Schön sprechen und keine Drogen nehmen – so manchen Rat der Großmutter sollte man sich wirklich zu Herzen nehmen. Das gilt vor allem dann, wenn man eine Straftat begeht: Ein Salzburger etwa trat vergangene Woche auf zwei Autos ein. Fast wäre er damit glimpflich davongekommen – hätte er nur seine Zunge hüten können: „F... the Police“, schrie er bei der Aktion, das Zitat landete prompt im Protokoll einer Zeugenaussage. Ein paar Tage später wurde der Mann zufällig in der Nähe des Tatorts bei einer Polizeikontrolle angehalten – und schimpfte im gleichen Wortlaut drauflos. Die Polizistin erinnerte sich an die bösen Worte und entlarvte den Mann als Täter. Nicht viel schlauer war ein Taschendieb in Wien: Er nahm zwar die Geldbörse einer 81-Jährigen mit, vergaß aber seine eigene Jacke in der Straßenbahn – inklusive Drogenspritze. Die Dame brachte sie zur Polizei, mittels DNA-Spur wurde der Täter ausfindig gemacht. Etwas größenwahnsinniger war ein 38-Jähriger in Salzburg: Er schnappte sich den gesamten Linienbus inklusive Insassen und machte eine Spritztour durch die Stadt. Dabei blieb er sogar brav bei jeder Haltestelle stehen. Festgenommen wurde er trotzdem. Also seien wir ehrlich: Gute Manieren lohnen sich auch nicht immer. IB
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2012)















