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Das Post-Holiday-Syndrom

17.08.2012 | 18:27 |  JOHANNA ZUGMANN (Die Presse)

Warum immer mehr Zeitgenossen Angst davor haben, im Urlaub einfach nichts zu tun.

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Zugmann
Karriere neu denken

Auch im Urlaub sind Smartphone und Notebook mit von der Partie. Nicht bloß in den Aktentaschen jener überwältigenden Mehrheit europäischer Manager, die laut Studien des Karrieredienstes Experteer und der Jobbörse Stepstone angaben, auch in den Ferien regelmäßig zu arbeiten.

Dabei sind es nicht nur Motive wie übertriebener Ehrgeiz oder zu hohes Verantwortungsgefühl, die die Betroffenen an die Displays und zur Maus rufen. Wer weiß, dass ihn nach seiner Rückkehr hunderte ungelesene E-Mails und eine echte Aufgabenlawine erwarten, beugt lieber durch zwei Stunden Arbeit täglich vor.

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist oft nicht mit gesteigerter, sondern gesunkener Leistungsfähigkeit verbunden. Das nennt man heutzutage das Post-Holiday-Syndrom.

Und das dauert durchschnittlich zwei bis drei Tage. Die Psychologin Jessica de Bloom empfiehlt in ihrem (nur auf Niederländisch erschienenen Buch) „Die Kunst, Urlaub zu machen“, die Arbeit an einem Mittwoch wieder aufzunehmen (weil das eine sehr kurze Woche ergibt).

Wissenschaftler haben auch herausgefunden, dass jene, die ihren Urlaub besonders genossen haben, schwerer wieder in den Arbeitsalltag zurückfinden. Trotzdem wäre der Entschluss, in Ferien zu gehen und diese nicht zu genießen, wahrscheinlich so sinnvoll wie lustlos zu essen, um nicht zu stark zuzunehmen!


E-Mails an: johanna.zugmann@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

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