Es hätte ja auch CS Petange sein können. Oder immerhin gar der FC RM Hamm Benfica, ein halbwegs klingender Name in der luxemburgischen Liga. Aber nein, ausgerechnet F91 Düdelingen musste den Weg des österreichischen Fußballmeisters Red Bull Salzburg kreuzen. Schon der Umlaut hätte für die „Bullen“ Warnung genug sein müssen, wenn man nur an die Blamage mit den Färöern denkt. Düdelingen – ein Name, der schon nach Blamage riecht. Auch in den Versionen Dudelange (französisch), Diddeleng (luxemburgisch) oder Dude Town (inoffiziell salopp). Und so kam es dann, dass den Salzburgern die „Düdels“ nur so um die Ohren gehauen wurden. „Düdeldü“, titelte etwa das Schweizer Boulevardblatt „20 Minuten“, die deutsche Presseagentur legte mit „Holleri dudödeldi, holleri düdeldü“ nach, und aus Mäzen Didi Mateschitz wurde auch schon einmal ein „Düdi“.
„Düdeldü“ wird die Luxemburger nun auch in die Heimat begleiten. Denn viele der Spieler müssen nun erst einmal ihre Chefs anrufen. Wegen des Aufstiegs brauchen die Feierabendkicker nun mehr Urlaub. Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Roger Schmidt dagegen haben jetzt viel Arbeit vor sich, wollen sie nicht ewig die Salzburger „Dödel“ bleiben. SB
E-Mails an: sascha.bunda@diepresse.com
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2012)















