20.06.2013 09:38 Merkliste 0

Reicher sind wir leider nicht

JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Wer hat vom Euro profitiert? Die Österreicher jedenfalls nicht, sagt die UBS.

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Vorab: Die aktuelle Studie der schweizerischen Großbank UBS über die Gewinner und Verlierer des Euro (siehe nebenstehenden Bericht), die offenbar den Biertischen gegenüber den Euro-Ökonomen recht gibt, ist durch die offiziellen Daten nicht gedeckt: Aus den Zahlenreihen der OECD über die reale Entwicklung der disponiblen Haushaltseinkommen geht zwar wenig überraschend auch hervor, dass sich der Abstand zwischen den Peripherieländern und den „Lokomotiven“ verringert habe. Die Realeinkommen sind laut OECD aber auch in Deutschland und Österreich deutlich gewachsen, und nicht um bis zu 35 Prozent gesunken.


Allerdings: Bei allen Vorbehalten gegen eine mitten in der Eurokrise vom britischen Ableger einer schweizerischen Bank veröffentlichte eurokritische Studie – auch die OECD-Daten sind mit Vorsicht zu genießen. Die Unterschiede zwischen OECD und UBS basieren nämlich im Wesentlichen auf unterschiedlichen Annahmen über die Inflation. Und dass der harmonisierte Verbraucherpreisindex der EU mit der Realität im Supermarkt nicht viel zu tun hat (und viel zu tiefe Werte anzeigt), ist ja wohl evident. Die Wahrheit dürfte also irgendwo in der Mitte liegen. Das heißt: Reicher geworden sind wir in den vergangenen zehn Jahren jedenfalls nicht. Dass das am Euro liegt, wäre aber eine gewagte These. Denn die Wohlstandsstagnation ist ein Phänomen, das auch jene beklagen, die ihr Einkommen in Pfund oder Dollar beziehen.

 

josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.08.2012)

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68 Kommentare
 
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Gast: Be-obachter
22.08.2012 17:47
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Da ich seit rund 35 Jahren ein Haushaltsbuch führe,

habe ich einen klaren Überblick über Einkommen und Preise - Fazit ist: seit dem EU-Beitritt habe ich kontinuierlich Jahr um Jahr weniger im Börsel, obwohl ich ja biennale Vorrückungen sowie "Teuerungsabgeltungen" erhalte...

Verblödetes Volk!

Weiter unten schreibt eine(r), dass er(sie) für eine Wurstsemmel Euro 2,70 zahlt.
Preise im Supermarkt:
10 Semmeln..............................0,69 Euro
500g Wurstaufschnitt..................2,76 Euro
alles feinste Qualität, keine aufgewärmten Semmeln vom Bäcker, die gleich hart werden
1 Wurstsemmel..........................0,345 Euro

Jeder der sich ausnehmen läßt, ist selber schuld!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
22.08.2012 16:39
0 0

Re: Verblödetes Volk!?

Wenn Du selber, so wie Du geschrieben hast, den Einkauf für 1 Wurstsemmel tätigst, kostet Dich das 3,45 Euro.

Wenn Du nur Bedarf für 1 Wurstsemmel hast, dann musst die anderen 9 entsorgen und Deine Wurstsemmel kostet dann lässige 3,45 Euro!

Dass die 10 Semmerl um 0,69 ein Klumpert sind, das wissen reife Menschen sehr genau. Die früheren Semmerl waren, je nach Bäcker, von einer ganz anderen Qualität.

Bei der Wurst ist es auch so, dass es immer mehr Mehlwürste sind oder aber Geld für gute Ware verlangt wird, werden muss. Dein feiner Wustaufschnitt um 5,54 Euro / Kg ist eher eine Mehlwurst oder aber kein Preis aus Österreich. Da bekommst Du auch in Ungarn keine brauchbare Salami mehr.

Um die Trockenheit zu mindern wären auch Guckerl in angesagt. Kaufst Dir dann ein 5 Liter Glas an Guckerl für Deine eine Wurstsemmel um günstig einkaufen zu können?

Die Wurstsemmel um 2 - 3 Euro das Stück, nur brauchbare Materialkosten, kommt doch der Realität für Qualitätsware sehr nahe.

Re: Re: Verblödetes Volk!


Qui bono?

Gegen diese einfache Frage sind Krone-Leser, Strache-Fans und andere EU-/EURO-Phobiker resistent.
Der EURO steht in Kokurrenz zu Dollar, Pfund und Schweizer Franken. Ihn zu schwächen (durch in USA gefälschte Daten, die den Griechen den EURO brachten) oder schlecht zu reden (z.B. durch diese "Studie" der UBS) ist das gemeinsame Ziel.
Und dann versammeln sich alle volkswirtschaftlichen "Fachleute", wie die Herren Stronach, Strache, etc., um auf den EURO speziell oder die EU allgemein zu schimpfen; eine self fulfilling prohpecy.
Und im Sommerloch füllt solch ein Blödsinn alle Zeitungen.
Ursache der jetzigen Probleme ist eine von den Banken angeheizte Staatsschuldenpolitik; unabhängig von der Währung.

Antworten Gast: lodendodl
21.08.2012 19:24
1 0

Re: Qui bono?

Was eine "von den Banken angeheizte Staatsschuldpolitik" ist, wäre einmal zu definieren.

Und zum Auffrischen der Lateinkenntnisse empfehle ich http://en.wikipedia.org/wiki/Cui_bono
" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/Cui_bono



Re: Re: Qui bono?

Bei cui hat mir wohl mein Französisch einen üblen Streich gespielt - mea culpa.
Zu den "von den Banken....": Wer kauft(e) unbesicherte Staatsanleihen in großem Stil? Hätten die Banken diesen Ramsch nicht gekauft, wären z.B. die Griechen auf ihren Papieren sitzen geblieben - und hätten Lokführern nicht € 5.000 /m zahlen können; hätten keine /weniger Düsenjäger, Panzer, Autos... kaufen können.
Als Zulieferer wären wir allerdings auch betroffen.

Gast: unbeteiligter
21.08.2012 16:24
5 3

Die Eu ist das größte Lügengebäude der...

Weltgschichte und wird seine Jünger( Eu-Fanaten) unter sich begraben

und wisst ihr was-? das ist gut so

Tod der EU

Gast: Grunzi
21.08.2012 15:46
4 1

Was sagen unsere Politiker zu dieser Studie,

oder haben die das Köpferl wieder einmal im Treibsand versteckt???

Gast: phj
21.08.2012 15:32
7 0

Und dass der harmonisierte Verbraucherpreisindex der EU mit der Realität im Supermarkt nicht viel zu tun hat (und viel zu tiefe Werte anzeigt), ist ja wohl evident.

Genau das ist Punkt.
Der Warenkorb gehört überarbeitet.

Ich gebe heute für meinen täglichen Einkauf mehr aus, als vor 10 Jahren ( inflationsbereinigt ), obwohl sich im Wesentlichen die Einkaufsgewohnheit nicht geändert hat.
Von 1970 bis 2000 haben sich in etwa die Preise für meine Einkäufe ungefähr alle 10 Jahre verdoppelt.
Für eine Wurstsemmel mit Gurkerl zahlte ich einmal 3 Schilling, dann 6 ATS und dann 12 ATS
Heute zahle ich für eine solche Wurstsemmel
€ 2,70 das sind in ATS ca. 36,- obwohl sie nach meiner bisherigen Erfahrung nur ca. 25,- ATS / ca. 1,90 € kosten dürfte.


Gast: gerichtsdiener
21.08.2012 15:13
5 1

Reicher sind wir leider nicht

Aber dafür die Herren Strasser, Mensdorff, KHG und der Euroberater schon. Irgendwie muß sich das ja wohl ausgleichen.....

Gast: realo
21.08.2012 15:07
11 1

Gehn´s Herr Urschitz. Fragen Sie doch Meister Schellhorn, der wird ihnen etwas von den getürkten Inflationswerten erzählen. Wie es auch jede hausfrau kann, die nicht monatlich einen neuen Fernseher oder Laptop ersteht....

somit sind die Werte von UBS viel zu m ild angesetzt.

Urschitz mutiert auch schon zum Systemschreiberling

und versucht die traurigen Fakten schönzureden.
So wie Fischer, Faymann, Stepic, Spindelegger, Nowotny, Fekter und Konsorten immer betonen, wie die Österreicher von der EU und vom Euro profitieren. Das sind Lügen, wie sich nun herausstellt. Dieses Faktum - wider besseren Wissens - schönzureden zeigt nicht von verantwortungsvollem Journalismus.

Gast: Held der Arbeit
21.08.2012 14:02
10 3

Herr Urschitz

von Ihnen hätt ich mir mehr erwartet. Erstens: die offiziellen Zahlen der OECD sind genau die Zahlen, mit denne unserer Regierung ihre Bürger seit 15 Jahren ruhig stellt, und die jeder Depp als falsch identifizieren kann, der einfach mal seinen wöchentlichen Einkauf heute und vor zehn Jahren vergleicht. Insofern ein Dankeschön an die UBS, dass sie diesen mumpitz nun als solchen outet. Zweitens: was meinen Sie mit Realeinkommen sei gestiegen? Wenn mein Einkommen in den letzten 10 Jahren um 10% gestiegen ist, meine Lebenshaltungskosten aber um mehr als 35%, dann ist mein Realeinkommen gestiegen?!?!?

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Stumpfsinn

Aufgelegter Blödsinn. Seit 10 Jahren gibt es den Euro. Die Inflation betrug seither etwa 30%. Selbst bei gleichbleibendem Einkommen wäre der Verlust daher in Höhe der Inflation, also etwa 30%. Da aber alle Einkommen seither jährlich angehoben wurden, kleinere durch Sockelbeträge meist %ual sogar etwas mehr, kann diese Studie nicht stimmen. Es muss dafür einen Grund geben, warum sie gerade aus Schweizer Bankenkreisen kommt.........
Wäre die Studie richtig, wäre Österreichs Binnekonjunktur völlig eingebrochen. Schaut bitte auf Autokäufe, Urlaube, reisen etc. Richtig ist aber, dass es Reallohnverluste gegeben hat, seit wir EURO Land sind.

Antworten Gast: gast45
21.08.2012 14:18
4 1

Re: Stumpfsinn

sie vergessen den anstieg der schulden ..

genau damit wurde nämlich der einbruch der binnenkonjunktur verhindert .. so wie halt in griechenland, spanien usw auch ..

die griechen sind uns halt ein paar jahre voraus :-)

Antworten Gast: Held der Arbeit
21.08.2012 14:07
5 1

Re: Stumpfsinn

dass der tatsächliche Kaufkraftverlust in 10 Jahren nur 30% betragen hat glauben aber auch nur Sie. Informieren Sie sich doch mal, wie die offizielle Inflation gemessen wird (Zusammensetzung des Warenkorbs, berücksichtigung von Qualitätsfaktoren etc.). Als nächsten Schritt, versuchen Sie sich daran zu erinnern, wieviel Sie für ausgewählte Produkte des täglichen Bedarfs vor dem Euro gezahlt haben und schauen Sie dann, wieviel diese Produkte heute kosten. Dann wird Ihnen ein Licht aufgehen. Oder auch nicht; dann grüßen Sie bitte den Weihnachtsmann (oder das Christkind, wieauchimmer) und den Osterhasen von mir recht lieb.

Gast: b745
21.08.2012 13:33
2 8

der schüsselkurs ist voll aufgegangen

die reichen versorgen und die arbeitnehmer auspressen

8 2

Re: der schüsselkurs ist voll aufgegangen

Schüssel ist seit 6 Jahren aus der regierung, aber du liegst immer noch im Stammtischdusel und weißt nicht, dass seither deine Genossen Gusi und Fay das Ruder in der Hand haben

Gast: Also, wo ist das Geld
21.08.2012 13:00
7 3

und warum sinken Löhne?

1) Die Privilegien der Beamten, Bonzen und Promis wachsen ungebrochen. So STIEGEN die Beamteneinkommen erheblich, während Angestellte und Arbeiter erhebliche Einbußen hinnehmen mußten. ZUletzt wurde die Parteienförderung etwa verdoppelt. Wer zahlt? Der sogespottete "Normalo".

2) Migrationskosten und Schäden der importierten Kriminalität. Lohndumping in immer mehr Bereichen, Kosten für beitragsmäßig ungedeckte Sozialleistungen, Bereitstellung von Sozialwohnungen, überproportional häufig Leistungen der Arbeitslosenversicherung, reihenweise erstaunlich frühe BU-Pensionen ohne Beitragsdeckung, noch dazu mit großer Ausgleichszulage wegen geringer Frauenbeschäftigungsqoute, Mehrkosten im Gresundheitswesen, zusätzliche Lehrer, Mehrkosten des Strafvollzuges und uneinbringliche Schäden - das alles überlastet REALWIRTSCHAFTLICH Infrastruktur und Leistungsfähigkeit.

Aber daran darf ja nicht gerüttelt werden....

Also weiter Lohnschrumpfen und Sozialabbau für die inländische Restbevölkerung.

Leider verstehen viele nicht, dass das Volksvermögen ohne Krieg STEIGT !!


Somit ergibt sich die Frage der Verteilung, die in Österreich von ökon. halbgebildeten Einflüsterern aus der unSozialpartnerecke beantwortet wird.

ECHTES Wachstum ist grob gerechnet "veröffentlichtes Wachstum" ABZÜGLICH NEUVERSCHULDUNG !!!

Und STEHT seit 2000. Denn wir fahren Pseudosozialismus zu LASTEN der KINDER !!!


Gast: b745
21.08.2012 09:37
4 9

seit 2000 so ein zufall

da war schüssel kanzler und hat schwarzblau versorgt und die bürger asgraubt mt erfolg wie man sieht

Re: seit 2000 so ein zufall

Und seit 2006 stellen die Sozialdemokraten den BK.
Und sie werden mir jetzt genau erklären, was sich an dem von ihnen kritisierten System geändert hat.
Sie meinen doch nicht etwa die Geldverschwendungsaktionen 2008, wo man aus wahltaktischen Gründen noch schnell einmal ein paar Mille in den Sand gesetzt hat?
Sie wissen schon, dass sich seit der Wahl 2006 der Sozialindex in Österreich konstant nach unten bewegt hat?
Sie wwissen auch, dass seit 2006 Österreich - egal auf welchem Gebiet - innerhalb der Staatengemeinschaft Platz um Platz (Wohlstand, Umwelt, Sicherheit etc.) verliert?
Sie wissen auch, dass seit 2006 die Abgabe und Steuerquote in Österreich neue Höhen erklimmt und man weit von der Steuerquote eines geschmähten Herrn Grassers entfernt ist? (41% zu jetzt fast 44%)
Wenn ich mir beim Schreiben so auf die Finger schaue, da könnte ich doch fast diese Regierung in die Kohlsche Wüste Gobi und die Alte Regierung wieder auf die Regierungsbank wünschen.

Re: Re: seit 2000 so ein zufall

also lieber wieder strasser grasser und die ganzen Helden? Sie wissen schon auch das seit 2008 sowas wie wirtschaftskrise ist gell? aber sind das sind nur ein paar denkanstöße

Re: Re: Re: seit 2000 so ein zufall

Und ich weiß auch, wer seit 2008 an den Hebeln der Macht herumpfuscht und wer daher zumindest zum Teil für diese Wirtschaftskrise verantwortlich ist. Sie wissen das auch, oder?

Re: Re: Re: Re: seit 2000 so ein zufall

Ich würde einmal stark annehmen unsere großartigen schwarzen Finanzminister. Auch wenn Grasser kein ÖVPler war (oder zumindest nur halber oder was auch immer) ist das Finanzministerium seit 2000 nicht in Hand der SPÖ.

 
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