23.05.2013 09:25 Merkliste 0

Leben auf dem Lande (4)

Hans-Werner Scheidl (Die Presse)

Im schon mehrfach besungenen Dorf hinter dem Semmering fließen die Tage geruhsam dahin. Hochsommer.

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Im schon mehrfach besungenen Dorf hinter dem Semmering fließen die Tage geruhsam dahin. Hochsommer. Die Lerchen jubeln, die Maulwürfe buddeln, die Katze döst. Das Heu muss eingebracht werden, bevor das nächste Unwetter dräut. Die Zeit drängt und ballt sich zusammen. Denn weder samstags noch am Tag des Herrn kann gearbeitet werden. Da jagt ein Fest das andere. Man kennt als treuer Begleiter dieser rauen, aber freundlichen Ureinwohner jede Bierbank, denn die werden allwöchentlich von einem Veranstalter dem nächsten überantwortet.

Und was ist mit Magda, der fast schon erwachsenen Tochter? Was mit ihrer Mutter Cleo? Die trampen seit Wochen durch die USA und behaupten e-mail-mäßig, Heimweh nach dem stillen Dorf zu haben, diese falschen Hexen. Las Vegas haben sie bedauerlicherweise nur mit dem höchst spärlichen Gewinnst von fünf Dollar verlassen. Aber es hätte ja auch schlimmer gehen können. Apropos E-Mail. Gestern kam wieder so eine lakonische Anfrage über den großen Teich: „ich soll dich von da mami fragen, wie viel geld wir eigentlich noch am konto haben...? Bussi, uns geht es gut, wir fliegen heute nach merced.“ Na, das kann was werden. hws


E-Mails an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2012)

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1 Kommentare
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Kommt da noch was,

oder geht diese Serie der Belanglosigkeiten jetzt so weiter?

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