22.05.2013 13:34 Merkliste 0

Schmutzkübelkampagne

 (Die Presse)

Die Telekom Austria spart. Das ist lobenswert.

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Die Telekom Austria spart. Das ist lobenswert, schließlich ist die Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld ein Gebot der Stunde. Der Weg, den das Telekommunikationsunternehmen dabei beschreitet, ist allerdings ein ungewöhnlicher: In den Büros wird seltener geputzt, Mistkübel werden nur noch einmal pro Woche entleert. Und: Mikrowellenherde und Kühlschränke müssen die Mitarbeiter nun selbst reinigen. Ein bewährtes Modell, das bei den Mitarbeitern zu einer natürlichen Reduktion von Müll führt? Mag sein, wobei das Beispiel Neapel anderes erahnen lässt. Denn dass die Stadt regelmäßig in Tonnen von Müll erstickt, weil die Camorra eine funktionierende Entsorgung verhindert, hat bei den Bewohnern mitnichten den Anreiz zur Müllvermeidung verstärkt. Dafür wurden mehr Klimaanlagen verkauft, weil die Bewohner wegen des Gestanks die Fenster nicht mehr öffnen wollten.

Dem Vernehmen nach steckt bei der Telekom aber ohnehin eine andere Überlegung dahinter: Die künftig häufiger auftretenden Ratten werden gefangen und in Hamsterrädern zur umweltfreundlichen Energiegewinnung eingesetzt. Soll noch einer sagen, dass Sparen nicht sinnvoll ist. eko


E-Mails an: erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2012)

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1 Kommentare
Gast: TA-Versteher
04.08.2012 21:06
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Da gibts mehrere Interpretationsmöglichkeiten

A) Die MitarbeiterInnen haben lt. Management sowieso zu wenig zu tun - rausschmeissen kann man kaum noch jemanden (entweder Beamter oder schon zu lange im Unternehmen) - also sollen sie wenigstens Dreck putzen.
B) Diese Tätigkeiten entsprechen dem Ausbildungslevel der (meisten) MitarbeiterInnen
C) Das Management ist einfach bescheuert. Anstatt die MitarbeiterInnen sinnvoll einzusetzen - sollte wenn man sich so die Zahlen anschaut eigentlich schon tun - lässt man sie minderqualifizierte Dinge in der Arbeitszeit machen.

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