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Norbert Darabos allein im Parlament

09.11.2011 | 18:18 |  MARTIN FRITZL (Die Presse)

Der Verteidigungsminister gerät immer mehr unter Beschuss – und dürfte genau deshalb bleiben.

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Die positiven Nachrichten für Generalstabschef Edmund Entacher gehen weiter: Der General, der am Montag von der Berufungskommission im Bundeskanzleramt wieder auf seinen Posten eingesetzt wurde, erhält nun auch eine hohe Auszeichnung: Am 22.November wird er in der amerikanischen Botschaft in die „U.S. Legion of Merit“ aufgenommen.

Die Zusammenarbeit mit Verteidigungsminister Norbert Darabos dürfte dagegen doch nicht ganz so reibungslos ablaufen wie von beiden Seiten beteuert: Am Dienstag stand der Minister im Budgetausschuss den Abgeordneten Rede und Antwort. Entgegen den üblichen Usancen ließ er sich nicht vom Generalstabschef begleiten, auch nicht von dem wieder ins zweite Glied zurückgetretenen Entacher-Stellvertreter Othmar Commenda. Darabos nahm lieber Sektionschef Christian Segur-Cabanac mit.

Die Abgeordneten inklusive jene des Koalitionspartners ÖVP wollten sich damit nicht abfinden und forderten, Entacher zu sehen. Darabos: „Ich sehe die Notwendigkeit nicht, aber wir können versuchen, ihn zu erreichen.“ Das gelang nicht, Entacher war außerhalb Wiens unterwegs.

Für die ÖVP ist der Konflikt zwischen den SPÖ-Kontrahenten Darabos und Entacher ohnehin Anlass für klammheimliche Freude: Der Minister steht politisch im Eck und hat damit kaum Möglichkeiten, seinen Wunsch nach Umstellung auf ein Berufsheer zu verwirklichen. Daher wird die Volkspartei auch nichts unternehmen, um den Ressortchef zum Rückzug zu bewegen. Die Rücktrittsaufforderung, die ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits an Darabos gerichtet hat, war wohl nicht mehr als eine rhetorische Geste.

Unterdessen wird über die Frage „Wehrpflicht oder Berufsheer“ nicht einmal mehr verhandelt. Darabos und die von der ÖVP nominierte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner haben seit dem Frühjahr nicht mehr über das Thema gesprochen. Inzwischen wurden Arbeitsgruppen auf Beamtenebene eingerichtet, die Anfang Dezember ihre Ergebnisse vorlegen sollen. Da geht es allerdings gar nicht um das Thema Berufsheer, sondern beispielsweise um die Frage, wie Innen- und Verteidigungsressort Synergien nutzen können.

 

E-Mails an: martin.fritzl@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2011)

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85 Kommentare
 
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Gast: ModernDenkender
10.11.2011 15:08
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Wehrpflicht

Herr Darabos: Bitte im Amt bleiben und der Wehrpflicht den Todesstoss versetzt. Lassen Sie sich bitte nicht von den Reformen abbringen. Österreich ist und bleibt ein verdammt langsames Land. Es kann doch nicht wahr sein, dass Ö. so konservativ ist.

Antworten Gast: Delta
10.11.2011 16:08
1 0

Re: Wehrpflicht

Das man als moderner Denker offenbar nicht rechnen kann läßt für die Moderne nichts gutes erwarten!
Bitte mal einen Blick auf die Kosten von Berufsarmeen riskieren - von den Umfeldproblemen will ich da noch garnicht sprechen.

1 0

Viel Lärm um Nichts...

Darabos hat das sozialistische Dogma zur Wehrpflicht geändert, weil er glaubt die Wahl so zu gewinnen.

Hastig werden wesentliche, jahrzehntelang gültige Grundsätze der Bewegung hinweggefegt? Wieso?

Darabos weiß, dass das Berufheer mit DEM Budget nicht gehen wird und lügt schamlos dahin, weil ihm sein Ressort egal ist - schlimmer noch: er hasst und beschädigt das Heer aus ideologischen Motiven.

Wieso sagt keiner was? Wieso hilft keiner dem Heer? Wo ist die ÖVP? Schwach. Traurig.

Entacher hat niemals gesagt, er waere nicht bereit, die Weisungen des Ministers umzusetzen, er hat lediglich seine Meinung als Experte öffentlich kundgetan. Sonst kriechen die Offz ja eh so brav dahin.
Darabos hat ihn als ungehorsam diffamiert; das ist der Mann nie gewesen. Entacher hat immer brav das Wasser der Roten getragen.
In seiner Eitelkeit verletzt hat Darabos - weil Entacher nicht seiner Meinung war - den Mann abgesetzt. Er hat ein Exempel statuiert, wie es vielleicht in totalitären Regimen durchgehen kann.
Es war der versuchte Karrieremord aus der gekränkten Eitelkeit eines schwachen, narzisstischen Mannes. Ein "Mord" an einem braven Genossen. Ein unnötiges Thater mit dem sich Darabos ins Knie geschossen hat. Ein Rüffel hätte es vermutlich auch getan. Viel Lärm um nichts also, und ein charakterliches Armutszeugnis eines überforderten und ungeliebten Politkers. Nur um eine Wahl zu gewinnen, wechselt man nicht pausenlos die Meinung - nur weil's die Spin Doctors einem befehle

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Re: Viel Lärm um Nichts...

von wegen "karrieremord" - wenn man es ganz nüchtern betrachtet, die berichterstattung, die heftigen reaktionen, entachers fans auf facebook .... dann ergibt alles zusammen das bild, dass wenn, dann die karriere von minister darabos das ziel war.

es gibt nämlich niemanden, der meint, die amerikaner wollten wirklich entacher für eine leistung auszeichnen (und sei es noch so sehr ein symbolischer akt oder was auch immer).

es ist allen klar, dass es eine retourkutsche für darabos ist, der den usa und der nato kritisch gegenüber steht (in einklang mit verfassung und gesetzen, was all die nicht von sich behaupten können, die ihn da immer im stich lassen).

entacher und seine unterstützer leisten jetzt einen offenbarungseid, denn fast hätten sie (mit gewisser hilfe...) den minister gestürzt - geht es ihnen um die sicherheit österreichs oder sind sie willfährige diener der usa? wenn es ihnen um österreich geht, dann müssen sie diese ehrung mit einer demonstration der solidarität mit darabos in sachen usa und nato verbinden.

ansonsten sollten alle wissen, was sie von diesen herrschaften zu halten haben.....

Gast: Inggruber
10.11.2011 11:07
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Das kommt dabei heraus

..wenn man einen Parteifunktionär und Zivildiener
zum Verteidigungsminister nominiert. Dabei sei ge-sagt Zivildiener haben bis dato viel für die Gesell -
schaft geleistet, aber als Verteidigungsminister ist
doch paradox. Hr. General Entacher hat ja seine
Position auch nur durch seine Parteizugehörigkeit,
er mußte ja wissen mit wem"er sich in`s Bett legt.
Man sollte wieder im Interesse Oesterreichs zur
Tagesordnung übergehen und arbeiten.

1 3

Die Auszeichung für den dümmsten Offizier

geht auf jeden Fall an Eduard Paulus von der Offiziersgesellschaft - der eitle Vollpfosten schnallt auch heute nicht, dass die Entacher-Hysterie das Geschäft der Amerikaner gegen Darabos besorgt hat. Und so ein Vollkoffer kann ich in den Medien gross als einer aufspielen, der so tut, als hätte er eine Ahnung von Landesverteidigung und den Rücktritt des Ministers fordern.

Antworten Gast: AndenKopfGreifer
11.11.2011 12:56
0 1

Wer ist hier der Vollpfosten???

Der wahre Vollpfosten in JEGLICHEN Fragen der Landesverteidigung sind SIE, Fr. Bader. Und das seit Jahren, sie armes, uninformiertes Trutscherl ohne Berufsausbildung.

Antworten Gast: Delta
10.11.2011 16:10
1 0

Re: Die Auszeichung für den dümmsten Offizier

Im Angesicht dieses BM wirkt jeder andere "Vollpfosten" wie ein Genie!

Darabimo
10.11.2011 07:41
4 0

Gestohlene Zeit

Die Zeit (und das Geld) die von Darabos aufgewendet wurden, um denTraum von Häupl zu verwirklichen ist er uns schuldig.
Diese Zeit geht uns ab.
Diese Zeit kostet uns ein Vermögen.
Diese Zeit hat er uns gestohlen.

Antworten Gast: Geschenkeverteiler
10.11.2011 08:05
0 1

Re: Gestohlene Zeit

Die Zeit hat er uns nicht gestohlen, sondern geschenkt!
Ist doch eh nachweilsich bekannt, dass hier alles langsamer geht im Gegensatz zum Rest Europas, dass hier alle länger brauchen, um Neuerungen zu akzptieren, um sich Neuerungen anzupassen.
Die Wehrpflicht wird fallen, so oder so...
Und genau deshalb: Zeit geschenkt.
Begründung: Weil sich wegen der Bremser auf gut Österreichisch "oallas wieda a wengerl dahinzaht".

0 0

Re: Re: Gestohlene Zeit

Richtig, die Bremser sind auch wie Dinosaurier, mit winzigen Gehirnen - sie gehören einer aussterbenden Gattung an.

Antworten Antworten Antworten Gast: Geschenkeverteiler
10.11.2011 09:02
0 0

Re: Re: Re: Gestohlene Zeit

Was Sie meinen, würde dann ja, proportional auf den Menschen umgelegt, die Größe einer Walnuss haben. Das, mein Lieber, gehört sich nun aber wirklich nicht!

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Re: Re: Re: Re: Gestohlene Zeit

das, mein Lieber, wäre noch geschmeichelt!

Podsches
10.11.2011 06:15
2 0

Prügelknabe

Er darf nicht gehen, sonst haben Medien und Öffentlichkeit Zeit sich mit den größeren Schweinereien der Politik zu beschäftigen, dann sollen sie lieber auf den unfähigen Darabos einprügeln. Da haben die Anderen Zeit ihre Verfehlungen verschwinden zu lassen.

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geh' bitte

geh' bitte, anstand und charakter sind mittlerweile in österreich's politik fremdwörter.

ausserdem: was sollte der hr. Darabos sonst arbeiten und sein geld nach hause tragen?

was sollte faymann arbeiten nach dem BK-Amt?

fragen über fragen...

Antworten Gast: Anderl74
10.11.2011 08:37
3 0

"was sollte faymann arbeiten nach dem BK-Amt?"

Nichts. So wie er IM BK-Amt auch NICHTS arbeitet. Aber er kann sich ja als mobiler Handy-Rettungsschwimmer bewerben oder als Ombudsmann für inkontinete Hunderl in der SPÖ-eigenen Broschüre 'HEUTE'.

Antworten Gast: NFY
10.11.2011 08:06
0 0

Re: geh' bitte

Wohin soll ich "geh'n". Bitte?
Danke.

Antworten Antworten Gast: Schiri
10.11.2011 09:41
0 0

Re: Re: geh' bitte

Da gibts doch einen Fussballverein im
Burgenland,die bräuchten sicher einen
Schiri,er sollte nur dort sein und auf den
Ball schaun-wenig zu tun und a bisserl wird schon abfalln für die Mostkassa.

Wa. Serro_
10.11.2011 01:21
2 0

Klammheimliche Freude

Es als klammheimliche Freude zu bezeichnen, wenn Darabos einfach jeglichen Boden der Vernunft verloren hat, ist eine Beleidigung für die ÖVP.

Worüber sollte man sich mit moralischen Menschenverstand klammheimlich noch freuen können, wenn Darabos zur "persona non grata" verkommen ist?

Das einzige was man ihn noch entgegenbringen kann, ist Mitleid, weil er es NOCH IMMER nicht zurückgetreten ist, weil er noch immer nicht kapiert, dass er nicht fähig ist, sein Amt auszuüben?

Antworten Wa. Serro_
10.11.2011 01:22
1 0

Re: Klammheimliche Freude

sorry: mit moralischem Menschenverstand .... (Dativ)

0 1

Re: Re: Klammheimliche Freude

es ist doch immer amüsant zu sehen, wie die erbärmlichsten gestalten dann über ihr komisches deutsch stolpern :-)

Antworten Antworten Antworten Wa. Serro_
10.11.2011 09:16
2 0

Re: Re: Re: Klammheimliche Freude

Zum einen: Weniger amüsant ist es, wenn Unfähige nach oftmaligen Stolpern noch immer nicht kapieren, dass sie zurücktreten sollen.

Zum anderen: Worüber bin ich denn gestolpert? Phrasenhafte Bemerkungen mit diffamierenden Seitenhieben sind zu wenig, Monsieur Athos! Sagen's schon, welcher Stein mich zum stolpern brachte.

Etwa das "es" zuviel im letzten Satz? Ist Ihnen noch nie passiert, dass Sie einen Satz in seiner Stellung geändert haben und dabei ein Wort vergessen haben zu löschen?

Falls nicht, dann "wähnen" Sie sich glücklich;-)


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Re: Re: Re: Re: Klammheimliche Freude

im gegensatz zu vielen dummköpfen und feiglinge ist darabos imstande, druck von nato/usa standzuhalten. das ist weit, weit, weit, weit mehr, als man zb von neugebauer, entacher, lichal, paulus und vielen, vielen anderen sagen kann.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
10.11.2011 16:12
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Re: Re: Re: Re: Re: Klammheimliche Freude

HA HA jetzt muss sogar schon der alte Lichal für Ihren Quatsch herhalten - Sie bieten wirklich Unterhaltung pur.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Klammheimliche Freude

sie haben recht, der ist schon zu senil um zu wissen, was die nato ist... seltsamerweise hat ihn der standard dennoch interviewet...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Delta
11.11.2011 16:33
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Klammheimliche Freude

Danke für die Zugabe - jetzt is aber gut.

 
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