Parteien haben immer wieder tolle Ideen, auch für die Kleinsten von uns. Die bayrische CSU steigt etwa ins Schnullergeschäft ein. Der „Beruhigungssauger“ ist im CSU-Shop erhältlich, zu einem Stückpreis von 2,99 Euro.
Auch heimische Parteien legen nun nach: Die Kärntner ÖVP bietet einen Babylatz an. Er soll auch eigenen Funktionären umgehängt werden, damit diese weniger angepatzt wirken. Die FPK wiederum wartet mit einem Sonderangebot für Brüder auf – es gibt zwei Spazierstöcke zum Preis von einem. Egal, wie viel Dreck man am Stecken hat, mit diesem Brüder-Set ist man immer auf dem richtigen Weg.
Auch die Bundesparteien werfen Produkte auf den Markt, aber mit mäßigem Erfolg. So verkauft sich das BZÖ-Sparschwein schleppend, Bestellungen gibt es nur von einer austro-kanadischen Familie. Das Babyfon der Grünen musste wegen eines Produktionsfehlers sogar vom Markt genommen werden: Egal, wie laut man hineinrief – es gelang nie, Aufmerksamkeit zu erzielen. Die SPÖ überlässt hingegen beim Verkauf ihrer Werner-Faymann-Puppe nichts dem Zufall. Die Puppe, die mit ihrem Lacher gute Laune in jedes Kinderzimmer zaubert, wird mit einer großen Inseratenkampagne beworben. AICH
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.08.2012)















