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Wien-Wahl: "So" schlecht geht es den Grünen nicht

02.08.2010 | 18:12 |  Erich Kocina (Die Presse)

„Ich wurde nicht abgesägt, bin niemandem böse“, sagt der scheidende Chef der Grünen in Ottakring. Berichte über einen Konflikt in der Ottakringer Bezirksgruppe sind nicht so heiß, wie von Boulevardmedien behauptet.

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Fast könnte man meinen, dass die U-Bahn-Zeitung „Heute“ eine kleine Kampagne gegen die Wiener Grünen fährt. Zugegeben, rund um all die internen Querelen gab es viel zu berichten – Putsch in Mariahilf mit anschließender Spaltung und Parteiausschlüssen, Demontage von Noch-Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian in der Josefstadt und generell eine eher schwache inhaltliche Performance.

„Ich wurde nicht abgesägt“

Doch dass jetzt auch noch die Ottakringer Bezirksgruppe sich in ihre Einzelteile zerlegt, wie es das Gratisblatt schreibt, ist dann doch ein bisschen weit hergeholt. „Das ist bei Weitem nicht so aktuell, wie es den Anschein hat“, sagt der langjährige Klubvorsitzende Martin Grabler. „Wir haben schon vor zwei Jahren gesagt, dass wir mit einem neuen Team antreten werden.“

Das ist auch der Grund, warum der noch recht unerfahrene Joachim Kovacs Spitzenkandidat auf der grünen Bezirksliste ist – und Grabler nicht mehr antritt. Nach sechzehn Jahren habe er einfach genug gehabt. „Ich wurde nicht abgesägt, bin auch niemandem böse und wünsche Joachim Kovacs alles Gute“, sagt er der „Presse“.

„Heute“-Retourkutsche?

Dass „Heute“ derzeit eine recht scharfe Linie gegen die Wiener Grünen fährt, so munkelt man, dürfte vor allem daran liegen, dass Bundeschefin Eva Glawischnig zum Ableben von „Krone“-Gründer Hans Dichand neben dem Ausdruck der Anteilnahme auch ein paar kritische Worte gefunden hat. Was der „Heute“-Redaktion, deren Herausgeberin Eva Dichand heißt und die offiziell nichts mit der Krone zu tun hat, nicht so gut gefallen haben soll.

Keine Frage, Berichte vom Untergang der Wiener Grünen sollte man angesichts der aktuellen Parteisituation nicht von vornherein nur belächeln. Doch auf der anderen Seite – so schlecht, wie man nach der Lektüre von „Heute“ glauben könnte, geht es den Grünen auch wieder nicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2010)

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16 Kommentare
Gast: Bimbo
09.08.2010 08:00
1 0

Ich finde es überhaupt eine Frechheit,

dass Winzigstparteien, die so extrem wenige Wähler vertreten überhaupt von uns durchgefüttert werden müssen....

misterP
06.08.2010 19:09
1 4

rot-grün

also ich fänd rot-grün ein interessantes projekt und 100mal hätt ich das lieber als wieder rot-schwarz.

Antworten Gast:
09.08.2010 19:50
0 0

Re: rot-grün

Links funktioniert nit!

1 0

Re: rot-grün

Rot-Grün würde Wien zerstören!

Gast: Franz-2010-Wien
04.08.2010 15:35
4 3

rot-grün muss verhindert werden

Daher bitte BZÖ wählen zur Wien Wahl am 10.10.2010, damit sich rot-grün nicht ausgeht mandatstechnisch!

Sonst drohen Straßenschlachten und tote bei Demonstrationen wie in Athen zuletzt welches sozialistisch geführt ist.

0 5

Ich habe jetzt lange gegrübelt.

zuerst dachte ich, dass Sie einfach nur betrunken sind - was für einen BZÖler wohl der Standardzustand wäre, aber nach einigem Nachdenken habe ich mir gedacht: Es sind zusammenhängende Sätze, und einigermaßen korrekt formuliert.

Aber dann muss ich sie doch fragen: Haben sie heute ihre Medikamente nicht genommen?

Gast: Wissender
04.08.2010 09:06
1 0

Nicht dass ich die Grünen vermissen würde...

...aber je schlechter das Ergebnis der Grünen bei der Wien-Wahl wird, desser größer die Chancen für den unsäglichen **************** (da steht nichts nettes unter der Zensur) Häupl, dass er seine absolute Mehrheit behält, da fast alle, die nicht mehr grün wählen dann eben die andere Linkspartei wählen werden.

(Bin gespannt, ob dieser Beitrag erscheint)

1 0

Zuerst waren die Grünalgen, schleimig aber sie setzten den Sauerstoff in die Welt.

Heute noch produziert das Chlorophyll dieses Schleimes Sauerstoff.

Das ist aber keine Ideologie - eher Schleim.

Eurogirl
04.08.2010 06:48
2 0

Politik ist ein personalintensives Geschäft wie der Vatikan!

Es dreht sich alles um Ideen - nichts konkretes, die aber konkretisiert werden sollen.

Nichts ist raffgieriger als diese Organisationen, die sich im Bemühen für Dritte schamlos bereichern.

Gast: freindalwirtschaft
03.08.2010 20:01
1 0

grün - tot

na ja - würde eher meinen, dass der derzeitige wähler, die wählerin, die klassischen volksparteien abstrafen - sowohl övp wie spö verlieren seit jahren an zustimmung, zum vorteil der kleinen parteien, nicht nur der grünen. die grünen selber - leider, leider - die haben keine ecken und kanten mehr, keinen charakter, die sind farblos geworden, dienlich einer ideologisch einbetonierten funktionärsclique.

Antworten Geldfux
03.08.2010 21:00
1 2

Re: Mit welcher Ideologie sind die Grünen

einbetoniert? Ist das Wort Grüninnen schon eine Ideologíe? Nur gegen Männer wie Voggenhuber zu sein, ist doch keine Ideologie? Auich lesbisch zu seine ist mehr ein privates, denn ein ideologisches Lebensziel. Ich warte auf eine Erklärung !!

Gast: Erste Sahne
03.08.2010 17:17
2 0

Wenn die mal wegen Hochverrats angeklagt werden...


Gast: gast
03.08.2010 16:07
5 2

ich wünschte ,die grüninnen wären TOT..


erstens aus hygienischen erwägungen, und zweitens GÄBE ES NICHT ALLE FLIEGENSCHISS EIN HOFBULLETIN IN DER PRESSE !!!!!!!

liebe presse!
die grünlinge sind eine pfurzerlpartei von ca 5%!

die müssen NICHT täglich in die zeitung!

nehmts euch ein beispiel am profil: wenn nix los is, und wahlen anstehen ERFINDEN die einfach was!
na, ist das keine lösung für euch?
abschreiben tuts den haiderkontenkaas ja auch!

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
03.08.2010 14:56
6 2

die grünen sind tot...

... weil der zeitgeist gegen sie spricht. nicht gegen die grünbewegung an sich, aber gegen die linke überholspur.
dass es diese truppe überhaupt noch gibt, liegt allein an der tatsache, dass diese partei, weit überproportional stark medial herumgereicht wird. der bobo-anteil in journalismuskreisen (oder mehr deren ehepartnerinnen) sorgt dafür, dass (auch hier in der presse) die parteien in folgender reihung aufgelistet werden: spö, övp, grüne und fpö!

Gast:
03.08.2010 11:29
5 0

Das Wichtigste in der Demokratie des 21. Jahrhunderts wird es sein, endlich die Macht einiger weniger Medienmogule zu brechen.

Antworten Gast: Micaela
03.08.2010 20:07
2 1

Re:

Wenn man schaut, wie es in anderen Parteien zugeht, dann ist das noch das kleinste Übel. Mir sind die Wiener Grünen auch etwas zu weit links. Aber wenn man bedenkt, was FPÖ und BZÖ verbrochen haben. Egal ob die Vorwürfe gegen Jörg Haider stimmen oder nicht, etwas wahres wird schon dran sein.
Diese Partei hat jedenfalls über ihre Verhältnisse gelebt und Kärnten ist finanziell ruiniert. Jeder, der kann, verläßt das Bundesland. In OÖ, wo die Grünen in der Regierung sind, sind die Arbeitslosenzahlen gut, es haben sich Firmen angesiedelt, es wurden grüne Jobs geschaffen. Die Grünen sind eine etwas chaotische Truppe und streiten halt gerne. Sie sind sicher schwierig zu führen, aber sie haben bis jetzt zumindest noch kein Bundesland in den Ruin getrieben und keine Bank ruiniert.

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