25.05.2013 18:23 Merkliste 0

Europas Retter sitzt in der Falle

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Deutschland wird von den Krisenstaaten nach unten gezogen. Was immer diese auch tun oder nicht tun.

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Die deutsche Bundesregierung zeigte sich am gestrigen Dienstag auffallend lässig. Nachdem die Ratingagentur Moody's Europas größter Volkswirtschaft in der vorangegangenen Nacht den Verlust des TripleA in Aussicht gestellt hatte, schwärmten tags darauf die Beschwichtiger aus. Die Einschätzung von Moody's sei übertrieben, tönte es aus der CDU, während die FDP die Analyse als „kurzsichtig“ abqualifizierte und darauf verwies, dass die deutsche Wirtschaft strukturell noch immer in guter Verfassung sei.

Das ist sie ja auch. Dasselbe gilt übrigens für den Staatshaushalt. Sorgen bereitet den Schuldenwächtern auch nicht die Gegenwart, sondern die Zukunft: Verlässt Griechenland die Eurozone, werden für die Deutschen Milliarden an Haftungen schlagend. Bleiben die Krisenländer in der Eurozone, ziehen sie Deutschland nach unten. Berlin hat sich als Hauptsponsor der Schulden- und Transferunion ja geradezu aufgedrängt.

Sollte Deutschland tatsächlich das AAA verlieren, wird sich das Land zwar weiterhin günstig verschulden können. Zumindest solange es anderen Eurostaaten noch schlechter geht und die EZB großflächig Staatsschulden ankauft. Innenpolitisch könnte sich ein verloren gegangenes Triple A freilich durchaus niederschlagen. Angela Merkel wird ihren Eurokurs angesichts der für 2013 angesetzten Bundestagswahlen wohl deutlich verschärfen.

 

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2012)

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22 Kommentare
Gast: unbeteiligter
26.07.2012 14:57
2 0

auch wenn es jetzt noch nicht so aussieht....

wird es doch so kommen, dass A.Merkel die Wahl 2013 nicht mehr gewinnen wird.

Auch die dümmsten Deutschen werden dann kapiert haben, dass A.Merkel die Deuschen scheibchenweise an die EU verrät.

tod der EU !

Die Deutschn haben zu zahlen. Basta!

Komisch, dass außer dem besessenen Herrn Schäuble, bei dem einen angesichts seiner bornierten Verschlagenheit ein böses Sprichwort zu seiner Physis einfällt, wohl niemand an die "Rettung" des Euro mehr glaubt, sich ausgerechnet die Linken zur unbegrenzten Finanzierung der Staatsbankrotteure Marke GR durch DE zu Wort melden.
Ohne die von Deutschland außerhalb (!!!!) der Eurozone durch Exporte erarbeiteten Überschüsse wäre der Euro schon wieder dort, wohin ihn bald nach seinem Start die Wallstreet-Bankster bekannter Observanz unter G.W. Bush in 2002 haben purzeln lassen: Von 1,17 auf 0,80 USD! Damals um den Euro ja nicht zu einem Konkurrenten des USD als Weltwährung geraten zu lassen. Damit sich dann die USA unbekümmert mittels Druck von Buntpapier mit -$-Zeichen weltweit billig Impoerte finanzieren konnten.
Dass die ganze Euro-Mailaise, die 2007 mit der von den USA ausgehenden Finanzkrise nach der Lehman-Pleite begann, politisch und finanziell an DE hängen bleben soll ist zu durchsichtig.
Ach ja, schon 1945 in Potsdam beschlossen die USA, GB und (noch) die Sowjets, dass der Lebensstandard in DE nie mehr über dem der umliegenden Länder sein darf. Damals erfolgten neben die Demontagen auch durch künstliche "Reparation"in Form von Transportleistungen, Kohlelieferungen usw. eine reale Zahlschuld der Deutschen.
Heute geht eine solche "Umverteilung" eben mittels Druck von Buntpapier (figurativ) und Zahlungen von DE (ndAT) an EZB, EU usw....

Die Zinsen für Deutschland können sehr plötzlich steigen

Deutschland kann sich auch nicht ewig weiterverschulden und haften für ganz Europa. Dazu ist die Deutsche Volkswirtschaft zu klein.

Dieses Wissen wird von den Finanzmärkten derzeit ignoriert, genauso wie sie 10 Jahre lang die schlechte Situation Griechenland irgnoriert haben.

Aber wenn sie sich darauf besinnen dann geht das ganz schnell mit dem Absturz.

Die Finanzmärkte reagieren eher wie eine Herde von Büffeln. Die bleiben lange ruhig aber wenn dann geht sofort los.

Man sollte sich daher auf die derezit niedrigen Deutschen Zinsen nicht so sehr verlassen.

Gast: Tourist
25.07.2012 00:49
2 14

Was fuer Mittle muss man zusich genommen haben um so einen Unsinn zu schreiben

Du kannst nix, Du bist nix. Du plapperst nur nach was Du wo anders gelesen hast. Schwache Leistung fuer einen Journalisten.

Antworten Gast: Gerne nur Gast
25.07.2012 09:18
8 0

charly linksaußen


und seine Klone, pardon Genossen.

Gast: Hadsche
24.07.2012 23:02
1 12

Noch gescheiter!

Der Strache der Wirtschaftskommentatoren hat gesprochen. Keine konstruktiven Ansätze, keine Lösungsvorschläge, kein Vorausblick, aber nachher immer viel g'scheiter.

Da hat er dann im Nachhinein vorher immer schon alles besser gewusst.

Schellhorn ist der Strache der heimischen Presse, oder der Gerhard Berger der Lösungen: Warat i, hät i.

Antworten Gast: Gerne nur Gast
25.07.2012 09:18
7 0

Hallo charly linksaußen


Sind wir wieder fleißig, Genosse?!

12 0

"keine Lösungsvorschläge"

Es gibt Situationen für die es einfach keine Lösung mehr gibt.

Wenn du mit 200 km/h auf eine Wand zurast, ist es egal, ob du 10 Meter vorher zu lenken oder zu bremsen beginnst - es wird ordentlich krachen!

Und genauso ist es mit dem Euro - da ist nix mehr zu retten.

Wie im April 1945: Nur mehr die dümmsten Betonköpfe glaubten noch an den "Sieg"

13 0

essen

essen will jeder, nicht jeder will bezahlen ( die boesen reichen sollen das machen)

Hr. Schellhorn hat recht, EU traum ist vorbei, egal was die Politiker hampelmaenner machen

Die frage ist nur ob sich Europa neu organisieren kann ohne Krieg.

Der breakup von Yugoslawien als Beispiel is ernuechternd.
Good Luck tu felix Austria.

Die Falle hat auch kräftig zupackende Federn.

Etwa die Lage in Spanien: Zehn Gründe für den Niedergang Spaniens. Da sollte einmal jemand ein e-Mail runterschreiben...
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-26641/das-naechste-opfer-der-euro-krise-zehn-gruende-fuer-den-niedergang-spaniens_aid_786172.html

Was keiner versteht

Obwohl immer mehr Geld gedruckt wird und vorhanden ist, wird es für alle zu wenig...ein schwarzes Bankenloch im internationalen Schwindlerimperium inklusive ihren politischen Wegbereitern?

Gast: Trankler
24.07.2012 18:55
8 0

eine Säuferleber

behandelt man ja auch mit einem Doppler pro Tag. Also nur so weitermachen mit der Verschuldung

"eurokurs...verschärfen"


echt? wie denn? wie kann man den von merkel verfolgten selbstmörderischen austeritätskurs, der die europ. wirtschaft gegen die wand fährt, denn noch "verschärfen"?

vielleicht indem man frank schellhorn zum deutschen finanzminister machen würde, aber sonst fällt mir jetzt akkurat nix ein, was die situation noch schlimmer machen könnte, als sie ohnehin schon ist.

oder hab ich was vergessen? gibts noch ein paar marktliberale wah.nv.orstellungen, die man noch ausprobieren könnte? ist ja eh nur die europäische wirtschaft die vor die hunde geht, da kann man ruhig ein bisserl herumexperimentieren...

Antworten Gast: Gerne nur Gast
24.07.2012 20:26
22 2

Charly linksaußen!

Im Prinzip herrscht hier ja Redefreiheit - auch für sie!
Aber warum können sie in ihren Suadern nicht einmal, NICHT EIN EINZIGES MAL, sachlich zur Sache, zum INHALT des jeweiligen Artikels, eine Aussage treffen?!
Warum müssen sie JEDESMAL dem Autor ans Bein Pinkeln, herumstänkern und mit leeren Schlagworten wild um sich werfen?!

Denken sie einmal darüber nach. Sie BELASTEN dieses Forum wie ein Schüler, der in die Klasse kommt und einen Mistkübel vor allen anderen ausleert, weil er sonst nichts zustande bringt.

Antworten Antworten Gast: Schamott
24.07.2012 20:57
4 13

Re: Charly linksaußen!

Einfach Andersdenkenden das Wort verbieten, so also sehen Ihre Ihre Wunschträume aus. Sagt eigentlich eh schon alles aus über Ihresgleichen.

Re: Charly linksaußen!


ich hab eine ganz sachliche frage gestellt: was meint der autor des obigen kommentras, wenn er von einer verschärfung des eurokurses durch fr. merkel schreibt? was soll das sein? das bleibt nebulos am ende so stehen.

völlig sachliche kritik, wie sie sehen. können sie mir eine antwort darauf geben?

Re: Re: Charly linksaußen!

lieber herr fox,

das problem ist, dass sie von einer anderen wirklichkeit ausgehen als franz schellhorn und die meisten poster hier. da sie zudem ihre kritik fast ausschließlich unsachlich vortragen, lässt sich auch selten jemand auf sie ein.

sie gehen davon aus, dass merkel und das böse deutschland die euro-zone brutal ausnutzen um exportgewinne wie dagobert duck zu erwirtschaften. alles natürlich auf kosten der armen unterdrückten südländer, die noch dazu unter dem von deutschland auferlegten spar-wahn-sinn leiden müssen.

diese "wirklichkeit" ist jedoch ein trugbild. leider eines, das von vielen medien und politikern vertreten wird. ob dies nun aus unwissenheit der einzelnen personen geschieht oder mit der absicht die wähler/den "souverän" vorsätzlich zu täuschen, ist in der sache unerheblich.

tatsache ist, dass die staaten im laufe der krise keine "austeritäts"-massnahmen vorgenommen haben, sondern das gegenteil. merkel hat sich darüber hinaus immer wieder insbesondere von frankreich und italien "weichklopfen" lassen, sodass die krisengipfel für die nördlichen länder bislang am ende immer negativ verlaufen sind. die krise wurde durch dieses feuer mit feuer bekämpfen, jedesmal schlimmer. wenn man merkt, dass die immer gleiche medizin den patienten nur noch kränker macht, ist es zeit, die medizin zu ändern anstatt die dosis zu erhöhen.

Re: Charly linksaußen!

wow, das hat gesessen :)

Antworten Antworten Antworten Gast: Schamott
24.07.2012 20:58
1 12

Re: Re: Charly linksaußen!

Sie sind recht leicht zu beeindrucken.

Antworten Gast: Bewunderer
24.07.2012 19:39
10 0

Re: "eurokurs...verschärfen"

schade, dass echte Wirtschaftsexperten wie charles james fox nicht mehr zu reden haben. Die wissen so gut, wie die Wirtschaftskrise geloest werden kann, aber leider laesst man sie nicht...

Re: Re: "eurokurs...verschärfen"

ja, da gehts mir wie frank schellhorn, keiner hört auf uns...

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast: Leser
25.07.2012 11:25
7 1

Re: Re: Re: "eurokurs...verschärfen"

Der Herr Schellhorn heißt "Franz" mit Vornamen, falls Sie vielleicht lesen können; "Frank", den sie vielleicht meinen, ist ein ganz anderer.

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