19.05.2013 05:00 Merkliste 0

Der Euro und die fahrlässige Krida

JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Eurostaaten werden ihre Sanierungsprogramme noch einmal nachjustieren müssen. Wir nicht: Wir haben noch keines.

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Um den Eurokurs muss man sich derzeit keine Sorgen machen: Der ist jetzt ungefähr dort, wo er kaufkraftmäßig hingehört. Und wo er der exportorientierten Industrie nicht mehr gar so schadet wie während der Höhenflüge der vergangenen Jahre.

Beunruhigender sind schon die im Hintergrund wirkenden Kräfte, die den überbewerteten Euro so schnell „normalisiert“ haben: explodierende Staatsdefizite, weitere drohende Rating-Abstufungen europäischer Staaten, eine schwelende Bankenkrise, die jederzeit wieder ausbrechen kann. Es ist noch keineswegs ausgemacht, dass ein neuerliches Abtauchen in die Rezession (der gefürchtete Double-Dip) verhindert werden kann. Und es ist noch keineswegs ausgemacht, dass wir aus der Krise ohne größere Blessuren herauskommen werden.

Was festzustehen scheint, ist, dass die Konjunkturforscher (deren Prognosemodelle in dieser Krise freilich schon einmal, nämlich 2007/2008, versagt haben) zu optimistisch sind und dass viele europäische Regierungen ihre angekündigten drastischen Sparprogramme noch einmal werden verschärfen müssen.

Uns kann das nicht passieren, denn wir haben (außer ein paar globalen Budgetzielen ohne konkreten Inhalt) noch keines. In einer derartigen Situation wegen ein paar Landtagswahlen Reformen um Monate aufzuschieben – das ist wirklich der Gipfel der Verantwortungslosigkeit. Eine Art fahrlässige Krida, die die Regierung da aus Feigheit vor dem Wähler betreibt.


josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.06.2010)

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52 Kommentare
 
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Gast: nzz
03.06.2010 11:54
0 0

woran Europa wirklich krankt!

das sollte man schon lesen!
Das Europa der hedonistischen Technokraten.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/der_fluch_des_anspruchs_1.5856667.html

Gast: ET
03.06.2010 10:27
0 0

Die wirkliche fahrlässige Krida!

Der Wahnsinn der finanziellen Staatsgebarung!

www.wiwo.de/finanzen/galerien/staatsverschuldung-in-europa-908/2/oesterreich-irland-daenemark-luxemburg.html

"Nicht nur die Schulden in den Staatshaushalten sind alarmierend. Viele Regierungen stellen ihren Bürgern auch ungedeckte Schecks aus. Denn zu den offiziellen staatlichen Schulden kommen auf die Haushalte zudem hohe Belastungen aus Pensions- und Rentenansprüchen von STAATSBEDIENSTETEN (Neugebauers Klientel, eindeutig ÖVP!) zu. Addiert man diese zu den offiziellen Schulden und setzt sie ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, beträgt die Schuldenquote schnell ein Vielfaches der amtlichen Zahl"

Österreich hat nach dieser Berechnung: 410% des BIP als Verschuldung!

Das sind dann 1.100 Mrd. Euro, oder auch 314.000.- Euro pro Haushalt.

Es ist ja kein Geheimnis, das es im Parlament eine Dominanz von Beamten und Funktionären der geschützten Bereiche gibt. Diese nutzen die Macht schon lange um selber voll abkassieren zu können. Wie stark die exzessive Umverteilung schon ist, können die Österreicher schon länger beobachten, wenn diese die Leistungsanforderungen und deren Entlohnungen beobachten.

Die Daten der wiwo zeigen aber deutlich auf, dass es so weiter gehen muss. Rechtlich ist alles perfekt vorbereitet, es wurde ja der Vertrauensschutz geschaffen. Damit kann die große Masse der Österreicher in Zwangsarbeit gehalten werden. Neue Steuern zur Finanz. sind ja schon geplant.

Das hat mit dem Euro nichts zu tun!

Gast: pour le mèrite
02.06.2010 18:40
2 1

Herr Urschitz, es gehört schon eine große Portion Dummheit dazu,

den unkontrollierten Taumel der Euro Währung in den Keller auch noch als Segen darzustellen.

Eine starke und stabile Währung ist der Gradmesser der Wirtschaftskraft und des Wohlstandes eines Volkes.

Fakt ist, der Euro wurde durch Club Med und Ostblock weich wie Butter.

Die dummen dabei sind wir und die Deutschen, die schlußendlich mit dem Niedergang des hart erarbeiteten Wohlstandes dafür zahlen müssen, daß ein paar unbelehrbare EU Dodln nicht einsehen wollen, daß ihr Experiment völlig gescheitert ist.

Re: Herr Urschitz, es gehört schon eine große Portion Dummheit dazu,

Unkontrollierter Taumel des Euro?? Liegt dzt. bei 1,2205!!!
Der Euro ist nicht wegen des Ostblocks schwach wie Butter (Welche ehemaligen Ostblocklaender sind EURO Laender?)
Der EURO ist nicht schwach sondern bewegt sich auf einem ihm entsprechenden Niveau. Aus der Sicht vieler Analysten ist ein Kurs zwischen 1,15 und 1,30 angemessen.
Ich bin auch kein Anhänger des Euro, und ich muss IHnen was die "paar unbelehrbare EU Dodln" betrifft leider Recht geben. Aber in erster Linie wegen der Art und Weise wie mit den Steuergeldern und der Zukunft der künftigen Generationen gespielt wird nur um den Banken das Risiko, dass diese übrigens im Vorfeld durch höhere Prämien abgedeckt hatten, abzunehmen.
Diese Hilfen waren keine Hilfen für die schwachen Länder sondern nur Hilfen für die jeweiligen nationalen Banken!!!

Faymann und Pröll verursachen betrügerische Krida


Österreich hat als einziges Euroland noch keinen Sanierungsplan vorgelegt. Wegen Voves und Häupls LANDESWAHLEN.

Damit riskieren Faymann und Pröll, kurz D&D, ganz bewusst die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte. Und das kann teuer werden.

Eine Rating-Abstufung würde Österreich hunderte Millionen an zusätzlichen Kosten bringen. Und damit noch mehr Sanierungsbedarf. Und Arbeitslosigkeit. Und Wettbewerbsfähigkeit. Und Wohlstandsverlust. Aber das ist D&D egal, das nehmen sie in Kauf.

Man muss kein Miesmacher sein um zu behaupten, dass die gegenwärtige Regierung die intellektuell Schwächste der zweiten Repiblik ist. Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Gemeinwohl, zugunsten der Parteiinteressen ist einziges Programm.

Das was diese Regierung D&D am besten kann: Sprechblasen erzeugen, Medien beeinflussen und (mittels Inserate) schmieren. Diese gekauften Medien sind es wieder, die, in Tateinheit mit dem wirtschaftlichen Unwissen der Bevölkerung, eine Wählerschar verdummen, die den Politikern die ständige Wiederwahl sichert.

Diese insbesondere wirtschaftspolitische Verdummung der Österreicher ist aber auch Hauptgrund dafür, dass es GAR KEINE SERIÖSE, ERNSTZUNEHMENDE PARTEI in Österreich gibt. Im Parlament sitzen fünf mehr oder weniger linkspopulistische Umverteilungsparteien (die FPÖ ist nur beim Thema Ausländer rechts, ansonst schlimmer als die SPÖ), so dass nur mehr auf Hilfe von Außen (Sparzwang EZB, IWF, Ratingagenturen,...) zu Hoffen ist.

Wobei, siehe ET weiter unten, D&D auch beim Sparen nur DAU produzieren: Dümmste Anzunehmende Unterfangen. Die Eisenbahn zB. spart nicht bei den 42.000 unterbeschäftigten und überbezahlten, im DURCHSCHNITT!!! mit 51 in Pension gehenden Mitarbeitern. Nein, man spart nur bei den INVESTITIONEN!

Das ist Österreich 2010!

Antworten Gast: ET
02.06.2010 15:41
0 0

Re: Faymann und Pröll verursachen betrügerische Krida

Österreich 2010 gut beschrieben.

ET macht nun eine Vorschau auf Österreich 2013 - 2015:

Nur die nominellen Staatsschulden werden die Planung des BMF von 247 Mrd. Euro für 2013 um etwa +20% verfehlen. Damit wird Österreich einen Schuldenstand von offiziellen 300 Mrd. Euro haben.

Dazu kommen die Schulden, welche von den Gebietskörperschaften ausgelagert wurden und die Verbindlichkeiten, welche aus den exzessiv verwendeten Leasingverträgen der öff. Hand bestehen. Auch diese Verbindlichkeiten kosten, wenn auch die Zinsen in der Rate versteckt sind.

Alle Schulden zusammen werden dann wahrscheinlich bei über 500 Mrd. Euro zu liegen kommen.

Das wird auch von den Finanzmärkten bemerkt werden, die Bonität von Österreich wird korrigiert werden. Das wiederum zieht dann stark steigende Zinsen nach sich, welche dann auch noch durch ein allgemein steigendes Zinsniveau unterstützt werden wird.

Die Annahme eines Zinssatzes von etwa 8% erscheint durchaus realistisch zu sein.

Das bedeutet dann, dass die gesamte Zinsleistung der öff. Hand bei 40 Mrd. Euro pro Jahr zu liegen kommen würde.
Die gesamten Steuereinnahmen können vielleicht noch auf bis zu 70 Mrd. Euro gesteigert werden, mehr geht sicher nicht.

Durch die Geschichte, und wissenschaftlichen Studien, wissen wir aber, dass Staaten dann Bankrott sind, wenn etwa 40% des Steueraufkommens für Zinsen verwendet werden müssen.

Wie viel % sind 40 Mrd. von 70 Mrd.?

Das wird ein Massenelend!

Re: Faymann und Pröll verursachen betrügerische Krida

toll, dass sie noch den nerv haben, all das zu schreiben. mir geht schön langsam die luft aus. all diese punkte könnte man tagtäglich posten.

Das Volk, guter Freund, das Volk ...

.... wir erinnern uns noch an die große Geschenksitzung des Nationalrates vor der letzten Wahl in der der Feynachtsmann Steuergeld aus vollen Händen ins Volk schleuderte.
Was machte das Volk?
Es belohnte ihn mit einem Wahlsieg und der Kanzlerschaft.
Nachdem aber das Volk der Souverän ist, kann man den Feynachtsmann nicht dafür verantwortlich machen. Er erfüllte offensichtlich nur den Volkeswillen.
Einer der Gründe dafür, warum sich der "kleine Mann" nicht aufplempern soll, wenn die kommenden Sparpakete auch seine Brieftasche schmälern. Er stellt immerhin die Mehrheit der Wähler.

Gast: ASVG-Sklave
02.06.2010 08:57
0 0

"In einer derartigen Situation wegen ein paar Landtagswahlen Reformen um Monate aufzuschieben – das ist wirklich der Gipfel der Verantwortungslosigkeit."

Perfekt charakterisiert.

Gast: Gast 3
02.06.2010 08:20
2 3

Schöne ,neue, aber vor allem einfache Welt....

Da haben wir´s endlich: die Beamten sind an allem schuld.Wie hieß es schon in der NS -Zeit: man muß sich ein einfaches Feindbild zimmern und dieses dann unters Volk bringen und immer wieder daran erinnern (damals waren es die Juden , die als Feindbild herhalten mußten). Dass Politiker schon seit Kreiskys Zeiten dem Volk " vor jeder Wahl finanzielle Zuckerl schenken um ja gewählt zu werden, ist wohl noch niyht in den Köpfen der "Beamtenbasher"angekommen.Dieser überbordende "Finanzpopulismus" (siehe letzte
Sitzung des NR vor der letzten NR-Wahl) stellt das wahre Problem dar.Übrigens:
Jeder Pragmatisierte Richter würde sich freuen,wenn er für seine Arbeitsleistung dasselbe verlangen könnte wie der Rechtrsanwalt, der vor ihm seinen Mandanten betreut, jeder pragmatisierte Spitalsarzt würde seine Arbeit auch gern zu denselben Stundensätzen verrichten wie sein Kollege mit Privatpraxis. Polizisten in gewissen Wiener Bezirken könnten für ihre Arbeit soviel verlangen wie Private Security- firmen für gefährliche Jobs bezahlen....etc. Das alles müßte dann durch immens erhöhte Steuerleistungen finanziert werden,
Das wäre die schöne neue, aber vor allem immens teure Welt....

Antworten Gast: ET
03.06.2010 10:49
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Feindbild oder Problemidendifikation?

www.wiwo.de/finanzen/galerien/staatsverschuldung-in-europa-908/2/oesterreich-irland-daenemark-luxemburg.html

Da werden die Schulden des Staates um die Verbindlichkeiten gegenüber den Staatsdienern ergänzt.

Originaltext:
"Nicht nur die Schulden in den Staatshaushalten sind alarmierend. Viele Regierungen stellen ihren Bürgern auch ungedeckte Schecks aus. Denn zu den offiziellen staatlichen Schulden kommen auf die Haushalte zudem hohe Belastungen aus Pensions- und Rentenansprüchen von STAATSBEDIENSTETEN zu. Addiert man diese zu den offiziellen Schulden und setzt sie ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, beträgt die Schuldenquote schnell ein Vielfaches der amtlichen Zahl"

Wie dramatisch die Situation nur mit den kommenden Ruhegenüssen sein wird, zeigt die errechnete Verschuldung von 1.100 Mrd. Euro minus der 200 Mrd. Euro Staatsschulden deutlich auf. Die Österreicher müssen in den nächsten Jahrzehnten nur für die Ruhegenüsse der öff. Bediensteten als 900 Mrd. Euro erwirtschaften. Diese 900 Mrd. Euro müssen durch eine reale Leistung kommen.

Jeder Österreichische Haushalt wurde also zu einer zukünftigen Leistung von 257.000.- verdonnert, nur um die Ruhegenüsse finanzieren zu können. Als Empfänger dieser Gelder hat man natürlich eine Menge von Argumenten dafür. In einer globalisierten Welt wird es aber, für die "Anderen", nicht möglich sein die notwendige Leistung zur erbringen.

Problemidentifikation oder Beamtenbashing?

Sie könne es sich aussuchen.

Antworten Antworten Gast: Gast 3
03.06.2010 11:49
1 0

Re: Feindbild oder Problemidendifikation?

Eher Feindbild denn Problemidentifikation.
Die Staatsverschuldung ist sicher eines der größten Probleme Österreichs derzeit, sie aber an den "Privilegien" der Beamten festmachen zu wollen,ist mehr als nur ungerechtfertigt. Der lockere Umgang der Politiker mit Steuergeldern in den letzten vierzig Jahren hat und in diese Bredouille gebracht.Die "Staatsdiener wurden in wirtschaftlich besseren Zeiten immer wegen ihres niedrigen Einkommens belächelt,auch heute ist der Staatsdienst für einen gut ausgebildeten Akademiker - vor allem in den Naturwissenschaften-nicht gerade die erstrebenswerte Option dar. (Oberstufen Physik-und Chemie-Informatiklehrer waren Mangelware,warum wohl?)
Das Problem der überbordenden Staatsschulden kann nur auf vielen Ebenen gleichzeitig bekämpft werden,
und was man da im Fernsehen von Schäuble hört, ist sicher ein gangbarer und nachzuahmnder Weg.

Antworten Antworten Antworten Gast: ET
03.06.2010 18:48
1 0

Re: Re: Feindbild oder Problemidendifikation?

Wie Sie meinen.


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Die Privilegierten beneiden die noch mehr Privilegierten

Die hohen Einkommen der Rechtsanwälte haben ihre Ursache in deren Monopol, dem Rechtsanwaltszwang bei nahezu allen streitigen Verfahren, der staatlich verordneten Preisabsprache namens Gebührenordnung und der Tatsache, dass das mittelalterliche Zunftsystem bei den Rechtsanwälten nach wie vor in Kraft ist. Die etablierten Anwälte bestimmen selbst und über die Kammer, wie viele Nachfolger sie zulassen.
Ein amerikanischer Geschäftspartnet hat es einmal treffend formuliert: „The closest club in the world“.
Damit haben wir in Österreich weniger Rechtsanwälte, als z.B. die Stadt München.
Die Honorar sind eine der teuersten, speziell dann, wenn das Verfahren nicht gewonnen wird.
Weil dieser Beruf frei von echtem Wettbewerb ist, wird er auch zu den freien Berufen gezählt.
Die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs wird dadurch jedoch massiv beeinträchtigt.


Re: Schöne ,neue, aber vor allem einfache Welt....

es geht doch gar nicht um "Beamten-bashing", sondern darum, dass in Österreich die Verwaltung immer mehr zum Selbstzweck verkommt und wir deswegen an Konkurrenzfähigkeit verlieren! Der gelernte Österreiche schreit für jeden Furz nach "dem Staat", freie Bürger mit Eigenverantwortung sind hierzulande eine äußerst rare Spezies geworden.

Re: Re: Schöne ,neue, aber vor allem einfache Welt....

und Vertretung im Paralment haben wir auch keine-sind ja fast nur mehr Beamten drin.
Also warum regen wir uns auf,wird sich
was ändern-ich glaubs nicht mehr.

Gast: glaubnix
01.06.2010 22:01
2 2

Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

dass wir von einer selbstgefälligen BEAMTEN und POLITIKERKASTE tyrannisiert werden und mittels
Maulkorbgesetze geknebelt.

Re: Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

wer so stolz darauf ist, österreich wieder aufgebaut zu haben, sollte nicht vergessen, dass er/sie auch mitverantwortung für das politische system hat!


Antworten Antworten Gast: ET
03.06.2010 11:22
0 0

Re: Re: Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

Überhaupt keine Mitverantwortung der Bürger vorhanden!

Die Wahlen sind schon lange nur noch ein Placebo. Die Bürger haben nur noch die Wahl zwischen Gülle, Jauche und Mist.

Wie die Parteien das Votum der Bürger sehen, zeigt auch die Besetzung zum NR deutlich auf. Die Minderheit von Beamten von Beamten und Funktionären der geschützten Bereiche hat die absolute Mehrheit. Damit Dominiert, parteiunabhängig, eine Minderheit über eine Mehrheit.

Diese Dominanz wurde nur durch das kollektive Versagen sämtlicher Parteien in Österreich möglich, der Wähler hatte keine Chance. Diese Typen bedienen sich am Volksvermögen = Volksleistung als gäbe es kein Morgen. Das geht soweit, dass auch die kommenden Generationen (Kein Wahlrecht!) mit exzessiven Schulden belastet werden. Das sind wirklich grausige Vorgängen.

Die Auswirkung, dieses degenerierten Handels der Parteien, sind extrem und werden die 2. Republik wirtschaftlich und gesellschaftlich zerstören. Damit zerstören die Parteien das, was Menschen wie glaubix aufgebaut haben.

Der Hinweis auf eine Mitverantwortung aller Bürger durch das Wahlrecht ist nicht haltbar. Das Wahlrecht ist nur noch ein Placebo, um den Menschen psychologisch eine Mitverantwortung reindrücken zu können.

Re: Re: Re: Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

ich finde es grundfalsch, den parteien (die ja nur ein auszug aus der bevölkerung sind bzw ein teil dessen), die ganze schuld zuzuschieben, und den rest der bevölkerung aufs goldene stockerl raufzuheben.

gerade der 'rest' der bevölkerung nervt mich nämlich ungemein: sich eh um nichts als das eigene wohlergehen kümmern, und vielleicht am stammtisch oder in einem forum hin und wieder die verbale sau rauslassen...SEHR verantwortungsvoll und erwachsen (im sinne des staates). natürlich nicht, sondern das genaue gegenteil!

aber immer feste wundern, wenn ein kleinerer teil der bevölkerung diese idiotie des großteils für ihre zwecke ausnützt.

und bitte formulieren sie doch ihre kritik an staatsschulden nicht in der form, dass sich politiker auf diese weise die privaten taschen füllen würden. von staatsschulden profitieren nämlich auch sie!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
03.06.2010 18:58
0 0

Re: Re: Re: Re: Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

Ich habe von den Staatsschulden noch nie profitiert, bis vor wenigen Jahren nur gebrannt, um den Sauhafen die Bonität zu halten.

Sie haben aber Recht, dass sich nicht nur die Politiker die Taschen füllen, es sind viel mehr Beteiligte am größten Wirtschaftsverbrechen, welches jemals stattgefunden hat. Es ist der ganze geschützte Bereich in Österreich, welcher nur noch irre Summe kostet, aber nur noch eine grottenschlechte Leistung erbringt.

Der Hammer ist das GÖD Klientel. Zusammen mit den ausgegliederten Bereichen und den Ruhegenüssen frisst diese Gruppe schon gesamten Steuereinnahmen von Österreich komplett auf. Deren Taschen sind voll, der Rest versinkt in rel. Armut.

Wir haben in Österreich 6,4 Mio. Steuerpflichtige. 2010 haben wir 2,7 Mio. davon, welche mit unter 786.- Euro im Monat (14/12) leben müssen. Das ist jeder 2. Mensch aus der Realwirtschaft, weil kein Mensch aus den geschützten Bereichen davon betroffen ist.
Die andere Hälfte der Menschen aus der Realwirtschaft, welche höhere Einkommen haben, arbeiten wie die verrückten, um etwas besser leben zu können. Die Progression schlägt dann aber auch bei dieser Gruppe gnadenlos zu, weil Neugebauer / Haberzettel eine Finanzierung brauchen.

Von den Staatsschulden profitieren nur die geschützten Bereiche und sonst niemand.

Die Verlierer in diesem Spiel sind die Kinder.

Die Parteien sind nur noch menschenverachtende Misthaufen.

Re: Re: Re: Re: Re: Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

sie haben von den staatsschulden noch nie profitiert?

das würde zweierlei bedeuten:
1. sie leben nicht in österreich. denn ansonsten würden sie in irgendeiner form von den dingen profitieren, die auf pump gekauft/gebaut wurden. JEDER hier lebende tut das!

2. sie sind selbst finanziell abgebrannt und haben keinerlei erspartes. wo sonst kommt denn das geld her, das der staat sich ausborgt? natürlich von denen, die direkt anleihen kaufen bzw vom sparbüchl-sparer, denn dessen bank kauft die anleihen...!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
04.06.2010 08:46
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

Die Profiteure von den Staatsschulden sind einfach zu identifizieren:

1) Korruption:
Transparency International schätzt den Korruptionsschaden in Österreich auf 3-6 Mrd. Euro. Ich gehe eher von 6 Mrd. Euro aus. Damit könnte man nur die Korruption in einem Zeitraum von ca. 30 Jahren für die gesamten Staatsschulden verantwortlich machen.

2) Überzahlung Ruhegenüsse:
Ink. ÖBB, OeNB, Bund, Länder, Gemeinden, etc. liegen die Kosten aus den Steuermitteln dafür bei gut 10 Mrd. Euro pro Jahr. Weil das aber schon immer so war, sind dadurch in nur ca. 20 Jahren die gesamten Staatsschulden entstanden.

3) Aktiver öff. Dienst:
Nur die off. 348.000 Bediensteten verursachen Kosten von c. 42 Mrd. Euro pro Jahr. Die ausgegliederten Bereich sind noch gar nicht berücksichtigt! Die Kosten dafür sind um min. 30% zu hoch. Von den Kosten profitieren ja nur die Menschen in diesem Bereich, die Volk hat nichts davon. Man kann auch sagen, dass dadurch in nur ca. 16 Jahren die gesamten Staatsschulden entstanden sind. Von den Kosten haben die anderen Menschen nichts, nur von der Leistung, welche kaum mehr erkennbar ist.

Die Masse der Österreicher hatte nichts von den Schulden, denen bleiben nur die Schulden!

ET ist eher als Vermögend zu bezeichnen. Schon lange kein Geld für den Staat, weder direkt noch indirekt. Das wesentliche Vermögen steckt im Unternehmen (nicht in Österreich).

Die Schulden von Österreich sind nur durch freche Abkassierer entstanden! Das Volk hatte nichts davon!

"Die Masse der Österreicher hatte nichts von den Schulden, denen bleiben nur die Schulden!"

dann verraten sie mir doch bitte das mysterium, warum man für das sparbuch zinsen bekommt und nicht etwas zahlen muss als aufbewahrungsgebühr!

weil die bank so nett ist?
oder weil die bank mit diesem geld kredite vergeben kann?
und wer ist der größte kreditnehmer?

würde der staat plötzlich keine schulden mehr haben/machen, wäre u.a. ein massiver rückgang der sparzinsen die folge. somit ein massiver verlust für die masse der österreicher.

anzumerken wäre: staatsschulden sind eine indirekte subvention von reicheren schichten, denn ärmere leute haben eine wesentlich niedrigere sparquote.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ET
04.06.2010 11:38
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Re:

Leo,

bitte um genauere Daten!

wie hoch sind denn Ihre Realzinsen am Sparbuch, wenn Sie das abzüglich der Kest berechnen?

wie hoch waren denn Ihre Sparbuchzinsen in den letzten 3 Jahren bei realer Betrachtung?

wie hoch waren denn die Gewinne bei den Österreichischen Aktien (ATX) bei einer 5 Jahresbetrachtung?

Auch wenn man eine Korrektheit Ihrer These unterstellt, dann würde das folgendes bedeuten.

1) Die Menschen ersparen sich etwas vom Nettoeinkommen.

2) Das heisst dieses Ersparte, speziell von den "Reichen" wurde schon mal ordentlich besteuert.

3) Dieser Rest, welcher angespart werden konnte, geht dann über die Bank an den Staat, welcher sich beim Sparer dann verschuldet und dafür Zinsen bezahlt.

4) Der Staat reicht diese Schulden, samt Zinsen, aber wieder an Steuerzahler weiter.

5) Am Ende bekommt also der Steuerzahler für seine Leistung nach Steuern, welche er dem Staat zur Verfügung stellt, den gleichen Wert in Form von Schulden zurück.

6) Ergebnis: Der Sparer zahlte eine Haufen Steuern für sein Erspartes und bekommt als Gegenleistung dann die Schulden für sein Erspartes wieder zurück.

Ich kann keine Subvention von "reicheren Schichten" erkennen, eher nur eine Umverteilung von Privat zu Staat.

Ihre Darstellung erscheint mir genauso absurd wie die Kommentare vom Wifo Aiginger, dem Nowotnyoder auch der Bures, teilweise auch vom IHS Felderer.

Schulden sind immer Vepflichtungen und verknechten damit den Schuldner!

2 0

Re: Ich frage mich, womit haben wir das verdient, die wir Österreich wieder aufgebaut haben,

Hi Gast 3

Ich habe im Kommentar vón Josef Urschitz nicht über Beamte gelesen. Nur von Politikern, Wahlen, Budget und der Eurokrise.

 
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