20.05.2013 17:37 Merkliste 0

Twitt-Mitt

 (Die Presse)

Mitt Romney und Werner Faymann vereint einiges: Beide stehen knapp vor der Erfüllung ihres größten politischen Traumes (hier das Wiener Bürgermeisteramt, dort die US-Präsidentschaft), und beide haben ein Problem mit den neuen Medien.

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Mitt Romney und Werner Faymann vereint einiges: Beide stehen knapp vor der Erfüllung ihres größten politischen Traumes (hier das Wiener Bürgermeisteramt, dort die US-Präsidentschaft), und beide haben ein Problem mit den neuen Medien. Wir erinnern uns: Im Oktober 2011 machte sich ein achtköpfiges Team im Bundeskanzleramt daran, den Hausherrn digital fesch zu präsentieren. Dann wurde bekannt, dass diese PR-Übung zu Beginn 84.498 Euro und jährlich 37.010 Euro kostet. Und es stellte sich heraus, dass erstaunliche viele der Facebook-Freunde des Kanzlers (von wem auch immer) gekauft beziehungsweise gefälscht waren.

Ähnliche Probleme hat nun Mitt Romney. Auf dem Weblog 140elect.com wurde aufgedeckt, dass Romneys Twitter-Adresse nach dem vergangenen Wochenende plötzlich mehr als 100.000 neue Follower hatte. In den Wochen davor klickten täglich höchstens 4000 Twitter-Nutzer @MittRomney an. Wir haben keine Anhänger gekauft, schwört sein Büro. Nun munkelt man, der politische Gegner habe ihm ein Ei gelegt. So oder so wird derzeit auf Twitter am meisten unter dem Stichwort #RomneyShambles kommentiert; auf Österreich übertragen ließe sich das mit #FaymannGwirks übersetzen. @grimmse


E-Mails an: oliver.grimm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2012)

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