25.05.2013 07:38 Merkliste 0

Lokus spokus

 (Die Presse)

Das Leben ist voller Überraschungen, auch am WC.

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Das Leben ist voller Überraschungen, auch am WC. Im Raum Nürnberg erschrak kürzlich eine 74-Jährige, als sie den Deckel ihres Aborts hob: Eine Python schaute ihr in die Augen. Erschrocken ist auch eine Inderin, als sie in der Wohnung ihres frisch angetrauten Ehemanns den Lokus suchte. Es gab nämlich kein WC. Die Frau verließ darauf den Mann und wurde dafür mit einem Preis ausgezeichnet. Sie löste durch ihr Handeln nämlich die „Toilettenrevolution“ aus. Diese erreichte medial zwar leider nie die Aufmerksamkeit des Arabischen Frühlings, aber sie sorgte dafür, dass nun mehr Inder für ihre Frauen Toiletten einbauen.

Auch Wissenschaftler haben zum WC schon zahlreiche Studien herausgebracht. Daher wissen wir nun, dass Männer am stillen Örtchen häufiger zur Lektüre greifen als Frauen. Dass Spanier am längsten auf dem WC sitzen. Und dass elf Prozent der Italiener und sieben Prozent der Österreicher am Klo telefonieren. Zumindest, bis ihnen das Gerät ins Wasser fällt. Und laut einer deutschen Studie wiederum ist Konzertbesuchern die Hygiene am WC sogar wichtiger als die Musik.

Vielleicht sollte man aber nicht alles ernst nehmen und auf WC-Studien pfeifen. Und pfeifen ist noch das Mindeste. AICH


E-Mails an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2012)

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