23.05.2013 08:44 Merkliste 0

Armut als Perspektive

JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Grenze zwischen Pension und Sozialhilfe zu verwischen kann ins Auge gehen.

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So besonders neu ist das ja nicht, dass die umlagebasierten Pensionssysteme überall in Europa auf den finalen Crash zusteuern. Wenn man die Grundrechnungsarten beherrscht und diese in die Betrachtung der demografischen Prognosen einfließen lässt, dann stellt es einem sehr schnell die Haare auf.

Was sich jetzt in Deutschland anbahnt, gibt der Pensionsmisere freilich eine neue Dimension: Ab 2030 könnten alle, die (auf heutiger Basis) 2500 Euro oder weniger verdienen, in der Pension auf Sozialhilfeniveau fallen. Das bedeutet ein ungeheures Ausmaß an Altersarmut und ein ebensolches an Demotivation.

Ab dann wird es für die meisten Deutschen im Alter völlig unerheblich sein, ob sie 35 Jahre lang gearbeitet und Beiträge gezahlt oder ob sie ebenso lange „gehartzt“ haben, ohne auch nur einen Cent beizusteuern. Da werden sämtliche Motivationssysteme, die durch immer stärkere Angleichung von Mindestlohn und Grundsicherung ohnehin schon angeknackst sind, völlig zertrümmert. Ob das eine auf das Wechselspiel von Leistung und Belohnung hingetrimmte Industriegesellschaft auf Dauer überlebt – das darf heftigst bezweifelt werden.

Die einzige Alternative heißt wohl spätere Pensionierung. Darauf müssen sich Beschäftigte und Betriebe jetzt schnellstens einstellen – ob sie das wollen oder nicht.

 

josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2012)

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26 Kommentare
 
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Volkspension ohne Beitragswahrheit

Der Weg in die antimotivierende Volkspension mit ihrer „Konsumkraftharmonisierung“ ohne Konnex zu eingebrachter Leistung ist auch hierzulande vorgezeichnet. Völlig gelöst von jeder Beitragswahrheit werden Pensionserhöhungen Jahr für Jahr „sozial gestaffelt“ und damit die brutale Progressionswirkung noch verschärft. Lange- und viel Einzahlende erleiden ununterbrochen gravierenden Kaufkraftverlust durch die de facto längst weit über der offiziell ausgewiesenen Höhe liegenden Inflation.

Wer, der rechnen kann, sollte, die „Korridorpension“ mit ihrer Möglichkeit, gegen „Zuschläge“ die Pensionsbezugszeit freiwillig zu verkürzen, wählen – angesichts solcher Zustände? Doch durch dieses Stilllegen der Leistungspotenziale wird alles noch ärger ... !


Gast: Zweifel tut not
04.09.2012 14:50
0 2

Der Artikel ist zu kurz!

In Deutschland will man die Rentenbeiträge verringern. Dazu ist es nötig die Ersatzrate der Renten zu erniedrigen. Von bisher 51% auf 53 %!
Das führt dazu daß das Rentenniveau allgmein sinkt. Jene, die in Zukunft knapp 2000€ verdient haben werden bekommen dann nur 700€ Nettopension. Zu diesem Zweck will Ursula von der Leyen einen Zuschuss einführen.
Derweil haben die Sozialversicherungen enorme Rücklagen gebildet. Man spricht von 50 Milliarden Euro und es werden noch mehr. Die CDU-CSU macht halt ihre Politik: Runter mit den Renten, runter mit den Beiträgen.
Vom finalen Zusammenbruch des Rentensystems ist nirgendwo was zu bemerken, in Deutschland!

Re: Der Artikel ist zu kurz!

wäre mir aber lieber: jetzt weniger einzahlen und später weniger bekommen. man kann ja sparen wenn man mehr haben will. aber gerade in jungen Jahren braucht man Geld um in die Zukunft zu investieren; um meine beruflichen Ziele zu verwirklichen brauch ich jetzt geld für Ausbildung etc, dann kann ich mir das Geld für Pension auch selber ansparen.

wir sollten auch mehr im Jetzt leben. wer weiss schon, ob er das Rentenalter erlebt. dieses Leben auf die Pension hin in westlichen Ländern ist doch etwas pervers

Gast: Gast: Leser
04.09.2012 14:47
1 0

Spätere Pensionierung

Das Pensionsalter wurde in Deutschland ohnehin schon auf 67 (für Männer und Frauen) angehoben - daher ist die spätere Pensionierung ja schon durchgeführt. Wenn das nicht sehr bald auch bei uns passiert, sehe ich tatsächlich die ärgsten Probleme - und nicht erst ab 2030.

1 0

doch

es geht wohl darum fuer ein regime die haftung uebernehmen zu muessen, das wird aber scheitern, da die risken fuer diese gruppe zu gross sind. und es freut sich jeder wenn dieses system der korruption scheitert.

Gast: Tourist
04.09.2012 02:24
0 9

Herr URSCHITZ, Sie moegen zwar die Grundrechnungsarten beherrschen, welche man auf der Volksschule lernt

von Oekonomie haben Sie aber keine Ahnung.

Hr. Urschitz

glauben sie wirklich,dass man in einer hochtechnologisierten Wirtschaft wirklich noch Arbeiter braucht, die in eine Bude gehen, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen.

Leider falsch!
Man braucht motivierte ITler und Automatisierungstechniker, die den Unternehmern vollautomatische Anlagen hinstellen, damit diese effizient produzieren können. Die Liste der Branchen mit Mangel an Facharbeitern bestätigt das. Im Bau werden noch viele gebraucht, weil dort die Automatisierung noch sehr klein ist. Aber das kommt noch (Fertigteilhäuser, mehr Maschinenunterstützung, ...)

Und glauben sie wirklich, dass sich diese Nerds von Geld motivieren lassen. Die machen dass, weil sie sich selbst verwirklichen wollen.

Warum sollte man 2025 noch BWLer brauchen? Das bisl Controlling macht die Software, HR ist nicht notwendig, weils ja keine Arbeiter gibt und den Rest kauft man von anderen Unternehmern zu.

Und warum sollte man 2025 noch Journalisten nach heutiger Machart brauchen? Die Entwicklung sehen sie ja in ihrer Branche selbst.

Und warum sollten wir noch Arbeiten, wenn das Maschinen viel besser können? Endlich können wir uns um die Oma kümmern, stricken lernen, perfekte Blogger und Poster werden, ...

Arbeiten wird hoffentlich irgendwann auch zu den Selbstverwirklichungsdingen gehören wie die anderen auch.

Re: Hr. Urschitz

ITler und Automatisierungstechniker können aber meist nicht gut verkaufen, beraten
Je mehr Technik wir haben desto mehr Beratung wir notwendig ... mir wird es jetzt schon zuviel, wer wenig Zeit hat braucht Dienstleister

ganz zu schweigen von Sozialen Berufen, Gesundheit, Weiterbildung etc



Re: Re: Hr. Urschitz

Die Techniker müssen nicht verkaufen. Das macht der Unternehmer, der die Techniker angestellt hat.
Und wenn es ihm zu viel ist, dann holt er sich einen anderen Unternehmer (=Freund) ins Boot.
Die IT/Automatisierungs-Unternehmen selbst werden klein, effizient, effektiv, projektorientiert und flexibel sein.
Dienstleister werden nur gebraucht, wenn man eine "Effizenzsteigerung einkauft". Die ist natürlich auch automatisiert.

zu Gesundheit: Dass ich nicht lache: Siemens kann bereits beim Eintritt in einen Raum automatisch feststellen, welche Hauterkrankungen die Person hat.
Diese Entwicklung wird so weitergehen. Es wird nur mehr ein paar hochbezahlte Spezialisten geben, die die "schwierigen" Diagnosen stellen und die Verantwortung übernehmen. Große Krankenhausbetriebe können verkleinert werden.

Zu Weiterbildung: ed.ted.com & http://www.khanacademy.org/ sind 90% der österreichischen Lehrer und Ausbildner überlegen. Warum sollte ich nicht zu den 10% gehen, die dann meine Spezialfragen beantworten?

Zu sozialen Berufen:
Die sind derzeit "Berufe" weil unsere Welt auf Erwerbstätigkeit ausgelegt ist. Wieso sollte das in einer Welt, wo man nicht arbeiten muß so sein. Warum übernimmt man die Betreuung nicht selbst? Warum macht man das nicht aus Spaß/Wille zur Erfahrung?
Es wird sicher viele berufstätige Menschen in dem Bereich geben, aber die meisten würden dann freiwillig ihre Leistungen bringen. Und das klingt doch eher nach einer emotionalen Verbesserung für alle Beteiligten.

Re: Re: Re: Hr. Urschitz

Österreich ist ein Teile der Welt, Zuwanderung wird Österreich immer wieder konservativer (auch arbeitstechnisch) machen, auch weil Einheimische weniger werden....

Antworten Gast: ökono-mist
05.09.2012 03:06
0 0

Re: "Hr. Urschitz"


@ jordi.laforge (wohl abgeleitet von Paul Lafargue?):

Sie haben bestimmt das Buch "Weniger arbeiten - besser leben" (Untertitel: "Der Endsieg des Kapitalismus") von P. M. Lingens und F. G. Hanke gelesen. Hab' ich recht?

Re: Re: "Hr. Urschitz"

Danke für den Hinweise.
Nein nicht, ich kenn das Buch nicht, werde ich mir aber ansehen.

Eigentlich bin ich ohne Buch hineingefallen:
Begonnen hat es mit dem "Trittbrettfahrer"-Problem und "rerum novarum" begonnen, dann kommt man zu Genossenschaftssystemen, irgendwann zu technologischer Entwicklung und Automatisierung, dann zu bedingungslosem Grundeinkommen, ...

Und irgendwann 2011 bin ich über
Rifikin "Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft" (voi oid, das Teil) gefallen und drauf gekommen, dass der Typ genauso denkt wie ich, ich aber andere Schlüsse ziehe.
Ich glaube nämlich nicht, dass jemand irgendwie arbeiten muss, sondern arbeiten zur Selbstverwirklichung (nach Maslow) gehört.


2 0

Re: Hr. Urschitz

Schöne Utopie.

Nur halt etwas weit weg von der Realität. Natürlich ersetzen Maschinen teilweise Arbeiter. Jedoch zu glauben, dass wir eines Tages ganz ohne diese auskommen werden, ist einfach nur naiv. Z.B. wenn bei einer Maschine ein mechanischer Teil ersetzt werden muss (Verschleiss oder Bruch) macht das nicht der Automatisierungstechniker, sondern immer noch Schlosser, Schweißer, Elektriker, der Techniker gibt lediglich die Anweisungen. Eine menschenlose Vollautomatisierung, wo alles nur noch von Maschinen erledigt wird, ist jedoch Science Fiction und wird das noch sehr lange bleiben, falls nicht gar für immer. Auch 2025 wird es jedenfalls Controller, BWLer, Schlosser, Schweißer usw. geben.

Re: Re: Hr. Urschitz

Fiat hat in den 90ern die erste vollautomatische Fabrik gebaut. Dort drin gehen keine Menschen, weil es viel zu gefährlich wäre. Das ist in vor 20 Jahren.

Und wenn etwas getauscht wird, wird der komplette Roboter getauscht. Ist billiger als ein Schlosser.

Wegen Wartung:
Bei der Papierfabrik bei uns in der Nähe betreut eine Wartungsmannschaft 6 Maschinen. Früher brauchte man die gleiche Mannschaft für eine Maschine pro Schicht.
Warum brauchen sie noch so eine großte Mannschaft? Weil die erste 4 kleinen Maschinen noch alte Bauart sind. Die 2 neuen produzieren mehr als die 4 alten und brauchen defakto niemanden.

Riesige Kraftwerke wie Theiß werden von einem Mann betreut. Manchmal kommt der Haustechniker, der Lampen wechselt und so.

Die Anlage laufen alle wartungsfrei. Die Steuerung übernehmen Computer und dann gibt es Ausgebildete, die das Überwachen.

Ich glaube nicht, dass man ganz ohne Arbeit auskommen wird, aber wir werden dorthin kommen wo die Landwirtschaft jetzt ist: 3-5% der Arbeitskräfte pro Sektor. Und sind wir verhungert? Eher im Gegenteil.

Also 15% aller werden Arbeiten, und das sind Spezialisten.
Und wozu brauch ich einen Controller? In einer modernen Fabrik bekommt der Entscheidungsträger täglich aktuell die Werte von den Maschinen präsentiert. Er kann die Entscheidung selbst treffen.
Controller braucht man vielleicht als Anforderungssteller an Controlling-Software. Aber dafür muß er nicht in der Firma arbeiten.


Re: Re: Re: Hr. Urschitz

Wir leben immer mehr in einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Da kann man nur begrenzt automatisieren. Das hat natürlich Auswirkungen auf bestimmte Berufsgruppen, aber um die Controller mache ich mir weniger Sorgen.

PS: Die Enterprise hat bspw. auch über 1000 Besatzungsmitglieder, obwohl viele Prozesse automatisiert wurden.

Re: Re: Re: Re: Hr. Urschitz


Ich halte es da mit Hrn Liessmann: http://www.misik.at/die-grossen-interviews/werden-wir-immer-dummer-herr-liessmann.php

PS: Ein paar Bemerkungen zu den vielen Leuten auf der Enterprise:
Wie lange muß ein Besatzungsmitglied durchschnittlich pro Woche arbeiten? 10 Stunden, weniger?
Welche Aufgaben werden erfüllt:
- Management/Diplomatie (=Brücke)
- Wissenschaft: Ist eigentlich purer Luxus, der nur betrieben wird, weil man sichs leisten kann, und weils interessant ist
- Militärs: Im Ernstfall müssen schnell viele Leute zur Verfügung steheh. Die Hackeln grundsätzlich gar nichts, sondern sind im Dienst.
Gibts irgendwelche "Erhaltungsarbeiten"? Kaum, außer in der "Kantine", aber dort ist es eher Hobby oder weil man sozialen Kontakt haben will

Genau dort will ich hin! Arbeiten trägt zur Selbstverwirklichung bei. Dass man die Soldaten noch braucht, würde ich auf: "Naja irgendwelche Folgen müssen wir auch drehen, sonst gibts gar keine Action" zurückführen.

Re: Re: Re: Re: Hr. Urschitz

Sagen sie mir einen Dienstleistung wo der bedarf nicht geringer wird?

Vielleicht bei den Friseuren noch, aber auch dort.
Tourismus: Staubsaugerroboter, Buffet, Roboter zum Bettmachen, ...
Bildung: schon mal ed.ted.com gesehen. oder http://www.khanacademy.org/ ausprobiert. Warum sollte ich mich von einem inkompetenten Lehrer, der mir vor die Nase gesetzt wird, noch was erklären lassen, wenn ich top aufbereitete Erklärungen mit zu Machender Hausübung zu bekommen.

Gerade der Dienstleistungbereich wird viel stärker an Menschen verlieren, als die Industrie.

Re: Re: Re: Re: Re: Hr. Urschitz

Sie geben sich die Antwort ja schon selbst: Management/Diplomatie, Wissenschaft, und dergleichen. Und einen weiteren Faktor von höherer Automatisierung haben Sie auch entdeckt - kürzere Arbeitszeiten. Auch wenn ich nicht glaube, dass Picard und Co. nur 10 Stunden die Woche arbeiten.

Schlosser, Schweißer und Elektriker gibts weiterhin,

eher sogar noch mehr als vor der Welle der Automatisierung.

Was wegfällt sind nicht die klassischen Facharbeiterjobs (außer in sterbenden Branchen), sondern die ungelernten und angelernten Kräfte.

Die "Hofpartie" oder der Portier ist bei den heutigen Lohn- und Lohnnebenkosten einfach nicht mehr rentabel.

Tragisch ist, daß die betreffenden Personen meist nicht ohne Grund derartige Berufe ausübten und deshalb kaum eine Alternative haben.

2 0

Re: Re: Re: Hr. Urschitz

Erzählen Sie mir bitte nichts über Papiermaschinen. Ich kenne die nämlich nicht nur aus Erzählungen, sondern aus erster Hand. Ja, man braucht da heute weit weniger Arbeiter wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Eine menschenlose, vollautomatische Papiermaschine ist jedoch immer noch Science Fiction. Da wird nach wie vor jede Menge kaputt bzw. verschleißt. Es reicht eine Wartungsmannschaft aus für eine prinzipielle Überwachung. Sobald aber ein gröberer Defekt auftritt, muss aber Verstärkung angefordert werden bzw. helfen die Arbeiter der Bedienungsmannschaft mit. Ohne Menschen läuft da gar nichts und so ist es sicher auch in dieser angeblich vollautomatischen Fiat-Fabrik. Wenn da ein Roboter stehenbleibt, weil z.B. ein Kabel locker geworden ist, dann wird man sicher nicht den ganzen teuren Roboter tauschen, sondern ein Elektriker wieder das Kabel befestigen. Gleiches gilt für die Kraftwerke. Zur Überwachung einer funktionierenden Maschine brauche ich sehr wenig Arbeiter, bei Reparatur und Wartung sind sie jedoch noch auf lange Zeit unersetzlich.
Von den Arbeiten eines Controllers haben Sie außerdem auch recht wenig Ahnung. Denn dessen Aufgabenfeld besteht nicht nur darin allerlei Finanzdaten an den Geschäftsführer zu melden. Ein Ersatz durch eine Maschine ist jedenfalls vollkommen illusorisch.

Gast: badbankermacht
03.09.2012 20:56
3 1

noch länger arbeiten für diese banken und korrupten länder als einzige alternative zu sehen - ist schon ziemlich dreist und reiner populismus im interesse der geldmärkte


Gast: Glasauge
03.09.2012 20:41
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leider falsch: Die einzige Alternative heißt wohl spätere Pensionierung



Die wirkliche LÖSUNG heißt Einheitspension - dann gehen sich sogar € 1.500 für JEDEN aus.

Wer mehr will soll privat vorsorgen. ASVG-Pensionen sind schon jetzt zu 96 Prozent gedeckt. Beamtenpensionen und Urschitz´(Traumpension umgelegt aus der Presseförderung) sind es NICHT. Urschitz, Sie und Ihre beamteten Haberer liegen UNS auf der Tasche. Dafür bin ich nicht bereit bis 75 zu arbeiten.

Gast: phj
03.09.2012 20:27
0 0

Die einzige Alternative heißt wohl spätere Pensionierung

S.g. Hr. Urschitz,
es gäbe auch noch folgende Alternative:
So wie bei den GGk wird auch solidarisch in einen (1) Pensionsfond eingezahlt.
Dann wird es halt eine Einheitspension bzw. Mindestpension geben.
Wer mehr verdient kann sich privat versicherungsmässig absichern.

Gast: Be-obachter
03.09.2012 18:43
0 1

Nein, es macht schon einen Unterschied!

Stellen Sie sich vor, die Anzahl der "Harzer" steigt gegen 100 Prozent. Binnen kürzester Zeit kriegt gar keiner mehr was, schon gar nicht die Harzer.

Damit dieses Szenario nicht Wirklichkeit wird, bedarf es sinnvoller Maßnahmen.
Wenn jedem Harzer eine angemessene Beschäftigung zugemutet wird (z.B. im kommunalen Bereich), dann fällt der Anreiz zum mutwilligen Harzen weg.

Re: Nein, es macht schon einen Unterschied!

Bitte beschäftigen Sie sich - wie auch der Autor des Artikels - eingehender mit Hartz 4. "Mutwilliges Hartzen" gibt es praktisch nicht mehr, da die Leistungen entsprechend "Hartz 4" im Falle von Arbeitsfähigkeit gestrichen werden können, wenn keine von den ARGEn (=Deutschlands AMS) angebotene Tätigkeit angenommen wird. Es hat sich in den letzten Jahren eine regelrechte "Hartz 4" Industrie gebildet, wo diverseste Firmen auf "Hartzer" als vom Steuerzahler quersubventionierte Billigsarbeiter zurückgreifen können (unter anderem die Kirchen !!!, große Versandhäuser, etc).

Desweiteren gibt es auch die "angemessenen Beschäftigungen im kommunalen Bereich" schon lange, das Fiasko heißt "1 Euro Job" und hat massenweise reguläre Anstellungsverhältnisse in den Kommunen (zB Gärtner und ähnliches) vernichtet.


Antworten Antworten Gast: Be-obachter
04.09.2012 16:50
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Re: Re: Nein, es macht schon einen Unterschied!

Auch bei uns in Österreicher müsste ein Notstandshilfebezieher JEDEN angebotenen Job annehmen. Nur passiert das halt nicht, da wird ganz grob getrickst.
Und was in Österreich möglich ist, gibts in Deutschland schon lange

 
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