Weltpolitik, zweite Liga

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache träumte vor Kurzem noch davon, ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsidenten, Wladimir Putin, arrangieren zu können.

Im Moment muss er aber noch kleinere Brötchen backen: In Washington hat er sich jetzt die Inauguration von Donald Trump gemeinsam mit Hunderttausenden anderen auf dem Platz vor dem Kapitol angesehen und nach eigenen Angaben Treffen mit US-Kongressabgeordneten absolviert.

Und in Moskau hat er vor einigen Wochen ein etwas seltsames Freundschaftsabkommen abgeschlossen – zwar nicht mit Putin selbst, aber immerhin mit seiner Partei.

Beide Präsidenten werden – aus unterschiedlichen Gründen – in westlichen Medien mit tiefer Skepsis betrachtet. Das stört Strache nicht – es dürfte im Gegenteil ihren Reiz ausmachen. Deshalb versucht er, Außenpolitik zu betreiben und die Nähe der Staatsmänner zu suchen, die freilich verweigert wird. Dafür ist Österreich im Allgemeinen und Strache im Besonderen doch zu wenig wichtig. Aber immerhin reicht es für ein paar Selfies für die Facebook-Seite.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2017)

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