25.05.2013 23:33 Merkliste 0

Maskenfall

v (Die Presse)

Es kommt in den besten, auch gräflichen, Familien vor, dass sich Mann und Frau nach vielen Ehejahren nicht mehr viel zu sagen haben, sie aneinander vorbeireden und einander nicht zuhören. Das ist traurig, aber leider wahr.

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Es kommt in den besten, auch gräflichen, Familien vor, dass sich Mann und Frau nach vielen Ehejahren nicht mehr viel zu sagen haben, sie aneinander vorbeireden und einander nicht zuhören. Das ist traurig, aber leider wahr.
Ehefrau: Hast du gehört, Ali: Die Schweinegrippe kommt!
Ehemann(blickt kurz von „Waidmann aktuell“, auf): Furchtbar.
Ehefrau (leicht irritiert): Hast du gehört, was ich gerade gesagt habe? Was habe ich gerade gesagt?
Ehemann(nun ebenfalls leicht irritiert):Äh, ja, irgendwas mit Schweinen.
Ehefrau(grantig): Irgendwas mit Schweinen! (Vertieft sich wieder in ihre Frauenzeitschrift mit dem Covertitel „Abnehmen mit neuem Lover leicht gemacht“.)
Ehemann (nach längerer Pause): Ach übrigens, ich hab da jetzt einen dicken Fisch an der Angel. So ein Grippemaskenhersteller will meine Expertise für irgendwas.
Ehefrau: Da schau her, der Grasser hat eine Neue, die Fiona Swarovski.
Ehemann: Du hörst mir auch nicht zu. Was habe ich gesagt?
Ehefrau: Irgendwas mit Fisch. OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.06.2012)

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3 Kommentare

Suuuuuuuper!

Witzig und gut!

versteckt auf der vorletzten seite...


...gibt die presse einen mehr oder weniger lustigen kommentar zum fall mensdorff-rauch-kallat ab.

warum nicht ein vollwertiger kommentar? ist es nicht schön langsam soweit sich von der schimäre, dass die regierung schüssel eine tolle "reformregierung" war, und die korruptionsvorfälle entweder nicht wahr oder eh nicht weiter schlimm waren zu verabschieden?

hat keiner in dieser zeitung den mumm das auszusprechen? nur weils am heldenmythos des kanzlers der bürgerlichen herzen kratzen könnte?

eine qualitätszeitung sollte aussprechen was ist, und sich nicht aus falsch verstandener loyalität in den sack lügen. wenn sie das niveau der faz oder der nzz haben wollen, dann müssen sie auch den mut haben wahrheiten auszusprechen, die vielleicht für die kernleserschaft nicht angenehm sind.

dass diese zeitung niemanden findet, der einen kritischen kommentar zu dieser affäre schreibt, oder kein interesse hat, dass ein solcher erscheint, wirft kein gutes licht auf sie.


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Re: versteckt auf der vorletzten seite...

Was wollen Sie bei Mensdorff kommentieren ? Das ist publizistisch längst, schon ein Fall für die U-Bahn-Blattl . . . . Oder haben Sie im Ernst den Eindruck, dass ihm die "Presse" die Stange hält ?

Aber ich hätte auch eine Bitte um "Presse"-Recherche und -bericht: Wie war das noch einmal mit dem Herrn Kostelka ?

Der war doch, wenn ich mich recht erinnere, Klubobmann der SPÖ, dann kam der bekannte Anruf vom Kollegen Khol (der mit Mensdorff so gut können hat), der Herr Kostelka hat brav aufgedeckt, wurde dafür prompt vom Klubobmann zum Volksanwalt befördert (im wahrsten Sinne des Wortes), und bald darauf ins politische Nirwana . . . .

Oder irre ich mich da ?

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