Die Causa Birnbacher, die jetzt nahtlos zur Causa Kärnten mutierte, hält uns alle ziemlich in Atem. Doch Obacht: Die wahren Aufreger drohen da unterzugehen. Und das wäre echt schade.
Gottlob haben wir aber noch unser liebstes buntes Boulevardblatt. Und so dürfen wir seit zwei Tagen atemlos die Chronologie einer Ungeheuerlichkeit verfolgen: Werner Faymann, immerhin unser Bundeskanzler, wird bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele nicht dabei sein. Der Gute zieht es vor, mit der Queen Party zu machen – Olympia ruft.
Die Salzburger Kulturszene ist ziemlich angespeist – oder sagen wir: andiniert. „Ein Affront“, schimpft einer, der vorsichtshalber namentlich nicht genannt werden möchte, man kann ja nie wissen.
Egal. Jetzt haben wir also die Causa Faymann. Und die ist höchst rätselhaft: Ist Faymann in Wahrheit eine echte Stimmungskanone, ohne die eine gute Fete nicht auskommt? Wird er bei der Sause der Queen mit der ebenfalls anwesenden Michelle Obama plaudern? Kann sie Deutsch? Vor allem aber: Michael Spindelegger geht ganz brav zur Festspiel-Eröffnung. Warum juckt das genau niemanden? Wir bleiben dran. KOR.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.07.2012)















