obwohl ihre Zukunft
absehbar ist.

der seltsame schreibstil des unkologen fleischhacker

das glas ist halbvoll...für mich...die sowjetunion ist geschichte, die nuklearbestückten raketen zielen nicht mehr tag und nacht auf uns, berlin hat keine mauer mehr, generalissimo franco ist passe..europa rückt zusammen, die grenzen sind weg, tschechen und slowaken haben sich friedlich getrennt...belgien kommt noch...und und und...nagtives aufzulisten erspare ich mir, denn das macht der unkenjournalist fleischhacker hervorragend.
jede schlagzeile eine finstere prognose oder wenigstens ein finsterer blick direkt in das gesicht des werten lesers.
besonders abstossend war für mich als ur-övp-ler das titelblatt mit dem abwärtspfeil und darüber dem övp-logo...soviel extra druckerschwärze vermittelte den eindruck einer parte..möglich dass fleischhacker unseren nachruf schon in der schublade hat...
eine halbwegs positive schlagzeile mit leitartickel war nicht zu finden. da muss man schon 8 jahre zurückgehen..unterberger war ja persönlich eher ein griessgram, aber den ein oder anderen positiven leitartikel gab es von ihm trotzdem.

wir wollen sicher keine euphemische schreiberei, aber nur unkenrufen sind ein hinweis auf depressive gesammtstimmung im haifischbecken in der hainburgerstrasse

Gast: Saiffenstayn
23.06.2012 18:07
1 0

sollte?

Wer die Welt retten will, sollte ein Dorf verwalten können ...........????

Den Weltenrettern ist doch ein Dorf zu klein
"a little too small " sozusagen .....

Wer Großes vorhat hält sich doch nicht mit einem Dorf auf !!!

Gast: lessismore
23.06.2012 17:22
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Wer die Geduld ...

und die emotionale Balastbarkeit hat, sollte sich anschauen, worum es wirklich ging (Entwurf mit Anmerkungen, wer was hinein- und vor allem herausreklamiert hat) -- ein erschütterndes Dokument:

http://www.scribd.com/doc/96419644/Draft-of-UN-Rio-20-main-text

Scheint mir ein Plädoyer...

für das Subsidiaritätsprinzip zu sein: jeder soll zuerst einmal die Probleme seiner engeren Umgebung auf seinem Level verantwortungsvoll lösen und nicht sofort weiter- bzw. nach oben delegieren.

Solche lobenswerten Ansätze sind aber angesichts der nicht nur grenzüberschreitenden, sondern inzwischen schon globalen Probleme leider nur mehr ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Vor allem dann, wenn sich aufgrund nationaler Egoismen nur wenige Staaten daran beteiligen. Dass aufstrebende Staaten auf dem Sprung zu Industrienationen kein Verständnis für Umweltschutz haben und nur ihr Wirtschaftswachstum vor Augen haben, sollte uns nicht wundern.

Wir europäischen Streber und Musterschüler sitzen halt leider in einer Art globalen und sehr inhomogenen „Gesamtschulklasse“, in der auch viele Faulenzer, Schwänzer und Überforderte sitzen, die ihre Hausaufgaben nicht machen wollen oder können....


Re: Scheint mir ein Plädoyer...

das scheint mir nicht so
das mit dem dorf ist eher eine verulkung...die da OBEN köännten nicht einmal ein dorf verwalten..geschweige denn....

wenn die bürgerlich-konservative korruptionsblase in österreich platzt...



...weicht man als presse-CR am besten in andere gefilde aus, in diesem fall philosophiert man dann gerne mal über gott und die welt, um nicht vom thema des tages, nämlich die akte mensdorff-övp, sprechen zu müssen.

das scheint mir, um die worte des obersten schüssel-verehrers dieser tageszeitung zu gebrauchen, "ein großes Ablenkungsmanöver" zu sein.

aber das ist eben echt-bürgerliche "moral": wenn man's schon nicht totschweigen kann, redet man halt leiber von ganz was anderem...

ps: morgen wird uns irgendein fle-imitat wahrscheinlich erzählen, dass die schüssel'sche korruptionsregierung eh "Normal" war, weil die anderen angeblich genauso waren, und das halt der lauf der weltgeschichte ist, oder so ähnlich.

Re: wenn die bürgerlich-konservative korruptionsblase in österreich platzt...

eine akte mensdorff-övp gibt es nicht..-.es ist herr mensdorff der etwas am kerbholz hat oder auch nicht...
es gab auch keine korruptionsregierung "schüssel"...möglicherweise waren da und dort korrupte politiker und beamte am werk...wieviele und ob das von der norm abweicht ist (noch) offen.
nicht offen sind tastsachen wie rosenstingl-.- oder auch der spö nahe
demelchef mit seiner lucona
auch der linksmilliardär androsch und sein wahlonkel sind suspekt...wo kann ein aufrechter marxist millionär werden, wenn er nicht die armen arbeiter ausbeutet..
wer hat an der noricumkanone verdient??die spö!!!
etc etc etc etc

Re: Re: wenn die bürgerlich-konservative korruptionsblase in österreich platzt...

flei weicht wenigstens auf ein anderes aktuelles thema aus.

sie hingegen ziehen geschichten aus dem hut der geschichte, die schon so alt sind, dass sie wegen ihres barts kaum noch platz im hut haben!
echt originell. ich habe herzlich gelacht. danke!

Antworten Antworten Antworten Gast: lesehilfe
25.06.2012 11:20
1 0

Re: Re: Re: wenn die bürgerlich-konservative korruptionsblase in österreich platzt...

wenn Sie sinnerfassend lesen könnten, hätten sie bemerkt, dass es der Stil ist mit dem fle seine dumpfen prognosen vermittel, unter Kritik steht.

Re: Re: Re: Re: wenn die bürgerlich-konservative korruptionsblase in österreich platzt...

sie haben es erfasst...der herr schlagOBERST versteht nur eigene texte korrekt

unkenredaktion

die schlagzeilen der presse sind, nach eingehender recherche kann ich das sagen, mehrheitlich negativ...schwarzmalerei...und niniveprophetik.
nun gut.only bad news is good news. aber im gegensatz zu dieser regel, steht hier nicht 70 tote a und 100 tote dort, sondern stetig werden untergänge aller art erwartet.die övp...der euro...die eu..der export..der tourismus...alles geht unter
das nennt sich unkenjournalismus und wird von einemkatholischen virus hervorgerufen...das theologiestudium, auch unvollendet, stört hier gewaltig

Gast: dik
23.06.2012 14:10
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Irgendwie habe ich das Gefühl, das stimmt so nicht.

Verwaltung ist so eine Sache, schließlich gibt es gute Verwaltung und schlechte Verwaltung. Man könnte sagen, die politischen Strkuturen sind ganz einfach falsch.

Von lokaler Ebene bis hinauf auf die globale Ebene gibt es eine Vielzahl von unfähigen Politikern. Die dennoch oder gerade deswegen wiedergewählt werden.

Gast: Be-obachter
23.06.2012 13:45
1 0

Wachstum um jeden Preis...

Das brauchen einzig die Spekulanten. Weil sonst - gemäß deren Definition - das Geld nicht "arbeitet".
Die Wahrheit sieht aber anders aus: das Geld arbeitet nicht, sondern es sind Frauen und Kinder, die z.B. in Pakistan in 16-Stunden Arbeitstagen und um Hungerlohn billige Textilien für europäische Handesketten herstellen.

Die globale Ungerechtigkeit und das dadurch entstandene westliche Schuldgefühl kann nur durch Rückbau der Globalisierung reduziert werden.
Kleine überschaubare Wirtschafts- und Verwaltungseinheiten; Abschaffung des weltweiten Dienstleistungsunwesens; Einstellung von Wirtschaftsbeziehungen zu Entwicklungsländern, weil das eine verschleierte Ausbeutung ist.

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Ausserordentlich weiser Beitrag

Herr Fleischhacker, hoffentlich hört man Ihre Rufe aus der Wüste. Ich glaub es eigentlich nicht.
Die aktive Generation hätte, könnte sie denn, bereits agiert.
Die Event Generation ist zu sehr geschlaucht
Arbeiten wir ordentlich an der nächsten Generation, die 10jährigen, dann könnte es wieder klappen.

"weil die Anwälte der Natur rechtzeitig einen Strategiewechsel von Hoffnung auf Bedrohung vollzogen. "

was völlig richtig war, allerdings viel zu schwach ausgefallen ist.

vor kurzem wurde in medien an das "absterben der wälder" in den 80ern erinnert. eine prophezeiung, die aus verschiedenen gründen nicht eingetreten ist. allerdings gäbe es ohne dieses katastrophenszenario weder einen katalysator noch bleifreies benin noch filter an kraftwerken.

und so ähnlich verhält es sich beim klima: wenn der club of rome für 'weltuntergang' (= finale klimakatastrophe) für 2052 prognostiziert, dann ist das eine warnung in obigem sinn. allerdings eine viel zu milde: die prognose müsste lauten, dass in 5 oder spätestens 10 jahren uns das wasser buchstäblich bis zum hals stehen wird. NUR dann sind wir bereit, unannehmlichkeiten für UNS zum wohlergehen unserer kinder und enkel auf uns zu nehmen.
wenn es nur um kinder und enkel geht und es UNS eh noch gut geht, werden wir nie und nimmer zu irgendwas bereit sein --> siehe waldsterben.

völlig falsch ist fleischhackers ansatz mit: "Wer die Welt retten will, muss zeigen, dass er zumindest ein Dorf vernünftig verwalten kann."
nur die dorbewohner selbst können sich retten. wer auf die rettung/verwaltung durch einen edlen ritter wartet und diesem dann auch noch das tor vor der nase zuwirft, wird nie und niemals gerettet werden!

Antworten Gast: yoshi1
23.06.2012 13:49
0 2

Re: "weil die Anwälte der Natur rechtzeitig einen Strategiewechsel von Hoffnung auf Bedrohung vollzogen. "

Guter Beitrag.

Die Rotstrichler sind anderer Meinung. Für Gegenargumente reichts dann aber doch nicht.

Gast: Pressefreundin
23.06.2012 11:00
7 0

Lesenswert

Es sind Beiträge wie diese, die mich nach wie vor "diePresse" lesen lassen, zugleich halte ich sie für die qualitativste österreichische Tageszeitung.
Merci, Hr. Fleischhacker.

Gast: Huber23
23.06.2012 10:40
0 0

Ausnahmsweise hat er Recht

Teile sonst nie Hr. Fleischhacker's Meinung, aber in ggstl. Artikel stimme ich ihm zu 100% zu!!!

Gast: Vogel Strauss
23.06.2012 10:35
6 2

NGOs = Träumer

Wer die Interviews mit den Vertretern der NGOs in Rio gehört hat, weiss, warum der sog. Gipfel dort gescheitert ist ... weltfremde Forderungen linker Träumer, die mit der Realität nichts zu tun haben. Das ganze ist doch nur ein Feigenblatt der Industrie- und Schwellenländer, das haben die NGO-Herrschaften noch immer nicht kapiert.

Gast: Meyer3
23.06.2012 08:36
9 1

Sie haben ja sowas von recht....

Die naiven Großraumvorstellungen die da herumgeistern, mit Phantasien der totalen Vereinheitlichung sind letztendlich nur zum Schaden aller. Schumachers "Small is Beautiful" ist zwar aus den Siebzigern aber trotzdem noch aktuell.

Gast: Plotin
23.06.2012 00:33
9 3

Die Welt sollte eine Demokratie sein.

. . . wo gibt's sie denn noch? Ja, die Schweiz! Warum? All ihr Reichtum! Aber, wer hat den gebracht? Fluchtgelder aus dem Ausland und so was nennt sich erfolgreiche Demokratie!?
Es gibt doch nur mehr Autokraten, Parteien und Diktaturen.
Kaum ein Land schafft es wirklich. Doch was sich die Politik und Bürokratie mit der Union anmasst, ist die Zerstörung des Hub's der Westlichen Zivilisation und Kultur.
Demokratie müsste erst definiert, ja, wieder erfunden und in der Völkergemeinschaft verankert werden.

 
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