Das haben sie jetzt davon, die Briten. Zuerst holen sie Olympia nach London (und booten dabei unter großem Jubel die Franzosen aus), und nun jammern sie über die Folgen: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind noch überlasteter als sonst. Vom Zutritt zu den Leibesübungen kann der Durchschnittslondoner nur träumen, denn so gut wie alle Tickets wurden für olympische Bonzen reserviert. Und um die Sicherheit zu gewährleisten, werden Straßenzüge abgeriegelt und ganze Viertel zu exterritorialen Zonen erklärt. Dessen nicht genug: Auch Flugabwehrraketen sollen auf Dächern ausgewählter Wohnhäuser stationiert werden – wogegen verständlicherweise die Anrainer revoltieren, denn wer möchte schon gern direkt unter einer Abschussrampe schlafen?
In dieser Hinsicht hätte man es in Wien einfacher, denn die Nazi-Schergen haben der Hauptstadt ein Vermächtnis in der Form von sechs Flaktürmen hinterlassen. Die sind zwar alles andere als ansehnlich, dafür aber praktisch unverwüstlich, geräumig und mit Sicherheit ein Plus bei der nächsten Bewerbung als Austragungsort eines internationalen Spektakels. Der Flakturm als Standortvorteil – wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommt? la
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.07.2012)















