22.05.2013 15:38 Merkliste 0

Und wer senkt die Preise?

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Die Arbeiterkammer kritisiert das hohe Preisniveau. Nicht ganz zu Unrecht.

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Mit den Vertretern der österreichischen Zwangskammer für Arbeitnehmer inhaltlich auf einer Linie zu liegen, ist etwas, was Journalisten dieser Zeitung nicht allzu oft passiert. Gerade deshalb wollen wir eine dieser raren Gelegenheiten nicht ungenützt verstreichen lassen und der Arbeiterkammer (fast) vorbehaltslos zu einer von ihr getroffenen Feststellung gratulieren: Ja, das allgemeine Preisniveau in Österreich ist zu hoch. Das gilt vor allem für die Güter des täglichen Bedarfs und die Versorgung mit Strom und Gas.

Und ja, die von der Statistik Austria ausgewiesene Inflationsrate steht unter dem dringenden Tatverdacht, die tatsächlich relevante Teuerungswelle zu verschleiern. Vielmehr scheint die „gefühlte“ Inflation (von knapp fünf Prozent pro Jahr) deutlich näher an der Realität zu liegen als die tatsächlich ausgewiesene. Oder kennen Sie viele Menschen, die nur vier Prozent ihres Einkommens für Wohnungsmieten ausgeben? Eben.

Womit wir auch schon wieder am Ende des gemeinsamen Weges mit der AK angekommen wären. Denn dass der Teuerung mit Spekulationsverboten und staatlichen Preiskontrollen beizukommen wäre, glaubt mittlerweile nicht einmal mehr Fidel Castro. Funktionierender Wettbewerb und niedrige Steuern erledigen das nämlich viel besser.

 

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2012)

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25 Kommentare
 
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Gast: gast0763
13.06.2012 17:53
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Funktionierender Wettbewerb und niedrige Steuern

Und wie ein Wettbewerb entstehen sollten, darueber herrscht schweigen bei den Schellhorns der Nation.
Steuern: Gruppenbesteuerung gibt es schon, also was noch? Negativsteuer?

Natuerlich ist die AK laecherlich; aber dieser Artikel ist auch nicht besser.

zum Teil

sind wir schon so weit, daß man sich überlegen muß Obst zu kaufen. Das Brot kostet Fantasiepreise, dabei werben sie mit zurück zum Ursprung und verkaufen doch nur Industriebrot, auch wenn es vom Bäcker kommt. Die Angaben auf den Etiketten sind irreführen und teilweise falch, nur die Preise, da sind sich die Handelsketten alle einig, werden nach oben ausgereizt. Und wer jetzt glaubt das muß so sein, weil die Angestelten so viel verdienen, der soll einmal ein Monat in so eine H-Kette arbeiten......!

Gast: dik
13.06.2012 15:21
2 0

In vielen Marktsegmenten ....

.... gibt es keinen funktionierenden Wettbewerb.

Gast: Ceterum
13.06.2012 14:48
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Oligopole

Sicher ist, dass seit dem Beitritt zur EU Oligopole im kleinen Österreich noch besser gedeihen. Und das kostete die Konsumenten eine Menge...

"Zwangskammer"

Was für ein heftiges Wort im Artikel, stimmt aber

Gast: gast neu
13.06.2012 10:38
1 0

ev sollte man auch mal die politikergehälter mit D vergleichen

deutschland is zig mal grösser als ösistan und wieviel verdienen dort die politiker und kammerabzocker?

auch mal nen vergleich bitte

und dann reden wir über die höherne preise in ö weiter

Gast: zylmurbfi
13.06.2012 07:42
0 0

das kann ich nur bestätigen.

immer wenn ich kaufe kaufe ich übers internet in deutschland. die krauts sind zuverlässiger, billiger, freundlicher, schneller und seriöser als die ösianer-firmen. die teilweise von rechtslage profitieren. deshalb ist ja das baugewerbe noch im aufwind. ich freue mich auf den zeitpunkt, wenn die ostöffnung wirksam wird. unsere betriebe zahlen zwar mies, ihre leistung wird aber von den billigen zuzüglern erbracht. dass wieder mehr deutsche bei uns einwandern begrüsse ich.

"Funktionierender Wettbewerb und niedrige Steuern erledigen das nämlich viel besser."

wie gerne würde ich schellhorn jetzt loben, so wie er die arbeiterkammer lobt.

doch leider - DIESER schlusssatz...!

1.
am funktionierenden wettbewerb mangelt es tatsächlich. die 'big 3' haben sich den lebensmittelmarkt untereinander aufgeteilt. es gibt kaum kämpfe um marktanteile untereinander, höchstens gegen die noch verbliebenen kleinen.
dazu ist es aber gekommen, weil ein wettbewerb auf diesem markt zugelassen/gefördert wurde, den eben diese 3 großen zu ihren gunsten entschieden haben.
markteingriffe in richtung mehr anbieter widersprechen allerdings der theorie vom möglichst freien markt, der via konkurrenz für alle so gut ist.
das ist er offenbar nicht.

2. niedrigere steuern würden die preise reduzieren?
in d ist das steuerniveau nicht wesentlich anders als bei uns. warum sind dort die preise für die untersuchten warengruppen zum teil erheblich niedriger?

nein, es ist allein der punkt konkurrenz. aber leider genau andersrum, als schellhorn es gern hat.

Antworten Gast: Vogel Strauss
13.06.2012 17:14
0 1

Re: "Funktionierender Wettbewerb und niedrige Steuern erledigen das nämlich viel besser."

Mehr Anbieter ... klar haben die in D mehr Anbieter und somit mehr Konkurrenz, weil ein Markt von 80 Mio. was anderes ist als so ein lächerlicher von 8 Mio. - schon mal darüber nachgedacht??
Heute treiben sich wieder die Experten im Forum herum ...

Antworten Gast: zylmurbfi
13.06.2012 07:45
3 3

Re: "Funktionierender Wettbewerb und niedrige Steuern erledigen das nämlich viel besser."

wie der beitrag zeigt, sind die ösis vornehmlich am billigen futter interessiert. das andere nehmen sie so hin. solange das golasch mit bierli und ana semmel erschwinglich ist oder gar das gsunde schnitzerl ist für den ösi, vornehmlich den wiener die welt ok.

den teuren alltag "verdanken" wir wienerInnen einem gutteil der rotgrünen

stadtregierung.

durch deren tw. drastische gebührenerhöhungenwurde das leben in wien in den letzten monaten nämlich massiv teurer.

und: fragen sie auch mal die betroffenen diverser siedlungsgenossenschaften!

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Re: den teuren alltag "verdanken" wir wienerInnen einem gutteil der rotgrünen

drastische gebührenerhöhung, massiv teurer...

hm, also ich habe keine besonderen auswirkungen in meinem geldbörsel gespürt.
sie etwa?
ganz konkret: um wieviel euro geben sie an erhöhten gebühren mehr aus als früher?

Re: Re: den teuren alltag "verdanken" wir wienerInnen einem gutteil der rotgrünen

naja, offenbar hausen oberst unter der reichsbrücke oder hat so ein hohes auskommen, dass es sich nicht wirklich auswirkt!

aber bei mir schon - allein die letzte mietserhöhung hat die letzte lohnerhöhung bei weitem aufgefressen!

Re: Re: Re: den teuren alltag "verdanken" wir wienerInnen einem gutteil der rotgrünen

ich bin weder millionär - dafür bin ich eindeutig zu faul.
ich lebe auch nicht unter einer brücke - dafür bin ich wohl zu schlau.

warum ich im presse-forum schreibe - dafür bin ich zu straight:
ich habe eine frage anläslich des statements meines vorposters gestellt, der auf drastisch gestiegene gebühren hinwies: WIEVIEL euro macht das pro monat/ jahr aus? WEIL ich es nicht spüre. weil ich vermutlich für allen mögliche gar nicht notwendigen kram ein vielfaches ausgebe.
doch keinerlei konkrete antwort auf ein konkrete frage.
und sie kommen mir bei der frage nach den gebühren gar mit der miete...

manchmal frage ich mich schon, in welchem land mit welchen menschen ich lebe.

Antworten Antworten Gast: gast8742
13.06.2012 17:47
0 0

Re: Re: den teuren alltag "verdanken" wir wienerInnen einem gutteil der rotgrünen

Das kommt mit der Betriebskostennachzahlung. Also noch etwas Geduld.

Antworten Antworten Gast: zylmurbfi
13.06.2012 07:48
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Re: Re: den teuren alltag "verdanken" wir wienerInnen einem gutteil der rotgrünen

ist blödsinn. nicht den rotgrünen verdanken wir die preistreiberei. ja sie sind mitbeteiligt. aber die abzocker sitzen bei der övp. auch die scheinheilige fpö schneidet mit. und wohl auch die auslaufparteimitglieder des bzö.

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Re: Re: Re: den teuren alltag "verdanken" wir wienerInnen einem gutteil der rotgrünen

Eh klar, vor allem in Wien, wo die ÖVP an allen Schalthebeln sitzt, sind es nur die Schwarzen, die uns abzocken.

Gast: lessismore
12.06.2012 22:24
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Funktionierender Wettbewerb ...

zwischen den siebzehn Marken, die alle demselben Konzern gehören?

und wer nennt endlich ross und reite

damit man endlich die gangster durch kaufabstinenz zum teufel schcken kann?

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Re: und wer nennt endlich Ross und Reiter?

Ich!

Es ist in erster Linie die knallrote Wiener Stadtregierung die mit den drastischen Abgabenerhöhungen bei den Kommunalabgaben und recht kreativer neuer Gebührenerhöhungen an allen Fronten abcasht, dass sich die Tresortüren im Rathaus nach Außen durchbiegen. Immerhin haben sie an die 10 Milliarden allein bei den AVZ und US backleasing Casinospekulationen in den Sand gesetzt.

Aber den sozis entkommen Sie nicht - außer durch Flucht...

Re: Re: und wer nennt endlich Ross und Reiter?

DESHALB also!
ausgangspunkt des artikels war die arbeiterkammeruntersuchung, die große preisdifferenzen (bis zu 100%) für das gleiche produkt in ö und deutschen supermärkten.
ähnliches gab es auch letztes jahr bezüglich drogeriewaren.

die verglichenen produkte sind also tatsächlich deshalb teurer, weil wien durch "gebührenerhöhung abcasht".

interessante theorie.
ich hoffe, sie veröffentlichen demnächst ein wissenschaftliches standardwerk zu diesem thema!

Re: Re: Re: und wer nennt endlich Ross und Reiter?

das argument ist etwas wackelig. auch die stadt münchen ist nicht gerade zahm beim abcashen. und der sprit für den warentransport ist in D um 20 ct teurer und und und.. wie es aussieht zahlen wir eher den grossen konzernen, mangels echter konkurrenz, einen ösi-obolus. was ich wissen wollte, welche ketten sind besonders unverschämt um sie in zukunft meiden zu können. ich kann ja nicht dauernd zu preisvergleichen nach münchen fahren.

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Re: Re: Re: und wer nennt endlich Ross und Reiter?

Das sich drastisch angehobene Kommunalabgaben, Gebühren, Lohnnebenkosten, dadurch Mieten ec. zwangsweise selbstverständlich in Produktpreisen niederschlagen müssen ist jedem kaufmännisch auf großmamaniveau Denkenden klar.
Es sei denn man postet aus der Löwelstrasse und hat keinen Bezug mehr zur Realwirtschaft.

Gast: UKW
12.06.2012 21:01
19 0

Fidel Castro hat in Havanna soeben den österreichischen Botschafter zu sich zitiert um eine Protestnote einzulegen

Er wurde von einem österreichischen Medium schwer beleidigt, weil er ins selbe Eck wie die Zwangs-Arbeiterkammer gestellt wurde.


 
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