19.05.2013 09:28 Merkliste 0

Pfiat enk, baba!

 (Die Presse)

Liebe Deutsche. Nee, das geht so nicht. Das finden wir nicht dufte.

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Liebe Deutsche. Nee, das geht so nicht. Das finden wir nicht dufte. Ist klar wie Kloßbrühe, dass es ganz allein unser Kaffffe ist. Schlimm genug, dass ihr den Italienern schon ihr „Tschau“ gestohlen habt. Aber „Griaß di“ gehört den Österreichern – eigentlich.

Doch diese Zeiten sind vorbei, seitdem ihr den Gruß patentiert habt. Keine Socken dürfen mehr mit dem Spruch bedruckt werden – ja gar auf „Schaufeln zur Entsorgung von Hundekot“ ist die Formel tabu. Gut, dass sich Wissenschaftler des Themas angenommen und sich in der Bevölkerung umgehört haben, was es für Begrüßungs-Alternativen gibt. Mit erstaunlichem Ergebnis: Seit 1999 hat die Verwendung von „Habe die Ehre“ um ganze zwei Prozentpunkte in der österreichischen Bevölkerung zugenommen. Die Verwendung von „Meine Verehrung“ hat sich sogar verdoppelt – ebenso jene von „Kompliment“. Im Fall von „Tagchen“, „Küss die Hand“, „Grüazi“ und „Salut“ stieg die Quote um einen Prozentpunkt. Auch andere Kulturen müssen herhalten: „Hi“ benutzen immerhin 31Prozent der Österreicher.

Also, liebe Deutsche, tut's uns das nicht an und gebt's uns das „Griaß di“ zurück. Vergelts Gott und Pfiat enk, baba. ib


E-Mails an: iris.bonavida@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

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11 Kommentare

"Griaß di" – überstaatlich bairisch

Die mundartliche Grußformel "Griaß di" ist weder österreichisch noch bundesdeutsch, da sie nichts mit Staatszugehörigkeit zu tun hat.
Vielmehr ist sie die bairische ("bayrisch-österreichische") Entsprechung der hochdeutschen (standarddeutschen, schriftdeutschen) Grußformel "Grüß dich".
Die von Frau Iris Bonavida als typisch bundesdeutsch empfundenen norddeutschen Ausdrücke "dufte", "Kloßbrühe" und "Tagchen" sind in Bayern natürlich ungebräuchlich.

Re: "Griaß di" – überstaatlich bairisch

In dieser Online-Ausgabe der "Presse" und auch in der Suchmaschine "Google" habe ich leider vergeblich die Glosse
"Auch das noch: Wortgefecht" (Printausgabe, 9. 8. 212, S. 17 unten)
gefunden. Darin heißt es abschließend:
"Deutsche, gebt uns 'Griaß di' zurück! Wir bieten dafür 'Moin, moin'. 'Lecker' und 'Tomate' gibt's gratis dazu." Nun sind aber die Bayern zweifellos genaus Bundesdeutsche wie die Norddeutschen. In Bayern grüßt man so wie in Österreich mit "Griaß di", aber sicher nicht mit "Moin, moin"!

Re: Re: "Griaß di" – überstaatlich bairisch

"Auch das noch" ist nur in der Print-Ausgabe zu finden, das wird nie übernommen. Das ist mir schon aufgefallen.

Es wird sowieso nicht die Print-Ausgabe 1:1 übernommen. Das wäre ja auch unlogisch, da würde ja dann keiner mehr die Zeitung kaufen.

Korrektur und Ergänzung

Nun sind aber die Bayern genauso
[nicht: "genaus"!] Bundesdeutsche wie die Norddeutschen.
Der Verfasser der erwähnten Glosse im Wirtschatsteil "Economist" ist übrigens
Matthias Auer.

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Klar doch

Ich liebe eure Sprache und werde sie ,
glaube ich nie lernen, sie ist einfach zu schön um von irgendwem missbraucht zu werden.
Ein Wermutstropfen hat es doch. Den Wiener Schmäh mog i noch mehr.
Und so nebenbei seit ihr die besseren Deutschen und bitte bleibt so.
Ich meine es ehrlich und ist ka Schmäh.
Servus und baba.

Antworten Gast: Young and good
11.08.2012 13:11
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Re: Klar doch

Wody, wir wissen, dass du Wiener bist, trotzdem, "Wermut" ist ein Wein, der wahrscheinlich auch beim Heurigen angeboten wird. "Wehmutstropfen" wäre also korrekt.
Und dann bitte "seid" und nicht "seit"!
Und über "Servus und baba" lachen sie sich im Westen stets krum und buckelig. Besser wäre ein überall geläufiges "Tschüss!"

Tschüss!

Und wer sagt noch "servus!" oder halt "serwas"?

Antworten Gast: weana.bazi
16.08.2012 17:25
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Re: Tschüss!

i sog baba oda tschau.
seavas sowieso.bin jo ka mameladinga!

Re: Tschüss!

I sog baba.
Oder Auf Wiederschaun.

Re: Tschüss!

Ich!

Antworten Antworten Gast: mir reichts
10.08.2012 08:56
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Re: Re: Tschüss!

ich auch.

und tschüss sage ich nur bei ... und tschüss und das ist nicht positiv gemeint ^^

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