19.05.2013 12:54 Merkliste 0

Hintertür für Eurobonds

WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Beim EU-Gipfel wurden Tabus gebrochen, die auf eine Vergemeinschaftung von Schulden hinauslaufen.

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Es war nicht die Nacht der Deutschen. Nicht bloß auf dem Fußballfeld in Warschau, sondern auch im Verhandlungssaal in Brüssel. Die Abwehrmauer hielt nicht. Weder gegen Mario Balotelli noch gegen Mario Monti. Angela Merkel hat – auch wenn sie das nicht zugeben möchte – einen ersten großen Schritt zur Vergemeinschaftung von Schulden in der Eurozone hinnehmen müssen. Die von ihr klar abgelehnten Eurobonds kommen Schritt für Schritt durch die Hintertür. Aus Angst vor einer Haushaltskrise in Italien und Spanien wurden die Schleusen der Euro-Rettungsmaschinerie weit geöffnet.

Künftig wird gemeinsam auch für Banken gehaftet. Und zur Untermauerung der Schuldenvergemeinschaftung werden diese Kredite nicht mehr den jeweiligen Staaten, die den Antrag stellen, sondern dem gemeinsamen Rettungsschirm angelastet. Der wird auch noch für kurzfristige Finanzlücken von Staaten herhalten müssen, die sonst brav ihren Haushalt konsolidieren. Geht einmal das Geld aus, steht schon die nächste Option im Raum: eine Bankenlizenz für den Schirm.

Die kleinen Schritte Richtung Schuldengemeinschaft mögen innenpolitisch leichter verkauf- und verkraftbar sein. Sie dokumentieren aber nur die Hilflosigkeit der Staats- und Regierungschefs, die zwischen Stimmung auf den Märkten und in der Bevölkerung immer nur die notwendigsten Maßnahmen ergreifen, um Katastrophen hinauszuzögern, statt sich den Problemen mit einem Kraftakt zu stellen.

 

wolfgang.boehm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)

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37 Kommentare
 
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Mein angekündigter Hinweis:

Heute abends in ARD um 22 Uhr 45: Finanzminister EICHEL war über alle griechischen Schwindelleien voll informiert!!
Vielleicht interessiert Sie das auch !?
Geldfux grüßt!

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Wenn man den Bock zum Gärtner macht!

Geldfux, Sie haben wirklich keine Ahnung!

Hans Eichel war der Finanzminister Schröders von 1999 bis 2005.

Derselbe Hans Eichel, mit dessen Hilfe die Deutschen unter Gerhard Schröder die Maastricht-Kriterien massiv verletzten, soll die Verletzungen der Maastricht-Kriterien durch die Griechen aufzeigen? Sind Sie noch zu retten?

Das war ja genau das Problem der EU. Gegen die „großen Deutschen“ wagte man nicht vorzugehen, also konnte man gegen alle anderen auch nicht vorgehen. So einfach ist das! Wenn man es weiß!

Jetzt soll der sogenannte Fiskalpakt dagegen einschreiten. Das ist sicher richtig.

Jedoch bin ich gegen den Fiskalpakt. Nicht weil er nicht notwendig wäre, sondern weil er außerhalb der EU als Völkerrechtsvertrag abgeschlossen wird. Das ist auch der Grund, warum hiefür keine Volksabstimmung notwendig ist. Was Sie auch nicht durchschauen!

Der Fiskalpakt hätte auch innerhalb der EU möglich sein müssen, wäre nicht im Hintergrund das deutsche Hegemoniestreben, das die anderen in der EU nicht wollen, wie gerade die letzte Staats- und Regierungschef-Konferenz zeigte.

Die EU ist etwas komplizierter als sich der Biertisch das so vorstellt.

Und das ist gut so. Damit wachsen keine Bäume, auch die deutschen nicht, in den Himmel!

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Wer kann mir "KONDITIONALITÄT" erklären ?

Unter welchen Bedingungen kriegen Banken (Staaten) Geld aus dem sagenumwobenen (weil gehebelten) ESM ?
Kriegt es die Bank (der Staat) wenn sie(er)
- äußerst stark verschuldet ist
- groß ist, d.h. too big to fall
- klein ist, d.h. noch verkraftbar
- laut schreit
- PIGS-beheimatet, oder wenigstens französisch ist.
Sicher, ein bank run wäre schlimm. Aber es darf geargwöhnt werden, daß
- nichts dahinter ist.

Gast: Unbeteiligter
01.07.2012 09:28
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Solange auch nur ein Deutscher noch...

Über einen Euro sparguthaben verfügt wird alternativlos weitergerettet.

Die Eu wurde zur vernichtend unseres vermoegens erdacht und fuer einen halben Prozentpunkt l
Plus im DAX wird gegen die verfassung geputscht.

Die Eu ist die pest und muss ausgerottet werden.

Tod der Eu !

Gast: daswars
30.06.2012 17:05
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Buergschaften

Also, ich wuerde als Ausweg aus der anscheinend ausweglosen Lage der Nettozahler mal etwas ganz Anderes versuchen.

Tut doch mal Euren Voelkern etwas Gutes!!

Die Pleitestaaten wollen an Euer Geld, weil sie das Eigene verjubelt haben und nicht fuer das Selbsthackeln sind? Dann heisst es eben sorry, - unser Geld ist schon verplant und weitere Haftungen nicht zumutbar.

Eine Steuerminderung da und mehr Familiengeld dort - ich denke doch, dass auch in den Nettozahlerlaendern genug Nachholbedarf besteht. Warum sollen die Steuerzahler dieser Laender wie mit der Garotte langsam, langsam erwuergt und um die Fruechte ihrer Arbeit gebracht werden.

Und wenn sich unser Wehnachtsmann oder Frau Merkel nicht vorstellen koennen, womit die Lebensqualitaet des Volkes entsprechend verbessert werden kann, sollten sie sich einen Berater aus einem Pleiteland besorgen. Dem faellt schon was ein!

In diesen Laendern wird ja nun wohl ein richtiger AMOK ausbrechen.

Wer will frisches Geld???????

Es ist ja jetzt schon putzig, wie behauptet wird um wieviel weniger die Staaten schuld seien, wo sich doch die BANKEN nun die Milliarden ausleihen.

Gast: Tourist
30.06.2012 17:03
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Deutschland und die Sinnlosigkeit des Fiskalpaktes

Es gibt bereits verschiedene Regeln, die die Ausgaben der Regierung begrenzen. Zum Beispiel den Euro-Stabilitätspakt. Er legt fest, dass ein Euro-Land nur eine Neuverschuldung von maximal 3 % des BIP haben darf und eine Schuldenquote von maximal 60 % des BIP. Viele Länder haben jedoch häufig gegen diese Regel verstoßen – insbesondere Deutschland. (Zitat Ende)

Quelle:
http://www.rosalux.de/gesellschaftsanalyse/specials/ist-die-ganze-welt-bald-pleite.html

Das ganze

Europagetue der Pleitestaaten von Portugal bis Griechenland ,samt dem gesamten russichen Hinterhof ,hatte doch nur ein Ziel, nämlich an die Geldtöpfe der Nettozahler und da ganz besonders an jenen der Deutschen zu gelangen Deutschland haftet heute schon mit einem Jahresbudget für diese Mißwirtschaften.
Wenn da wirklich jemand glaubt, daß dieses Abzockersystem eine Chance hat der kann nicht ganz bei Trost sein! Diese Szenario gleicht eher einem Wirtschaftskrieg, "Habenichtse" gegen fleißige "Volkswirtschaften"!

Gast: Die EU ist unser Untergang....
30.06.2012 15:41
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Also ich vertraue dem Faymann und dem Spindelirgendwas einfach blind.....

die ruinieren unser Land mit links wenn sie immer nur ja sagen. Zu etwas anderem sind die ohnehin nicht in der Lage!

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Die deutschen Hegemoniebestrebungen wurden schon ein paar Mal eingebremst, hier einmal öfter! Gut so!

Was mir immer schon maximal auf die Nerven geht, das sind Journalisten, die genau wissen, daß alles falsch ist, was gegenwärtig geschieht und daher das Bessere fordern, ohne auch nur im Ansatz dazusagen zu können, was denn das Bessere wäre.

So auch hier:

„Sie dokumentieren aber nur die Hilflosigkeit der Staats- und Regierungschefs, die … immer nur die notwendigsten Maßnahmen ergreifen, um Katastrophen hinauszuzögern, statt sich den Problemen mit einem Kraftakt zu stellen“.

Wie schnell und „treffsicher“ doch Hr. Böhm eine bestimmte Hilflosigkeit erkennt!

Hr. Böhm weiß auch ganz sicher, es ist ein „Kraftakt“ notwendig!

Die lästige Kleinigkeit, Hr. Böhm bleibt uns die Antwort schuldig, wie dieser notwendige Kraftakt auszusehen hätte und wer ihn setzen soll, wenn doch die Staats- und Regierungschefs sowieso hilflos sind.

Dieses Daherreden ist es, was mir immer schon maximal auf die Nerven geht.

Um Mißverständnisse auszuschließen, auch ich habe keine Patentlösung für die bestehenden Probleme. Aber ich bin heilfroh, daß mindestens zwei Erfolge zu verzeichnen sind.

Da ist zunächst einmal das Faktum, das selbst Hr. Böhm – freiwillig oder auch unfreiwillig bestätigt – nämlich daß Katastrophen mindestens hinausgezögert wurden, wenn nicht gar verhindert. Wer aber will Letzteres schon sagen, wenn keiner weiß, was die Zukunft noch bringen kann.

Und das zweite, in meiner Sicht fast das Wichtigere. Die deutschen Hegemoniebestrebungen sind einmal öfter eingebremst. Und das ist jedenfalls gut!

Re: Die deutschen Hegemoniebestrebungen wurden schon ein paar Mal eingebremst, hier einmal öfter! Gut so!

Sehr geehrter und wieder sehr oberflächlicher Herr Cicero!

Sie freuen sich wieder einmal, dass :
" in meiner Sicht fast das Wichtigere. Die deutschen Hegemoniebestrebungen sind einmal öfter eingebremst. Und das ist jedenfalls gut!"

Sollen wir Österreicher uns wirklich freuen, dass wir mit unseren Steuern auch einen ständig wachsenden Beitrag zur Schuldentilgung der völlig zahlungsunwilligen Südländer beitragen dürfen!? Laut den EU-Verträgen sind alle automatischen Transferzahlungen der Netto Zahler in der EU nicht vorgesehen. ESM und Fiskalunion bedürfen daher einer Zustimmung aller Mitgliedsstaaten der Eurozone, durch die stimmberechtigten Bürger dieser Länder, durch eine Volsabstimmung. Es ist ein unglaublicher Zufall, dass genau am 4.Jahrestag des feierlichen Versprechens von Faymann und Gusenbauer in der Kronenzeitung, bei jeder Vertragsänderung in der EU die österreicischen Bürger mit einer Volksab stimmung um ihre Zusstimmung zu bitten, dieses Versprechen gebrochen wurde. Das Vorgehen unserer Regierung, verstärkt durch die chronisch dummen wie verfassungsfeindlichen Grünen, ist ein Bruch unserer österreichischen Verfassung.

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Völkerrechtliche Verträge – Fiskalpakt – ändern nicht unbedingt die Verfassung, die Bundesregierung kann sie daher abschließen, wann immer es notwendig ist, ohne Volksabstimmung.

Besten Dank, Geldfux, daß Sie mich so schonend auf meine Oberflächlichkeit aufmerksam machen!

Unbelehrbar, wie ich in solchen Fällen bin, bin ich lieber oberflächlich als so unwissend wie Sie! Ihre Aussagen strotzen nur so von Unwissenheit.

Erster Irrtum bei Ihnen, die Südländer sind keineswegs „zahlungsunwillig“. Die Griechen haben bislang alle Verpflichtungen übernommen, die ihnen auferlegt worden sind. Sie haben Kredite bekommen und die haben sie bislang korrekt bedient. Die ach so umstrittene Aussage Fekters, das sei für uns ein Geschäft, ist richtig. Zumindest bisher. Sicher, es gibt Stimmen, die befürchten, das würde nicht so bleiben. Mag schon sein, aber bis jetzt gibt es nicht einmal ein Indiz dafür, die Griechen würden uns per Saldo etwas schuldig bleiben.

Nächster Irrtum bei Ihnen, der sogenannte Fiskalpakt ist keine Änderung der EU-Verträge, sondern ein völkerrechtlicher Vertrag, den EU-Mitglieder – nicht alle – abschließen wollen. Da kann man dagegen sein und ich bin dagegen. Aber mit notwendiger Volksabstimmung hat das nichts zu tun.

Ich bin gegen den Fiskalpakt aus zwei Gründen. Erstens, die dort vorgesehenen Maßnahmen können auch innerhalb des gültigen Lissabon-Vertrages erfolgen und zweitens, es ist ein von mir nicht goutiertes Element deutscher Hegemoniebestrebung.

Dritter Irrtum bei Ihnen, der erste, der die Maastrichtkriterien gebrochen hat, waren nicht die Griechen, sondern der Deutsche Gerhard Schröder!

So gesehen bin ich lieber oberflächlich, aber wissend!

Ob Sie alles wissen will ich bezweifeln!– ändern nicht unbedingt die Verfassung, die Bundesregierung kann sie daher abschließen, wann immer es notwendig ist, ohne Volksabstimmung.

Sehr geehrter Herr Cicero, angeblich alles wissend?

Erste Wissenslücke: Die Griechen haben bisher keineswegs alle Verpflichtungen erfüllt! So habe ich erst letzte Woche in mehreren Zeitungen gelesen, dass die Griechen keneswegs die Zahl ihrer Beamten reduziert haben. Statt im letzten Jahr mehr als 60.000 Beamte zu pensionieren aber für 5 pensionierte Beamte nur einen neuen Beamten wieder anzustellen, hat sich die Zahl der griechischen Beamten nicht vermindert Ich besitze keine aktuellen Daten, die mir beweisen, dass die Griechen ihre Kredite pünktlich zurückzahlen. Ich bin Pensionist!
Zweite Wissenslücke: Sie kennen leider das feierliche Versprechen von Faymann und Gusenbauer vor genau vier Jahren nicht, in dem sie in der Kronenzeitung allen Österreichern versprochen hatten, neue Vertragsänderungen mit der EU von allen Österreichern durch eine Volksabstimmung genehmigen zu lassen! Unabhängig davon, ob dies unsere Verfassung erfordert oder nicht!
Was meinen dritten Irrtum betrifft, ist ihre Erinnerung nicht vollständig. Nicht nur der deutsche Bundeskanzler Schröder sondern auch der französiche Präsident Mitterand haben als erste die Maastrichkriterien gebrochen! Damals war nach Ihrer Meinung wohl die gemeinsame Hegemonie gerechtfertigt??
Zum Schluss noch eine makabere griechische Meldung. Angeblich gäbe es in Griechenland 100.000. Männer mit über 100 Jahren Lebensalter . eine Prüfung ergab, 90.000.- davon waren schon tot, die Witwen bezogen aber noch deren Renten!

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Die Historie ist gesichert, man muß sie nur kennen

Tja, Geldfux, wenn man über das Wissen eines anderen stänkern will, muß man selbst mindestens denselben Wissensumfang aufweisen, wenn nicht sogar mehr. Sie wissen leider weniger, sollten sich also besser etwas zurückhalten.

Sie sagen, Sie seien Pensionist. Gut, Sie haben also ausreichend Zeit sich zu informieren. Warum tun Sie es nicht?

Wenn es um unser Geld geht, das wir den Griechen als Kredit bereitgestellt haben, dann geht es ausschließlich darum, ob die Griechen lückenlos die vereinbarten Zinsen zahlen. Und genau das machen bislang die Griechen eben lückenlos.

Und jetzt zur Verletzung der Maastrichtkriterien. Diese Grenzwerte kann man nicht im Duett verletzen, sondern nur national und daher allein.

Maastricht trat im November 1993, zwei Jahre vor dem Ausscheiden Mitterands aus der Politik 1995 in Kraft.

Der Erste, der diese Grenzwerte verletzte, war Gerhard Schröder 1998, ganz ohne die Franzosen. Ihm folgte bald danach nicht Francois Mitterand, der war beim Amtsantritt Schröder bereits seit zwei Jahren tot, sondern es war der Konservative Jacques Chirac, auch ganz alleine.

Auch war Mitterand nicht für den Beitritt Griechenlands zur Eurozone verantwortlich. Der Euro wurde 1999 eingeführt, da war Mitterand bereits drei Jahre tot. Er war nicht einmal an der Planung des Euro beteiligt. Zum Unterschied zu Maastricht, da war Mitterand führend dabei, gemeinsam mit Helmut Kohl.

Sollte man alles wissen, will man auftrumpfen. Sie aber haben ausreichend Zeit noch etwas zu lernen!

Re: Ja ich habe ausreichend Zeit

Herr Cicero noch zu lesen! Die FAZ widmete ihren Leitartikel vom 30.6.2012 der Europäischen Schuldenunion , mit dem Titel: "Zentralwahn". Der Schlußsatz lautet : "Europa aber will eine Haftungs- und Transferunion. Das wird schiefgehen. Deutsche Politiker sollten aufhören, uns Sand in die Augen zu streuen!"
Wenn wir beide noch ein paar Jahre überleben sollten, werden wir das Ende dieses Euros noch erleben!

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Das Krank- und Totreden des Euro ist verantwortungslos!

Das genau ist es, Geldfux, was ich so radikal ablehne, das Krank- und Totreden des Euro.

Unbestritten ist, es gibt Probleme. Aber die Probleme rühren aus den Überschuldungen der EU-Mitglieder und zwar alle mehr oder weniger. Österreich ist auch überschuldet und mußte eben erst eine Schuldenbremse einführen und mit einem massiven Sparpaket gegensteuern. Was aber bislang nicht dazu führte, daß auch die linke Reichshälfte erkannt hätte, Schulden haben keine Zukunft.

Jenes Argument, das immer wieder herbeigezerrt wird für den kommenden Tod des Euro, die unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen der Euro-Mitglieder, ist so was von falsch, daß man nur so staunen kann, daß es überhaupt benutzt wird. Wäre das richtig, müßte der US-Dollar seit mehr als hundert Jahren tot sein. Er ist es aber nicht, obwohl die Wirtschaftleistungen der US-Staaten seit eh und je genau so unterschiedlich sind, wie jene im Euroraum. Das läßt sich nicht wegreden. Wenn der US-Dollar lebt, dann lebt auch der Euro!

Daß die Medien ständig gegen die EU und gegen den Euro reden, ist verantwortungslos. Das machen die Medien, um Quote zu erreichen und Quote erreichen diese Journalisten bei Leuten wie Ihnen, die alles glauben, ohne sich selbst zu informieren. Das genau ist die gewünschte Quote und Sie, Geldfux, machen bereitwillig mit!

Häufig zwischen Wien und London im eigenen Auto unterwegs, brauche ich jetzt zwei Währungen für einen Kaffee unterwegs, Euro und Pfund Sterling, früher waren es sechs Währungen.

Re: Thilo Sarrazin hat Recht!!

"Europa braucht den Euro nicht!

Für mich ist es noch viel verantwortungsloser den Euro gesund zu reden und die Bürger Europas zu belügen, dass der Euro mit den jüngst beschlossenen neuen Regeln des Fiskalpaktes und des EMS gesunden werde.

Je länger der Euro am Leben erhalten wird, desto höher wird die Schadenssumme für alle Mitglieder der Eurozone sein!
Das ist leider meine Überzeugung!

Ich hätte auch nie einem österreichischen Notenbankpräsidenten mit dem Namen "Schwindler, Gauner etc " mein Vertrauen geschenkt. Lesen Sie bitte in einem französichen Wörterbuch nach, was das Verb "tricher" bedeutet. Nomen est omen, war in meinem Leben immer ein guter Ratgeber!

Ich habe mir auch den Artikel von Wolfgng Böhm in der Presse vom 24.11.2011 aufgehoben.
"Eurovorgänger: "Die Griechen tricksten schon damals" und die Ialiener handelten unsauber!

Was Sie über den Dollar schreiben, ist auch nur solange wahr, wie die USA die erste Weltmacht sind. Vielleicht hätte ich noch an Chancen für den Euro geglaubt, aber seit Francois Hollande französischer Staatspräsident ist, können sich nur die chronischen Schuldnerstaaten, freuen!



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Wenn ein ehemaliger Bundesbanker den Euro als überflüssig erklärt, dann …

Geldfux, niemand hindert Sie, Thilo Sarrazin zu glauben, daß der Euro nicht gebraucht wird.

Es ist nur ein Irrglaube. Und wie verlogen Hr. Sarrazin ist, kann leicht bewiesen werden.

Wie ich schon sagte, von Wien nach London brauchte ich sechs Währungen, nur um auf der Autobahn einen Kaffee trinken zu können oder etwas zu essen. Ich kann sie aufzählen: Schilling, D-Mark, Holländische Gulden, Belgische Franc, Französische Franc, Britische Pfund.

Um diese Gelder in der Tasche zu haben, mußte ich entsprechend Schillinge bei der Bank tauschen. Gegen Gebühren versteht sich! Banknoten konnte ich zurücktauschen, wieder gegen Gebühren, die Münzen aber blieben mir erhalten. Störte mich nicht, denn ich fuhr sehr oft. Hatte also eine gewisse Menge totes Kapital, weil gebunden in fremder Währung.

Allein die ersparten Bankgebühren machen für die Wirtschaft in der Eurozone Milliarden Euro pro Jahr aus!

Dazu kommt ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil des Euro. Es herrscht in der Eurozone Währungssicherheit, soll heißen für den Lieferanten und den Empfänger einer Ware gilt dieselbe Währung. Es gibt keine Kalkulationsschwierigkeiten mehr und es gibt keine Kursprobleme mehr. Es kann straff kalkuliert werden.

Ersparte Kosten und Währungssicherheit stärkt die Wirtschaft.

Wenn ein ehemaliger Bundesbankvorstand vor diesem Hintergrund sagt, der Euro wird nicht gebraucht, dann ist der Mann schlicht ein Scharlatan!

Und er verdient massiv Geld mit Leuten wie Ihnen, die ihm auf den Leim gehen!

Antworten Antworten Gast: Tourist
30.06.2012 14:04
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"zahlungsunwilligen Südländer beitragen dürfen!"

Vor kurzem war ich in Italien.

Die Menschen dort fahren mit dem Rad zur Arbeit, wenn sie hunger haben, pfluecken sie Bananen von den Palmen, den meisten Tag liegen sie in der Sonne.

Im Ernst. Faellt Ihnen auch was eigenes ein oder plappern Sie einfach das nach, was in den Krone Leserbriefen steht?

Italien und Spanien zahlen Laenge mal Breite
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Distribution_of_contributions_to_the_European_Stability_Mechanism_(ESM)_by_EU_member_country.png

http://p4.focus.de/img/gen/q/c/HBqck6oF_Pxgen_r_467xA.jpg

Re: "zahlungsunwilligen Südländer beitragen dürfen!"

Wenn es den Südländern schlecht geht, dann ist dies auch eine Folge ihres langjährigen Ministerpräsidenten Berlusconi, und ihrer anderen Politiker ! Ich kenne die Zustände besser in Griechenland. Griechenland wurde ja wegen der sozialistischen Voruteile von Schröder und Mitterand in die Eurozone aufgenommen. Trotz gefälschter Statistiken, weil die ganze EU Bürokratie zu feig war, Betrüger wie Betrüger zu behandeln!!

Antworten Gast: Tourist
30.06.2012 12:29
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Die Patentloesung lautet:

gem. Bankenunion
gem. Einlagensicherung
gem. strenge Bankenaufsicht
ESM mit der Lizenz zur direkten Staatsfinanzierung (wie FED und Bank of England) ABER das Europaparlament/Schuldenagentur/EZB sollten das kontrollieren, sollten sich Staaten nicht an die Spielregeln halten.
EU Komission braucht genug Macht um Handelsdefizite+ueberschusse zu begrenzen damit keine Wettbewerbsverzerrungen entstehen.

Antworten Antworten Gast: Horusauge
30.06.2012 14:44
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Re: Die Patentloesung lautet:

Der ESM ist nicht mit der FED zu vergleichen.
Man müßte man deren Äquvalent EZB die direkte Staatsfinanzierung gestatten, dann wäre die Krise auch in derselben Sekunde vorbei, die Staaten würden zu einem Zinssazu von 1 % finanziert und man hätte genügend Zeit, sich eine dauerhafte sinnvolle Lösung zu überlegen.

Warum das nicht passiert?
Ganz einfach - nicht, weil es gegen die Regelungen verstößt (lachhaft, das passiert momentan am laufenden Band), nein - weil es die Hochfinanz ganz einfach anders geplant hat und nicht gestattet.

"...die zwischen Stimmung auf den Märkten und in der Bevölkerung immer nur die notwendigsten Maßnahmen ergreifen, um Katastrophen hinauszuzögern, statt sich den Problemen mit einem Kraftakt zu stellen."

lieber herr böhm.
sie sind ein träumer! den sog. 'märkten' kann sich die politik nur stellen, wenn sie die bevölkerung hinter sich weiss.
und der bevölkerung soll sich die politik stellen?
auch wenn es kein repräsentativer querschnitt ist: lesen sie gelegentlich die leser-kommentare in dieser oder in anderen zeitungen? DIESEN leuten wollen sie sich in einer angelegenheit, die konstruktivität verlangt, stellen?
sogar ihr eigener chefredakteur hat das forum schon als ort der intellektuellen wohlstandsverwahrlosung bezeichnet.

ok, es ist ihnen vermutlich nicht zumutbar, den kunden einen spiegel vors gesicht zu halten. da flüchtet man halt in tagträume...

Gast: luzifer
30.06.2012 11:33
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So lang der Wirt (Dtl.) nur weiterborgt,

sind wir vergnügt und unbesorgt!

Endlich hat die südeuropäische Schuldengemeinschaft einen Deppen gefunden, der weiter ihre Schulden bezahlt. Alle, die wertlose Schuldscheine der südeuropäischen Staaten und Banken haben, jubilieren!

Viele Jahre haben wie gelernt, wie höher entwickelte Regionen in Italien und Jugoslawien versucht haben, sich von den unterentwickelten Regionen dieser Staaten zu befreien. Das war die eigentliche Geburtsstunde von Slowenien und Kroation und in Italien der "Repubblica Transpaduana" der Lega Nord. Man hatte es satt, dem Süden ständig "Entwicklungshilfe" zu transferiere, das man für die Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Region effizienter verwenden hätte können.

Wichtig wäre jetzt eine Studien, mit der genau belegt wird, ob und wie weit durch die Transferleistungen in den Süden die mitteleuropäische Wirtschaft gestärkt wird.

Herrn Hollande aber kann man nur gratulieren, daß er jetzt einen Dummen gefunden hat, der seine "Wahlszuckerl" zumindestens indidrekt finanziert!!


Gast: netter gast
30.06.2012 10:35
2 0

Letzter Widerstand

Rede von S. Wagenknecht
gegen die EU Fiskaldiktatur
die mit dem ESM beschlossen wird :

http://www.youtube.com/watch?v=_w7b5bSbEqw

Antworten Gast: Luzifer
30.06.2012 11:56
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Re: Letzter Widerstand

Sie meinen Madame Lafontaine?

Gast: Tourist
30.06.2012 10:34
1 6

Gut so - Ansosten europaweiter Bank Run mit hohen Kosten fuer uns

Wenn eine Bank in Bedreaengnis geraet, dann stellt sich die Politik hin und sagt "Wir garantieren die Sicherheit Ihrer Einlagen." um einen Bankrott zu verhindern, die Einlagen zu retten und die Steuerzahler zu schonen.

Und jetzt stellen sich viele hin und sagen aufeinmal es waere schlecht. Man kann sich nur wundern.

Wer NICHT zu zukuenftigen Eurobonds steht, der wird Oesterreich noch in den Bankrott treiben und die Politiker die das unterstuetzen sind Wahltaktiker und Populisten, die Oesterreich im Eigeninteresse ruinieren.

Europa hat uns auch geholfen als vor einigen Jahren unsere Banken wegen ihrer Ostrisiken fast pleite gegangen waeren.

Zur Info:
Italiens und Spaniens Spareinlagen sind fast so gigantisch wie die Deutschlands oder Frankreichs.

 
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