25.05.2013 18:18 Merkliste 0

Bill sucht das Superklo

 (Die Presse)

Bill Gates

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Bill Gates, Gründer von Microsoft und Milliardär, geht es also um mehr als nur ätherisch durch Chips rauschende Bits: Der 56-Jährige sucht die Toilette der Zukunft. Toiletten seien „extrem wichtig für die öffentliche Gesundheit und Menschenwürde“, sagte er auf einer Messe zu dem Thema in Seattle. Dabei wurden zukunftsträchtige Klos prämiert: Sieger war ein Modell des California Institute of Technology, das mit Solarenergie läuft und Strom und Wasserstoffgas produziert, Preis zwei ging an die Uni Loughborough (England), deren Klo das Abwasser in Kohle, Mineralien und Trinkwasser zerlegt.

Man stelle sich vor, Gates steigt ins Häusl-Business ein. Vielleicht mit Microsoft Toilet, dem allesrezyklierenden Klo, dank Methankleinkraftwerk unabhängig selbst von Sonnenenergie, mit Internetanschluss und berührungsloser Tastatur, falls man surfen oder twittern will, wie Armin Wolf und Euke Frank über Toffifee, nur über was Naheliegenderes, etwa: „Ich hab die Rolle nicht verbraucht. Großes Räuber-Ehrenwort!“ PowerFlush hilft beim kräftigen Spülen. Man braucht aber ein gutes Antivirenprogramm, denn auf Microsoft fliegen Viren wie die Fliegen.

Aber egal, wie es auf dem WC der Zukunft einmal aussieht: Die ganze Sache an sich wird immer analog bleiben. WG


E-Mails an: wolfgang.greber@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2012)

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